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Cipralex – nimmt das noch jemand?

E{isenMbarxth


da du ja eh nur nach hörensagen und behauptungen agierst, hier mal meine:

beruflich habe ich bei escitalopram bereits impotenz, anaphylaxie und ein ausgeprägtes serotoninsyndrom beobachtet, außerdem schlaflosigkeit und auch wirkungslosigkeit.

ich denke, wenn ich jetzt mal deine art zu bewerten adaptiere, ist das wohl dann aus meiner perspektive: ein teufelszeug.

*schulterzuck*

MFaKjza2x7


Hallo,

ich reihe mich hier auch mal mit ein. Ich habe mittlerweile schon einige Antidepressiva gegen meine Angst- und Panikstörung ausprobiert und bin immer noch auf der Suche nach dem "Richtigen".

Vor einigen Jahren habe ich Cipralex genommen. Damals mit super Wirkung und ohne Nebenwirkungen. Als ich es jetzt vor einem halben Jahr wieder genommen habe, musste ich es dann leider wegen QT-Verlängerung und anderen EKG-Veränderungen (die sich nicht wieder zurückgebildet haben) absetzen. Seitdem probiere ich auch rum.

Fluoxetin hat mich unruhig gemacht und nervös bin ich eh schon immer, auch ohne Medikamente.

Opipramol zeigt absolut keine Wirkung.

Mirtazapin lässt mich gut schlafen, führt ab 10mg zu Herzrasen und Bluthochdruck, zudem hab ich innerhalb von 3 Monaten 12 Kilo zugenommen.

Momentan nehm ich Medazepam was mich für vielleicht zwei Stunden müde und entspannt macht, aber dann auch nichts mehr bringt. Abgesehen davon macht es abhängig.

Also wer hat einen Tip was ich noch ausprobieren könnte? Wichtig für mich ist, dass es als Nebenwirkung keinen Bluthochdruck hat.

@ Zipfel:

Kannst du mal bitte in der Packungsbeilage von Sertralin nachschauen, ob da Bluthochdruck als Nebenwirkung aufgelistet ist. Im Internet finde ich dazu unterschiedliche Angaben.

Liebe Grüße

Maja

z.iXpfxel


Theoretisch Bluthochdruck unter sertralin möglich, aber sehr selten. Musst du vermutlich ausprobieren.

Ich agiere also nach Hörensagen? Deshalb sind ein Großteil meiner Quellen ja auch im aktuellen benkert und hippius zitiert...

Impotenz, Anaphylaxie, Serotonin syndrom sind theoretisch möglich, aber in der Praxis wie oft? Also mir hat noch kein Arzt davon berichtet.

Mich interessieren wie bereits gesagt nicht die theoretischen Nebenwirkungen oder Einzelfälle, sondern die realistisch häufig vorkommenden.

Da fallen mir eher 'harmlose' vegetative wie Übelkeit, Kopfschmerzen, etc. etc. ein. Manchmal unangenehm aber harmlos. Oft nur bei Einnahme Beginn.

z,iSpfel


Im übrigen ist der oft von mir erwähnte Blog von Prof.Dr. Gründer einem Autor des Benkert und Hippius. Wenn man also dem Buch glaubt, kann man auch dem blog glauben. Oder man glaubt halt gar nix.

R^uvkxa


Oh Gott das macht mir ja alles angst. Ich nehme das seit ner Woche und würd es am liebsten direkt wieder absetzen

zLipGfel


??? Was nimmst du? Und was macht dir Angst?

F!rau Er:dmä^nncxhen


Ruka, weswegen bekommst du denn Cipralex?

Verträgst du es denn bisher?

Ich hörte es schon öfter, dass Cipralex am wenigsten Nebenwirkungen verursacht und am Verträglichsten ist. (Auch wenn zipfel anderes behauptet, ich habe auch diese Erfahrung gemacht, also lass dich davon nicht irritieren ;-) )

z{ipfxel


??? Ich habe nie etwas Anderes behauptet.

Dass es allerdings Müdigkeit und Antriebslos, Gewichtszunahme und schlechtere Kognition machen kann ist unstrittig. Sertralin ist nicht wesentlich schlechter. Je nachdem welche Probleme man hat.

z?iMpxfexl


Eine umfangreiche Metaanalyse von 12 Antidepressiva der neuen Generation zeigte Sertralin und Escitalopram mit deutlichen Vorteilen bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit, während Reboxetin signifikant schlechter abschnitt als die restlichen 11 Medikamente. Die von Dr. Andrea Cipriani von der Universität Verona und Kollegen verfassten aktuellen Ergebnisse erschienen bereits vorab online.

Die Metaanalyse bewertete die Ergebnisse aus 117 randomisierten kontrollierten Studien aus dem Zeitraum 1991 bis 2007, welche die Effekte dieser Antidepressiva bei mehr als 25 000 Patienten mit einer Schweren Depression untersuchten. Die getesteten Medikamente waren Bupropion, Citalopram, Duloxetin, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Milnacipran, Mirtazapin, Paroxetin, Reboxetin, Sertralin und Venlafaxin. Hauptergebnis war der Anteil jener Patienten, die auf die zugewiesene Behandlung ansprachen oder vorzeitig ausschieden.

Sertralin und Escitalopram stellten sich bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit insgesamt als die besten Antidepressiva dar. Sertralin war effizienter als Duloxetin (um 30 Prozent), Duloxetin und Fluvoxamin (27 Prozent gegenüber beiden), 25 Prozent Fluoxetin (um 25 Prozent), Paroxetin (um 22 Prozent), Reboxetin (um 85 Prozent). Escitalopram erwies sich wirksamer als Duloxetin (um 33 Prozent), Fluoxetin (um 32 Prozent), Fluvoxamin (um 35 Prozent), Paroxetin (um 30 Prozent) und Reboxetin (um 95 Prozent). Wie Sertralin und Escitalopram zeigten sich auch Mirtazapin und Venlafaxin als effizienter gegenüber den anderen Medikamenten. Sertralin und Escitalopram hatten jedoch das beste Verträglichkeitsprofil, was signifikant weniger Therapieunterbrechungen zur Folge hatte als die Anwendung von Duloxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Reboxetin und Venlafaxin.

Die Autoren folgern: "Die wichtigste klinische Folgerung aus den Ergebnissen ist, dass Escitalopram und Sertralin für den Behandlungsbeginn einer moderaten bis schwerwiegenden Schweren Depression erste Wahl sein könnten, da sie die bestmögliche Ausgewogenheit zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit bieten." Die Forscher fügen hinzu: "Sertralin erscheint besser als Escitalopram, da es in den meisten Ländern kostengüstiger ist. Da jedoch eine vollständige wirtschaftliche Prognose fehlt, kann diese Empfehlung nicht eindeutig gegeben werden, da mehrere andere Kosten mit dem Gebrauch von Antidepressiva verknüpft sind."

In einem begleitenden Kommentar bemerkt Dr. Sagar V. Parikh vom Department of Psychiatry der University of Toronto sowie dem University Health Network in Toronto: "Eine der wichtigsten Herausforderungen beinhaltet nun die Frage nach Kosten und Nutzen, und da die herkömmlichen Produkte billiger zu erwerben sind, sind sachgemäße Studien notwendig, um der Gesellschaft bei der Auswahl unter den vier wirksamsten Antidepressiva zu helfen. Wie Cipriani und Kollegen bereits betonten, sind derartige Kostenerwägungen aus globaler Sicht besonders ausschlaggebend, da die meisten Menschen in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommensstatus leben."

Quelle: Cipriani, A. et al.. Comparative efficacy and acceptability of 12 new-generation antidepressants: a multiple-treatments meta-analysis. Lancet 2009; 373: 10.1016/S0140-6736(09)60046-5

[[www.thelancet.com]]

Rruka


Jaa, Cipralex. Außer dass ich mich wie betrunken fühle und im Schlaf sehr schwitze habe ich keine Nebenwirkungen (bisher). Ich denke aber mal im Grunde nehmen sich die verschiedenen Medikamente alle nichts.

zaip@fexl


Sie wirken alle unterschiedlich. Ich finde Sertralin am besten. Unter citalopram /cipralex hatte ich stets Hunger, Müdigkeit, Benommenheit

Jetzt hab ich das Gegenteil davon unter Sertralin.

Ffr=au xErdmhänncxhen


??? Ich habe nie etwas Anderes behauptet.

Ein paar Beiträge zuvor hast du noch erzählt, Cipralex wäre nicht besser verträglich als Citalopram usw. ???

Jaa, Cipralex. Außer dass ich mich wie betrunken fühle und im Schlaf sehr schwitze habe ich keine Nebenwirkungen (bisher). Ich denke aber mal im Grunde nehmen sich die verschiedenen Medikamente alle nichts.

Du nimmst es ja erst seit einer Woche, beim Einschleichen eines solchen Medikamentes kann man sich schon leicht benommen fühlen. Schwitzen kenne ich auch, das ist allerdings eine Nebenwirkung, die bei mir nicht ganz nachgelassen hat.

Musst du denn arbeiten oder kannst du es ruhig angehen lassen, bis die Benommenheit nachlässt?

zPipfexl


Na ja im Nebenwirkungsprofil tut sich wenig zwischen cipralex und citalopram.

FGrau% Erdmaänncxhen


%-|

Rwuk-a


Ich kann zu Hause bleiben. Habe bereits ein Jahr Citalopram genommen, welches aber keinerlei Wirkung bei mir hatte, weder positiv noch negativ. Vielleicht wird es ja nun besser :)

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