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Seroquel und Olanzapin

F0irdmexs hat die Diskussion gestartet


Nehme abends 2.5 olanzapin und morgens 25 seroquel. Ist diese Dosis bedenklich? Kennt sich jemand aus? Habe angst vor einem herztod oder sowas.

Antworten
R}ich:ardx61


Seroquel habe ich in einer Hochphase einer Manie 1500 mg intramuskulär bekommen und ich habs überlebt ;-D

Meine tägliche Dosis sind 100 mg Seroquel. Olanzapin hatte ich mal war aber auch deutlich höher dosiert.

An was leidest du denn? Die Medis sind eigentlich für Schizophrenie und oder bipolare Störungen, dann aber weit höher dosiert.

ccitMhalo@prahm


Naja, gesund sind Antipsychotika nicht gerade. Aber bei schwerer Schizophrenie manchmal wohl unausweichlich.

Antidepressiva sind jedenfalls weniger bedenklich.

Raichoardx61


Ich nehm Seroquel wegen bipolarer Störung zur Eindämmung einer möglichen Manie oder zur Beseitigung einer manifestierten Manie. Bei manischen Zuständen sind AD kontraindiziert und müssen sofort alle abgesetzt werden. Könnte auch bei Schizophrenie oder psychotischer Störung so sein. Beim TE ist es mit dieser Dosis aber sicher etwas weniger Schlimmes.

F4ilo9u2v00x0


Hey du,

ich kenne jetzt bissel deine Vorgeschichte. ich kann dir mit den Medikamenten nicht helfen, aber vllt bissel Psychisch.

Das du durch deine Vorgeschichte angst hast, ist mir klar und ich kann dich verstehen. ABER glaubst du die Arzte passen da nicht auf. Ich könnte dir aus einer Datenbank alle Risiken raussuchen. Ich schwöre dir das du nicht beruhigt bist. sind doch art Antideprisdiver oder? die bekommst du doch gegen deine Angst oder? vllt sind es noch nicht die richtigen.

Ich kann dich verstehen. Hab gerade eine Panikattake hinter mir. ich hab gerade irgendwie immer noch angst undir krobbel fie Hände und der Kopf.

Wir schaffen das! Bin mir Angstgasen mäßig siccher :)*

VG

Z$wacok44


Olanzapin (oral): 5-20 mg/Tag, bei Patienten über 65 auch ab 5 mg/Tag.

Seroquel (Filmtablette nicht retardiert): je nach Indikation Anfangsdosis 50 oder 100 mg/Tag; bei älteren Patienten mit 12.5 mg beginnen. Sollte aber so auch im BPZ stehen.

F"irIdes


Ich nehm die Sachen aufgrund einer angststörung würde aber so gern absetzen.

Ffilou@2000


Firdes, du hast Angst vor den Medikamenten. Ich frag mich nur ob es dir ohne besser gehen wird. Du sollst ja durch die Medikamente deine Angst verlieren. Hast du mit den Ärzten schonmal drüber gesprochen, dass dir die Medikamente Angst machen? Vllt gibt es Präparat, dass dir mehr hilft. Sorry, ich kenn mich da nicht so gut aus, würde dir aber so gerne helfen.

F>irkdes


Ich weiß aber ich hab das Gefühl dass ich's ohne genauso gut/schlecht hinbekomme! Mit is irgendwie auch nich besser.

F1iWlou20x00


Deshalb denke ich, das es nicht die richtigen sind. Hab schon gehört, das einige Leute mit bestimmten Medikamenten nicht klar kommen, die wirken einfach nicht. Kenn jemenden, der musste 3 oder 4 verschiedene ausprobieren, bis er eins gefunden hat was ihm gut tat. Wie lange nimmst du die denn schon?

Z\wa|ck4x4


Nicht alle Psychopharmaka wirken ab dem ersten Tag, weil sich erst ein bestimmter Wirkstoffspiegel im Blut aufbauen muß. Außerdem dürfte Deine Dosis unter der niedrigsten wirksamen Dosis liegen. Das nennt man "Einschleichen"; man nutzt diese Methode um Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden. Der Arzt hat Dir mit Rücksicht auf Deine Ängstlichkeit sicher mit Absicht eine besonders niedrige Dosis für den Anfang verordnet und hofft so vermutlich, dass Du Vertrauen faßt. Hat er Dich nicht schon für einen nächsten Termin zur Dosissteigerung bestellt?

Rgichlard6x1


@ Firdes,

ich bin kein Arzt, aber ich versuche mich immer über alles schlau zu machen was ich vom Psychiater verschrieben bekomme.

Seroquel kenne ich sehr gut , da ich es nehmen muss.

Seroquel hat keine Indikation bei Angststörungen. Das heißt Angststörung steht nicht auf dem Beipackzettel , daß es dafür eingesetzt werden kann. Das Gleiche ist bei Olanzapin, beides sind atypische Neuroleptika und wirken direkt auf die Nerven.

Eventuell besser weil dafür auch entwickelt wäre ein Botenstoffwiederaufnahmehemmer.

Bei Angstzuständen wird dabei ein SNRI genommen z.B. Venlafaxin.

Besprech doch das mal mit einem Psychiater.

cKitha%lopwraxhm


Bei Angstzuständen ist eher ein ssri 1. Wahl. Empfohlen werden Citalopram und sertralin. SNRI wie Venlafaxin sind eher 2. Wahl.

Letzte Wahl sind Neuroleptika wie Seroquel oder Olanzapin aufgrund der deutlich stärkeren Nebenwirkungen.

cbitvhal>oprahxm


@ Richard61

Sorry, dass ich dir da immer widersprechen muss, aber SNRI wie Venlafaxin sind definitiv nicht 1. Wahl. Das sagt nicht nur mein Arzt, das lässt sich auch in hunderten Artikeln im internet nachlesen. Die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen ist definitiv höher.

Mir haben mittlerweile mehrere Ärzte bestätigt, dass sie am liebsten Citalopram verschreiben, weil es an wenigsten Probleme macht. Mit 340 Millionen Tagesdosen ist es auch mit großem Abstand das am meisten genutzte Psychopharmakon weltweit. Anscheinend nicht ohne Grund.

RFichXard6x1


@ citalopram

mit dem Namen musst du ja Citalopram empfehlen. :)z

Wikipedia ist bei den Indikationen auf einem anderen Stand.

Als SSRI ist Escitalopram und Paroxetin bei Angststörungen genannt.

Du hast aber sicher Recht, daß man evtl. zuerst ein SSRI verschreibt.

Seroquel ist sicher bei so etwas mehr als Grenzwertig, wie Olanzapin auch.

Wenn die TE ihre Angststörungen nur temporär hat, wäre evtl. auch ein Notfallmedikament einsetzbar. Einen nicht abhängig machenden Tranquilizer, den man nur dann nimmt wenn man ihn braucht.

SSRI und zugelassene Indikationen (Quelle WIKI)

Fluvoxamin 1984 Depressive Erkrankungen, Zwangsstörung

Fluoxetin 1990 Episoden einer Major Depression, Zwangsstörung, Bulimie

Paroxetin 1992 Depressive Erkrankungen, Episoden einer Major Depression, Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, soziale Phobie, generalisierte Angststörung, Zwangsstörung, Posttraumatische Belastungsstörung

Citalopram 1996 Depressive Erkrankungen, Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie

Sertralin 1997 Depressive Erkrankungen und Rezidivprophylaxe, Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, soziale Phobie, Posttraumatische Belastungsstörung, Zwangsstörung

Escitalopram 2003 Episoden einer Major Depression, Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, generalisierte Angststörung, soziale Phobie, Zwangsstörung

SNRI (Venlafaxin) Zugelassene Indikation (Quelle WIKI)

Venlafaxin-haltige Arzneimittel sind angezeigt zur Behandlung von Depressionen und Angsterkrankungen wie der generalisierten Angststörung, der sozialen Angststörung (soziale Phobie) und der Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie). Auch ist Venlafaxin angezeigt zur Erhaltungstherapie zur Verhinderung eines Rückfalls (Rezidivprophylaxe) oder des Wiederauftretens von neuen depressiven Erkrankungen.

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