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gewollte Provokation durch Psychologen des Mdk's?

Utltimahm\auxs hat die Diskussion gestartet


Hallo,

bevor ich zu meiner eigenen Schilderung vor Ort komme eine kurze Vorgeschichte warum ich überhaupt beim MDK war.

Ich bin seit dem 13.11.2013 durch meinen Hausarzt bisher durchgehend arbeitsunfähig geschrieben. Ich habe aufgrund eines Arbeitsplatzkonfliktes einen Benommenheitsschwindel, Kopfschmerzen und kann mich dann so gut wie gar nicht mehr richtig konzentrieren. Einfachste Sätze muss ich dann zig mal lesen bevor sie im Hirn ankommen. Die einfachsten Sachen fallen mir dann schwer und ich bin sehr dünnhäutig geworden, weine viel. Ich arbeite als Programmiererin und da wir für Kunden mit Hochverfügbarkeitssystemen arbeiten, muss ich dort geistig zu 100% bei der Sache sein, sonst bekommt mein Chef sehr schnell eine Schadenersatzklage an den Hals, die gleich in mehrere Millionen gehen würden.

Nach ständigem Hin- und Her und der Tatsache, dass ich am 28.01.2014 einen Anruf von der Krankenkasse bekam, dass man mich ab dem 29.01.2014 durch den Arzt (ohne mich auch nur einmal gesehen zu haben) als wieder voll arbeitsfähig ansieht und dies auch mit meinem Hausarzt so abgesprochen sei, bin ich fast aus allen Wolken gefallen, da ich ja am 27.01.2014 noch bei ihm, einen weiteren Auszahlungsschein ausgefüllt abholen war, der meine weitere Arbeitsunfähigkeit bestätigte. Es viel kein Wort über ein Gespräch. Als ich am 28.01.2014 dann vor lauter Schreck meinen Arzt anrief verwies mich dieser an meinen Psychologen.

Ich kam mir ein wenig abgespeist vor, da ja er mich gestern immerhin weiterhin arbeitsunfähig geschrieben hatte. Bei meinem Psychologen hatte ich allerdings erst für den 03.02.2014 einen Termin bekommen, daher habe ich mich auch mit meinem derzeitigen Chef in Verbindung gesetzt. Er und ich waren der Meinung, dass es keinen Sinn macht, wenn man nicht zu 100% Leistungsfähig ist. Am 03.02.2014 hat mein Psychologe dann einen Bericht an meinen Hausarzt geschrieben indem klar ersichtlich war, dass ich weiterhin arbeitsunfähig bin. Ich muss dazu sagen, dass ich gleich Widerspruch gegen die Einstellung des Krankengeldes eingelegt habe und die Begründung, dann am 12.02.2014 nachgereicht habe indem ich den Bericht meines Psychologen an meinen Hausarzt auf dessen anraten hin beigelegt hatte. Einen neuen Auszahlungsschein habe ich auch geschickt bekommen sowie eine persönliche Einladung des MDK zum 27.02.2014. Am 25.02.2014 war ich wieder beim Hausarzt der mich weiterhin für Arbeitsunfähig erklärt hat und mir auch nochmals versicherte, dass ich mir keine Sorgen machen muss krank ist krank.

Als ich dann am 27.02.2014 beim MDK war bereute ich es, dass ich keinen Zeugen mit ins Zimmer genommen habe. Gleich bei der Begrüßung wurde meine 'gute Laune' kommentiert und ich wurde nach meinem Lebenslauf gefragt. Ich habe meinem Leben schon viele Höhen und Tiefen mitgemacht, aber dieser Psychologe bohrte zielgenau in jedem Wunden Punkt herum, bis ich nur noch am Weinen war. Dann wurde kurz über meinen Arbeitsplatzkonflikt geredet, ich habe ihm meine Situation erklärt und klar gemacht, dass mich so nicht in der Lage sehe den Anforderung dort gerecht zu werden. Da kam dann nur sie sind doch keine Astronautin also kein Drama wenn ich Fehler machen würde. Es folgte eine Kurze Untersuchung mit Puls, Blutdruck (war zu hoch wurde auf die Aufregung geschoben) Reflexe und Schwindeltests). Ich wurde nicht einmal gefragt, ob mir derzeit überhaupt Schwindelig ist (ist bei mir ja kein Dauerzustand). Danach ging es weiter mit den Vorwürfen, ob denn meine Ärzte nicht mit mir geredet hätten, es wäre ja mit denen abgesprochen, dass ich wieder arbeiten gehen kann. (Das stimmte nach Aussagen meiner beiden Ärzte aber überhaupt nicht was sich jedoch erst nach dem Termin aufklärte). Ich saß da, wie ein Häufchen Elend und konnte nicht mehr, weinte nur, weil ich mich nur noch verarscht fühlte. Meine Medikation wurde kurz besprochen und ich meinte, ich fühle mich ein kleines Stück weit besser, aber der Schwindel, die Kopfschmerzen und die fehlende Konzentrationsfähigkeit seien weiter vorhanden. Das wurde dann so kommentiert 'Nein die Tabletten wirken nicht, aber ich fühle mich besser'. Ja was denn nun? Ich wurde dann noch gefragt wie ich mir vorstelle wie es mit mir weitergehen soll. Ich sagte ich weiß es nicht und fragte, ob er einen Weg wüsste wie ich da wieder selbständig heraus kommen könnte. Er hat mir dann den tollen Tip gegeben ich solle einfach kündigen, dann wäre ja mein Problem gelöst. Er hat das Gespräch dann beendet, weil ich nur noch am Weinen war und mich nicht mehr beruhigen konnte, nochmals betont ich wüsste ja was ich zu tun habe und mich dann verabschiedet.

Was soll ich sagen, den ganzen Rückweg, den meine Mutter mich gefahren hat, habe ich nur geheult und mich gefragt welcher Mensch es denn verdient hat, dass so auf seinen Gefühlen herumgetrampelt werden kann und das im Namen einer Begutachtung und auch noch von einem Facharzt, der es besser wissen muss. Ich bin am nächsten Tag zu meinem Hausarzt gefahren und auch dort kamen meine ganzen Gefühle wieder hoch als ich schilderte was sich da abspielte. Es stellte sich heraus, dass dieser Mensch am 23.01.2014 dort angerufen. Mein Arzt ihm aber gesagt hat das er keine Angaben machen kann da er mich zuletzt am 27.12.2013 gesehen habe. Es war ausdrücklicher Wunsch dieser Krankenkasse, dass ich 1 x monatlich den Auszahlungsschein abgebe. Da man mir auch bei der Medikation (mittlerweile die 4te) immer sagte es braucht mindestens 14-Tage bis 4 Wochen bevor ich etwas merke und ich brauche Geduld. Mein Hausarzt schickte mich sofort zu meinen Psychologen und ich kam Gott sei Dank auch gleich dran. Auch dort konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten, er machte viele Notizen und wollte den Namen des Gutachters haben. Auch dort fand nie ein Gespräch statt, in dem es darum ginge, ob ich arbeitsfähig sei. Er wollte mir sofort einen Auszahlungsschein ausfüllen um so zu zeigen, dass ich nun erst recht nicht arbeitsfähig bin, ich hatte jedoch keinen Neuen der KK daher schrieb er nur ein Bericht an meinen Hausarzt, der mir allerdings auch noch nicht vorliegt. Ich bekam ein weiteres Antidepressivum damit ich nachts nun überhaupt schlafen kann und er war sichtlich angesäuert, über seinen Kollegen.

Meine Krankenkasse hat nun trotz ausgefüllter Auszahlungsscheine zum 29.01.2014 das Krankengeld wie angedroht eingestellt und ich stehe ohne Geld da, obwohl ich nun erst recht nicht arbeiten kann. Aber der Hohn daran ist die Schilderung des MDK's im Gutachten, bei dem ausdrücklich betont wurde, dass ich wieder voll arbeitsfähig sei. Dieser liest sich als ob wir zu zweit einen netten Plausch bei einer Tasse Kaffee gehabt hätten und das die Medikation sehr gut anschlägt. Ich dachte ich lese nicht richtig. Dass ich ihm dort fast zusammengebrochen wäre kein Wort.

Nun habe ich den Verdacht, dass diese Provokation so gewollt war. Aber was hat er denn erwartet, dass ich randaliere oder ihm eine reinhaue? Ich war so fertig mit der Welt, dass er mir hätte alles an den Kopf werfen können, weil mir einfach nur zum Weinen zumute war.

Ich habe heute ein Zweitgutachten angefordert, da der MDK vor Ort der gleiche Arzt war, der auch angeblich mit meinen Ärzten gesprochen hat (war gar nicht der Fall) und mich dann nach Aktenlage schon für Arbeitsfähig erklärt hat. Als ob sich dieser Arzt dann bei seiner persönlichen Begutachtung selbst widersprechen würde.

Im Moment bin ich noch fertig, weine ständig und alles selbst einfachste Sachen sind mir zu anstrengend. Wie kann es sein, dass man so behandelt wird und das noch legal sein soll?

Tut mir Leid für soviel Text, aber es ist auch soviel passiert und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das ok ist. Noch ein wenig labiler und meine Mutter wäre nicht immer gefahren und ich hätte mir mit dem Auto den nächsten Brückenpfeiler gesucht nur um endlich Ruhe zu haben.

Was meint ihr zu der ganzen Sache? Ich für meinen Teil suche mir morgen einen Anwalt, der mich vertritt, denn ich fühle mich dem Ganzen überhaupt nicht mehr gewachsen. {:(

Antworten
M:onikxa65


Nur mal zum Verständnis, du bist arbeitsunfähig wegen eines Arbeitsplatzkonflikts? Wäre es nicht nahe liegend, dir einen anderen zu suchen oder auch eventuell umzuschulen? Dass der MDK das jetzt nicht so weiter mitmacht, versteh ich jetzt im ersten Moment sogar sehr gut.

s,umm;er?dre%am)8x4


Dem schließe ich mich an....

SWunfloEwer_x73


Ich kann Dir nur raten: Nimm's nicht persönlich. Das war letztlich "typisch MDK". Kenne das selber aus dem Beruf, und habe eine unschöne Erfahrung auch schon persönlich gemacht.

Blöd ist aber, dass Dein Hausarzt – so wie Du es schilderst – dem MDK nix entgegensetzt. Auf Psychotherapeuten hört der MDK leider selten. Und wenn Dein Hausarzt einknickt... Ich würde aber auf Angaben der KK zu Aussagen Deines Arztes aber nicht viel geben... Du solltest die Sache nur mal grundsätzlich mit Deinem Arzt klären.

Und wenn Du in Therapie bist und die Symptomatik eine psychische Komponente hat, wäre es sinnvoll, sich statt auf den Hausarzt auf einen Psychiater zu verlassen. Bzgl. Medikation, bzgl. Krankschreibung. Das hat mehr Signalwirkung.

Anwalt ist vermutlich nicht verkehrt, aber schnell wird das nichts lösen. Auch nicht Dein finanzielles Problem.

Abschließender Hinweis: KEINESFALLS den Job kündigen!

S!unflKowTer_7x3


Wenn es Dir psychisch so schlecht geht, wäre eine notfallmäßige Aufnahme in der Psychiatrie auch eine Option. Was auch nochmal eine Signalwirkung hätte und gleichzeitig signalisiert, dass Du Dir MEHR HIlfe holst, um wieder fit zu werden.

s5ummerdfreamq8x4


richtig.... wenns psychisch so heftig ist sollte man in ne Klinik, ansonsten hast du glaube ich null Chancen....

UUltimuamaxus


Ich werde sozusagen vom Chef hintergangen, vorgeführt uvm. durch den Stress den die Arbeit an sich schon mitbringt kommt dieser nun hinzu. Dies ist jedoch auch erst seit einem halben Jahr so. Ich Normalfall wäre mir früher irgendwann der Kragen geplatzt und es hätte ein Gespräch stattgefunden, dann hätte ich entweder die Kündigung bekommen oder das Thema wäre erledigt gewesen. Zur Zeit bin ich aber nur durch den Wind und dünnhäutig, dass ich mich ja nicht mal gewehrt habe, sondern zurück an meinen Platz gegangen bin dann nur mit den Tränen kämpfend weitergearbeitet habe bis ich nicht mehr konnte. Ich habe auch schon vorher einen neuen Job gesucht und suche immer noch. Aber derzeit ist mir selbst das nicht möglich ich brauche für 2 Bewerbungen ca. 2h bis sie fertig sind und was mache ich, wenn man mich einlädt und ich diese Problem ja immer noch habe, obwohl ich ja schon 3 Monate nicht mehr an meinen Konfliktarbeitsplatz war. Im Gutachten steht außerdem drin dass ich meine 'alte' Arbeit am Konfliktarbeitsplatz wieder aufnehmen kann. Das widerspricht sich ja wohl so schon.

U-ltimaymauxs


Mein Psychologe hat meine Medikation bisher immer vorgenommen, meinem Hausarzt einen Bericht geschrieben und dieser mich daraufhin arbeitsunfähig geschrieben. Beim letzten Gespräch wurde mir eine Rehamaßnahme nahegelgt. Den Antrag habe ich auch bereits hier zum ausfüllen. Ich bin/war nur echt geschockt von der ganzen Vorgehensweise. Ich bekomme derzeit Medikamente, um erstmal halbwegs wieder auf die Beine zu kommen und ein paar Nächte zu schlafen. Was anderes würde die auch bei einer stationären Maßnahme mit mir derzeit nicht anstellen.

syummerNdrZeamP84


Warum ist der Rehaantrag nicht ausgefüllt? Mach das!

UultiEmamxaus


Den Reha-Antrag habe ich erst heute von der Krankenkasse geschickt bekommen und heute nicht mehr den Kopf dazu.

s<udmmerCdrea}m8x4


ok, dann morgen.... :)z es ist wichtig für dich!

S=unfl_ower_7x3


Mein Psychologe hat meine Medikation bisher immer vorgenommen,

Das kann nicht sein, dennn Psychologen dürfen keine Medikamente verordnen... Doch ein Psychiater? Hast Du da auch regelmäßig längere Gespräche?

UNltimUamayus


Ja sorry, ich meinte Psychiater und nein regelmäßige längere Gespräche haben bisher nicht stattgefunden. Aber das wird noch kommen. Seine Frau ist Psychotherapeutin. Ich blicke da bei den Unterschieden eh nicht so ganz durch, wer was jetzt darf und was nicht. Nur weiß ich auch, dass es auf Dauer sicherlich nicht mit Medikamenten allein getan ist, sondern natürlich auch eine entsprechende Therapie geben muss.

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