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Ich musste mein geliebtes Elternhaus verlassen

N/estho1ckexr81 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen! Ich habe mich hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiß, was ich machen soll. Ich sehe dies als Möglichkeit Hilfe bei meinem Problem zu bekommen, ohne gleich zum Psychologen zu gehen. Am besten schildere ich erstmal, was mich seit einiger Zeit so sehr bedrückt.

Ich musste mein Elternhaus verlassen, obwohl es schon lange mein Traum war, es mal zu übernehmen. :°( Warum dies nicht geht hat einen simplen Grund. Ich kann es mir einfach nicht leisten. Im Gegensatz zu meinem Bruder, der es nun auch zusammen mit seiner Frau übernimmt. Es ist auch nicht so dass ich es ihm nicht gönnen würde. Aber er hätte sowieso lieber sein eigenes Haus gebaut. Genau wie meine große Schwester. Jedoch müssten meine Eltern das Haus aufgeben, wenn er auch ausziehen würde.

Das macht es mir um so schwerer. (Sorry es kann sein, dass ich alles ein bisschen durcheinander schreibe. Was vermutlich auch daran liegt, dass ich sehr durcheinander bin. Ich hoffe ihr versteht am Ende trotzdem worum es mir geht.)

Um noch mal auf meine Schwester zurück zu kommen. Sie hatte kein Problem zu hause auszuziehen. Dennoch hat sie letztendlich gleich neben unserem Elternhaus gebaut. Es war halt ihr Traum ein eigenes Haus zu bauen. Und da meine Eltern ein sehr großes Grundstück hatten, haben sie ihr eben angeboten bei ihnen zu bauen.

Auch das macht es mir nicht leicht. Ich finde es sogar nicht fair. Meine Eltern wussten genau wie gerne ich dort bleiben wollte. Nun habe ich noch nicht einmal mehr die Möglichkeit irgendwann an Stelle meiner Schwester dort zu bauen. Der wäre ein anderes Grundstück auch recht gewesen.

Dass ich unbedingt dort wohnen möchte, liegt evtl. daran, dass ich ein wahnsinniger Familienmensch bin. Von klein auf hatte ich immer meine Eltern, Geschwister und Oma um mich herum.

Jetzt nach sage und schreibe 32 Jahren musste ich aus meinem Traumhaus raus. Ich hatte sogar meine eigene Wohnung im Dachgeschoss. Hatte es mir gemütlich gemacht. Hatte das Bad renoviert, sogar schöne neue türen gekauft. Und nun ist in diesem Haus kein Platz mehr für mich. Meine Eltern gehen in meine Wohnung, da mein Bruder mit seiner Frau die Wohnung unserer Eltern übernimmt. Da gibt es keinen Platz mehr für mich, geschweige denn für meinen Freund.

Also musste ich in eine fremde Wohnung, wo ich nicht alles so verändern kann wie ich es gerne würde. Es ist nunmal kein Eigenheim. Dann muss ich mir auch ständig anhören, was meine Eltern und Geschwister so alles tun, um es richtig schön zu machen.

Allein mein Elternhaus wird immer schöner. Neue Haustür, neuer Vorgarten mit superschöner Treppe zum Haus. Neue Terrasse, neuses tolles Bad usw.

Ja ich bin neidisch. Neidisch und traurig, dass ich mir meinen Traum nicht erfüllen kann und zusehen muss, wie die Menschen, die mir besonders wichtig sind, diesen Traum leben und ich nur noch Gast darin bin.

So genug geheult. Nun hoffe ich, dass jemand von euch evtl. ähnliche Erfahrungen gemacht hat und vielleicht Tips geben kann, wie man besser damit umgeht.

Antworten
h\at:scQhipxu


Oh man, ich kann dich gut verstehen. Ich bin im Haus meiner Uroma aufgewachsen, in dem der größte Teil meiner ganzen Familie irgendwann mal drin gewohnt hat. Jetzt hat es meine Oma und ich würde es gern erben, ich hänge sehr daran.

Bei dir ist es ja aber nun so, dass du weg musstest und das nun alles mit ansehen musst.

Hast du mal mit deiner Familie gesprochen wie hart es für dich ist?

AYn{tDiugone


Hmmmm.....was kann ich dazu schreiben.......

Im ersten Augenblick klingt es übel, aber wer weiß, was noch kommt, oder wozu das alles gut war?

Ich wolte schon immer in das Haus meiner Uroma einziehen, seit ich Kind war.

Es wäre aber für uns (mit Mann und zwei Kindern) zu klein gewesen.

Nun, seit über 10 Jahren wohne ich hier! :)^

OHNE Mann, nur mit Kindern und diversen Haustieren. ;-D

fTräul2ein f1lauschxig


Einerseits kann ichs verstehn, andererseits... Wenn du's dir nicht leisten kannst, was wäre die Alternative?

xqxBNlairxxx


Das du es dir nicht leisten kannst, ist ja nicht das Problem deiner Eltern oder Geschwister. Dafür bist du selber verantwortlich. Und mit 32 kann man Mama und Papa schon mal verlassen.

smch"necke1V98x5


Eben.

Traum ist Traum, Realität ist Realität. Du hast nicht die Kohle und deshalb geht's halt nicht. Ich glaube, jeder hätte ganz gern ein Eigenheim zum Übernehmen, aber da hängt halt nicht zuletzt auch ein ganz schöner Rattenschwanz an finanziellen Verpflichtungen dran.

Du hast zwar investiert, aber ansonsten mietfrei gewohnt. Das ist schonmal mehr, als die meisten bekommen. Und du durftest 32 Jahre daheim sein.

Vielen ist das schon aus studien- oder arbeitstechnischen Gründen nicht möglich. Und bei den eigenen Eltern unterm Dach zu wohnen ist auch nicht immer stressfrei, v.a. wenn man selbst eine Beziehung / Ehe führt und / oder Kinder hat.

Meine Eltern haben auch ein tolles 400qm - Haus auf dem Land stehen, zum Studium musste ich raus und bin in ein heruntergekommenes, winziges Stundentenwohnheim-Zimmer gezogen. War nicht immer einfach, aber es ist meins!

Aktuell wohne ich mit meinem Freund auf 28qm mit Gemeischaftsküche und -bad. Geht auch. Mehr können wir uns hier einfach nicht leisten.

Letztlich glaube ich, dass es jedem gut tut, mal von zu Hause wegzukommen. Das ist oft ein harter, bedrohlicher Schritt, aber man wächst daran, lernt, mit wie wenig man auskommen kann, dass man auch schwierige Situationen meistern kann. Dafür hast du kein Haus und auch keine Eltern an der Backe. ;-)

Mama-Vögel werfen ihre Kinder irgendwann auch aus dem Nest, denn nur so lernen sie fliegen :-D :)_

shchngecke1-98x5


PS: Und ich empfehle, das Nestchen schön einzurichten. Gemütlich. Damit man sich zuhause fühlen kann. Das geht auch mit wenig Geld (z.B. gedämpftes Licht, kuschlige Kissen, warme Wandfarben ect.)

fzqulsein fl"auscxhig


Ja, das hilft sehr! Ich versuche auch immer, es mir wohnlich zu machen und meine eigenen Ideen zu verwirklichen. Dann ist es auch wirklich *meins* und bislang hab ich mich überall wohlgefühlt.

K|le%io


Nesthocker81

Meine Eltern wussten genau wie gerne ich dort bleiben wollte.

Wie wäre das in Träumen gegangen? Was ist das unfaire für Dich daran?

Nun habe ich noch nicht einmal mehr die Möglichkeit irgendwann an Stelle meiner Schwester dort zu bauen.

Das Grundstück ist also nicht groß genug, um noch ein Haus darauf zu bauen?

Dass ich unbedingt dort wohnen möchte, liegt evtl. daran, dass ich ein wahnsinniger Familienmensch bin. Von klein auf hatte ich immer meine Eltern, Geschwister und Oma um mich herum.

Wie würde es so in Träumen laufen mit Geschwistern, ihren Kindern Deinen Eltern, Deinem Partner, eventuell Deinen Kindern?

Also musste ich in eine fremde Wohnung, wo ich nicht alles so verändern kann wie ich es gerne würde. Es ist nunmal kein Eigenheim. Dann muss ich mir auch ständig anhören, was meine Eltern und Geschwister so alles tun, um es richtig schön zu machen.

Was wäre aus Deiner Sicht die Alternative gewesen?

Allein mein Elternhaus wird immer schöner. Neue Haustür, neuer Vorgarten mit superschöner Treppe zum Haus. Neue Terrasse, neuses tolles Bad usw.

Wer macht es schöner?

Ja ich bin neidisch. Neidisch und traurig, dass ich mir meinen Traum nicht erfüllen kann und zusehen muss, wie die Menschen, die mir besonders wichtig sind, diesen Traum leben und ich nur noch Gast darin bin.

Wie hast Du die letzten Jahre dafür gearbeitet, dass Du Dir Deinen Traum verwirklichst? Wie lange wird es dauern, dass Du Dir das Haus leisten kannst?

a$ug2x33


Deine aktuelle Verzweiflung und Trauer kann ich nachvollziehen. Aber es kommen auch andere Zeiten. Ich habe mein Geburts- und Elternhaus nach fast 40 Jahren aufgeben müssen, weil ich es nicht halten konnte und sich an diesem Ort keine Perspektive ergab. Inzwischen sind wir am fünften gemeinsamen Wohnort angelangt. Ein sehr guter Bekannter wohnt im ehemaligen Elternhaus. Dort wieder wohnen wollen? Nein!

Betrachte die Notwendigkeiten als eine Chance für das weitere Leben.

Z9ambaHramxba


vielleicht ergibt sich daraus eine Chance für dein weiteres Leben, wer weiß! vielleicht gibt es auch ein Haus in der Nachbarschaft oder eine nahebeiliegende Wohnung die du übernehmen kannst. Naja solange ud nicht selbst investiert hast in die Wohnung und keine Mittel hast, das Haus zu halten, ist es schwer einen Anspruch geltend zu machen, auch wenn du natürlich emotional dran hängst. Solche Entwurzelungen sind hatl schwer, aberi ch würde es versuchen als Chance zu sehen! @:)

Ebllaz71


@ Nesthocker

Name = Programm....?

Wie kommt es, dass Du trotz Deines Alters so ein starkes Bedürfnis danach hast, sehr eng mit Eltern und Geschwistern zusammen zu leben? Und das, obwohl Du Dich andererseits von ihnen offenbar "ungerecht" behandelt fühlst?

Ich musste mein Elternhaus verlassen, obwohl es schon lange mein Traum war, es mal zu übernehmen.

Wussten Deine Angehörigen von diesem Deinen Traum? Falls ja, wie wurde darauf reagiert? Und wurdest Du explizit "hinausgeworfen"?

Warum dies nicht geht hat einen simplen Grund. Ich kann es mir einfach nicht leisten.

Inwiefern würde Dir das Haus im monatlichen Durchschnitt höhere Kosten bringen als Du an Miete für eine normale Mietswohnung aufbringen musst?

Geht es um eine Überschreibung und eine damit verbundene Auszahlung an die Geschwister? Falls ja, wirst Du nun von Deinem Bruder ausgezahlt?

Um noch mal auf meine Schwester zurück zu kommen. Sie hatte kein Problem zu hause auszuziehen. Dennoch hat sie letztendlich gleich neben unserem Elternhaus gebaut. Es war halt ihr Traum ein eigenes Haus zu bauen. Und da meine Eltern ein sehr großes Grundstück hatten, haben sie ihr eben angeboten bei ihnen zu bauen.

Auch das macht es mir nicht leicht. Ich finde es sogar nicht fair. Meine Eltern wussten genau wie gerne ich dort bleiben wollte.

Warum hätte Dein Interesse gegenüber dem der Schwester den Vorzug erhalten sollen? Wer hat die relevanten Entscheidungen getroffen, Deine Eltern?

Hast Du das Gefühl, dass generell Deine Geschwister "bevorzugt" werden? Falls ja, was sind Deinem Gefühl nach die Gründe dafür?

Dass ich unbedingt dort wohnen möchte, liegt evtl. daran, dass ich ein wahnsinniger Familienmensch bin. Von klein auf hatte ich immer meine Eltern, Geschwister und Oma um mich herum.

Vielleicht hast Du eines Tages eine eigene Familie, eigene Kinder... (die dann aber niemals ein "Eigentum" sein werden). Auch Freunde bilden eine Art von (emotionaler) Familie. Warum so ein erzwungenes dauerhaftes Zusammengeglucke mit Deinen biologischen Angehörigen, wenn Du offenbar ohnehin nicht so wirklich mit ihnen im Reinen bist?

Also musste ich in eine fremde Wohnung, wo ich nicht alles so verändern kann wie ich es gerne würde.

Es kann sich nun mal nicht alles und jeder nach Deinen Wünschen richten; auch andere haben (berechtigte) Bedürfnisse.

Warum empfindest Du völlig natürliche Vorgänge (Abnabelung, Veränderung, eigene Wohnung) als lästiges "Muss"?

Warum nicht als große Chance dafür, eigenständiger, autonomer zu werden? Fern von Beobachtung/Kontrolle? Und inkl. der Möglichkeit, mit den Angehörigen auf neuer Ebene ein erwachseneres Verhältnis zu entwickeln?

Übrigens ist es Standard, dass man nicht so ohne Weiteres davon ausgehen kann, dass die Eltern ein Eigenheim besitzen, und falls doch, dass es dann ausgerechnet an einen selbst weitergegeben wird, wenn auch noch Geschwister da sind. Das ist, mit Verlaub, ein Luxusproblem.

Da müssten sich ja alle erwachsen werdenden Kinder, deren Eltern "nur" in kleinen Mietswohnungen hausen, in Verzweiflung stürzen...

Es ist nunmal kein Eigenheim. Dann muss ich mir auch ständig anhören, was meine Eltern und Geschwister so alles tun, um es richtig schön zu machen.

Allein mein Elternhaus wird immer schöner. Neue Haustür, neuer Vorgarten mit superschöner Treppe zum Haus. Neue Terrasse, neuses tolles Bad usw.

Da steckt dann auch entsprechende Eigenleistung in Form von Investitionen und/oder Arbeit drinnen; diese Dinge materialisieren sich nicht einfach von selbst.

Neidisch und traurig, dass ich mir meinen Traum nicht erfüllen kann und zusehen muss, wie die Menschen, die mir besonders wichtig sind, diesen Traum leben und ich nur noch Gast darin bin.

Für die Erfüllung Deiner persönlichen Träume bist Du die Einzige, die dafür zuständig sind. Das sind nicht Deine Eltern, und auch nicht Deine Geschwister.

Statt nach materiellen Sternen zu greifen ist es dabei u.U. einfacher, seine Prioritäten anders zu setzen und sein Glücklichsein nicht zu stark an Eigentum/Besitz zu koppeln.

So genug geheult. Nun hoffe ich, dass jemand von euch evtl. ähnliche Erfahrungen gemacht hat und vielleicht Tips geben kann, wie man besser damit umgeht.

Du wirst spätestens dann besser damit umgehen, wenn Du erstmalig mit ernsthafteren Problemen konfrontiert wirst und dadurch eine Verschiebung Deiner Wertvorstellungen erlebst.

c>hrisBsylxay


Ui ich kann das durchaus nachvollziehen, mir wird es wohl auch mal so gehen. Ich wohne nun auch schon 24 Jahre in meinem Elternhaus, in einer abgeschlossenen Wohnung, aber irgendwann wird auch bei mir die Zeit kommen das ich es verlassen muss. Und ehrlich gesagt hoffe ich, dass ich diesen Absprung aus dem "bequemen Leben" schnell schaffe. Irgendwann muss man eben auf eigenen Beinen stehen.

Und wenn du dir das Haus nicht leisten kannst, dein Bruder aber schon, dann ist das so und daran kannst du ja momentan nichts ändern, oder? :)*

mRneEf


Wie kommt es, dass Du trotz Deines Alters so ein starkes Bedürfnis danach hast, sehr eng mit Eltern und Geschwistern zusammen zu leben?

Warum so ein erzwungenes dauerhaftes Zusammengeglucke mit Deinen biologischen Angehörigen, wenn Du offenbar ohnehin nicht so wirklich mit ihnen im Reinen bist?

Komische Fragen, teilweise sogar Frech. Wie kommst du darauf, dass es da bisher irgendeinen Zwang gab? Wieso sollte das nicht so sein, dass sie gerne bei ihrer Familie lebt? Nur, weil sie einer Generation angehört, in der "möglichst schnell weg von der doofen Familie, Freunde sind cooler" Trend ist?

Ich finde deinen Tonfall unangemessen schroff. Die TE klingt nicht so, als wolle sie, dass sich alles nach ihr richtet, als mache sie ihre Familie für all ihre Träume verantwortlich oder als kenne sie keine ernsthafteren Probleme. :|N Im Gegenteil, sie weiß es eigentlich, aber hängt irgendwie zwischen "Ich weiß ja" und "Ich fühle aber nunmal anders".

mmnEef


Ach, und dass sie generell nicht miteinander im Reinen sind, lese ich da ganz und gar nicht.

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