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Panikattacken – wie los werden?

SItr.i<tOzxi01 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich leide mittlerweile seit 2-3 Monaten unter PA's. Mittlerweile hat sich das schon zu einer richtigen Angststörung entwickelt, sodass ich schon den ganzen Tag aufgewühlt bin, mir schwummrig ist und ich das Gefühl habe, permanent ohnmächtig werden zu können. Fühle mich schon richtig "gaga" im Kopf. Im Prinzip mache ich es, wie vorgeschrieben, und stelle mich der Angst, meide keine Plätze. Wenn es allerdings beim Fußballspielen oder im Kino passiert, ist das noch weniger schön. Mit Angst komm ich ja noch klar, aber nicht mit dem Gefühl in dem Moment zu sterben, genannt Panikattacke.

Und die Teufel verändern sich. Zuerst war es das Herz: Mir wurde schwindlig, dachte ich werde ohnmächtig, bekam Herzrasen. Dann kam eine so heftige, dass ich 2 Stunden durchgehend immer wieder PA's hatte. Die 3te betraf auch noch das Herz, während ich bei der 4. PA das Gefühl hatte keine Luft mehr zu bekommen.

Gestern im Kino, ich hatte den ganzen Tag schon ein schwummriges Gefühl, schoss es mir von rechts nach links durch den Kopf, dass ich sofort an eine Hirnblutung oder einen Schlaganfall (Schädel MRT im Jänner gehabt o.B) denken musste, zusätzlich gab es mir noch einen Stich ins Herz oben drauf.

Ich folge eigentlich eh den Tipps: Bauchatmen, sich ablenken, auf was anderes konzentrieren, sich einreden, dass es wieder nur eine PA ist... aber es fühlt sich dermaßen real an, der Tod so nah, dass ich mich kaum beruhigen kann und obwohl alle Organe gecheckt wurden und alles in Ordnung ist, kann ich mich mit dem Gedanken, dass es nur PA's sind, nicht anfreunden und werde sie vl deshalb nicht los :(

Wäre für Hinweise und Tipps sehr dankbar, vl kennt auch jemand "gute" Literatur zu dem Thema?

P.S Habe in Mai einen Termin bei einer Therapeutin, würde aber gerne bis dahin die PA's loswerden....

lg Stritzi

Antworten
MXissGuxilty


Lieber Stritzi :)_

ich kenn das, genauso, wie du es beschreibst. Dieses drohende Gefühl der Ohnmacht, ekelhaft!

Du nimmst ja nun bald das AD – es wird die helfen, du wirst ruhiger werden. Machst du eine Therapie?! Das wäre sicher wichtig! Ein Medikament ist schön und gut, aber es muss auch im Kopf "klick" machen (das Gehirn ist so manipulativ, glaub mir).

Dieses drohende Ohnmachtsgefühl kommt meistens durch Hyperventilation. Du atmest also schneller und musst es nicht mal merken (ich hab's nie gemerkt!) und dadurch ist im Blut mehr Sauerstoff als nötig. Wichtig ist, dem Körper CO2 wieder zuzuführen – dazu könntest du in eine Tüte (oder Sackerl, du scheinst aus Ö zu kommen oder?! ;-)) atmen.

Setze dich aufrecht hin, die Füße müssen Haftung zum Boden haben – somit spürst du die Schwere in deinem Körper. Dann nimmst du dir eine Tüte und atmest langsam ein- und wieder aus. Somit atmest du deine ausgeatmete Atemluft (Co2) wieder ein. Meine Therapeutin gab mir den Tipp. Wichtig ist aber, dass du weißt: das dauert ein paar Minuten bis sich der Sauerstoffgehalt im Blut normalisiert. Es passiert nicht von jetzt auf gleich.

Und: du wirst nicht ohnmächtig!!!! Ein Krankenhausarzt sagte mir, als ich mit einer PA eingeliefert wurde, dass es zwar passieren kann, durch den hohen Sauerstoffanstieg im Blut, aber wenn, dann tritt man nur kurz weg. Passieren kann dir nichts! Das ist wichtig, dass du das weißt! Vertraue deinem Körper. :)_

Eine Freundin von mir, die auch eine Angststörung hat, empfahl mir das Buch "Das Leben neu erfinden" und sie schwärmt davon. Das war ein Tipp ihrer Psychotherapeutin!

Fühl dich erstmal lieb gedrückt – du bist nicht alleine! :)_

S.tr(itzBiQ01


Vielen Dank für die liebe Antwort! @:)

Ich weiß nicht ob ich ein Gefühl der drohenden Ohnmacht habe, kann das schwer beschreiben, ich glaube in dem Moment immer das ich sterbe, sehr schon mein Begräbnis vorm geistigen Auge, vl ist es aber wirklich eher eine Art Ohnmacht Angst, wenns nur so besser zu beschreiben wäre :P

Mit den PA's die das Herzbetreffen komme ich schon eher klar, aber das komische Gefühl in der Hirngegend, wie wenn was schrecklich kaputt geht, das war wieder was neues. Habe schnell nach Valium Tropfen gegriffen und wild daran genuckelt^^

Ich weiß eigentlich gar nicht ob Hyperventilieren so mein Problem ist, klar in die ersten Sekunden schon, aber danach achte ich gleich auf eine langsame Bauchatmung.

"Wenn plötzlich die Angst kommt: Panikattacken verstehen und überwinden" – hab mir das Buch einmal gekauft, hat ganz gute Kritiken auf Amazon.

Hab einen Termin Anfang Mai bekommen, bis dahin habe ich vor Ciraplex zu nehmen (dann nicht mehr), dieses innere Gefühl "ich muss schrecklich Krank sein" und die damit einhergehende Angst, vor einem tödlichen Ereignis beeinträchtigt mich mittlerweile schon zu stark, ich will schließlich nicht auf mein Privatleben verzichten und die Uni-Leistung würde auch darunter leiden.

Nochmals vielen Dank für die Antwort! :)_

zRipfxel


Ich würde das ad mal ruhig was länger nehmen. So ne Angststörung kann sich ganz schön festsetzen und sich sehr viele Ventile suchen.

zWipf3exl


Es ist sowieso der Kardinalfehler bei ADs, dass sie viel zu früh abgesetzt werden. Oft werden 1- mehrere Jahre empfohlen.

GouckTy068


[[http://www.expertenrat.info/panikattacken-psychologische-beratung-hilfe.html]]

Sind ein paar ganz interssante Videos, die ich aber länger nicht mehr angeschaut habe.

Zum Buch Panikstörung kann ich nicht sagen, ich habe Ängste verstehen, die Meisten finden das super, ich finde, es ist okay.

LG

SOtriItzi01


@ Zipfel

Stimmt schon, das glaube ich eh, aber ich muss mir selbst Beweisen, dass meine Psyche stark genug ist, das ohne Hilfe zu überwinden, ist ein innerer Drang von mir. Deswegen will ich die nur zur Überbrückung nehmen, wenns sichs vermeiden lässt, würde ich auch auf eine Therapie verzichten, mal schauen was im nächsten Monat so passiert.

@ Gucky068

Kenne ich schon die Videos ;-) Finde ich im Prinzip auch ganz gut, nur leider schaffe ich es trotzdem im Moment der Panik Attacke keinen kühlen Kopf zu bewahren. Ich mache eh immer alles, wie es beschrieben wird, was man in dem Moment tun soll, allerdings bin ich jedes Mal so überzeugt zu sterben, dass es mein Hirn nicht wahrhaben will, dass es wieder eine PA ist. Bzw krieg ich mich auch die Zeit danach kaum ein, da ich dann denke "war ein leichter Herzinfarkt/Hirnblutung etc, in ein paar Minuten kommt jetzt sicher eine arge, die mir das Licht ausschaltet". Mittlerweile habe ich schon 3 Herzinfarkte, 1 Lungeninfarkt und 1 Hirnblutung überlebt, aber die Logik will dennoch bei mir nicht siegen ;-)

FArUau Erd<:nncxhen


Stritzi01, ich denke, es ist erstmal eine gute Entscheidung, dass du zur Überbrückung das Cipralex nehmen möchtest. Und wenn die Therapie startet, kannst du es ja langsam wieder ausschleichen und schauen, ob du das ganze auch ohne schaffst.

Das mit dem zu früh absetzen ist eher bei Depressionen gefährlich. Ich denke, wenn du es dir ohne zutraust, dann versuche es demnächst. Nehmen kannst du es dann ja immer noch erneut, falls die Angst dich doch noch zu sehr im Griff haben sollte.

Der Tip von MissGuilty mit der Tüte ist gut! Ich habe das Problem mit dem Atmen auch öfter, wenn ich Angst habe. Zum Glück artet das bei mir nicht in einer Panikattacke aus, ist aber trotzdem sehr unangenehm, wenn man über Stunden das Gefühl hat, man könne nicht mehr richtig atmen. Das Atmen in die Tüte hilft mir dann gut :)^

S/trit/zix01


Na toll hatte gestern eine Art Nervenzusammenbruch :°(

Hatte den ganzen Tag das Gefühl, wie wenn ich kurz vor einer PA stecke. Als ich am Abend baden war, was mich normalerweise am entspannendsten finde, kam sie dann auch. Bin schnell raus und hatte nur noch Panik. Irgendwann habe ich dann nur noch geheult. Meine Mutter konnte mich dann zwar beruhigen, aber es kam wieder und wieder und wieder, bis ich nur noch geheult habe und am ganzen Körper gezittert und ich mich 2 Stunden gar nicht mehr beruhigen lies, auch die Valium Tropfen halfen nur noch bedingt. In der Nacht bin ich irgendwann aufgewacht und hatte ebenfalls 1 Stunde Ängste. Heute morgen gings etwas besser, jetzt sitze ich auf der Uni mit einem Nervenpulver intus und habe noch immer Angst.

Mit einem unauffälligen MRT kann ich doch nichts mit den Adern im Kopf haben? Mit einem guten Herz und Lungenbefund kann ich doch keinen Herzinfarkt bekommen oder keinen Sauerstoff, aber mir das klar zu machen ist so schwierig :°(

Heute hole ich mir mal Ciraplex, ich weiß einfach nicht mehr weiter :°(

Sximon%e86x3


Liebe(r) Stritzi,

ich kann sehr das Buch "Der Healing Code" empfehlen. Dazu gibt es auch ein Praxisbuch. Es ist sehr einfach geschrieben und man muss 3xtäglich eine Übung machen, die ca. 10 Minuten dauert. Meine Ängste bin ich damit fast komplett losgeworden. Übrigens auch körperliche Symptome. Weiterhin kann ich dir eine Familienaufstellung empfehlen. Ist jemand in deiner Familie ungefähr in deinem Alter an Herz- oder Hirninfarkt gestorben? Zu wem in deiner Familie "passen" deine Symptome (Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten)? Gab es bei dir rund um deine Geburt Herz- oder Hirnprobleme? Bei solchen Themen könnte dir eine Familienaufstellung weiter helfen.

[Werbung durch die Moderation gelöscht]

Gute Besserung wünscht Simone

Sntritxzi01


Danke für die Antwort!

Werde mal nach lesen über diesen "Healing Code", hoffentlich hilfts! Nein in meiner Familie ist keiner jung gestorben, mein Vater starb mit 62 an einem Herzinfark (starker Raucher), meine Oma (hatte aufgrund ihrer Kindheit Depressionen) vermutlich an Hautkrebs. Ansonsten ist bei mir familiär alles in Ordnung, sowohl gesundheitlich, als auch psychisch.

Ich weiß nicht was meine Situation ausgelöst hat, ich hoffe nur dass es sich schnellst möglich löst :-/

S&tritbzKi01


@ Simone863

Vielen Dank nochmal @:) für den "Healing Code". Habe mir jetzt einmal die Übungen auf youtube angeschaut und mich tatsächlich etwas beruhigt, sei es auch nur Einbildung, aber immerhin etwas ;-)

BIrombee[rküchl9eixn


@ Stritzi

Huhu die Nervensäge is wieder da. ;-D

Ich folge eigentlich eh den Tipps: Bauchatmen, sich ablenken, auf was anderes konzentrieren, sich einreden, dass es wieder nur eine PA ist... aber es fühlt sich dermaßen real an, der Tod so nah, dass ich mich kaum beruhigen kann und obwohl alle Organe gecheckt wurden und alles in Ordnung ist, kann ich mich mit dem Gedanken, dass es nur PA's sind, nicht anfreunden und werde sie vl deshalb nicht los :(

Bauchatmen, Tüte atmen ist gut – ablenken und sich auf was anderes konzentrieren ist schlecht. Lernst du aber alles in der Verhaltenstherapie.Ablenken und auf andere Sachen konzentrieren zählt in der Therapie zu den Vermeidungsverhalten und Vermeidung führt zu noch mehr Panik.

Aber wie gesagt, das bekommst du in der VT alles gelernt. ;-)

Deswegen will ich die nur zur Überbrückung nehmen, wenns sichs vermeiden lässt, würde ich auch auf eine Therapie verzichten, mal schauen was im nächsten Monat so passiert.

Ohne Medis find ich super – ohne Therapie wirds mehr als kompliziert und verlängert nur die Leidenszeit unnötig. Lieber ein Jahr Therapie und so schnell wieder am Leben teilnehmen als 5 Jahre ohne Therapie. Wozu unnötig lange leiden?

S1tri tzi0m1


Hehe, nope du nervt ja ned, im Gegenteil, ich bin dankbar für deine Antworten!

Oh, doch nicht auf was anderes Konzentrieren. Auf was wäre es gut sich zu konzentrieren? Momentan ists bei mir eine Art "sei kein Trottel, deine Organe sind gesund, hör auf du Wappler beruhige dich" ^^

Ich versuche es eh nicht zu vermeiden, bin auch heute auf die Uni gefahren, obwohl es mir angstmäßig ganz schlecht ging. 3 heftige Panikattacken gestern, das vergisst man nicht so schnell :(

Hab mich heute schon für eine Therapie angemeldet, am 25. April habe ich den Termin, nur bis dahin versuche ich es mit Pulver in den Griff zu bekommen, obwohl die brauchen bis sie helfen.

Hoffe dass die Zeit bis dahin halbwegs gut vergeht, GsD habe ich bald Osterferien, sodass ich wenigstens Uni mäßig nicht viel versäume.

lg stritzi

B?romVbeerkjücFhleixn


Ich versuche es eh nicht zu vermeiden, bin auch heute auf die Uni gefahren, obwohl es mir angstmäßig ganz schlecht ging. 3 heftige Panikattacken gestern, das vergisst man nicht so schnell :(

Schon mal ganz super. :)^

Vermeidung kann zu Agoraphobie führen und das musst du unbedingt unterbinden.

eine Therapie angemeldet, am 25. April

Ging ja fix – glück gehabt.

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