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Angst vor Schizophrenie

sHli.mshaadxyy hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vor ein paar Monaten habe ich angefangen über die psychische Krankheit Schizophrenie zu recherchieren und ein paar Sachen gelesen. Habe auch mit meiner Mutter und mit Freunden viel darüber geredet. Und auch für verschiedene Wahrnehmungen der Welt (Umwelt) interesiere ich mich, und solche Fragen auf die man keine Antworten hat stelle ich mir selber und denke sehr viel darüber nach. Auch über den Tod denke ich nach.

Und ich habe nun auch echt Angst, dass ich Schizophrenie bekommen/haben könnte. Ich weiss dass es genetisxh vererbbar ist.

2 Halbbrüder von meiner Grossmutter haben Schizophrenie, aber ich weiss nicht ob diese Gene vom Vater oder der Mutter sind (die 2 Halbbrüder haben anderen Vater als Grossmutter)

Ist es möglich dass ich Schizophrenie habe? Und wie kann ich von diesen Gedanken wegkommen?

Antworten
D2erSau;dia^rabisxche


Nur weil Du über irgendwelche Themen in Sachen Wahrnehmung der Welt nachdenkst, heißt es absolut nicht, dass Du etwas mit Schizophrenie zu tun hast. Denken darf man, was man will. Schizophren wärest Du, wenn Du ein irgendwie seltsam entrücktes Weltbild und Überzeugung von Dir selbst hättest, zum Beispiel, Du würdest denken, Du bist Gott und gehst rum und verteilst das Abendmahl, oder Du würdest denken, Du hättest einen Heilerauftrag von Gott und machst Dich nun unermüdlich dran, Leuten zu helfen...

Schizophrene sind dann von diesen Dingen überzeugt und nicht mehr abzubringen, es ist keine Theorie mehr bei denen. Zudem hören sie auch oft Stimmen usw....

ssliAms>hadyy


Ja das mit den Stimmen, ich habe ab und zu das Gefühl, dass ich Leute reden höre oder meinen Namen sagen höre, aber es ist mehr so ein flüstern oder ein dumpfes reden also die stimme ist so 'dumpf'

ich habe einmal gelesen, dass man diese Stimmen dann genau so hört im Kopf wie ich die Stimme von z.B. meiner Mutter höre wenn ich mit ihr rede. Also das ich es ganz klar und deutlich höre

aber das ist bei mir noch nicht passierrt

danke für die antwort

Gqepf_legtaxa


Man kann solchen Ängsten aber auch allein damit schon vorbeugen, in dem man sich sozusagen "zwingt" rein positive Gedanken aufzubauen. Das Unterbewusstsein ist echt das Steuer, in unserem Leben. Wenn man dieses Unterbewusstsein in die richtige also gute Richtung bewegen kann, ist man einen unglaublich großen Schritt weiter. und das geht wiederrum nur bewusst. Es ist sicherlich eine überragende Kunst, in allem etwas Gutes zu sehen/finden. Und selbst wenn man es nicht schafft, ist zumindest schon der Versuch allein langfristig Gold wert!

Ich hoffe auf jeden Fall, dass Du es Dir gut gehen lässt!

Liebe Grüße

f.reefajll1


Ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass ein wirklich Schizophrener darüber nachdenkt, ob er evtl schizophren sein könnte. Denn die wirklich Kranken halten sich ja meist nicht für krank und sind in ihrem Wahn sowieso nicht mehr in der Lage, irgendetwas realistisch zu beurteilen.

Mich quält schon sehr lange die Angst, ich könnte verrückt werden, bis ich irgendwann begriffen habe, dass ich diese Angst nur habe, wenn ich verunsichert bin etc.

Ich habe die Diagnose Borderline, bin eine absolute Neurotikerin, habe tausend Ängste und Zwänge und oft Panikattacken, hatte aber noch NIE das Gefühl, nicht mehr Herrin der Realität zu sein.

Selbst in der größten Panikattacke bin ich orientiert, weiß, wie ich heiße und wo ich bin und man kann mit mir reden, wenn auch alles etwas langsamer ;-)

Ich denke, dass auch du eigentlich ein anderes Problem hast, dass du in irgendeiner Weise extrem verunsichert bist oder vor irgendwas große Angst hast und dass deine Vergewisserung, nicht schizophren zu sein, eigentlich ein Klammern an die Bestätigung ist, dass du normal bist. So wärs zumindest bei mir. Ich bin 20. Und ich hab dir nur geschrieben, was ich denke. Vielleicht stimmt es auch nicht.

Trotzdem würde ich mir an deiner Stelle vielleicht einen Gesprächstherapeuten suchen, vielleicht tut es dir ja gut, über deine Ängste zu reden...

Alles Gute!

c!airEa78


Ich hatte erst letztens einen Fall von Schizophrenie. Wie schon mein Vorredner sagt. Bei einer Psychose stellt man sich nicht die Frage, ob man die hat. Das sagen einem andere. Schizophrene merken ihre Krankheit nicht daran, dass sie sich selbst komisch finden, sondern irgendwann das Gefühl haben, dass sie mit niemandem mehr klarkommen und die anderen die komischen sind. Insofern ist das fast schon aufgeschlossen.

Psychosen/Schizophrenie sind eigentlich organische Krankheiten und keine rein geistigen Störungen. Von daher kann man sowas mittels Blutbild/EEG nachweisen, weil ein Dopaminüberangebote besteht. Das könntest Du jetzt nachprüfen lassen, aber allein schon dein Thread hier beweist, dass die Wahrscheinlichkeit gering ist. Selbstdiagnosen bei Störungen sind dagegen recht häufig.

mpd_ausx_md


Hallo liebe TE,

Die wahrscheinlichkeit, dass du eine Schizophrenie hast ist denkbar gering bis gar nicht gegeben :)

Ich weiss dass es genetisxh vererbbar ist.

2 Halbbrüder von meiner Grossmutter haben Schizophrenie.

Falsch! Zum Glück! Studien belegen familiäre Häufungen, aber das ist etwas anderes als Vererbbarkeit! Haben deine Eltern braune Augen, dann erbst du sie. Hat ein Elternteil Schizophrenie, dann erbst du vielleicht Gene, die zusammen mit vielen anderen Faktoren möglicherweise unter gewissen Umständen eine Basis für Schizophrenie in deiner "Hirnchemie" legen. Ob sie dann auch "ausbricht" ist eine andere Geschichte.

Meinen Vorrednern kann Ich nur zustimmen: Schizophrenie führt zu einem Realitätsverlust (Stimmen, Bilder, abstruse Gedanken) bei denen sich der Betroffene als normalverhaltenen Fixpunkt wahrnimmt! Alle anderen sind dann komisch! Da du über dich nachdenkst, kann man eine Schizophrenie quasi ausschließen.

Psychosen/Schizophrenie sind eigentlich organische Krankheiten und keine rein geistigen Störungen. Von daher kann man sowas mittels Blutbild/EEG nachweisen, weil ein Dopaminüberangebote besteht.

Organische Krankheiten nein, keine REIN geistigen ja. Aber was ist schon geistig, wenn wir heute wissen, dass das Gehirn einen Elektrochemie-cocktail braut, den wir dann "Gedanke" nennen. DopaminÜBERangebot ist es auch nicht zwingend, aber im Grunde stimmt's: Viele Psychosen lassen sich chemisch nachweisen.

Noch ein ABER: es hat seinen Grund, warum Psychiater Krankheit nach "Verhaltenssymptomen" bestimmen und einteilen. Kennt man die Störung kann man sie chem. Absichern.

Aus einem Laborbefund Rückschlüsse auf eine psychische Störung zu ziehen ist (noch) nicht Stand der Kunst, denke Ich :)

Grüsse!

m5d_aLus_xmd


Ein Nachtrag: Ohne die Kollegen "von früher" diskreditieren Zu wollen: Zu Zeiten deiner Oma (und ihrer Brüder) ging die Diagnosestellung für Schizophrenie schnell von der Hand.

Heute ist man da etwas differenzierter. Will sagen: Wer weiß, ob das was deine Verwandten da hatten, das ist, was du dir heute als Schizophrenie anliest...

Auh die Borderline-Persönlichkeitsstörung macht ja "grade" einen Wandel durch. Ich persönlich denke, dass zum Beispiel Borderline in der heutigen Verwendung in 20 Jahren kein Thema mehr ist. Und Mit differenzierterer Einteilung kommt (oft) bessere Behandlung.

Grüsse!

c{aira7x8


Also eine Stoffwechselstörung – in dem Fall Botenstoffe – zähle ich immer noch unter organisch. So wie Parkinson ja auch organisch ist. Da fehlt halt Dopamin. Von daher haben Psychosen immer auch organische Ursachen.

mCd_aus|_md


Also eine Stoffwechselstörung – in dem Fall Botenstoffe – zähle ich immer noch er organisch.

Ja.

Von daher haben Psychosen immer auch organische Ursachen.

Nein. Psychische Störungen jeder Art, sind psychisch. Sie Haben organische Komponenten. Diese können Ursache sein, sie können aber auch einfach assoziiert und / oder unterstützend mit auftreten. Eine psychische Störung beispielsweise, die nach einem Trauma Wie Kriegseinsatz (PTBS) auftritt, äußert sich auch in hirnchemischen Veränderungen. Diese kann man medikamentös behandeln und abdämpfen. Die psychische Störung dahinter ist aber nicht behandelt.

Vielleicht werden wir in vielen Jahren soweit sein, Krankheiten, die wir heute psychisch nennen, komplett in den organischen Bereich Zu verschieben. Das man Defekte in der Hirnchemie ausbalanciert um besser an den Patienten heranzukommen, ist kein Beweis für die organische Natur einer Krankheit und wird somit der Komplexität der Krankheiten nicht gerecht!

cDairxa78


Es gibt also auch Psychosen, wo Dopamin nicht Ursache ist und wo Neuroleptika keine Wirkung zeigen? Das würde dies ja implizieren.

m?d_au=s_gmd


Hallo caira,

Nein, das impliziert es nicht. Du hast hier leider einen logischen Fehler drin, der leider, würde man ihn in der Medizin so anwenden Zu einer gefährlichen Unterschätzung dieser Krankheiten führen kann. Daher möchte Ich dad einmal genauer Erklären:

Habe ich einen Patienten (mit Gleichgewichtsstörung), der fällt und sich eine Hautwunde zuzieht in der Klinik, dann kann Ich, wenn Ich die Wunde versorgt habe nicht sagen, dass Ich die URSACHE seiner Probleme behandelt oder behoben hätte.

In Teilen hast du recht: psychische Erkrankungen sind mit Dopamin assoziert. Entweder mit Rezeptorstörungen oder Produktions- bzw Konzentrationsstörungen. Das macht es aber nicht zur Ursache! Sogenannte _organische Psychosen_, Wie sie bei Alzheimerpatienten vorkommen sind durchaus auf Dopamin zurückzuführen. Eine Psychose per se kann aber nicht "organisch" genannt werden! Eine solche Ansicht würde (analog zum obigen Beispiel) heißen, das Mit der Gabe von Neuroleptika die URSACHE behoben wäre und der behandelnde Psychiater seine Arbeit getan hätte.

Die Ursache für Psychosen (die nicht explizit organisch sind) ist Stress. Stress und eine gewisse, noch nicht endgültig geklärte erbliche und soziale Disposition (also sozusagen Vorbelastung). Stress bedeutet hier aber nicht unbedingt Alltagsstress Wie Zeitdruck, sondern jede Art Belastung, Trauma etc. Hier sind die Menschen für unterschiedliches empfindlich.

Fazit: Die Ursache einer psychose in organischen Fehlfunktionen Zu Suchen, ist Zu kurz gedacht.

msd_auJs_mxd


Meintest du eventuell, Dopamin ist Ursache einer Positiv-Symptomatik (Halluzinationen, ...) bei Psychosen? Das kann man so stehen lassen, allerdings sind, Wie beschrieben, Psychosen und auch die Schizophrenie der TE mehr als ihre Symptome!

Grüsse!

cVai9raD7x8


Ja, aber mehr hatte ich doch nicht gesagt. Eben, dass bei einer Psychose auch eine organische Fehlfunktion eine große Rolle spielt und nicht wie z.B. bei Verhaltensstörungen allein die geistige Komponente zu fokussieren ist. Die gehen dann zum Psychologen und habe eine gute und vor allem vollständige Heilungschance. Schizophrenen bringt eine Psychotherapie nur begleitend etwas, denn wegen der organischen Komponenten steht auch immer die medikamentöse Behandlung im Vordergrund.

Rqijchar6dx61


@ md aus md,

psychische Krankheit ist leider sehr negativ belegt und kostet viele Menschen das Leben, weil sie es gegenüber der Gesellschaft nicht eingestehen wollen "einen an der Klatsche " zu haben. In der Klinik haben wir uns gegenseitig aufgebaut in dem wir das ins lächerliche gezogen haben. Wenn uns einer fragte wo wir wohnen sagten wir "Im Hotel zur lockeren Schraube"

Nehm doch mal Diabetes ein Mensch hat Fressucht und durch sein massives Übergewicht bekommt er Diabetes. Ist das jetzt organisch oder psychisch?

Eigentlich ist es doch psychisch, denn ein normaler Mensch weiß wann er satt ist.

Ein Alkoholiker säuft sich die Leber krank, ist das organisch oder psychisch?

Eigentlich psychisch, denn er hat sicher einen psychischen Grund für seinen Alkoholmissbrauch.

Ein Mensch bekommt eine schwere Depression ausgelöst durch genetische Faktoren und Stresshormone. Seine Hirnsynapsen arbeiten nicht mehr richtig es fehlen Botenstoffe durch die auslösenden Faktoren. Ist das organisch oder psychisch.

Bei allen dreien könnte man beides sagen, aber nur beim Depressiven sagt man psychisch.

Auch wenn es organische Ursachen hat sagt man Grundsätzlich bei fast allem was mit dem Inneren des Kopfes zu tun hat psychisch.

Wenn man "psychisch" erkrankt ist und bekommt ein Mittel, daß auf den Hirnstoffwechsel (organisch) wirkt und das Mittel hilft einem wieder gesund zu werden, dann war es doch klar ein organisches Leiden, zwar mit psychischen Auswirkungen, aber die Ursache des Leidens ist organisch. Weshalb sagt man dazu dann psychisch.

Kopfschmerzen sind doch auch kein psychisches Leiden. Oder ein Schlaganfall.

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