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Meine Mutter, der Kontrollfreak

C:olilbrix_


Hallo Allestoll,

Hier im Forum wurde ich schon auf 20+ eingestuft, mehrere Male. Warum ist mein körperliches Alter mir so im Weg? Und sobald dann jemand weiß, wie alt ich bin, sofort werde ich nicht mehr ernst genommen. Sofort ist meine Meinung nichts mehr Wert. Sofort verstehe ich nichts vom Leben, weil ich so jung bin.

Deine Optik ist eine andere als diejenige eines älteren Menschen. Sie ist nicht falsch, sondern anders. Manchen Leuten fällt es schwer, "anders" auch als "richtig" zu akzeptieren. ;-)

Und Du klingst wie ein typischer Teenager! Entwicklung – körperliche wie geistige – verläuft nicht linear. Du hüpfst hin und her zwischen Kinder-Verhalten und Erwachsenen-Verhalten, Kinder-Gefühlen und Erwachsenen-Gefühlen. Das macht es für Deine Umgebung vermutlich sehr schwierig, gerade zu wissen, welche der zwei Allestolle sie gerade vor sich haben. Ich werde hier Deine erwachsene Seite ansprechen, denn ich denke, diese ist es, die Dir in Deiner Situation helfen kann.

Zuallererst:

Sie hat jedoch einen Kontrollzwang.

Nein. Was Du beschreibst, ist eine Teenager-Mutter, die ihren Spross auf dem richtigen Weg halten will. Dass das dem Spross nicht unbedingt gefällt, ist verständlich.

Vieles, was Deine Mutter tut/macht/verlangt/möchte, gefällt Dir nicht. Sie wird sich vermutlich nicht ändern. Du kannst aber ihre Reaktionen auf Dich beeinflussen – nämlich indem Du Dein Verhalten änderst. Damit meine ich nicht, dass Du Dich Ihren Ansprüchen anpassen sollst, sondern indem Du Deine Werte auf in der Erwachsenenwelt angemessene Weise verteidigst.

Zum Beispiel

- Wenn sie Dich anschreit, bleibst Du betont ruhig.

- Wenn es um Abmachungen geht, bringe stichhaltige Argumente vor – und halte Dich anschliessend an die Abmachung.

- Ergreife die Initiative und bringe eigene Vorschläge. Statt "Wann muss ich zu Hause sein?" z.B. "Ich gehe nach XY und bin um XX Uhr wieder zu Hause, ist das für Dich in Ordnung?". Biete von selber Sicherheit für Deine Mutter an, z.B. mit einer Meldung von unterwegs.

Noch dazu gefällt ihr mein Freund nicht.

Muss er auch nicht. Ist ja Deiner. ]:D

Warum darf denn meine Mutter über meine Persönlichkeit und meine Freunde bestimmen?!

Darf sie nicht. Sie versucht sie zu beeinflussen. Damit ist sie im Teenageralter reichlich spät dran, aber gerade dann macht sich bei vielen Eltern das Gefühl breit, den Einfluss auf ihr Kind zu verlieren, und sie haben Angst, es könnte sich in eine falsche Richtung entwickeln.

Nebenbei – sie kann Deine Freunde nicht auswählen. Du kannst ja auch ohne Weiteres Kontakt zu den Kindern ihrer Freunde haben – niemand zwingt Dich, diese zu mögen, oder?

Warum merkt sie nicht, dass ich dank ihr Angstzustände habe, dass ich fast jede Nacht weine, dass ich mich schon selbst verletzt habe, weil sie einfach mein ganzes Leben wegwirft und ich ihres Leben soll?

...

Er kennt mich doch auch kaum.

Ich habe mal neulich meine Eltern nach meiner Lieblingsfarbe, meinem Lieblingsessen, welche Sachen ich besonders mag usw gefragt. Es war, als säßen zwei Fremde vor mir.

Telepathen sind sehr selten. ;-) Die meisten Teenager fühlen sich unverstanden, vergessen aber, mit ihrer Umwelt wirklich zu reden. Hast Du denn Deinen Eltern erzählt, welche Sachen Dir besonders Freude machen? Hast Du darum gebeten, dass Dein Lieblingsessen gekocht wird? Erzählst Du von dem, was Dir Angst oder Mühe macht? (Das ist kein Vorwurf, sondern eine Anregung!)

Vielleicht bin ich hier ja so oft, weil ich hier mal meine Meinung sagen darf. Vor meiner Mutter darf ich nicht sagen, dass ich Homosexualität in Ordnung finde, vor ihr darf ich nicht sagen, dass ich Menschen bewundere, die entspannt durch das Leben gehen und sich wenig Sorgen machen, vor ihr darf ich nicht sagen, dass ich suizidgefährdete Menschen kenne.

Führt ihr Gespräche? In einem ruhigen Moment? Beim Kochen, gemeinsamen Tätigkeiten? Falls nicht, probiere das doch mal aus. Bestimmt kriegst Du hier Hilfestellung, wie Du ein solches Gespräch anfangen könntest, wenn Du das möchtest.

Ich habe einfach Angst, dass ich nicht ernst genommen werde. Nicht Angst, Panik. Panik auch, dass meine Mutter davon erfährt. Das kann ich niemand anderen erzählen, irgendeinem Lehrer schon gar nicht. Was soll denn bitte die Einerschülerin aus reichem Haus für Probleme haben?

Lehrer sind klüger, als Du meinst. ;-) Ansonsten gibt es auch extra Beratungsstellen für Jugendliche.

Es hat schon Überwindung gebraucht, hier zu schreiben. Wie soll ich das jemandem erzählen?

Hier zu schreiben ist ein Anfang. Du übst Dich darin, über Dich, Deine Gefühle und Deine Schwierigkeiten zu reden. Das ist gut! Es jemandem zu erzählen, wirst Du auch schaffen. 1. die richtige Person dafür finden, 2. den richtigen Moment schaffen, 3. das Herz voranwerfen und über die Hürde springen. Geht genau gleich wie hier! @:)

Noch zum Thema Sexualität:

Warum soll meine Mutter mir meine Sexualität verbieten? Welchen Sinn hat es?

Es schadet mir nicht, in keiner Weise. Was spricht dagegen?

Du kennst bestimmt Geschichten über Teenager-Mütter, Verhütungspannen, Berichte über die Unwissenheit der jungen Generation, Threads über unerfreuliche sexuelle Erfahrungen. Davor will sie Dich vermutlich bewahren – es kann auch sein, dass sie als Angehörige einer anderen Generation grundsätzlich ein Problem mit dem Thema oder damit, es ihrer Tochter gegenüber anzusprechen, hat.

Ich soll doch in einer heilen Welt leben.

Würdest das nicht auch Deinem Kind wünschen?

Alllestxoll


Ok, also...

Wenn meine Mutter wütend ist (ohne Anschreien, das kann ich nämlich gar nicht haben), dann bleibe ich immer ruhig und versuche es mit rationalen Argumenten. Dummerweise wird sie dadurch nur noch wütender, sie neigt wie meine Schwester zur Hitzköpfigkeit.

Ich bin eher wie mein Vater, ich schreie nie, bleibe immer ruhig und wenn mir der Konflikt zu viel wird, ziehe ich mich ein paar Minuten zurück um einen klaren Kopf zu bekommen.

Meine Mutter und meine Schwester haben sich früher ständig angeschrien, und das versucht sie bei mir auch, bloß ich bin da nicht empfänglich für. Ich bin ganz anders als meine Schwester.

Meine Mutter hätte sehr wohl wissen können, welches Essen ich liebe oder was mich glücklich macht. Ich sage oft "Ich liebe Wan Tans! Chinesisches Essen schmeckt einfach am besten!"

Sie braucht auch nur sehen, wie es mir geht, wenn ich aus Freizeiten zurückkomme, zwar müde aber wunschlos glücklich. Ich liebe Gesellschaft, viel Gesellschaft. Das könnte sie auch daran sehen, dass ich Menschen oft einfach anlächle, anspreche und mich mit ihnen einfach so unterhalte.

Wir führen Gespräche, dabei rausgekommen ist, dass sie es ganz super fände, wenn ich Medizin studieren würde. Dass ich mit der Verantwortung null klar käme, interessiert sie nicht. Und oft will sie sich mit mir über Mode unterhalten, sie will mich immer einkleiden, weil ich von der Figur her dem gängigen Ideal entspreche. Ich bin aber kein Modepüppchen, ich möchte Papas alte Hemden tragen! Aber das darf ich nicht.

Die Sexualität ist eben meins...ich kann sie verstehen, aber mir geht es wirklich gut damit. Ich kenne wenige, die sagen können "Mein erstes Mal war so schön, es war einfach perfekt und ich will mich immer daran erinnern!".

CbolipbTri_


Wenn meine Mutter wütend ist (ohne Anschreien, das kann ich nämlich gar nicht haben), dann bleibe ich immer ruhig und versuche es mit rationalen Argumenten. Dummerweise wird sie dadurch nur noch wütender, sie neigt wie meine Schwester zur Hitzköpfigkeit.

Klare Erkenntnis. :)^ Bei Hitzköpfen gilt: Abkühlen lassen und erst dann diskutieren. Vorher dringt man da nicht durch. ;-)

Ich bin eher wie mein Vater, ich schreie nie, bleibe immer ruhig und wenn mir der Konflikt zu viel wird, ziehe ich mich ein paar Minuten zurück um einen klaren Kopf zu bekommen.

:)^

Meine Mutter hätte sehr wohl wissen können, welches Essen ich liebe oder was mich glücklich macht. Ich sage oft "Ich liebe Wan Tans! Chinesisches Essen schmeckt einfach am besten!"

Sie braucht auch nur sehen, wie es mir geht, wenn ich aus Freizeiten zurückkomme, zwar müde aber wunschlos glücklich. Ich liebe Gesellschaft, viel Gesellschaft. Das könnte sie auch daran sehen, dass ich Menschen oft einfach anlächle, anspreche und mich mit ihnen einfach so unterhalte.

Könnte wissen, könnte sehen... ;-)

Ansatz zum Gespräch: "Siehst Du, wenn ich nach Hause komme, ob es mir gut geht oder nicht?" oder noch besser gleich "Heute geht es mir super, ich liebe es, unter Leuten zu sein, das stellt mich immer total auf!"

Was mag Deine Mutter? Was macht sie glücklich? Wenn Du Dich danach erkundigst, wäre das auch ein Einstieg dazu, zu erzählen, was Dich glücklich macht. :)z

Wir führen Gespräche, dabei rausgekommen ist, dass sie es ganz super fände, wenn ich Medizin studieren würde.

Was meint sie zu Deinen Ideen und Vorschlägen? Geht sie darauf ein, oder kommt da nur ein "nein"?

Und oft will sie sich mit mir über Mode unterhalten, sie will mich immer einkleiden, weil ich von der Figur her dem gängigen Ideal entspreche. Ich bin aber kein Modepüppchen, ich möchte Papas alte Hemden tragen! Aber das darf ich nicht.

*arrgh* Das würde mich auch %-| %:| %:| :-X

...konkrete, für sie akzeptable Vorschläge bringen (halt ein neues Jeanshemd statt Papas altes – und statt den Modepüppchenrock).

Die Sexualität ist eben meins...ich kann sie verstehen, aber mir geht es wirklich gut damit. Ich kenne wenige, die sagen können "Mein erstes Mal war so schön, es war einfach perfekt und ich will mich immer daran erinnern!".

Das ist schön. :)^ Vielleicht hat Du mal eine Gelegenheit, um mit ihr über Verhütung und wie klug Du das handhabst ]:D zu reden?


Zum Thema "jemandem erzählen" noch etwas. Ich war selbst ein Teenie mit einer gaaaaanz schwierigen Beziehung zu meiner Mutter (das ist auch 25 Jahre später noch ein Seiltanz) und einem Vater, der gegen sie nicht durchdrang. Ich hatte aber immer ausserhalb der Familie eine (erwachsene) Vertrauensperson. Diese wechselte alle paar Jahre mal, aber ich hatte immer eine – das war für meine Entwicklung sehr, sehr wichtig. In meinem Erwachsenenleben habe ich nun schon zum zweiten Mal so eine Beziehung umgekehrt zu einem Teenager – wobei ich ganz bewusst Abstand zu dessen Elternhaus wahre, einfach mal da bin, dass man bei mir "unterschlüpfen" oder sich auskotzen kann, mit meiner (erwachsenen...) Meinung aber auch nicht hinter dem Berg halte. Vielleicht findest Du auch so jemanden in Deiner Umgebung? Jemanden, den Du sehr magst, zu dem Du Dir ein Vertrauensverhältnis vorstellen könntest? Zu dem Du so ein Verhältnis langsam aufbauen kannst? Eine ehemalige Lehrerin, die Mutter einer Freundin, jemanden, den Du auf einem Spaziergang kennengelernt hast, ...?

Azll@estxoll


Hm, da fiele mir evtl jemand von einer Freizeit ein. Der ist mir sehr ähnlich, 18 und wir haben uns schon intensiv unterhalten. Es ist mir kaum schwer gefallen, einen Teil meines Herzens vor ihm auszuschütten und er meinte zu mir, er habe aus irgendeinem Grund eine sehr enge Verbindung zu mir.

Aber der wohnt ziemlich weit weg...

Mama sieht es, wenn ich glücklich bin. Das sagt sie mir auch ganz offensiv "Du siehst aber glücklich aus!" Es liegt einfach daran, dass ich nie rot werde, und wenn ich glücklich bin, sind meine Wangen ganz rot, was ECHT untypisch für mich ist.

Meine Mutter liebt große Feiern, die ich dagegen hasse (ist mir zu unpersönlich). Sie liebt es, sich schick zu machen, sie liebt Urlaub mehr als wir alle anderen zusammen.

Ich hatte überlegt, ob ich Lehrerin werde, da kam nur, dass das Verschwendung meiner Schulnoten wäre. Und Teilchenphysikerin, da hatte sie keine Meinung zu.

Meine Mutter interessiert es vor allem, wie mein Aussehen bei anderen ankommt. Ich darf keine Hüte tragen, obwohl ich bei einer Veranstaltung in der Tanzschule mit Geschlechtertauschmotto etliche Komplimente für mein Aussehen bekam (weißes Hemd, Krawatte, Herrenhose, Jackett und Hut), einer meinte sogar zu mir, es sähe echt sexy aus |-o obwohl es NICHTS gezeigt hat und absolut nicht eng war. Aber darin hab ich mich total wohlgefühlt. Wenn ich ihr sage, wie sehr ich solche maskulinen Sachen liebe, rümpft sie nur die Nase und steckt mich in das nächste Rüschenoberteil. Hemden? No go. Ich kann nur meine ganzen ZWEI karierten Blusen offen tragen mit Top/T-Shirt drunter, mehr geht nicht. Ich ziehe auch keinen Ausschnitt an, obwohl sie das gerne hätte.

Eqhemal-iger Nutz?er (#530218x)


Das ein oder andere könnte ich von Seiten deiner Mutter noch nachvollziehen, aber anderes finde ich recht schräg und vereinnahmend.

Was die Sache mit der Kleidung betrifft, fahrt ihr da beiderseits ein Kontrastprogramm ... vielleicht könntet ihr euch da für den Alltag auch in der Mitte treffen, so zw. Rüschen usw. und Herrenmode gibt es noch genügend Spielraum. Dann ist sie evl. auch entspannter, wenn du ab und zu zu "besonderen Anlässen" deine Lieblingskleidung trägst und dafür umgekehrt bei anderen Veranstaltungen etwas, das dir nicht zusagt.

Kurz gesagt finde ich deine Mutter sehr bevormundend und kontrollierend, andererseits kenne ich die Dynamik zw. euch nicht und es fällt auf, dass du – quasi als Rebellion? – die komplett gegensätzliche Schiene dabei fährst.

Vielleicht ist es so dann wieder normal und gehört zur Abgrenzung von den Eltern dazu ":/

... andererseits kann ich schon verstehen, was das für Effekte hat, wenn sie dich in deinem höchstpersönlichen Raum nicht akzeptiert sondern dir ihre Ansichten aufzwingen will. ... Das kann einem letztlich auf sehr verkappte Weise bis ins hohe Erwachsenenalter nachhängen. Sogar in geringerer/moderaterer Ausprägung als es bei deiner Mutter der Fall zu sein scheint.

Axllekstxoll


Mit gefällt einfach diese Lebensstil nicht, dass man immer "Everybody's Darling" sein muss. So ist meine Art gar nicht und ich finde diese Art an mir auch so...falsch. Nicht authentisch. Und diese Authentizität schätzen viele Freunde an mir, aber auch ganz frische Bekanntschaften. Ich nehm kein Blatt vor den Mund und bin eben ein wenig gröber, nicht so zimperlich, teile aus kann aber auch ordentlich einstecken, sofern es keine heftigen Beleidigungen sondern nur Kritik oder Sticheleien sind.

Das stößt Mama sehr sauer auf.

ReicUhard6x1


@ Allestoll,

ich kenne dich aus dem Thread "Glaubt überhaupt jemand an Gott".

Du kommst aus einem Elternhaus das streng gläubig ist , sogar in einer für mich bedenklichen Religion der Neuapostel. Eine Religion die sich streng der Bibel und den Religionsaposteln unterwirft. Ich kenne die Religion auch dahingehend, daß sie unter sich bleibt, Kontakte zu Mitgliedern anderer Religionen mißtraurisch beäugt werden.

Meine Mutter war ähnlich und ich habe es genausowenig geschafft mich konsequent von Ihr und ihren religiösen Ansichten zu trennen.

In späten Jahren habe ich es fast geschafft und dies einzig dadurch, daß ich das größte Vorbild für mich als Lebensmotto genommen habe. Sokrates: Ich weiß, daß ich nichts weiß. Dieser Satz befähigt einen alles in Frage zu stellen, alle Religionsaussagen, alle Lehrmeinungen des Elternhauses, ja alle Moral- und Ethikvorgaben , die oftmals mit einem gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar sind.

Gestern kam fast 3 Stunden ein Bibelfilm, und ich nahm das zum Anlass meinen Sohn der derzeit im Konfirmandenunterricht ist ein paar Dinge dazu zu fragen. Wieso glaubst du verlangt Gott von Abraham seinen ältesten Sohn zu töten und was ist das für ein Gott der solches verlangt? Wieso ist im alten Testament Gott ausschließlich für die Israeliten da. Waren alle anderen keine Menschen und wieso hat er sie nicht auch mit brennenden Dornbüschen von sich überzeugt.

Ist Jesus Gott? Er sagte ja. Ich zeigte ihm die Bibelstelle wo Jesus am Kreuz sagt ,Gott weshalb hast du mich verlassen oder im Garten Gethsemane, wo er seinen Vater und Gott anfleht: Vater lass diesen Kelch an mir vorüber gehen.

Man könnte stundenlang über Ungereimtheiten schreiben und es gäbe stundenlange Erwiderungen von Gläubigen die das im Kontext sehen oder auf andere Bibelstellen verweisen. Wenn es Gottes Wort ist , weshalb gibt es darin soviele Ungereimtheiten, daß es Heerscharen von Religionstheologen braucht dieses Wort zu deuten und auszulegen. Wieso hat Gott sein Wort nicht verständlich für die Menschen gemacht.

Lös dich von deinen privaten und religiösen Zwängen anderen gegenüber, entwickle deine eigen Sicht auf die Welt und dies mit Selbstbewusstsein. Das steht jedem Menschen zu. Wir sind nicht verantwortlich gegenüber Religionen oder unseres Elternhauses. Es ist blanker Eigennutz derer wenn einem diese Verantwortung eingetrichtert wird.

A\llKestoxll


":/ :-/ :|N

An der Religion liegt es NICHT. Du willst es vielleicht nicht hören, aber du strotzt vor Klischees und Vorurteilen.

Die Freunde meiner Eltern sind bunt durchwürfelt was die Religion betrifft. Meine Mutter ist einfach nur konservativ.

Ich werde mich garantiert nicht von meinem Stützpfeiler trennen!

Ob du es glaubst oder nicht, es gibt nicht "Die Gläubigen" und deine Hassparolen auf alle Gläubigen kannst du dir sparen, es gibt wenige Dinge, an denen ich mich festhalten kann, und mein Glaube gibt mir Kraft.

Nicht alles Übel liegt im Glauben, und schon gar nicht meines, da meine Mutter nicht christlich erzogen wurde.

axnders_al/s_anjdere


Richard61

Wenn es Gottes Wort ist , weshalb gibt es darin soviele Ungereimtheiten

Vielleicht ist Gott – mathematisch ausgedrückt – gar keine rote Linie, sondern ein verschlungener Pfad mit Kreuzungen und Gegenverkehr?

Aolles%tolxl


Lös dich von deinen [...] religiösen Zwängen anderen gegenüber

Das ist übrigens das Allerletzte. Du hast im Grunde keine Ahnung von meinem Glauben und merkst nicht, dass es für mich keine negativen Effekte davon gibt.

Sieh endlich mal ein, dass nicht alle deiner Ansicht sein müssen, deine Missionierung ist echt penetrant!

D4er_pTxim


Einmal bin ich dann einfach nach Hause gegangen, da durfte ich mir was anhören! Ich könne ja nicht einfach gegen unsere Abmachung verstoßen.

Solche Eltern hätte ich nicht ausgehalten.

RIic%hard6x1


@ Allestoll,

ich bin mir ziemlich sicher, daß es einen Zusammenhang gibt.

2 Dinge können ein facettenreiches Leben in der Jugend einschränken, das ist das Elternhaus und/oder die Religion.

Jede Religion wenn man sich stur an sie hält schränkt das Leben ein und es bedarf schon Opfer dies zu befolgen, Opfer für die einem dann das Himmelreich gewiss ist.

Ich missioniere nicht, da ich nicht an etwas glaube was man missionieren kann, ich weise nur ab und zu auf den Kernsatz meiner Gedanken hin die sich aus Sokrates:

Ich weiß , daß ich nichts weiß, ableiten. Wissen ist etwas beständiges , Glaube ist etwas das oft enttäuscht wird.

B,rummbiienxe


Huhu Allestoll!

Ich hab jetzt nicht alles gelesen aber das hier find ich schon mal soooo super (und du weißt bestimmt warum):

Mit gefällt einfach dieser Lebensstil nicht, dass man immer "Everybody's Darling" sein muss.

:)= :)^

He und zu dem hier:

Bei meiner Schwester war es genau das Gleiche, aber seit sie 18 ist, klammert meine Mutter noch stärker an mir.

Meine Schwester wurde von ihr sogar fast mit einem Typen verkuppelt, nur weil Mama ihn so toll fand.

muss ich dir gleich was erzählen. Meine Eltern wollte mich mit 17 auch mit einem Mann verkuppeln "weil der einen super Job hat und ein geregeltes Einkommen und weil der soo gut für dich sorgen wird und einen besseren Man findest du ja sowieso und überhaupt nie wieder". Leider wars der 40 jährige Postbote, optisch so gar nicht mein Fall (ich glaub auch kaum, dass er überhaupt der Fall von irgendwem war) und "irgendwie" trennten uns Welten. Außerdem fand ich den als 17 jährige URALT.. hahaha... da muss ich jetzt noch lachen. Find ich heute noch saugut wie meine Eltern mein Selbstwertgefühl zu stärken versucht haben. ;-)

A{ll`estxoll


Oh Brummbiene, das war einfach ein Kerl in ihrem Alter, der auch ein wenig verschroben war.

Allerdings ist meine Schwester wirklich SEHR intelligent und es hat erstmal einen Typen gebraucht, der damit klarkam, dass er in Sachen Diskussionen und Schule/Karriere immer die Nummer Zwei spielen wird.

@ Richard

Du missionierst, aber du merkst es nicht. Du versuchst VEHEMENT, anderen deine Weltanschauung aufzudrücken, das ist so. Du beachtest gar nicht, dass mein Glaube mich in keiner Weise einschränkt, sondern mich stärkt, weil ich mir sagen kann "Es gibt einen, der liebt mich immer, egal wie sehr ich auf die Ka*cke haue".

Mit dieser Einstellung ist zumindest ein Grundsatz an Selbstbewusstsein gebunden, den ich nicht hergebe, nur weil mir ein dahergelaufener Typ erklären will, welche Einstellung (!) das Nonplusultra ist. Und das tust du. Und es geht mir gewaltig auf den Keks, deswegen bitte ich dich hiermit liebevoll, dich aus meinem Glauben herauszuhalten.

A$llAestxoll


Aber: Der Kerl sah gut aus, hat eine Klasse übersprungen, war musikalisch, kam aus "guter Gesellschaft"...dass die beiden vom Charakter her absolut aneinandergeknallt wären, hat sie erstmal nicht interessiert ;-D

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