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Tiefe Selbstzweifel und dementspr. Verhalten, verstehe es nicht

J>ourIne]y2x2 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Med1-Community,

ich habe ein Problem, über das ich zeitweise selbst manchmal lachen muss... weil es mir manchmal so trivial vorkommt, aber mich doch so sehr belastet.

Mein Selbstbewusstsein und -vertrauen in bestimmten Bereichen (vor allem dem Sozialen) ist leider sehr gering. Ich bin immer wieder geplagt von Selbstzweifeln und halte mich nicht für wirklich liebenswürdig oder uninteressant. Ich kann extrem schwer "Nein" sagen, weil ich Angst habe dadurch anzuecken oder eine Freundschaft auf's Spiel zu setzten. Dabei ist mir total bewusst, wie irrational diese Gedanken sind. Dass ich eine Freundschaft, die sich über Einhaltung trivialer Bedingungen definiert, weder wollen noch brauchen würde, ändert an dieser Tatsache nichts.

In Gruppen bin ich häufig extrem still, bringe kaum ein Wort raus. Rede mir ein, nicht mitreden zu können. Mit zunehmender Gesprächsdauer in der ich noch nichts gesagt habe, wird dieser Teufelskreis größer, weil ich die irrige Vorstellung habe, dass was ich dann sage, müsse dann besonders geistreich oder lustig sein. Ich Liebesbeziehungen, die mir selbst viel bedeuten, zweifle ich an der Zuneigung des Gegenübers, werde regelrecht depressiv, wenn nicht irgendeine Form der Bestätigung kommt. Ich weiß, wie gesagt, um der Irrationalität dieser Gedanken, höre die innere Stimme, kann diese auch (vermeintlich) als nicht realitätsentsprechend erkennen und doch tritt sie immer, immer wieder auf. Und auch mein Verhalten, obwohl ich dieser inneren Stimme (bewusst) keinen Glauben schenken mag, spiegelt diese Unsicherheit (in meinen Augen) wieder.

Mir ist extrem klar, dass ich wirklich die BESTEN Voraussetzungen habe, um glücklich zu sein. Dass mich andere Menschen viel positiver aufnehmen, als ich dies selbst tue. Dass es total viele Menschen gibt, die mich begehrenswert & attraktiv finden. Und doch, obwohl ich keinerlei Probleme habe mir z.B. bewusst in den Spiegel zu sagen, dass ich mich attraktiv finde und mich mag, übernimmt mein Unterbewusstes stets erneut die Kontrolle über mich und dominiert mein Verhalten.

Auch bin ich mir sicher zu wissen, woher diese Gedanken kommen. Einerseits durch problematische Verhaltensweisen seitens meiner Eltern in meiner Kindheit, zu denen ich in meinen Gedanken stets Parallelen finde, andererseits konsekutiv aus meiner Schulzeit, in der ich aufgrund mangelndes Selbstvertrauens lange Zeit gemobbt wurde.

Mit diesem alten Selbst habe ich heute (objektiv) NICHTS mehr zu tun, ich weiß das und kann mir das bewusst guten Gewissens sagen, doch tief im inneren dominiert mich die Unsicherheit.

Manchmal muss ich angesichts meines Profils wirklich selbst LACHEN, denn ich habe (heute) wirklich die besten Voraussetzungen, um ein glückliches & selbstbewusstes leben zu führen:

- Ich bin 22 Jahre jung, 192 cm groß, wiege 83 kg und habe einen athletischen, sportlichen Körperbau.

- Ich finde mich auch sonst sehr attraktiv, erhalte oft Komplimente.

- Ich studiere ein hochinteressantes Fach, mit den besten Berufsaussichten und allen Möglichkeiten, welches in der Gesellschaft ein sehr hohes Ansehen genießt und habe darin top Leistungen. So rangiere ich im Semesterdurchschnitt immer unter den besten 5 Studenten. Meine Komillitonen halten mich für intelligent und klug.

- Ich habe weitere Hobbys neben dem Studium z.B. Klavierspielen, Sport & Kochen.

- Mir würden auch sonst sehr viele positive Eigenschaften zu mir einfallen, die ich mir (heute) ohne Zweifel zuschreiben könnte.

Und trotzdem scheine ich dies TIEF im inneren NICHT zu glauben, oder zumindest NICHT verhaltensmäßig umsetzten zu können...

Ich verstehe es einfach nicht, zwischen mir und meinem Glück sind nur diese verdammten Zweifel...

Ich bin mir außerdem der Wirkung der Gedanken total bewusst. Ich weiß, welchen Einfluss diese auf unser inneres, äußeres und auch die gesamte Umwelt haben. Ich benutzte positive Affirmationen, visualisiere, lese Bücher über den Ausbau des Selbstwertes.. und doch, tief in meinem inneren komme ich nicht zum Ziel. Was hindert mich nur daran?!

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand meldet dem es vielleicht ähnlich geht.. oder der Rat weiß... Ich bin momentan am überlegen eine Hypnosetherapie zu machen... in der Hoffnung diesen tiefen völlig IRRATIONALEN Zweifel aus meinem Inneren zu beseitigen...

Antworten
b0el8antixs11


ich fühle mich ähnlich.

nur bei mir is das problem: Ich möchte gerne soziale kontakte und eig auch mitreden, habe aber immer angst jemanden zu unterbrechen. Da ich äußerlich das gegenteil von dir bin (16 jahre, 1,70m, leider 77kg, die sieht man mir auch gut an, nicht sportlich, sitze meistens vorm pc/fernseher) fällt mir das ganze schwer. in der schule habe ich noch nicht einmal eine handvoll kontakte mit denen ich mich unterhalten kann ohne gemobbt zu werden und nachmittags hat mich seit 2monaten keiner mehr besucht.

Hatte mich sonst eig immer gut mit meinen freunden verstanden und hab viel gemacht. Ich versuche mir einzureden dass ich an der neuen schule schon freunde finden werde (wo ich ab sommer hingehe) und ich eigentlich nett und liebenswert bin. Dann kommen wieder phasen wo ich nur da sitze und denke dass so ein fetter hässlicher klops wie ich keine freunde verdient hat.

Finde nur schwer freunde aber wenn dann müssen die einiges aushalten. Meistens bin ich ziemlich beleidigend und leicht angepisst und aggressiv wenn etwas nicht zu meinem vortei läuft.

immer wieder kommt die stimme und sagt dass ich keine freunde verdiene.

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