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Schlimme Bilder gesehen, bekomme sie nicht mehr aus dem Kopf

SOha4eri~dan hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin vor zwei Tagen circa auf einen Gore-Thread einer relativ populären Seite gestoßen und bekomme nun ein bestimmtes kurzes Video nicht mehr aus meinem Kopf. Dort wurde eine Frau im Gesicht zusammengeschlagen. Ich weiß nicht ob es echt ist oder nicht, ich versuche daran zu glauben dass es nicht echt war. Spricht auch einiges dafür, wie der Blickwinkel der Frau oder Kamera und es sieht so aus als ob da Videotchnisch nachgeholfen wurde. Aber wer weiß, vielleicht ist das auch echt.

Jedenfalls hängen diese Bilder dieses Videos erstaunlich lange in meinem Kopf fest, sonst habe ich so was recht schnell verarbeitet (leider stolpert man im Internet über viel Blödes). Das schlägt sich sehr auf meine Stimmung nieder, mir ging es sehr gut und dann kam dieses doofe Video. Ich werde nie wieder auf diese Website gehen. Ich will diese Bilder loswerden oder zumindest einigermaßen neutral bewerten können ohne dabei innerlich zu schaudern. Warum, vor allem, finde ich dieses Video besonders schlimm, obwohl es noch schlimmere Sachen dort gab? Was kann man denn da machen? Hat jemand mit so was Erfahrung gemacht? Ich brauche jemandem zum Reden, deswegen schreibe ich all das erst mal hier. Danke fürs Zuhören! :-)

Mel @:)

Antworten
JVanx74


Ich hab das auch mit irgendwelchen ekeligen oder grausigen Sachen.. spuken einem dann tagelang im Kopf rum. Da kann man wohl gar nix machen ausser sich ablenken und abwarten bis es vorbei geht.

Bei den Saw-Filmen war das so, als man mir davon erzählt hat, ich sie aber noch nicht gesehen hatte. Gruselige Vorstellungen (ist ja auch latent brutal). Ging aber vorbei nachdem ich mir das mutig angeguckt hab, die bloße Banalität dieser Filmchen hat das wieder geradegerückt.

cxhi


Mir hängen manche Dinge auch ewig nach. Beim ersten Insidous-Film zB 2 Szenen, die hab ich heute noch im Kopf. Dabei lief der vor einigen Jahren im Kino und ich hätte nicht gedacht, dass der mich so mitnimmt. Ich musste aber auch warten, bis das Ganze verblasst ist. Wie gesagt, manchmal seh ich diese Szenen noch vor mir, aber nicht mehr so erschreckend, wie damals im Kino und den ersten 2 Wochen danach.

h*atsc1hxipu


So ging es mir, nachdem ich den Bericht über das rumänische Kinderheim gesehen habe. Könnte heute noch heulen beim Gedanken daran.

Was hat dich denn so besonders an der Frau geschockt? Bei mir waren es die hilflosen Blicke der Kinder...Angst, Mitgefühl, Ekel usw kann man ja nicht immer rational erklären...

CPhris^tina8H5


Mich hat auch mal eine Vergewaltigungsszene in der (eigentlich total harmlosen Serie) Private Practice eiskalt erwischt. Es hat bestimmt ne Woche gedauert, bis mich die Bilder wieder einigermaßen losgelassen haben.

Leider kann man das nicht wirklich beschleunigen, und noch weniger, wenn die Bilder auch noch potentiell real sind.

Da hilft nur sehr sehr vorsichtig sein, mit dem was man anschaut, wenn man da empfindlich ist. :)*

S%hae+ridaxn


Danke euch schon mal für die Antworten! :-) Bei Filmen hatte ich das auch mal, aber recht kurz. Bei Filmen weiß ich dass es gestellt ist, deswegen machte mich das nie so viel aus. DIeses Mal ist es wirklich schlimm.

@Hatschipu Ich denke was mich am meisten geschockt hat, ist die Hilflosigkeit der Frau. Und wie übel das Gesicht zugerichtet wurde.

Ich denke ich werde noch lange dran zu knabbern haben.

Mel

h%ats%chipxu


Na ja, vielleicht konntest du dich in ihre Hilflosigkeit einfach besonders reinfühlen bzw dir vorstellen wie schlimm es war...

Bei Nachrichten heult ja euch keiner, obwohl die auch sehr schlimm sind teilweise...aber die sind einfach irgendwie so weit weg von unserem Leben.

H@asi}muff086


Mich hat auch mal eine Vergewaltigungsszene in der (eigentlich total harmlosen Serie) Private Practice eiskalt erwischt. Es hat bestimmt ne Woche gedauert, bis mich die Bilder wieder einigermaßen losgelassen haben.

Christina85

:)^ Das fand ich damals auch total krass. Nicht mal so die Szene an sich (die man ja erst später gesehen hat, als sie ein Flashback hatte), sondern die Stelle, als ihr Freund ins Krankenhaus kam und fast ausgeflippt ist vor Zorn und Trauer. Und wie sie immer versucht hat, stark zu sein :°(

_8Sternesnkixnd_


Sowas, nun taucht hier ein Faden auf mit einem Problem, das mich seit über einer Woche quält.

Es ist so, das im Jahr 2012 ein Klassenkamerad unseres Sohnes und zeitgleich Nachbar mit 12 Jahren bei einem Unfall verstorben ist.

Seitdem lese ich immer wieder auf einer Gedenkseite für Verstorbene im Allgemeinen und mit der Unterrubrik Sternenkinder mit, was seine Mama so schreibt jeden Tag(wir sind inzwischen auch von der Nachbarschaft 400km weit weg gezogen), da sie dies sehr ergreifend tut...das ist nun aber nicht der Vorfall, der mich so sehr runter gezogen hat, auch wenn sehr tragisch und die ganze Familie sowie das verstorbene Kind haben mein vollstes Mitgefühl und klar war ich sehr traurig darüber.

Allerdings habe ich mir vor über einer Woche diese Internetseite einmal genauer angeschaut und bin auf ein Kind mit 1,5 Jahren gestossen, welches an einem Hirntumor verstorben ist.

Die Mutter hatte Bilder von ihrem verstorbenen Sohn eingestellt.

Und auf einem, in schwarz-weiss, sieht man, wie sie, stehend, ihn im Arm hält, eine Hand auf seinem Kopf mit den restlichen Haaren nach der Chemo, und man sieht wie sie ihm auf die Stirn küsst. Der Junge wiederum hat die Augen halb geöffnet, man sieht genau, das es seine letzten Stunden sind, hat eine seiner Hände auf ihre Brust gelegt...das hat sowas von gessessen! Ich hab Tage lang nur geheult und geheult. Das Foto ist so schön irgendwo, aber auch so sehr traurig. Eine Mutter, die ihrem Kind trotz ihrem eigenen Schmerz noch Schutz bietet, ihn auf seinem letzten Weg begleitet und dann der kleine Junge, der den Schutz seiner Mama sucht.

Mich hat es Tage lang einfach umgehauen, mehr als alles andere, was ich bisher an schlimmen Dingen im Internet gesehen habe.

Ich kann Dich also in allen Punkten nachvollziehen.

E+hLemalig+er Nutzefr (#53890x8)


Vor einigen Jahren ging es mir mal genauso, dass sich mir solche schlimmen Bilder geradezu aufgedrängt haben, ich an nichts anderes mehr denken konnte, sogar Herzklopfen bei den Gedanken daran bekommen habe.

Es ging dabei um Charla Nash die von dem Schimpansen ihrer Nachbarin, die diesen als Haustier hielt, geradezu zerfleischt wurde.. Mich hat ihr Schicksal so sehr berührt. Sie wollte nur helfen und dann ändert sich ihr Leben von einer zu anderen Sekunde so dramatisch, dass es hinterher nicht mehr annähernd so wird wie es einmal war. :°(

Mir hat geholfen, mich nach dem Bericht, den ich per Zufall gesehen hatte (ich wurde dabei auch kalt erwischt), intensiver mit dem Fall zu beschäftigen, also wie konnte es überhaupt dazu kommen, warum hielt sich die Nachbarin dieses Tier usw. und ich bin an Charla Nash dran geblieben und verfolge bis heute ihre Leidens/-Lebensgeschichte und habe ihr auch, wie viele andere, geschrieben. Sie ist eine so tolle, beeindruckende und starke Frau die übrigens eine erfolgreiche Gesichtstransplantation hinter sich hat,, bei deren Schicksal mir meine Probleme ganz klein vorkommen.

Jedenfalls kann ich es gut verstehen, dass man solche Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Gerade wenn das Gesicht verletzt/entstellt wird, ist das was ganz Furchtbares.

S!ummelrsun9shixne6


Der Faden ist schon 2 Jahre alt, passt aber zu meinem Problem sehr gut.

Ich habe vor ca. einer Woche ein 5 minütiges Video gesehen, was mich nicht mehr los lässt. Es geht um einen, ich glaube 5jährigen, Jungen, der zurück zu seinen brutalen Eltern soll. Ich habe es 45 Minuten immer wieder angesehen, um mich zu beruhigen, dass wieder alles OK ist, aber ist es das auch. Es war folgendes.

Ein Haus mit Terrasse vorne. Ein paar Stufen führen nach unten und man sieht, dass diese "Frau" also die "Mutter" vom Auto aus ins Haus läuft. Dann kommt eine Frau aus dem Haus und nickt in die Kamera. Dann kommt sie raus, den schreienden und strampelnden Jungen unter dem Arm. Die Panik stand ihm ins Gesicht geschrieben. Im Auto schrie er weiter. Der "Vater" hinter dem Steuer, die Mutter auf dem Beifahrersitz und schnallt sich an. Das nutzt der Junge aus und rennt schreiend aus dem Auto. Immer nur zwei Worte "help me, help me" immer und immer wieder. Die Großeltern stehen auf der Terrasse. Die Mutter rennt ihm hinterher. Sobald sie ihm zu nahe kommt oder ihn am Arm greift, schreit er vor Panik noch weiter auf, so habe ich noch nie ein Kind schreien gehört.

Ich fing schon an zu weinen, als er unter ihren Armen zum Auto getragen wurde aber es wurde immer schlimmer. Mein Herz raste, ich wollte ein Happy End sehen. Doch der Titel war auf englisch, dass das Kind zurück zu seiner misshandelten Mutter muss, die schon vorbestraft ist wegen der Misshandlung. Während auf der Terrasse die Mutter kämpfte und die Großeltern nichts machten (dachte ich), stieg unten der "Vater" aus und schlug den Kameramann zusammen. Geschrei überall und ich konnte mir vorstellen, was der Junge erlebt haben musste. Ich sah eine Frau telefonieren. Dann rannte der "Vater" auch nach oben (glaube ich) und stieß dem Großvater mit den Knien nach hinten ins Bein. Man sah nur Beine. Dann wieder alles. Man sah, dass die Mutter ihn wieder am Arm packte und er schrie wieder auf und weinte und schrie und versteckte sich hinter seinem Opa. Der Kameramann fragte den Kleinen aus über die Misshandlung. Es war schlimm. Das tränenüberströmte Gesichtchen, die Panik in seinen Augen. Ich fragte mich, weshalb die noch filmen (eine Frau hat dem Autofahrer den Schlüssel weggenommen). Dann wurde der Kleine gefragt, ob er von seiner Mutter physisch geschlagen wurde. Er bejahte und dann sah man die Oma am Handy wählen. Der Kleine schrie wieder wie traumatisiert immer wieder "help me grandpa, help me grandpa". Der Opa sagte zu ihr, dass sie nun die Polizei angerufen haben.

Sie blieb eine Sekunde stehen, dann ging sie zum Auto, das mittlerweile nicht mehr vor dem Haus stand. Die Oma rief ein "Goodbye" hinterher, der Opa "Bye-bye daughter". Die Oma dann schrie entweder "life" oder "leave", also das Wort kam vor. Dann zweimal etwas mit "happyness". Der Kleine weint und der Opa nimmt ihn hoch. Der Süße umarmt seinen Opa und der Kameramann befragt ihn wieder. Opa streichelt ihm über den Rücken, immer und immer wieder. Die Oma kommt dazu und streichelt ihm über den Arm und spricht mit ihm. Dann zeigt sie auf das Ärmchen und bittet den Kleinen, den Arm in die Kamera zu halten, was er auch tat. Es waren die Spuren von der Mutter durch das ziehen und zerren am Arm zu erkennen. Dann ging die Oma zur Seite und der Opa sprach mit dem Kleinen. Dann stellte er ihn auf den Boden und das war es.

Nun frage ich mich, ob es ein Happy End für den Kleinen gab. Was denkt ihr? Einerseits habe ich Bedenken, da der Titel hieß, dass der Kleine zurück muss. Andererseits sprachen der Opa von Cops und die Oma von happyness. Bringen die Cops den Kleinen zu den "Eltern" zurück oder reichen die Beweise durch die Kamera aus? Immerhin floh die "Mutter" als das Wort Cops fiel.

Bin über eure Meinung gespannt. Habe es deshalb so genau beschrieben, damit ihr euch die Situation vorstellen könnt.

Bekomme das nicht aus dem Kopf. Tagsüber wird es zum Glück besser, aber nachts, wenn im Haus Ruhe herrscht, sehe ich den Kleinen wieder ganz genau vor mir.

Keine Ahnung, weshalb das Video lief. War auf YouTube und sah etwas anderes, was nichts mit Misshandlung oder sonstwas ähnlichem zu tun hatte. Ich war abgelenkt und dann kam es. Wäre es unter den Vorschlägen gewesen, hätte ich es gelöscht. Denn ich bin da sehr mitfühlend wenn es um Kinder geht und ich sage mir, dass ich das Leid nicht ändern kann. Einmal kam auch ein Kind, Titel "Judson and his little sitster ..." Name weiß ich nicht mehr. Es war schlimm, sehr schlimm. Das Kind war erkrankt und jeden Monat erschlafften seine Muskeln mehr. Er wollte stehen und knickte ein und weinte, er wollte krabbeln, und die Arme knickten ein. Jedes mal weinte er vor Verzweiflung. Gibt auch noch "Judson...krabbe". Das ist die Krankheit. Am Anfang rannte er durch die Gegend. Seine kleine Schwester fiel mal nach hinten, er unterbrach sein Spiel und setzte sich neben sie und sprach mit ihr. Er war 18 oder 22 Monate alt und 6 Monate später war er Tod. Bei ihm tröstete ich mich, dass er es überstanden hat, aber es ging mir anfangs auch fast eine Woche nach.

Wie denkt ihr über die Geschichte vom ersten Fall? Ging es gut aus?

Wie kann ich mich nachts ablenken? Ich hoffe einfach, dass es ihm gut geht. Die Kommentare waren u.a. "Der Kameramann ist ein Held" "Der Opa ist ein Held" über Dinge, die sie der "Mutter" wünschen und ganz viele fragten, ob es dem Kleinen gut geht. Es gab keine Antwort bzw. ich fand keine.

Sorry für den langen Text. Es tat gut, die Geschichten aufzuschreiben.

m;nef


Inhaltlich kann man keine Meinung haben, da du da irgendwas schilderst, aber kein Mensch weiß, was und woher das ist, welche Ermittlungen es gab, warum das im WWW ist, wer es gefilmt hat, wer es warum verbreitet und und und

. Die Welt ist Böse, Kinder werden misshandelt; Menschen übel gefoltert und getötet. Du solltest wirklich nur noch gezielte Videos klicken, wenn dich überraschende Inhalte, die letztlich nur noch visualisieren, was sowieso jeder weiß, so aus der Bahn werfen.

Sxumm/ers<unshinxe6


Gefilmt hat es ein Verwandter oder Bekannter der Familie, um Beweise zu haben und die Familie des Kindes hat es online gestellt. Ich hoffe immer noch, dass alles gut ausgegangen ist. Die Frau der Familie hat ja in die Kamera genickt, damit er weiß, dass es jetzt losgeht mit dem armen Zwerg.

Ja, ich kenne mich zu gut, dass mich das nicht mehr so schnell loslassen wird. Deshalb sehe ich mir nur bestimmte Dinge an. Als das Video kam, schaute ich "Domian". Da kommt eine Folge nach der nächsten und das höre ich meistens, während ich arbeite. Wie das Video dazwischenkam, ist mir ein Rätsel. Danach ging es mit Domian weiter.

Syummer3suns[hinex6


Bin mir sicher, wenn der Junge zurück musste, dann wurde er todgeschlagen, so wie die sich benommen haben. Aber durch die Flucht der Frau denke ich, dass sie gehörig Dreck am Stecken hatte.

Sollte wohl während der Arbeit DVDs einlegen, damit ich keine negativen Überraschungen mehr erlebe.

kIrankgyemaeldext


Ich kenne das. Ich hatte das mal mit Bildern von rotten.com.

Total grausig. Da hilft nur die Zeit. Aber wenn ich jetzt an diese Bilder denke, ist es immer noch wuahh...., aber der Schock ist aus der Sache raus.

Mit der Zeit verblassen die Gefühle zu den Bildern. @:)

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