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Absetzen von Antidepressiva – Symptome

B]ronoker.?Jxim hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich nehme seit fast 3 Jahren Antidepressiva (Citalopram 20) aufgrund meiner Depressionen verbunden mit körperlichen Symptomen, wie Schwindel, Panikattacken, Angstzuständen. Die ersten Wochen nach Beginn der Medikation waren sehr schlimm. Ich war wochenlang arbeitsunfähig, weil die Symptome speziell der Schwindel sich extrem verschlimmerten. Dann wurde es besser und ich war wieder arbeitsfähig. Nach 2jähriger Psychotherapie ging es mir auch bedeutend besser. Trotzdem begannen sich gewisse Nebenwirkungen einzustellen. Ich bekam Probleme mit leichten Taubheitsgefühlen in den Zehen und einen starken Verlust meiner Libido. Vor 4 Monaten habe ich begonnen das Citalopram schrittweise abzusetzen. Von 20 auf 15, dann auf 10 und zum Schluss auf 5 mg. Ich fühlte mich trotzdem ganz gut und auch die Libido verbesserte sich wieder. Jetzt habe ich seit 5 Tagen ganz abgesetzt und grübel nur drüber nach, ob ich wieder Symptome bekomme. Mir geht es auch zeitweise nicht so gut, habe wieder leichten Schwindel und Konzentrationsschwierigkeiten, auch weine ich dann verstärkt wieder. Ich habe das Gefühl es ist die Angst vor der Angst oder sind es wieder Depressionen ? Eigentlich möchte ich ganz weg davon, denn keiner kann sagen, wie die Langzeitwirkungen von Antidepressiva sind. Hat jemand ebenfalls Erfahrung mit dem Absetzen von Citalopram ? Wie kommt ihr damit klar ?

Danke für die Antworten

Jim ":/

Antworten
RfiJcZhardx61


@ Broker.Jim

bei allen Botenstoffwiederaufnahmehemmern ist die Quote einer lebenslangen Einnahme bei ca. 30 % . Alle anderen schaffen es, daß der Körper wieder in Ordnung kommt. Ich habe 2 mal auszuschleichen versucht, leider kamen wieder die alten Symptome. Wenn du schon bei 5mg warst ohne Probleme , dann lass es doch noch eine Weile bei den 5 mg.

Botenstoffwiederaufnahmehemmer sind immer beim Ausschleichen etwas problematisch. Richtig gefährlich wird's beim kalten Entzug, den ich manchmal machen muss.

RTuka


Ich habe auch mal für ein Jahr Citalopram genommen.

Das Absetzen ohne runter dosieren war sehr schlimm, ein seltsames Gefühl im Kopf, Schwindel etc. Aber als ich die Tablette dann einfach am Ende geviertelt habe, hatte ich kaum Probleme.

Es kann natürlich keiner sagen ob es nun Angst oder wirklich ein Symptom vom Absetzen ist, wie lange hast Du denn nun 5mg genommen? Vielleicht nimmst du das noch weiter für eine Weile oder versuchst die viertel Tablette nochmal zu halbieren?

BEroo/kerx.Jim


Was ist denn ein kalter Entzug ? Und warum musst du den manchmal machen ? Wie viel mg Citalopram hast du denn immer so genommen. Kennst du auch meine beschriebenen Symptome. Ich ujß sagen, das ich auch noch sehr hypochondrisch veranlagt bin und bei jeder kleiner körperlichen Unbequemheit gleich Panik schiebe.

Gruß

Jim

Bqrooke=r.Jxim


Hallo Ruca,

Es kann natürlich keiner sagen ob es nun Angst oder wirklich ein Symptom vom Absetzen ist, wie lange hast Du denn nun 5mg genommen? Vielleicht nimmst du das noch weiter für eine Weile oder versuchst die viertel Tablette nochmal zu halbieren?

Ich habe ca. 5 Wochen 5mg genommen und hatte keine Probleme. Wieviel nimmst du denn jetzt oder hast du mittlerweile auch ganz abgesetzt ? Wie gehst du mit deinen Symptomen dann um ?

Gruß

Jim

RsichaLrd61


@ Broker.Jim,

ich nehme Venlafaxin das ist ein SSNRI. Citalopram ist ein SSRI.

Die Dosierung ist eine völlig andere 5mg Citalopram entsprechen 50mg Venla.

SSRI wirken auf Serotonin. SSNRI auf Serotonin und Noradrenalin.

Ich war schon mal bis auf 125 mg hatte dann auch wieder Grübeln und Depressionen, wie bevor ich das Mittel nahm. Ich habe dann wieder aufdosiert und es verschwand wieder. Manchmal muss man es öfter probieren oder einfach die letzte Dosierung bei der es einem gut ging wieder nehmen, einfach über eine Zeit von 3-6 Monate und dann wieder probieren. Mit einem Tablettenspalter kann man die 5 mg auch teilen und so das Ausschleichen noch sanfter machen.

Ein kalter Entzug ist wenn man nicht ausschleicht sondern abrupt die Dosis ganz stoppt.

Muss ich z.B. machen wenn ich manisch werde, mit den zusätzlichen Mitteln die ich dann dazu bekomme falle ich wie ein Stein in eine Depression.

R4uka


Ich konnte nach einer einjährigen Einnahme von Citalopram innerhalb eines Monats ca problemlos absetzen Ich habe nun 2 Jahre lang nichts genommen und schleiche grade Cipralex ein, da Citalopram bei mir keinerlei Wirkung hatte.

5 Wochen ist aber schon eine lange Zeit aber ich denke das kommt auf den Körper an.

Sind die Symptome denn aushaltbar? Wenn ja, dann würde ich vielleicht noch einige Tage durchhalten weil irgendwann lässt es dann ja auch nach falls es wirklich Absetz-Symptome sind (glaube ich)

B~roo,ke%r.Jixm


Sind die Symptome denn aushaltbar? Wenn ja, dann würde ich vielleicht noch einige Tage durchhalten weil irgendwann lässt es dann ja auch nach falls es wirklich Absetz-Symptome sind (glaube ich)

Momentan sind die Symptome noch akzeptabel. Ich bin leider so veranlagt, dass ich mich in alles sehr reinsteigern kann. Jedes kleine Zipperlein registriere ich sofort und dann komme plötzlich die Symptome wie z.B. Schwindel mit aller Macht. So baut sich die Angst immer mehr auf. Aber wie gesagt, momentan geht es.

M iss4usnMixa


Ich nehme seit einigen Jahren Citalopram. Angefangen mit 30 mg, dann runter auf 20 mg, dann doch wieder rauf auf 40 mg und dann jeweils in Schritten von 10 mg wieder runter. Jetzt bin ich seit 3 oder 4 Wochen bei 10 mg und darf im Verlaufe meiner Packung (50 Stck) ganz absetzen, wenn ich mir das zutraue.

Als ich das zweite Mal von 30 mg auf 20 mg runterdosiert habe, hatte ich auch Angst vor "Entzugserscheinungen" und bekam vom Arzt gesagt, dass ich bei Bedarf eben auch abwechselnd einmal die höhere und einmal die niedrigere Dosis nehmen darf. Vielleicht wäre das ja auch ein Weg für dich, wenn das komplette Absetzen nicht so recht funktionieren mag.

Bmrooker+.J.ixm


Als ich das zweite Mal von 30 mg auf 20 mg runterdosiert habe, hatte ich auch Angst vor "Entzugserscheinungen" und bekam vom Arzt gesagt, dass ich bei Bedarf eben auch abwechselnd einmal die höhere und einmal die niedrigere Dosis nehmen darf. Vielleicht wäre das ja auch ein Weg für dich, wenn das komplette Absetzen nicht so recht funktionieren mag.

Ich habe es ja auch in kleinen Schritten abgesetzt. Von 20 auf 15 mg habe ich gar nichts gemerkt. Von 15 auf 10 mg hatte ich einige Tage Weinanfälle, aber dann ging es. Von 10 auf 5 mg ging dann auch wieder ohne Symptome. Jetzt bin ich seit 1 Woche fast ganz weg davon. Vorgestern hatte ich heftige Weinattacken, jetzt werden die besser, aber ab Mittag ist mir immer leicht schummrig und leicht schwindelig Ich grübel dann aber nur drüber nach und dann wird es schlimmer. Aucxh kann ich mich dann schlechter konzentrieren. Beim Autofahren geht es komischerweise besser, wahrscheinlich weil ich dann abgelenkt bin. Warum setzt du ab ? Hast du auch Nebenwirkungen, wenn ja, welche ?

MUiFssGusMixa


Soweit ich das beurteilen kann, habe ich keine eindeutig zuzuordnende Nebenwirkungen. Damals ganz zu Beginn der Einnahme war mein Hungergefühl plötzlich komplett verschwunden und mir war ständig übel. Zwischendurch hatte ich mal Phasen, in denen ich mir übermäßig viel Sorgen gemacht habe. Das ist jetzt aber auch schon lange wieder vorbei.

Momentan bin ich eigentlich immer müde, aber das kann genausogut am Stress im Job liegen und muss nichts mit den Antidepressiva zu tun haben. Ich hatte auch nie das Gefühl, dass ich nur noch Watte im Kopf habe oder sowas. Ich war unter der Einnahme einfach gelassener...

Jetzt will ich absetzen, weil es mir endlich wieder relativ gut geht und ich der Meinung bin, dass ich es eigentlich wieder ohne medikamentöse Unterstützung durch den Alltag schaffen kann. Seit Einnahmebeginn sind bei mir im Kopf sozusagen mehrere Knoten geplatzt und ich denke einfach, dass ich endlich wieder gefestigt genug für das "normale" Leben bin.

B8roo&keexr.Jim


@ MissusMia

Hast du zeitgleich eine Psychotherapie gemacht ? Wie viele Jahre hast du Antidepressiva eingenommen ?

Mwisisus0Mixa


Ich habe vor den Antidepressiva mal den Versuch mit einer Gesprächstherapie gestartet, habe das dann aber aufgegeben. Ich glaube, ich habe jetzt ungefähr 5 Jahre lang Antidepressiva genommen, bin mir da aber nicht mehr sicher.

Im vorletzten Jahr hatte ich zwei Termine beim berufspsychologischen Dienst der Arbeitsagentur, das hat mir sehr gut geholfen.

a`rasGchni6a_leIvanxa


Hallo Jim!

Ausschleichen wäre über einige Wochen wichtig- d.h. schrittweise um 10% abdosieren und diese Dosis solange halten, bis die Symptome des Absetzens verschwinden.

Ich denke, du warst zu schnell.

Falls du es nicht aushalten solltest, gehe wieder auf die 5mg-Dosis zurück.

LG

araschnia

P.S. Ich musste wegen einer Umstellung auf Cymbalta das Cipralex innerhalb einer Woche während eines Klinikaufenhaltes absetzen. Hölle!

M7isspusMia


Ich habe meine restlichen Citalos irgendwie verschludert und werde darum versuchen, einfach jetzt schon komplett abzusetzen.

Habe in letzter Zeit eh öfter mal die Einnahme vergessen und bin gespannt, wie das funktioniert.

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