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Psychisch am Ende im Job

EahemaNligerM DNutz#er (#54I4761x)


AUSwanderin83, ich verstehe nicht, wie du hier so offen und kritikfreudig sein kannst, und dort auf Arbeit so still bist und dich entschuldigst. Aber ich freu mich, dass du einen wichtigen Gruppentherapietag (was ja auch heißt, dass du zumindest in Therapie bist) an einem Samstag der Arbeit vorgezogen hast.

Und die Chefin kommt heute wieder mit "Machen das und das und das und denken Sie daran und vergessen Sie jenes nicht...". %-|

Ist sie denn wirklich über deine Situation informiert? Und ja: das ist die Aufgabe von Chefinnen: Aufgaben verteilen und delegieren. Und die Aufgabe von Mitarbeitern zu sagen, wenn sie was nicht schaffen. Oder den Zeitpunkt zu verhandeln. Oder die Chefin entscheiden zu lassen, welche anderen Sachen dafür nach hinten rutschen. Sachlich, freundlich, aber bestimmt. Gesunde Mitarbeiter machen das auch, sage ich mal. Und es hilft aus meiner Sicht beiden Seiten.

M"issqusMxia


Bist du inzwischen beim Arzt gewesen?

Sprich bitte auf jeden Fall noch einmal mit ihm über die Gabe von Antidepressiva. Du hast das letzte Medikament heimlich ausgeschlichen, was nicht so richtig klug war. Aber es gibt viele verschiedene Antidepressiva und nicht jeder Depressive landet auf Anhieb bei dem für ihn idealen Medikament. Bestimmt gibt es da Alternativen, die du besser verträgst und die dir auch besser helfen.

Sprich auch mit der Arbeitsagentur über deine Situation. Sag denen einfach ehrlich, dass du einfach nicht mehr kannst und lieber tot sein als noch weiterhin dort arbeiten möchtest. Zusammen mit einem entsprechenden Attest deines Arztes hast du da bestimmt gute Chancen. Erkundige dich doch auch mal, ob auch für dich nach einer Eigenkündigung die Möglichkeit der Betreuung durch den berufspsychologischen Dienst der Arbeitsagentur besteht. Mir wurde das vor 2 Jahren nach der Kündigung durch meinen Arbeitgeber angeboten und ich hätte insgesamt drei Termine à 50 Minuten wahrnehmen können. Das könnte vielleicht eine gute Ergänzung zu deiner Therapie sein, sofern es möglich ist.

Mach' dir bloß keine Vorwürfe, weil du in den Augen deiner Kollegen / Vorgesetzten / Mitmenschen nicht normal reagierst bzw. reagieren kannst. Du bist krank und du brauchst Hilfe, und ein derart stressiger Job hilft dir überhaupt nicht.

Ich drücke dir alle Daumen, dass du bald den Absprung schaffst und dann auch gedanklich ganz schnell ganz weit weg von dieser Erfahrung bist.

A$USwaand(erin8x3


Danke, Bambiene! :-) Nein, ich war noch nicht beim Arzt. Ich hab den Termin beim Psychiater/Neurologen erst am Mittwoch. Vorgestern dachte ich noch, dass ich es bis dahin schaffe. Gestern hab ich mich nur noch durchgequält. Um kurz nach 17 Uhr (Feierabend) rief mich besagter Manager aus der Zentrale an, "fragte" unfreundlich was ich denn letztes Jahr da für einen Mist auf ein völlig falsches Konto gebucht hatte (da war ich gerade mal 8 Wochen im Job) und beleidigte mich mit "Sie Pfeife". Äh Hallo? Geht's noch? Und dann noch "damit wir uns nicht wieder missverstehen - Sie buchen das jetzt um". War dann noch eine Stunde damit beschäftigt die 3 Rechnungen rauszusuchen (wovon eine nicht auf Anhieb auffindbar war), umzubuchen, einzuscannen und zu mailen.

Da war ich dann echt wieder völlig fertig und hatte Tränen in den Augen. Zuhause wieder Heulkrämpfe und Übelkeit.

Dann beschloss ich für mich dass ich nur noch heute arbeiten geh und mich am Donnerstag krank schreiben lassen (erstmal vom Allgemeinarzt).

Um kurz vor 4 Uhr nachts wachte ich auf, bekam sofort wieder Herzrasen und musste weinen. In meinem Kopf lauter Sachen die ich noch erledigen sollte. Die letzten 2 Stunden konnte ich dann nicht mehr schlafen, hatte nur noch Angst.

Heute morgen hab ich einfach nur gehofft dass den Tag irgendwie überstehe. Und ja, war okay. Vielleicht weil ich auch immer dachte, morgen biste eh weg.

Nun, da der Tag erträglich war habe ich beschlossen morgen auch noch zu gehen. Dann kann ich noch ein paar angefangene Sachen zu Ende bringen.

Wenn ich das tatsächlich durchziehe, würd ich am Freitag zum Allgemeinarzt gehen.

Ja, ich werde wahrscheinlich eh wieder ein Antidepressivum verschrieben bekommen (bisher hatte ich zuerst Citalopram, dann Venlafaxin).

Klar, Besuch bei der Arbeitsagentur ist geplant. Dass es so einen berufspsychologischen Dienst gibt wusste ich noch gar nicht. Werde dort mal nachfragen. Danke für den Tip. :)^

Silom, ja du hast eigentlich vollkommen Recht. Ich kannte das aus eigener Erfahrung bisher nicht so. Hatte immer den Eindruck, in der Arbeit hat man eh nix melden. Da muss man tun, was einem aufgetragen wird. Das hat sich so eingebrannt, dass ich versuche alle Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, damit ich bloß keinen Ärger provoziere. Und wenn ich das nicht schaffe, bin ich halt zu langsam oder zu schlecht oder zu unstrukturiert - halt definitiv meine Schuld. Wird wohl noch ein hartes Stück Arbeit dieses Denkmuster auszutreiben. :-/

Worüber soll meine Chefin informiert sein? Darüber, dass es mir nicht gut geht oder darüber, dass ich vollkommen überfordert und überlastet bin? (Obwohl ja beides zusammenhängt.) Äh nein, sie weiß nix. Dachte sie merkt das von alleine, wenn ich einige Deadlines nicht einhalten kann oder sie schon zum dritten mal nach einer Sache fragt. Scheinbar nicht...

NVorxdi84


Und dann noch "damit wir uns nicht wieder missverstehen – Sie buchen das jetzt um".

Und was wenn nicht ? Sofern nicht in dem Augenblick oder Heute Morgen ne Prüfung ansteht passiert garnix. Ob dann ein Fehler vom letzten Jahr gestern um 17 Uhr oder heute um 8 Uhr korrigiert wird ist völlig unerheblich. Du bist nichtmehr in der Gastronomie wo sofort 10 Ersatzleute bereit stehen wenn du weg bist.

Dachte sie merkt das von alleine, wenn ich einige Deadlines nicht einhalten kann oder sie schon zum dritten mal nach einer Sache fragt.

Nein, deine Chefin merkt sowas nicht. Die hat im Normalfall selbst Stress und steht massiv unter Druck. Du bist der Firma nichts schuldig aber es ist deine Pflicht, deine Chefin darauf hinzuweisen wenn es zuviel wird. Wenn man sowas sachlich und ernsthaft rüber bringt dann kommt das bei den allermeisten Chefs auch an und die machen sich ihre Gedanken. Dadurch wird natürlich nicht von jetzt auf gleich alles besser aber es ist ein erster Schritt.

M@issPusMixa


Oh Auswanderin...

Da zieht es mir beim Lesen wirklich das Herz zusammen, weil es mich stark an meinen letzten Job erinnert. Überforderung, Beleidigungen... und zum Glück wurde MIR dann mit sofortiger Freistellung zum Ende des nächsten Monats gekündigt, mit irgendeiner schwurbeligen Begründung. Konnte mir in dem Moment das Grinsen nur schwer verkneifen...

:=o

Jedenfalls sagte die Dame von der Arbeitsagentur bei meinem ersten Besuch dort, dass die dort eben dieses relativ neue Angebot mit dem berufspsychologischen Dienst für "Kündigungsopfer" hätten und dass ich bei Interesse meinerseits darauf zurückkommen könnte. Ich fand das wirklich gut und es hat mir tatsächlich sehr geholfen.

Mal ganz abgesehen davon, dass deine Chefin kaum von selbst auf deine Überforderung, etc. aufmerksam wird – selbst ein klärendes Gespräch würde in deiner Situation wohl nicht mehr viel bringen. Dafür haben sich inzwischen beide Seiten wohl schon zu sehr aufgeschaukelt, so dass die Beendigung dieses Arbeitsverhältnisses die einzig sinnvolle Lösung ist / scheint.

Ich kann dir nur wünschen, dass dir der Absprung gelingt und du schnell an einen besseren Job mit einem besseren Umfeld gerätst. Aber sei drauf vorbereitet, dass einen auch tolle Kollegen und Chefs ganz schön aus der Bahn werfen können.

Selbst jetzt, gut zwei Jahre nach der Kündigung, kann ich noch nicht mit dem angenehmen Arbeitsklima umgehen. Es war für mich völlig neu, ohne Angst zur Arbeit gehen zu können und nichts zu befürchten zu haben. Ich war fix und fertig, als ich einen Fehler gemacht habe und mir das ganz ruhig, sachlich und freundlich mitgeteilt wurde. Kein Geschrei, keine (persönlichen) Beleidigungen, einfach nur: "Du hast da den und den Fehler gemacht. Sieh' das bitte nicht als persönlichen Angriff." Kannte ich so nicht. Nach dem ersten Lob meines Chefs wäre ich fast in Tränen ausgebrochen. Und auch die Kollegialität untereinander haut mich immer noch um...

AAuroHrxa


Wieso lässt du dich nicht einfach sofort krank schreiben und schleppst dich da jeden Tag hin? Es kann dir doch dann egal sein, ob du noch offene Sachen da liegen hast. Natürlich hat man bei sowas ein schlechtes Gewissen, aber darüber kommt man ganz schnell hinweg, wenn man erstmal krank geschrieben ist und sich innerlich befreit fühlt :-)

Und der Anruf beim Chef, die Krankmeldung selbst, ist zwar sehr unangenehm, aber auch nur eine Sache von wenigen Minuten und danach ist es vorbei.

BIam"bienxe


@ AUSwanderin @:) *:)

Wie geht es dir in der Zwischenzeit?

Auch ohne Medizin studiert zu haben, merkt man dass du dich gesundheitlich auf ganz dünnem Eis bewegst!

Ich hoffe so sehr, dass du deinen Vorsatz am Freitag (also morgen Früh) zum Arzt zu gehen auch umsetzt.

Bitte geh die nächsten Tage auch zur Arbeitsagentur, (oder ruf an) schilder deine gesundheitliche und berufliche Situation genau so wie du das hier getan hast und frag wie sie dir da raus helfen können? Warst du schon mal arbeitslos? kennst du deine "Kunden-Nummer".

Irgendwie wirst du es schon schaffen diesen ungeliebten Job los zu werden! Hätte nie gedacht, dass ich mal jemand wünsche die Arbeit zu verlieren

Alles Gute und viel Kraft!

:)* :)* :)* :)* :)*

B`ambilene


Wenn du dich krank meldest, bist du nicht verpflichtet anzugeben was du hast.

Ich empfehle dir dich sehr knapp zu fassen, " ich melde mich bis ... XY krank" auf Fragen wie: Was haben Sie denn, antworte "Darüber kann (oder) möchte ich nicht sprechen!" Wie lange werden sie fehlen?

"Das könnte sich hinziehen. Ist noch nicht klar abzusehen!"

Fertig.

Du packst das schon!

@:) :)*

A'USwanzderinx83


Nein, ich hab's noch nicht fertig gebracht. Ich bin heute auch noch normal arbeiten gegangen um noch einige Sachen zu erledigen.

Gestern und heute war es eigentlich soweit okay. So, dass ich mich wieder gefragt hab, ob ich eigentlich noch ganz dicht bin, überhaupt an "einfach nicht mehr hingehen" zu denken. Allerdings weiß ich, dass nur ein ganz minimal kleiner Tropfen genügt um wieder das Fass zum überlaufen zu bringen und ich wieder in die totale Verzweiflung gerate.

Von daher werde ich mich dazu durchringen, mich ab Montag krank zu melden.

Wobei ich mich momentan ganz gut fühle. Vielleicht auch deswegen, weil ich schon irgendwie mit dem Job abgeschlossen habe. Und wenn ich bedenke, dass dieser eine Gruppentherapietag - und ich weiß echt nicht warum - der erste Tag seit bestimmt nem Jahr war, an dem ich mich wirklich gut gefühlt hab und ganz ohne inneren Druck und Angstgefühl. Einen Tag später (Sonntag) war das Gefühl wieder verschwunden. Aber da ist mir der Unterschied erstmal deutlich geworden. Mittlerweile kann ich mich sogar über das schöne Wetter freuen (was mir sonst völlig egal war) und denken, was man alles machen könnte. Und dass ich ganz eventuell sogar noch was mit meinem Leben anfangen kann und noch eventueller vielleicht irgendwann zufrieden sein kann. :-)

Und dann denk ich mir wieder, ich bin ja gar nicht "krank", ich hab gar keinen Grund mich krankschreiben zu lassen, ich stell mich einfach viel zu sehr an. :-/

Ich habe mit meiner Therapeutin gestern darüber gesprochen aber sie ist ganz klar der Meinung, ich solle die "Chance" nutzen, an meiner Konfliktfähigkeit zu arbeiten und daran, endlich für mich und meine Bedürfnisse einzustehen. Sie wünscht sich für mich, dass ich das noch für mein restliches Leben mitnehmen kann.

Jaaa, das wünsch ich mir theoretisch auch, aber muss das genau jetzt sein? Wenn ich schon innerlich verzweifelt bin, brauch ich nicht auch noch lernen mich zu streiten. Das zieht mich dann noch zusätzlich viel mehr runter.

Ich denke, das kann und werde ich schon noch trainieren - aber mit anderen Voraussetzungen.

Nordi84, ja das wäre vielleicht anfangs (vor vielen Monaten - obwohl ich im MA-Gespräch im November schon gesagt hab, dass ne 2. Person hilfreich wäre) die beste Lösung gewesen. Nun ist es leider so, dass ich immense Panik vor jeder Art von Auseinandersetzung habe. Deshalb versuche ich auf biegen und brechen, es dem Vorgesetzten (und allen anderen) Recht zu machen, dass bloß niemand auf die Idee kommt ich wäre faul oder langsam oder unfähig.

Dass die Strategie jetzt nicht so clever ist, weiß ich spätestens jetzt. Und ich nehme mir ganz fest vor, dass ich daran arbeite.

MissusMia, danke für deinen Beitrag. :-) Der berufspsychologische Dienst macht bei "Kündigungsopfern" natürlich Sinn, aber bei den anderen? Naja, ansprechen kann ich das ja mal.

Bambiene, ja ich müsste schon so ne Nummer haben, weil ich mich vor paar Jahren arbeitslos melden musste, als ich für ein Jahr ins Ausland bin. Damit ich nach meiner Rückkehr Anspruch auf ALG1 hatte - das hatte ich dann für knapp 4 Wochen bezogen, weil ich dann gleich wieder zu arbeiten begann.

Ja, aufs Amt geh ich sicher und schilder das denen.

Einen Grund fürs Krankmelden werde ich auch nicht nennen. Sonst fängt das Gerede an und dann weiß bis zum Azubi jeder Bescheid...

Danke an alle für euren Zuspruch!

A2USw&and<erin83


Hallo zusammen,

hier mal ein Update:

ich habe mich tatsächlich durchgerungen, an dem Montag nach meinem letzten Beitrag (also letzte Woche) zum Arzt zu gehen.

Zuerst zum Hausarzt, weil ich den Termin beim Psychiater erst am Mittwoch hatte. Die Hausärztin war supernett und zeigte Verständnis, schrieb mich eine Woche krank. Da fiel mir schon ein riesen Stein vom Herzen. Am Mittwoch war ich dann also beim Facharzt und hab ihr die gesamte Situation geschildert. Zuerst meinte sie, wir sollen nochmal ein AD ausprobieren, jetzt bekomm ich Fluoxetin (20 mg). Ob es sinnvoll ist, weiß ich nicht. Aber vielleicht hilft es ja wirklich, dass ich nicht so häufig in akute Angstzustände gerate (wobei es lt. Packungsbeilage nicht gegen Ängste im speziellen ist).

Die Ärztin hat mich erstmal bis zum 06.06. krank geschrieben und an dem Tag soll ich nochmal kommen und dann sehen wir weiter.

Von einer Reha rät sie ab, weil ich dafür zu jung sei. Bis der Antrag gestellt und vll. genehmigt wird bis zum Beginn und zum Ende würde sehr viel Zeit vergehen. Und in meinem Alter solle man nicht so lange aus dem Berufsleben aussteigen. Ich solle lieber auf Präventionskurse von der KK zurückgreifen.

Meine Chefin hat nur mit einem Einzeiler gefragt, was ich denn habe. Da auf der AU aber der Stempel vom Facharzt drauf ist, wollte ich möglichen Spekulationen vorgreifen und hab ihr eine Mail geschrieben und ihr mitgeteilt was Sache ist.

Gestern bekam ich dann eine offizielle Mail mit der "Einladung" zum betrieblichen Eingliederungsmanagement, mit "Hilfe" des Betriebsarztes. (Im Januar hatte ich wegen einer schweren Entzündung schon 4 Wochen gefehlt und das zählt zu der 6-Wochen-Regelung.) Meine erste Reaktion war Panik. Aber ich habe noch bis Ende des Monats Zeit mich zu entscheiden, ob ich das annehme oder nicht.

Werde ich aber wohl nicht, weil ich dort einfach nur weg will. So viel umgestalten kann man dort gar nicht, dass ich gern hingehen würde.

Gestern hab ich mit dem AA telefoniert und die Dame hat mich gleich als arbeitssuchend aufgenommen und schickt mir Infomaterial und einen Termin fürs Beratungsgespräch zu. Sie meinte, ich soll mir sicherheitshalber vom Arzt ein kurzes Schreiben geben lassen, dass er mir rät, diese Beschäftigung aufzugeben. Erst nach der Kündigung und mit Leistungsbeantragung bekomme ich das Formular, das der Arzt ausfüllen muss. Aber sie meinte, solange ich nachweislich vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses schon in Behandlung war und der Arzt mir dazu rät, hätte ich keine Sperrfrist zu befürchten.

Die Frau war wirklich freundlich und konnte mir die Angst etwas nehmen.

Die größte Belastung momentan ist meine Therapeutin. Gerade jetzt, wo ich sie als moralische Unterstützung bräuchte, ist sie voll "anti" drauf. :-( Sie findet es nicht gut, dass ich einfach weglaufe und "mich hinter einer Krankheit verstecke" und meinte ich würde mir das als positives Beispiel merken und immer wieder so machen. Während der Sitzung durfte ich mir einiges anhören und ich saß schließlich heulend da.

Morgen ist Gruppentherapie und ich habe große Angst, dass ich darauf angesprochen werde und jeder nur auf mir herumhackt und mir das Gefühl gibt, dass diese Entscheidung ein absolutes No-Go war. (Das klang vorher auch schon durch.)

Das ganze fühlt sich momentan irgendwie an wie ein Albtraum, der nicht endet. :-/

H}erlenKaLoxve


Liebe AUSwanderin, da ich in einer ähnlichen Situation bin, kann ich sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich versuche mich derzeit auf meine Möglichkeiten in der Zukunft zu konzentrieren.

Wie sieht es denn bei dir aus? Gibt es da noch andere Berufe, die du dir viell. vorstellen kannst? Das hieße natürlich, dass du eine Umschulung machen musst. Die Möglichkeit, einen Teilzeitjob zu machen, hast du ja schon in Betracht gezogen – gibt es da in deiner Nähe konkrete Stellen?

Schade, dass deine Therapeutin kein Verständnis für dein Problem hat! :°_ Wie ist denn die nun Gruppentherape verlaufen? Gab es da auch Vorwürfe? Von außen ist es ja immer einfach zu sagen "Stell dich doch nicht so an!". Aber du hälst ja jetzt schon 1 ganzes Jahr durch! Wenn dich die Arbeit krank macht, dann würde ich definitiv die Reißleine ziehen.

Ich wünsche dir viel Kraft und Mut für die nächste Zeit :)*

AOUSywand.erixn83


Danke für deine Antwort, HelenaLove.

Eine Umschulung kommt eigentlich nicht in Frage, denn dann bekommt man ja kein volles Gehalt. Und ich muss alleine meinen Lebensunterhalt verdienen.

Da ich in einer Großstadt wohne, sieht es auf dem Arbeitsmarkt gar nicht so übel aus. Weitere Vorstellungsgespräche hatte ich seither aber nicht mehr.

In der Gruppenthera wurde ich glücklicherweise nicht darauf angesprochen - und ich hab von mir aus auch nichts gesagt, weil ich Angst hatte, dass meine Therapeutin wieder Kritik äußert und ich mich dann vor den anderen bloßgestellt fühle.

Aber nach der Stunde hab ich es drei Leuten erzählt, die eher neutral reagiert hatten. Ich denke allerdings, dass ich morgen darauf angesprochen werde.

Mir fällt es sehr schwer wirklich 100%ig hinter dieser Entscheidung zu stehen und dafür die Verantwortung zu übernehmen - weil ich mich viel zu sehr selbst dafür verurteile. :-/ ":/

AKpfGelk'uchxen007


Hallo,

Sie findet es nicht gut, dass ich einfach weglaufe und "mich hinter einer Krankheit verstecke" und meinte ich würde mir das als positives Beispiel merken und immer wieder so machen. Während der Sitzung durfte ich mir einiges anhören und ich saß schließlich heulend da.

Das hört sich gar nicht gut an, ich schicke dir viele :)* :)* :)* . Wahrscheinlich meinte sie das gut und hat sich dann zu direkt oder schroff ausgedrückt.. .

Gibt es nun weitere Fortschritte? Hast du einen anderen Job bekommen?

A>USwandezrin83


Danke dir, Apfelkuchen! :-)

Ja sicher meinte meine Thera es irgendwie gut. In dem Sinne, dass sie sich für mich wünscht dass ich ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Wobei sie letztens schon zugegeben hat, dass sie sich da teilweise wohl im Ton vergriffen hat.

Sie ist ja auch eigentlich echt nett und ich komme gut mit ihr klar. Aber umso mehr trifft es mich wenn ich merke dass sie sich über mich ärgert.

Nein, ich habe noch keinen neuen Job. Habe gerade noch 10 Bewerbungen ausstehen, wovon ich diese Woche 1 Vorstellungsgespräch habe.

Ich hoffe da tut sich bald was.

Ein Gespräch mit einem AA-Berater hatte ich am Freitag und er gab mich als ersten Schritt einen Gesundheitsfragebogen mit, den ich ausfüllen und zurückschicken soll damit die wissen ob die reguläre Arbeitsvermittlung oder die Reha-Abteilung der AA zuständig ist.

Dann kann man besser absehen, welche Maßnahmen ergriffen werden können, auch in Form von Kursen etc.

Und am Freitag hab ich jetzt eh erst nochmal nen Termin beim Doc.

Ansonsten versuche ich mehr an die frische Luft zu gehen und habe wieder mit Sport angefangen. :)z Mir fällt es zwar noch immens schwer mich selbst zu motivieren aber ich will mein Leben endlich wieder in Richtung "lebenswert" lenken.

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