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Süchtiges/ unvernünftiges Verhalten und Zwänge

JQan7x4


Ja, exakt genau so. Hab ich doch geschrieben ;-). Das Thema "Zwangsstörungen" kennst Du doch sicher. Das süchtige, destruktive Verhalten im Kern nix anderes als eine Zwangshandlung. Ein Spannunsgefühl (oder das Gefühl, auf diffuse Art das Falsche zu tun) beim Unterlassen einer selbstschädigenden Verhaltensweise.

u~lsit


Frag mich ansonsten was Leute wie ulst und auch Allardice ab und an mit diesen hochkonstruktiven Beiträgen bezwecken.. wenn EUCH der Faden nix sagt dann schreibt doch einfach nix. meine Güte. :(v :(v :(v

Mir gehts, wie schon geschrieben, um die Fragestellung, ob "Zwangsstörung" nicht bei "Sucht" möglicherweise ein relevanter Faktor ist.

Na dann gute Nacht und such schön weiter, aber da ja kein Beitrag, ausser der von Mollienchen dich anspricht und du dich nicht ausdrücken kannst, was du willst, wird das glaube ich nichts...

E^hemKaliger Nau)tzer (j#15)


Ok.

Aber so gesehen ist "Sucht" ja eine "Zwangshandlung" und umgekehrt....also so richtig verstehe ich noch immer nicht – aber muß ich ja auch nicht ;-)

s&chn:eckex1985


Ich bin da auch recht skeptisch. Zwangsstörungen z.B. sind nur sehr, sehr schwer behandelbar. Süchte dagegen relativ gut.

Eine Zwangsstörung ist meiner Meinung nach eine andere Hausnummer, als diese "Minizwänge". Die habe ich auch, was sehr lästig sein kann.

cwhaoxt


Jahn Zwangsstörung und Sucht. Klar ist das ein Suchtverhalten. Die Sucht etwas unbedingt tun zu müssen. Klar eben der Innere Zwang. Es lässt einen nicht los. Jan74 du kennst deine Antwort schon längst.

JYan7{4


ich frag mich halt – wo so viele Leute es nicht schaffen, ihre schlechten Gewohnheiten abzulegen, obwohl sie es dringend wollen, also mit Rauchen, Saufen, Kaffee, Schoki aufhören, Abnehmen, etc. – was es ist, was es so schwierig macht. Und ob im Rahmen dessen nicht eine bisher vielleicht gar nicht erkannte Zwangsstörung einen ziemlich großen Anteil am Problem haben könnte. Darum gehts mir hier. Dazu müssten sich allerdings vor allem Leute äussern die das selber kennen.

Zumal Zwangsstörungen nach meinen Beobachtungen bei fast allen psychisch angeknacksten Personen (welches ja auch die sind, die dazu neigen, süchtig zu werden) mehr oder weniger stark auch mit an Bord sind, aber meist auf so banalem und wenig Leid verursachendem Niveau, dass sie nicht wahrgenommen/diagnostiziert wird, zumal die anderen Probleme deutlich schwerer wiegen.

Ich hab auch mal als Definition von Sucht "Zwanghafte Verhaltensstörung" gelesen, da ist mir auch aufgefallen dass da immerhin das Z-Wort drin vorkommt.

Vielleicht muss man also, wenn man erfolgreich sein Verhalten ändern will, in Wirklichkeit auch ein (wie auch immer geartete) Therapie einer Zwangsstörung in Betracht ziehen, oder zumindest realisieren, dass so ein Problem vorliegt (und damit immerhin erkennen, WOHER der destruktive Impuls eigentlich kommt).

Eqhe malige\r Nutz:e8r: (#15)


Jan

Zumal Zwangsstörungen nach meinen Beobachtungen bei fast allen psychisch angeknacksten Personen (welches ja auch die sind, die dazu neigen, süchtig zu werden) mehr oder weniger stark auch mit an Bord sind......(...)...

Wie kommst Du darauf?

"Psychisch angeknackst" heißt noch lange nicht zu Zwangsstörungen/Suchtverhalten zu neigen.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Zwangsstörungen und Sucht sind psychische Erkrankungen. Aber nicht jede andere psychische Erkrankung birgt die Gefahr einer Zwangsstörung, eines Suchtverhaltens, in sich.

A;llaMrdicxe


ich frag mich halt – wo so viele Leute es nicht schaffen, ihre schlechten Gewohnheiten abzulegen, obwohl sie es dringend wollen, also mit Rauchen, Saufen, Kaffee, Schoki aufhören, Abnehmen, etc. – was es ist, was es so schwierig macht. Und ob im Rahmen dessen nicht eine bisher vielleicht gar nicht erkannte Zwangsstörung einen ziemlich großen Anteil am Problem haben könnte.

Nein, es ist der bequeme Weg des geringeren Widerstands (gegen sich selbst), die Sucht zu bedienen, anstatt es seinzulassen. Der Mechanismus ist vielleicht sogar derselbe wie bei einer Zwangsstörung, aber da hört es mit meiner Küchenpsychologie auf. Und ja, ich kann durchaus mitreden, ich bin unter anderem genetisch vorbelastet mit einem Suchtverhalten, habe es aber aus meiner Sicht gut im Griff, weil ich mir selbst "Halt" suche, und mir selbst auch geben kann. Klappt nicht immer, aber es ist mit den Jahren weniger selbstzerstörerisch geworden, vom Rauchen mal abgesehen.

shchnkefcke1;9x85


obwohl sie es dringend wollen

Das bezweifle ich. Schau mal an, wie viele Raucherinnen ohne Probleme von einem Tag auf den anderen das Qualmen aufgeben, weil sie schwanger sind ;-) und bei gewissen Angewohnheiten (Rauchen, zu viel essen ect.) gehört es ja gesellschaftlich fast schon zum guten Ton, dass man sich öffentlich vor anderen kasteit, eigentlich aber das Verhalten gar nicht abstellen will.

J7anX74


@ Isabell

Wie kommst Du darauf?

Ich habe mich mit vielen Leuten im Freundeskreis, die psychische Probleme haben, darüber unterhalten und festgestellt, dass bei fast allein eine leichte Zwangsneigung besteht (wohl diese Minizwänge, die Schnecke1985 meint).

Z.B. ist Angststörung und Zwangsstörung wohl sehr eng verwandt und ich habe den Eindruck, dass das fast immer in Kombination auftritt, aber die Dramatik einer Panikattacke (oder von depressiven Verstimmungen etc.) dermassen dominiert, dass der kleine leise Zwang im Hintergrund gar nicht bemerkt wird.

@ Schnecke1985

Ich geh ja auch von mir selber aus, und da ist es halt so. Aus den hier beschriebenen Gründen fällt es mir teilweise enorm schwer, abzunehmen, keinen Kaffee zu unpassender Zeit zu trinken etc. Kann natürlich sein dass ich da ein Einzelfall bin und meine Theorie, dass das durchaus weit verbreitet sein könnte (ohne dass das den Leuten bewusst ist) unzutreffend ist. Aber darum hab ich den Faden ja auch angefangen, um das zu diskutieren.

c:haoxt


Jan74 Wenn es dir hilft es als Zwanghafte Verhaltensstörung auszulegen, als zu sagen ich bin Süchtig, kannst du es gerne so handhaben. Ja Menschen mit Zwängen sind auch gefährdet an typischen Suchterkrankungen zu Erkranken. Ein Mensch der seine Süchte verschleiert, weil er das Suchtverhalten ständig verlagert. Drei Wochen trinkt er. Später nimmt er Sedativa. Den Alkohol benötigt er jetzt nicht mehr, weil das Sedativa übernimmt. Oh er flüchtet sich jetzt in Sex. Sedativa braucht er nicht mehr. Nun verlässt ihn die Freundin er Flüchtet sich in den Fahrrausch auf der Autobahn. Sex braucht er nicht mehr. Die Unerkannte Sucht, da er ja nie lange bei einer Sache bleibt. Zwanghaft flüchtet er von einen ins andere. Die typische Suchtpersönlichkeit aber er hat das Talent seine Zwänge = Süchte zu verlagern. Hilft es dir das Muster zu erkennen. Die Sucht musst du aber Selbst bekämpfen nicht einfach verlagern. Eine Verhaltenstherapie ist dabei nie verkehrt. Wenn es nur so einfach wäre.

JUan>74


Mir fällt z.B. auch auf dass einige Verhaltensweise unter "Sucht" kategorisiert werden können (wenn es um Rotwein geht z.B., also sagen wir mal, psychische Alkoholsucht), andere hingegen nicht (ich bin definitiv nicht Kaffee- oder gar Ess-süchtig). Dennoch trifft dieses Muster auf alle diese Dinge zu. "Zwang" trifft es also viel eher als "Sucht" (in meinem Fall).

Natürlich ist die Motivation, eine derartige Handlung auszuführen, immer komplex, das hier geschilderte ist ja nur ein Aspekt von vielen. Nicht jeder Rotweinrausch kann so begründet werden. Aber es fällt mir halt immer mal wieder auf, wenn ich definitiv nicht WILL. Irgendwas ist da, was sagt, doch, Jan, Du solltest aber besser..

cXha?ot


Nenn es eben Zwang. Das hört sich bei dir schon sehr nach Verlagerung der Zwänge an, die Flucht von den einen Zwang in den nächsten. Klar schwingt da immer die Stimme im Hintergrund mit. Sonnst wär es ja kein Zwang, sondern dein Freier Wille. Ich kenne so was auch ZB hab ich den Zwang Jede Zeitschrift oder Schriftstück durchzulesen oder durchzublättern, aus angst es könnte ein Wichtiges Dokument dazwischen geraden sein. So was kostet mich ach manchmal Tage. Wenn ich es nicht tue bekomme ich Panik. Da könnte es auch mal hilfreich sein seine Zwänge zu vergessen mit Schokolade oder Rotwein. Jetzt bekommt das Belohnungssystem was zum fressen und es tut nicht mehr weh den Stapel Zeitschriften wegzuwerfen. Nur am nächsten Morgen treibt einen die Böse Stimme alles wieder aus der Tonne zu holen, weil etwas wichtiges darunter verborgen sein kann. Sicher ist es bei dir etwas anders, aber ein Muster gibt's da bestimmt auch.

cLhaoxt


Jetzt muss ich auch versuchen zu Schlafen, sonnst könnt es bei mir Morgen auch eng werden.

J=an7x4


dann hoff ich dass der Kaffee kein Fehler war :D

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