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Süchtiges/ unvernünftiges Verhalten und Zwänge

M0oClli9enchexn


Ich versteh Jans Gedanken schon.

Ist auch ein Unterschied, ob man sich eine Zigarette anzündet, weil man Bock (Schmacht) drauf hat (= Sucht), oder ob einem schon der Hals kratzt und der Kopf weh tut und man denkt "scheißegal, irgendwann sterb ich eh" und steckt sich die 50. Fluppe des Tages in den Mund (= so eine Art Zwang, zumindest aber Gleichgültigkeit sich selbst gegenüber, quasi das Bedürfnis sich zu schaden).

Oder wegen dem Kaffee nachts. Man denkt halt nicht "hab ich grad Lust zu", sondern "Leck mich, mir doch wurscht wenn du gleich wach liegst, wen interessiert das schon".

MNolliOenchIexn


Oder auch mit der Schoko: "Dann wirste halt fett und rund. Hab eh schon drei Wochen keinen Sport gemacht."

Es ist, als ob man mit dem unvernünftigen Verhalten der "Wahrheit" endlich näher kommt, dem Versager, der man in Wirklichkeit ist und den man vorher nur kaschiert hat. Das selbstschädigende Verhalten nimmt den Druck, diese Fassade des korrekten Lebens weiter aufrechterhalten zu müssen.

Um sich gleich darauf wieder schlecht zu fühlen - eben weil man ein Versager ist.

Swunntiva


Weiteres Beispiel wäre zu schnell fahren obwohl man genau weiss das die Gefahr, geblitzt zu werden, ziemlich groß ist, usw.

Nochmal: Trotz? Wenn schon zwanghaft, dann dieser …

Ich glaube, dass Deine "Zwangsgedanken" aus einem Widerstand herrühren, dass Du damit über Dich selbst bestimmen willst. Dass Du Dich trotzdem wie ferngesteuert fühlen kannst, scheint mir kein Widerspruch zu sein.

cnhaoxt


Jahn74 Der Kaffee Zu später Stunde war kein Fehler. Ich konnte gut schlafen trotz Kaffee. So lange wirkt bei mir Kaffee nicht. Es gibt auch Möglichkeiten den schlaf nachzuhelfen. Ein Paar tropfen vom Atosil mit etwas Wasser. Die aufputschende Wirkung des Kaffees ist so leicht wieder aufgehoben. Bei mir hat es geholfen.

J@aIn74


@ mollienchen

Ich glaube, was dem was Du schreibst nahekommt, ist der Aspekt "Sicherheit". Was den Kaffee betrifft, die Unsicherheit "werde ich wohl schlafen können" vs. der Sicherheit "ich werde eh wach liegen". Entspannt auch irgendwie. Erfolg ist unsicher und erzeugt Druck, ist anstrengend etc. Scheitern gibt Entspannung und Sicherheit.

Trotz mag da auch ein Motiv sein. ich glaube die motivationslage ist ziemlich komplex. Ich hab aber wirklich Dinge getan die mich für Jahre ziemlich geschädigt und im Leben zurückgeworfen haben, es ist kein triviales Problem. und dann frag ich mich "warum bin ich eigentlich so dämlich!?".

S5unni*va


Du redest auch nicht mit jeder, wie? ;-)

ToestrARHP


@ Jan74

Nur wenn ich leide bin ich wertvoll.

Das ist ganz klar ein depressiver Leitsatz, sowas bekommen viele schon in früher Jugend eingebimmst.

Man kann aber was dagegen tun, in dem man sich fragt:

Wer sagt das?

Stimmt es überhaupt?

(wenn ja,warum, wenn nein, warum?

Ist dieser Satz für mich noch aktuell und gültig?

(Wenn ja, warum, wenn nein, warum?)

Wenn man diesen Leitsatz im Hinterkopf hat, ists natürlich falsch, wenn man sich was Gutes tut und es dann auch noch geniesst.

am 2. Teil des Satzes könntest du auch mal auf o.g. Art ackern:

Warum bist du denn durch Leiden wertvoll und vor allem: für wen? Wer profitiert davon, dass du leidest? In welcher Weise genau?

Wer hat denen erlaubt, von deinem Leiden zu profitieren?

WER findet es noch ausser dem Urheber deines Leitsatzes wertvoll, wenn du leidest?

Warum? Ist das korrekt, logisch begründbar und qualifiziert, dass es so ist?

Aufdie Art kannst du sicherlich eine MengeDruck aus der Materie nehmen und dichbesser fühlen.

Zwänge sind immer Grübeln, und vermutlich zerbrichst du dir über diesen Leitsatz schon seit längerer Zeit den Kopf.

Versuchs mal auf diese Art, und guck dir dann genau an, welche Gedanken für dich dabei herauskommen.

Die kannst du garantiert "entschärfen", d. h. ihnen den Wind aus denSegeln nehmen und sie durch angemessene Sachen ersetzen.

Den Trick hab ich mal in ein er Verhaltenstherapie gelernt und konnte damit für mich viel erreichen. Ich bin auch ein bisschen zwanghaft und hab ein paar Depressionen :=o .

Viel Erfolg :)* :)* :)*

M7ollWieOnchen


@ Jan74

Scheitern gibt Entspannung und Sicherheit.

Genau. Weil es für einen Versager wie mich (so sagt es die Stimme in mir) eh die gewohnte Gefühlslage ist.


Hab vorhin nach langem inneren qualvollen Kampf übrigens wieder eine halbe Packung Kekse in mich reingestopft. That sucks. :(v >:(

Juan 74


@ Sunniva

Nein, tu ich nicht, aber Du gehörst nicht zu denen mit denen ich nicht rede ;-). Ich hab nur wenig Zeit gehabt und wusste nicht so recht was ich dazu sagen soll (ausser "ja, kann auch ein Aspekt sein"). Mir ist ja im Grunde klar woher diese Zwangsgedanken kommen und welche elterlichen Prägungen dahinter stehen.

Ich sehe z.B. bei mollienchen ja Zustimmung zu genau diesen Dingen, und wie ich von anderer Stelle weiss, sind bei uns auch die elterlichen und sonstigen psychologischen Hintergründe relativ ähnlich. Aber den meisten Leuten hier scheint es halt doch anders zu gehen. Vermutlich schwierig das nachzuvollziehen wenn man das nicht selber so erlebt hat.

@ TestARHP

Naja, der "depressive Leitsatz" ist Auswirkung des elterlichen (narzisstisch-egozentrisch-missbräuchlichen, aber Du kennst mich ja auch von anderer Stelle) Systems, und man kann die Dinge natürlich rational so hinterfragen und analysieren wie Du es beschreibst, allerdings sind es so tiefsitzende "Programmierungen", dass das alles wenig gegen im Hintergrund ablaufende Automatismen hilft. Wenn man das so rational-verhaltenstherapeutisch anpackt, kann man gewisse Fortschritte erzielen (wenn man es nicht tut, kann man keine erzielen), aber dass das auch nur ein Teilerfolg ist, wirst Du vermutlich aus eigener Erfahrung wissen ;-).

Tjo, und gerade Zwangsstörungen sind ja nun bekanntlich sehr schwer therapeutisch in den Griff zu bekommen. Ich bin relativ froh dass sich das bei mir alles auf halbwegs moderatem Niveau befindet (Halt auch weitgehend nur diese "Minizwänge"). Aber die Lage ist glasklar, wie das alles zusammenhängt.

Allerdings wird das gerade schon wieder ein "Jan und seine Eltern"-Faden, und das muss ja nicht sein. Würde mir nach wie vor wünschen dass mehr "Suchtis" hier was dazu sagen, ob sie sowas auch kennen.

SWuwnnivxa


Ok, Jan. :-)

Nun, ich bin selbst ein Suchti, wenn auch nicht in Bezug auf Alkohol. Von daher bin ich ziemlich überzeugt, dass alle Suchtis eine Problemverarbeitungsstörung haben, die aber auf unterschiedlichen Hintergründen fußt. Bei dem einen mag sie in der Persönlichkeit liegen, die natürlich wieder aus dem Elternhaus resultiert – bei dem anderen in einem falsch erlernten Umgang mit Gefühlen und anderes.

Schwierig, das Ganze auf einen einzigen Nenner zu bringen – obwohl natürlich Ähnlichkeiten da sind.

TcestALRHP


@ Jan74

dass das auch nur ein Teilerfolg ist, wirst Du vermutlich aus eigener Erfahrung wissen

Das stimmt, aber ein Teilerfolg ist mir allemal lieber als gar keiner. Wenn du denkst: och, das ist ja bloss ein Teilerfolg :-| dann scheinst du einen zweiten zwanghaft/depressiven Leitsatz zu haben: "Alles oder nichts!"

Da die Chance auf "alles" aber seeeeehr gering ist, speist du dich damit allein schon mit einem "nichts" ab und hupps! Sitzt du wieder in der Versagerfalle.

Allein, Depressionen machen einen auch schnellstens zum Versager, wenn auch nur ein winziges Pixelchen des Erfolges schief sitzt.

Prima, da hast du dir aber eine tolle neue Stereoanlage geholt, sieht klasse aus, funktioniert super und klingt bombastisch!

AAAABER da fehlt ja dies und das Teilchen ... und schwupp! ist die ganze wunderbare Anlage- Schrott.

Ein einziges ABER macht die ganze Freude zunichte.

Das rationale Analysieren und Ersetzen durch was wirklich Angemessenes und Hilfreiches ist für mich eine lebenslange Übungsgelegenheit, es hört wirklich nie auf. Ich hab aber schon echt Fortschritte gemacht und bin heute wesentlich entspannter und fühl mich sehr viel besser.

einfach ists nicht. Man hat immer wieder Widerstände dagegen. Wenn man versucht, gegen diesen innerlichen Drang, sich falsch zu verhalten, zu wehren und bewusst was anderes zu tun und zu denken, dann muss man die dabei entstehenden Spannungen immer wieder aushalten.

Ich hab mich dran gewöhnt, dass das so ist und tue es trotzdem immer wieder.

Es verhilft mir ja am Ende wieder zu mehr Wohlbefinden, und darum gehts mir doch auch!

*:) *:)

KGlbe$ixo


Und vor allem finde ich den Aspekt interessant, inwieweit man eine Sucht, die ja auch nichts anderes ist als ein zwanghaft selbstschädigendes Verhalten, hier einordnen kann. Vielleicht ist da "Zwangsstörung" bei einigen Leuten deutlich relevanter als Aspekt, als den Leuten selber bewusst ist. Also, darum gehts mir hier in dem Faden eigentlich eher. Dazu müssten sich aber andere Süchtis äussern. Was mollienchen mit der Schokolade schreibt passt z.B. sehr in diesen Kontext.

Ich habe eine Menge Erfahrung mit Sucht, aber keine Ahnung von Zwangsstörungen und habe in meinen Süchten auch nie eine Zwangshandlung gesehen.

Ja, exakt genau so. Hab ich doch geschrieben . Das Thema "Zwangsstörungen" kennst Du doch sicher. Das süchtige, destruktive Verhalten im Kern nix anderes als eine Zwangshandlung. Ein Spannunsgefühl (oder das Gefühl, auf diffuse Art das Falsche zu tun) beim Unterlassen einer selbstschädigenden Verhaltensweise.

Ich sehe da keinen Zusammenhang. Zwang heißt ja, wenn ich den Zwang verspüre, dann muss ich es tun – jetzt. Ob ich jetzt eine Zigarette rauche oder in einer Stunde – das ist mir so ziemlich egal.

ich frag mich halt – wo so viele Leute es nicht schaffen, ihre schlechten Gewohnheiten abzulegen, obwohl sie es dringend wollen, also mit Rauchen, Saufen, Kaffee, Schoki aufhören, Abnehmen, etc. – was es ist, was es so schwierig macht. Und ob im Rahmen dessen nicht eine bisher vielleicht gar nicht erkannte Zwangsstörung einen ziemlich großen Anteil am Problem haben könnte. Darum gehts mir hier. Dazu müssten sich allerdings vor allem Leute äussern die das selber kennen.

Für mich ist das die einfachste Sache der Welt – ich will rauchen oder will es nicht, ich will Schokolade essen oder nicht. Ganz einfach. Solche Süchte sind ja eine Belohnung und nicht aus einem Zwang heraus. Ich tue mir damit ja etwas Gutes aus meiner Sicht heraus.

Vielleicht muss man also, wenn man erfolgreich sein Verhalten ändern will, in Wirklichkeit auch ein (wie auch immer geartete) Therapie einer Zwangsstörung in Betracht ziehen, oder zumindest realisieren, dass so ein Problem vorliegt (und damit immerhin erkennen, WOHER der destruktive Impuls eigentlich kommt).

Bei mir hat gereicht, dass ich meine Einstellung geändert habe. Allerdings habe ich sie auch nicht als schlechte Gewohnheiten angesehen. Wenn ich sie eben als schlecht gesehen habe, dann habe ich damit aufgehört. Ich rauche z. B. am WE – durch, weil ich zu Hause rauche. Wenn ich arbeite, gehe ich je nach Arbeitsaufwand eine rauchen. Wenn ich auf Geschäftsreise bin – rauche ich je nachdem, wie lange die Reise dauert nicht, ich Möglichkeiten habe – letzter Heimflug über 12 Stunden. Kein Problem. Zwang – hätte ja bedeutet, dass ich mich irgendwo auf eine Toilette verziehe oder keine Ahnung, damit ich 3 Züge machen kann, oder so.

K}le0ixo


Denn: was hat man denn vom Leben, wenn man immer nur vernünftig ist? Darum sagt dir die innere Stimme, es sei falsch, jetzt nicht noch mehr Bratkartoffeln zu mampfen, noch mehr zu rauchen, zu trinken etc- weil du ja dann eine Menge Genuss verpassen könntest, und die Zeit vergeht dabei! Die kann man nicht zurückholen.

Ich sehe vernünftig jetzt nicht als erstrebenswerter an als unvernünftige Dinge. Es geht mir um meine Bedürfnisse und manchmal könnte ich diese unter "vernünftig" kategorisieren und manchmal als "unvernünftig". Aber weder das eine noch das andere spielt eine Rolle. Es geht darum, wonach mir ist und ob es unter meinen Kriterien vernünftig ist oder nicht und das bedeutet dann, sich mal eine Nacht um die Ohren zu schlagen, am nächsten Tag nicht wirklich die Arbeit zu sehen und es trotzdem zu tun. Vernunft ist nicht jedermanns Kriterium, schon gar nicht, wenn es nicht die eigenen ist, sondern das einem von außen zugetragen wird. Na, wen juckt’s ob es für andere vernünftig ist oder nicht, was ich tue. Klar weiß ich, was mir vielleicht gesundheitlich schadet und was nicht, aber ich stelle mir bei einem Bissen nicht die Frage, ob das gesund ist. Das weiß ich ja. Es schmeckt. Ich kenne Sucht, aber ich habe sie nicht als Zwang gesehen. Es ist meine Entscheidung, was ich will und wenn ich etwas nicht will, dann lasse ich es. Könnte natürlich bedeuten, dass ich erst lernen muss es zu wollen. ]:D

D<ie SLeherixn


Ich habe soviel Verantwortung und Verpflichtungen in meinem Leben tragen müssen und muß es noch, dass ich ...einfach Dinge brauche, die eben allgemeinhin als "unvernünftig" gelten.

diese erklärung von Isabell finde ich wunderbar und für mich passend!

für mich bedeutet meine unvernunft einfach: das pralle leben :-D

ja, ich rauche zuviel, aber ich genieße die gespräche in der raucherecke!

ja, ich schlafe zuwenig, aber eine durchquatschte nacht mit meinem mann ist phantastisch und dann bin ich halt unausgeschafen!

ja, manchmal trinke ich zuviel, aber wenn es so lecker war und deswegen der abend chaotischer geworden ist – tja mei!

ja, manchmal lasse ich alles stehen und liegen und höre mit der arbeit auf und kaufe mir irgendwas, was ich nicht brauche von geld, was ich nicht habe – ja und? bisher habe ich allen verpflichtungen irgendwie nachkommen können.

grenzen ziehe ich für mich selber nicht – erst, wenn ich damit jemand anderem schaden zufügen könnte!

Cvinder]ellax68


@ Jan74

So, ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber:

ich frag mich halt – wo so viele Leute es nicht schaffen, ihre schlechten Gewohnheiten abzulegen, obwohl sie es dringend wollen, also mit Rauchen, Saufen, Kaffee, Schoki aufhören, Abnehmen, etc. – was es ist, was es so schwierig macht. Und ob im Rahmen dessen nicht eine bisher vielleicht gar nicht erkannte Zwangsstörung einen ziemlich großen Anteil am Problem haben könnte. Darum gehts mir hier. Dazu müssten sich allerdings vor allem Leute äussern die das selber kennen.

Ja hier! *meld* Kenn ich verdammt gut.

Für mich (! wohlgemerkt) gehören Sucht und Zwang in die gleiche Schublade.

Beispielsweise habe ich vor vielen, vielen Jahren über einige Jahre hinweg ziemlich viel getrunken. Nicht, dass ich ständig sturzbesoffen war, nein, eigentlich nie, aber eine Flasche Wein abends war so das übliche. Schmeckte mir und gehörte dazu. Bis ich dann versuchte, das mal einzuschränken. War unerwartet schwierig ..... OBWOHL ich an dem Abend gar keinen Appetit auf Wein hatte, es auch nur ein Leberwurstbrot gab und kein tolles Abendessen, ich nicht was besonderes machte oder sonstwas .... beschlich mich einfach ein zwanghaftes Gefühl. So eine fürchterliche Unruhe, das dann, wenn ich einfach ohne Wein ins Bett gehe, irgendwas nicht "in Ordnung" ist, nicht so wie sonst, und zwar so unangenehm, dass ich dann nur wegen dieses bekloppten Gefühls eine Weinflasche entkorkte. (Du hast es zuvor auch so beschrieben, als sei die "kosmische Ordnung" gestört – ich weiß, was du meinst.)

Zum Glück (muss ich fast sagen) bekam ich dann einen schweren Infekt, der mich ins Krankenhaus beförderte. Das Zwanghafte war damit vom Tisch. Heute trink ich immer noch gern Wein, verzichte aber oft genug drauf, weil mir Alkohol gar nicht mehr bekommt (ich reagier darauf am nächsten Tag mit Depressionen, Angstzuständen und allem möglichen tralala – evtl Spätfolge der langen Sauferei .... die Neurotransmitter funktionieren wohl nicht mehr ganz so, wie sie sollten).

Oder die Raucherei. Löste mit 16 meine Schokoladensucht ab. Trotz massiver körperlicher Beschwerden hat das mit dem Aufhören immer noch nicht hingehauen. Und am schwierigsten wird's, wenn es mir durch die Raucherei sowieso gerade körperlich mies geht. Jetzt könnte man sagen: ok, rauchen hat eine Trostfunktion, paradox und dramatisch in diesem Zusammenhang, und das mit dem Dopamin durch Nikotin ist sowieso nicht von der Hand zu weisen. Aber es ist mehr als das. Das merke ich, wenn ich gerade dort, wo ich eigentlich NICHT rauchen darf, besonders viel rauche. Geradezu zwanghaft.

Davon abgesehen: Aber auch hier, wie früher beim Alk, überfällt mich ein fast unerträglich beängstigendes Gefühl, wenn ich versuche (zum 3.864. Mal), eben mal morgens NICHT gleich zu rauchen. (Und ich grenz das ganz klar ab von dem Gefühl des Suchtdrucks – wie zB nach 6 Stunden Zugfahrt oder ähnlichem.)

Ich sitz dann am Küchentisch, unfähig zu irgendwelchen normalen Handlungen und fühl mich immer komischer. Bin ich das noch? Wieso rauche ich nicht? Was passiert hier? Dreht sich die Welt noch? Ehe ich dann den Verstand verliere, steck ich mir eine an – und fühl mich beschissen. (Das kennt man ja wenigstens, hehe ....)

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