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Süchtiges/ unvernünftiges Verhalten und Zwänge

M\orllinencxhen


@ Jan74

mal einer der seltenen Momente wo ich Dir widerspreche. Ich glaube nicht dass Sucht zu Zwang wird und umgekehrt. Es gibt einfach beides, unabhängig voneinander. Dann gilt es, herauszufinden, wieviel Anteil jeder der Faktoren an dem Verhalten, welches einen stört, hat.

Ich hab vorhin auch noch mal darüber nachgedacht, und bin auch zu dem Ergebnis gekommen. Sucht und Zwang können sich zwar in einer "süchtigen" Handlung vereinen (z.B. rauchen), aber es gibt ja auch Zwänge, die mit Sucht nach irgendeiner Substanz gar nichts zu tun haben. Wenn Sucht und Zwang zusammen in einer Sache existieren (eben wie rauchen), bleiben es trotzdem zwei verschiedene Sachen.

S9uinnivxa


Jan

Ist doch offensichtlich, was das bringt.. wenn man ein selbstschädigendes Verhalten hat, welches man eigentlich nicht will, aber es nicht schafft, es zu unterlassen, dann ist es doch notwendig, zu wissen, woran das liegt. Und wenn man sich einer (psychischen) Sucht dann mit den therapeutischen Mitteln einer Suchtbehandlung nähert, ist es kein Wunder, wenn das keinen Erfolg hat, weil das eigentliche Problem, was dem Verhalten zugrunde liegt, eine Zwangsmeise ist. Von daher, durchaus relevant, sich dessen erstmal bewusst zu werden.

Hm. Mit der Einordnung als Zwang wird, finde ich, noch einmal "einer draufgelegt". Sucht wäre schon zwingend, Zwang zwingt per definitionem.

Das Muster der Sucht ist auf jeden Fall zu durchbrechen, erwiesenermaßen durch Therapie. Dem Zwang ist sicherlich (noch) schwieriger beizukommen. Mich selbst hätte ich mit der Einordnung meines Suchtverhaltens unter Zwängen selbst gehandicapt, weil bei mir das Gefühl entstanden wäre, gegen Zwang lässt sich ja kaum etwas machen. Keine Ahnung, ob ich es damit dann trotzdem geschafft hätte. Für mich wäre diese Zuordnung eher nicht nützlich gewesen.

Ich kann hier natürlich nur für mich reden.

J'arnx74


Hast Du denn überhaupt auch Zwänge und weisst wie sich das anfühlt?

Und wonach warst/bist Du süchtig, wenn man fragen darf?

Ich, für mich redend, stelle einen gewaltigen Unterschied fest. Die zwangsmotivierte Handlung kommt aus einer völlig anderen Ecke der Psyche und man muss dem auch völlig anders begegnen. Man "setzt nicht einen drauf", es ist einfach was vollkommen anderes.

@ mollienchen

Ich denke, das kommt oft deswegen im Kombination, weil sowohl Zwänge als auch Süchte bei Personen, die psychisch angeknackst sind, anzutreffen sind. Die Prädisposition für das eine ist automatisch auch die für das andere.

cLhaoxt


jan74 du machst dir die Sache auch total schwer. Jedenfalls hast du auch ziemlich idiotische Gedanken. Das kenn ich von mir auch. Ich denke auch, das sucht und Zwang sich gegenseitig beeinflussen. Meinst du wirklich, wenn eine Suchttherapie gescheitert ist, dann Solde es eben mit einer Zwangsstörung erledigt sein. Die Sucht ist deshalb trotzdem noch da. Also ist es letztendlich auch schnuppe ob es ein Zwang ist oder eine Sucht. Was bedeutet das jetzt für dich? Das es anders therapiert werden soll? Jahn ich weis was Zwang ist. Ob Zwang oder Sucht, beides ist beschissen.

Keleio


Ist doch offensichtlich, was das bringt.. wenn man ein selbstschädigendes Verhalten hat, welches man eigentlich nicht will, aber es nicht schafft, es zu unterlassen, dann ist es doch notwendig, zu wissen, woran das liegt. Und wenn man sich einer (psychischen) Sucht dann mit den therapeutischen Mitteln einer Suchtbehandlung nähert, ist es kein Wunder, wenn das keinen Erfolg hat, weil das eigentliche Problem, was dem Verhalten zugrunde liegt, eine Zwangsmeise ist. Von daher, durchaus relevant, sich dessen erstmal bewusst zu werden.

Das sehe ich anders. Es ist für mich völlig gleichgültig, was das Kind für einen Namen hat. Wenn ich in therapeutischer Behandlung bin, dann gibt es eine fachliche Definition, die mit meiner subjektiven Ansicht nicht unbedingt übereinstimmen muss. Also völlig irrelevant. Deswegen mag es zwar nett sein, sich laienhaft mit der Definition auszutauschen, aber fachlich hat das aus meiner Sicht keinerlei Aussagekraft. Wäre doch sicher leichter nachzulesen. Es könnte sogar eher schädigend sein, wenn der Patient versucht dem Therapeuten eine Diagnose aufzudrängen bzw. er seiner Genesung durch irgendwelche Vorurteile im Weg sthet.

JGan7x4


chaot, das sind keine idiotischen Gedanken. Es ist nur offenbar so dass nur Leute, die das selber kennen, so nachvollziehen können. Das weise ich wirklich von mir. Und mit "schwer machen" hat das auch gar nix zu tun.

kleio, das ist doch Unsinn. Man kann nur dann etwas behandeln wenn man auch weiss, was man behandeln muss. Wenn ich schnupfe und niese, dann ist es durchaus relevant, ob das vom Heuschnupfen kommt oder von einer schweren Virusgrippe, die Behandlung unterscheidet sich ja doch ein klein wenig. Wenn ich mir alle 3 Tage die Birne mit Rotwein zudröhn, kann man das nicht unter dem Aspekt "Alkoholsucht" behandeln, wenn der Impuls, der zum Trinken des ersten Glases führt, in Wirklichkeit ein Zwangsimpuls ist.. und wenn das der Fall ist, und dem Betroffenen das gar nicht klar ist, ist das sicherlich der Heilung nicht gerade förderlich.

cQhaoxt


Wenn du das Problem erkannt hast, dann such dir doch einen Therapeuten der das behandelt. Wo liegt jetzt das Problem?

Jeanx74


Hm, das ist doch ein ganz anderer Aspekt. Das hab ich doch alles längst.

cehao|t


Der punkt ist das du dein Fehlverhalten willentlich ablegen musst. Das ist beim Zwang nicht anders als wie bei der Sucht.

Jxan7x4


Und – was ich grad noch zu Dir gedacht hab – hör doch endlich mal auf, Dich (und mich) dauernd niederzumachen. Nur weil man Ideen hat (und schreibt) die teilweise anecken heisst das doch nicht dass die "komisch", "dumm", "idiotisch". Das schreibst Du über Deine eigenen Beiträge in letzter Zeit auffallend oft. Was soll denn das? Ist doch völlig ok wenn man mal um die Ecke denkt.

crhaxot


Was willst du eigentlich wissen?

J\anx74


Na das was ich hier des öfteren geschrieben hab.

Jzanx74


Der punkt ist das du dein Fehlverhalten willentlich ablegen musst. Das ist beim Zwang nicht anders als wie bei der Sucht.

Ja, natürlich. Aber nur dadurch verschwindet es nicht, sondern man verspürt Widerstände, gegen die man an ist.

Und das ist viel einfacher, wenn man den Widerstand einordnen kann. Das ist ja nicht nur eine These sondern ich erlebe es ständig selber. Wenn ich weiss, dass der Drang/Impuls etwas zu tun, aus der Zwangs-Ecke kommt, kann ich dem entsprechend begegnen und es fällt mir viel einfacher, als wenn ich das nicht weiss, und nur "diffus Widerstand, 'es ist schwierig'" empfinde.

cCha@ot


Jahn ich freu mich über das Kompliment. Offensichtlich hab ich aber auch eine Persönlichkeitsstörung, Depression .... Ich find den Zustand aber nicht cool. Was offensichtlich ist das ich eine Andere Wahrnehmung habe. Um die Ecke denken kann auch kontraproduktiv sein. Zufällig hab ich auch mal Klare Gedanken. Ich will dich nicht nieder machen. Ich bin selbst nicht besser als du. Mir ist auch schnuppe wie und wo ich mich in die Hand geschnitten habe. Die wunde muss trotzdem Verbunden werden. Ja richtig, das Trauma muss auch noch behandelt werden. Da hat auch keiner was dagegen.

Jeanx74


Ich bin selbst nicht besser als du

aber wir sind doch gar nicht schlecht!

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