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Süchtiges/ unvernünftiges Verhalten und Zwänge

c@haxot


Bei einer Sucht verspürt man auch Wiederstände. Degen musst du ankämpfen.

J|an774


aber ANDERE!!!!

c~haoxt


Es sind andere Symptome. Gut ja. Ist schwierig. Ich hab ja auch Zwänge. Ich weis nur, dass die Zwänge durch Ersatz unterdrückt werden können. Auch durch suchterzeugende mittel können unerwünschte Wiederstände unterdrückt werden. Du bist eben Süchtig dich absichtlich in eine Gefahrensituation zu begeben. könnte so gesehen werden. Offensichtlich passiert da was in deinen Kopf. Genau zu wissen das es dir anschließend Schlecht geht. Aber wärend du die Handlung ausübst geht es dir erst mal gut, dann kippt es und es wird schlecht. Ich denk schon, das es wie Suchtverhalten ist. Es wird nur anders verlagert.

cDhaxot


Wie ein Adrenalin Kick. Auch eine Generalisierte Angststörung könnte man als Sucht nach Panik. Irgendwie braucht der Körper das. Das hört sich jetzt blöd an, unbewusst sucht der Angsterkrankte den Panikzustand. Das ist jetzt so ein um die Ecke denken von mir. das muss nicht stimmen. Die Neurotransmieter werden ständig Überstimuliert. Irgendwie so ähnlich könnte das ablaufen.

S'un7niXva


Ich, für mich redend, stelle einen gewaltigen Unterschied fest. Die zwangsmotivierte Handlung kommt aus einer völlig anderen Ecke der Psyche und man muss dem auch völlig anders begegnen. Man "setzt nicht einen drauf", es ist einfach was vollkommen anderes.

Das meinte ich nicht, Jan.

Ich meinte, Im Vorfeld bei der Überlegung, wie man das Problem angehen kann, setzt man einen drauf, wenn man außer Sucht auch noch Zwang impliziert, ob mit oder ohne Berechtigung.

Sucht = schlimm

Zwang = schlimmer

also doppelt schlimm und in der Vorstellung noch schwerer zu überwinden. Man baut sich damit eine riesige Hürde auf, allein in Gedanken schon.

Das wollte ich sagen. Aber wenn es für Dich absurd klingt – okay. *:)

Squn2ni7vxa


Es gibt einen anderen gerade aktuellen Faden, darüber, welche Macht die Gedanken, die wir uns über etwas machen, ausüben können. In diese Richtung gingen hier meine Stellungnahmen; sie hatten also eigentlich nur indirekt mit Deiner Grundsatzfrage zu tun.

T[ensutZARHxP


@ Jan74

Sucht und Zwang haben eine Gemeinsamkeit:

die Belohnung für ein Verhalten.

Sucht: Der Konsum von bestimmten Subsanzen incl. Zucker! und das süchtige Ausüben einer bestimmten Handlung (z.B. Glücksspiel, Arbeit, Kaufen, Sammeln, Sex/Beziehungen, Aufräumen, Sortieren, Internetdaddeln, sonstige Medien )

sorgen für Erleicherung durch Stressminderung und somit für Wohlbefinden- wenn auch nur kurz. Aber intensiv, und daher will man das wiederholen und landet dann in der Sucht.

Zwang: Es entsteht aufgrund bestimmter Lernprozesse der starke Drang, eine Handlung unbedingt auszuführen. Man befürchtet, dass es ein Unglück geben könnte, wenn man es nicht tut. Händewaschen, Kontrollieren, Putzen, Zählen, alles in bestimmter Reihenfolge tun müssen etc)

Die Gemeinsamkeit beider Sachen ist die Belohnung: Das Gehirn schüttet bei der Ausführung von Zwangshandlungen Serotonin aus. Man ist erleichtert und für kurze Zeit vom Stress befreit, bis sich neuer Zwangsdruck aufgebaut hat.

Bei der Sucht sorgen die konsumierten Substanzen für die "Belohnung".

Da man die Belohnung steigern will, steigert man die Frequenz des Konsums bzw. der zwanghaften Handlungen.

Wenn man das irgendwann nicht mehr ohne Entzugserscheinungen bzw. Panik abstellen kann, ist man süchtig bzw. hat seine Zwänge nicht mehr unter Kontrolle.

Die Belohnung ist der Knackpunkt und die passiert im Gehirn.

Ich glaube, der Widerstand gegen das Unterbrechen süchtiger und zwanghafter Handlungen ist ein eine diffuse Angst: Was mach ich, wenn ich beim Aufhören mit dem Konsum GAR kein Wohlbefinden mehr habe? Dann leide ich ja NUR noch!

Oder was passiert wenn ich mal NICHT kontrolliere, putze, was weiss ich? au weia, dan nhab ich garantiert doch einen Fehler gemacht und dann passiert garantiert was Schreckliches, Unangenehmes, Peinliches... :-o

Um das zu vermeiden, konsumiere ich schnell wieder was oder führe die Zwangshandlung durch, noch bevor ich wirklich vollständig über das Ganze nachgedacht habe und uff! schon gehts mir besser.

Es ist viel bequemer, als sich über die Panik- und Suchtdruckschwelle hinwegzurappeln, es kostet weniger psychische Anstrengung. Die Anstrengung, sich die Substanz zu holen und zu konsumieren oder das Zwangsverhalten auszuüben, kennt man ja, da weiss man, was einen erwartet:die BELOHNUNG!

Zwänge und Süchte sind ein lebenslanges Problem, da muss man immer auf sich selbst aufpassen,fürchte ich.

*:) *:)

K4le^io


Jan74

kleio, das ist doch Unsinn. Man kann nur dann etwas behandeln wenn man auch weiss, was man behandeln muss. Wenn ich schnupfe und niese, dann ist es durchaus relevant, ob das vom Heuschnupfen kommt oder von einer schweren Virusgrippe, die Behandlung unterscheidet sich ja doch ein klein wenig. Wenn ich mir alle 3 Tage die Birne mit Rotwein zudröhn, kann man das nicht unter dem Aspekt "Alkoholsucht" behandeln, wenn der Impuls, der zum Trinken des ersten Glases führt, in Wirklichkeit ein Zwangsimpuls ist.. und wenn das der Fall ist, und dem Betroffenen das gar nicht klar ist, ist das sicherlich der Heilung nicht gerade förderlich.

Interessant. Du schreibst, es ist Unsinn, was ich geschrieben habe und wiederholst dasselbe? Du behandelst Dich doch nicht, sondern eben der Fachmann und der weißt das und hat keine eigene subjektive Definition – er ist vom Fach, benutz die entsprechende Terminologie und jeder andere vom Fach, wie diese gleich definieren. Unabhängig davon, ob nun der, der sich die Birne weggeknallt hat subjektiv genauso definiert oder nicht oder vielleicht ein bisschen Fachwissen hat.

SeunvnivYa


Zwänge und Süchte sind ein lebenslanges Problem, da muss man immer auf sich selbst aufpassen,fürchte ich.

*:)

Dafür spricht auch die sogenannte Suchtverlagerung. D.h. bewältigt man eine Sucht, geht man über zur nächsten gewohnheitsmäßigen, zwanghaft erscheinenden Handlung.

Liegt aber der Unterschied nicht darin, dass man das Denken verändert – muss ich trotzdem noch einmal rückfragen? Aus der Sucht kommt man therapeutisch doch besser raus als aus den Zwängen. Oder liege ich hier falsch.

J;an7x4


@ chaot

Diese Thesen von Dir finde ich in der Tat wirklich zu schräg. Das sehe ich nicht so.

@ Sunniva

Findest DU "Zwang" schlimmer als "Sucht"? Geht mir gar nicht so, eher im Gegenteil.. abgesehen davon kann man sichs eh nicht aussuchen, es ist ja wies ist. Ich empfinde das auch nicht als "sich eine Hürde aufbauen".

Ich hab keine Ahnung was von beidem einfacher zu behandeln ist, hängt wohl auch vom einzelfall ab. Ein kleiner Mini-Zwang ist mir lieber als eine handfeste Alkoholsucht, aber zu viele Kekse aus Zwangsgründen futtern ist besser als ein Waschzwang, bei dem man sich die ganze Haut zerstört.

@ kleio

Ich sehe nicht wo ich dasselbe geschrieben hab, ich hab doch eher das Gegenteil geschrieben!? Kann aber auch sein dass ich bei Deinen Gedanken ab und an nicht mehr mitkomme. Sorry falls das "unsinn" Dir irgendwie beleidigend vorkam oder so, das war dann übertrieben.

Man ist doch nicht ständig in therapeutischer Behandlung. Vielmehr gehts darum, in Alltagssituationen sein Handeln entscheiden zu müssen, und da machts schon Sinn wenn man sich darüber im Klaren ist, aus welcher Ecke der Seele ein handlungsimpuls kommt (wenn man sich gegen ihn zur Wehr setzen will). Niemand wird mollienchen in Therapie stecken, weil sie zu viele Kekse futtert. Trotzdem ist es ein Verhalten was sie stört, aber nur schwer in den Griff bekommt.

@ TestARHP

Hm, so direkt gleichsetzen würde ich das nicht. Eher Sucht -> Dopamin, Zwang -> Serotonin, wenn man das schon neurologisch sehen will. Bei der Sucht das Belohnungszentrum, beim Zwang das "Ende einer Anspannung", aber eine Ähnlichkeit ist da auf jeden Fall vorhanden, ja.

Wenn ich einer Sucht nicht nachkomme, muss ich mit dem drögen, grauen, depressiven Gefühl des ausbleibenden Dopaminkicks leben. Wenn ich einem Zwang nicht nachgehe, muss ich eine Spannung aushalten. So absolut identisch ist es nicht, aber in der Tat ähnlich.

Dass man bei beiden Willenskraft braucht und es lebenslange Probleme sind, stimmt natürlich.

Mir fällt gerade auf, dagegen anzugehen bedeutet auch irgendwie "Eigenverantwortung übernehmen" und nicht mehr so unmittelbar-affektiv handeln. Hat wohl auch was mit Reife und Verantwortung zu tun.

Dsie XSehexrin


ich fareg mich dann aber, inwieweit man diese eigenverantwortung übernehmen muss!? bei einer sucht schadet man sich ja meist... bei einem zwang? hmmm... ich weiß nicht!?

J%an|74


Doch, klar kann man sich mit Zwängen auch schaden.

S3unn}i9va


Jsn

Ja, ich empfinde schon "Sucht" festlegend, geschweige denn Zwang … impliziert für mich "gefesselt sein" ...

SQunnCiva


Ach, Mist, ich meine natürlich

Jan

J-anx74


Aber ob man einen hat oder nicht kann man sich doch eh nicht aussuchen.

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