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Panik vor Spinnen, keine ruhige Minute mehr, was hilft wirklich?

EHdclixh


Ok, sie sehen einwandfrei am scheußlichsten aus und sind zudem noch sauschnell. Das macht unsicher.

Und sie galoppieren eben gerne durch die Wohnung, vor allem in der Nacht. Bei vielen anderen Spinnenarten kann man sich ja einreden, dass sie brav in ihren Netzen sitzen bleiben, solche kann ich in einem Raum, in dem ich nicht schlafe, dann auch mal tolerieren. Aber die Winkelspinnen sind eben gerne unterwegs, vor allem in der Nacht und jagen aktiv.

Phantasie: wenn so eine Spinne sprechen könnte, wäre die Angst glaube ich gebannt, trotz, dass sie immer noch so grauselig aussehen würde.

Ja, wahrscheinlich, wenn man sich nett mit ihr unterhalten und sie bitten dürfte, einen Bogen ums Bett zu machen und sich vielleicht unten im Keller einzunisten. Ich würde ihr auch Futter runter bringen, wenn wir uns auf die Art einigen könnten ;-D

Ach ja, und es würde helfen, wenn sei einen Namen bekommt.

Das mach ich schon immer instinktiv, um ihnen den Schrecken zu nehmen. Mein Mann weiß genau, was gemeint ist, wenn ich ihm sage, dass ich mal wieder eine Uschi, Trulla oder ein Peterchen da und dort gesichtet habe und er es bitte rauskomplimentieren soll.

Wenn ich sie sehen kann, ist es auch nur halb so schlimm, das Grauen packt mich mehr, wenn sie abhauen :)z und sich nicht fangen lassen. Eben wegen der Unsicherheit, wann und wo sie wieder auftauchen {:(

dBana?e8x7


Ich wurde deshalb dann auch mit einer (kleinen) Winkelspinne konfrontiert, aber wie gesagt, in diesem geschützten Rahmen hat mir das nicht so viel geholfen, denn ich wusste ja, dass jemand dabei ist, der aufpasst und sie mir wieder abnimmt und ich eben nicht selig in meinem Bett liege und schlafe und plötzlich so ein Vieh auf mich fällt oder krabbelt.

Was genau passiert denn dann wenn soe in vieh des Nachts auf dich fällt? Ich glaub da hilft nur die Konfrontation in weniger beherrschten Situationen damit du dich als wneiger machtos erleben kannst.

XUAnton'iusX


Mir fällt zum Thema Spinnen immer eine bestimmte Geschichte ein, die ich früher mal irgendwo las. Es ist schon Jahrzehnte her, und ich weiß nicht mehr, wo ich die Geschichte her habe, auch nicht, von wem sie ist und auch über das Googlen bei Verwendung der verschiedensten Stichworte finde ich keine Treffer.

Die Geschichte ging so:

Es lebte ein Mann in einer Einraumwohnung allein, nur mit einer Spinne zusammen, die oben in der Ecke an der Decke saß. Der Mann und die Spinne verstanden sich gut und leisteten sich Tag für Tag Gesellschaft. Der Mann hatte ansonsten keine Menschen, die er kannte, bis er eines Tages eine Frau kennenlernte. Die Spinne merkte, dass sie durch diese Frau weniger Aufmerksamkeit bekam. Trotzdem wollte sie dem Mann, der ihr Freund war, helfen, dass er mit dieser Frau zusammenkommen könnte. Der Mann allerdings hatte kein Geld und konnte seiner Angebeteten nicht kaufen. Somit sponn die Spinne in tage- und nächtelanger Arbeit eine wunderschöne Strumpfhose für diese Frau. Der Mann war begeistert, lud die Frau ein und schenkte ihr diese Strumpfhose. Die Frau war restlos begeistert. Auf einmal sah sie oben an der Decke diese Spinne hocken und schrie wie am Spieß. Das haben wir gleich sagte der Mann, wollte noch als Held und Beschützer gegenüber der Frau punkten und erschlug die Spinne. :°(

E^dlxih


Was genau passiert denn dann wenn soe in vieh des Nachts auf dich fällt?

Tja, im Grunde ja "nichts", außer dass ich vor Schreck fast einen Herzinfarkt bekomme. Ich bin generell sehr schreckhaft und weiß nicht, woher das kommt, also ich erschrecke auch, wenn ich in der Küche stehe und koche und durch die Lautstärke nicht mitkriege, wenn mein Mann zur Tür reinkommt. Dabei weiß ich ja, dass er sich in der Wohnung aufhält und sonst niemand. Er sagt dann immer: Wer solls denn sein... wieso erschreckst du immer so.

Vielleicht ist das ein grundsätzliches Problem. Ich habe mich schon oft gefragt, woher diese Schreckhaftigkeit kommt, ich zucke da wirklich heftig zusammen und zittere auch eine ganze Weile lang, obwohl ja nichts Schlimmes passiert ist. Ist jedes Mal ein heftiger Schreck, der mir in die Knochen fährt. Dabei bin ich sonst nicht ängstlich im Alltag, also ich gehe auch durch dunkle Gassen oder in der Dämmerung am menschenleeren Waldrand spazieren. Bewusst spür ich keine Angst vor irgendwas, bin teilweise sogar richtig "sorglos" und treib meinen Mann damit zum Wahnsinn, weil er sich eher Sorgen macht, vom Kopf her, ich könnte überfallen werden. Sowas ist mir fremd, aber ich erschrecke, wenn mein eigener Mann unerwartet hinter mir steht oder ein kleines Spinnentier mein Bein hochkrabbelt. Schon seltsam :-/

Adkaosha{76x7


Das Prinzip der Exposition oder auch Konfrontation ist die Tatsache, dass man nicht unbegrenzt angst haben kann. In der Angstsituation wird der sog. Sympathikus (ein Teil des Nervensystems, Alarmfunktion) aktiviert. Dadurch, dass man sich der Angst nicht entzieht, ermüdet dieser innerhalb einer bestimmten Zeit und sein "Gegenspieler" der Parasympathikus gewinnt die Oberhand . Dieser bewirkt eine Beruhigung. Der Phobiker lernt, dass die Angst auf jeden Fall irgendwann nachlässt und hat dann auch in der Gegenwart der Spinne keine Angst mehr, sondern verspürt ein eher angenehmes Gefühl.

Das Problem der TE ist allerdings, dass die Spinne allein nicht der Auslöser für ihre Angst ist, sondern der "Überraschungseffekt", wie sie das beschreibt. Das kann man nicht dadurch trainieren, dass man in einer kontrollierten Situation ein Spinne (die natürlich dem Angstobjekt sehr ähnlich sein muss) auf der Hand sitzen hat. Für die Exposition muss die trainierte Situation der Angstsituation sehr ähnlich sein.

TE, habt ihr es schonmal mit einer Exposition in sensu ausprobiert – also dass du dich, unter Anleitung des Therapeuten, gedanklich in deine Angstsituation hineinversetzt? Vorher wird erfragt, wie die Spinne, vor der du am meisten Angst hast, genau aussieht, welche Situation für dich am schlimmsten ist etc. Dann leitet dich der Therapeut detailliert durch deine Situation.

Das kann schon sehr wirksam sein. Ich bin keine Phobikerin, aber schon im Versuch empfand ich das als sehr beeindruckend.

Andere Frage: kannst du mal beschreiben, wie du dich in solche Angstsituationen genau verhältst? Vielleicht kann man daran arbeiten.

E#dl2ih


Das Problem der TE ist allerdings, dass die Spinne allein nicht der Auslöser für ihre Angst ist, sondern der "Überraschungseffekt", wie sie das beschreibt. Das kann man nicht dadurch trainieren, dass man in einer kontrollierten Situation ein Spinne (die natürlich dem Angstobjekt sehr ähnlich sein muss) auf der Hand sitzen hat. Für die Exposition muss die trainierte Situation der Angstsituation sehr ähnlich sein.

Ja, ich denke das geht in die richtige Richtung. Mir dämmert da sowieso gerade etwas, was ich aber erstmal für mich alleine durchdenken will. Ich glaube, die Spinnen selbst waren der falsche Ansatzpunkt, es geht um etwas Grundsätzlicheres, also das, was ich gerade über meine Schreckhaftigkeit geschrieben habe. War im Rahmen der Konfrontationsübung nie Thema, war auch eher eine oberflächliche Angelegenheit und ich glaube, ich muss da bei mir mehr in die Tiefe gehen.

Haut mich aber gerade ziemlich um, deshalb brauche ich erstmal eine Pause, wie gesagt, mir dämmert da was, werde ich vielleicht später nochmal niederschreiben – oder auch nicht. Mal gucken. Vielen Dank jedenfalls für euren Input, hat mich wohl ein Stück weiter an den Kern des Problems gebracht.

Bis später *:) @:)

Nturar{ihxyon


Als Profiarachnophob möchte ich mich wie folgt äußern:

Aber schau mal...ausser das man sich vielleicht vor ihnen ekelt...was kann dir so ein Tierchen anhaben ?

Schreikrampf, Nervenzusammenbruch, Blackout mit folgendem Suizid? ":/ Da ich eh schon einen Dachschaden habe, u.A. eine dissoziative Störung, fühle ich mich schon ernsthaft gefährdet.

Eigentlich nix...sie wird dich nicht aussaugen ]:D und wahrscheinlich hat sie vielleicht mehr Angst vor dir als du vor ihr.

Das wage ich zu bezweifeln. Also, dass sie mehr Angst hat als ich.

Hast du schon mal probiert eine in einem Gefäß einzufangen und in die Freiheit zu entlassen ?

Wenn sie so nah an mich rankommt, dann ist eh alles zu spät.

Vielleicht hilft dir das über deine Panik/Angst hinweg zu kommen.

:|N Nett gemeint, aber das ist ja das, was man üblicherweise von allen hört. Man erfasst die Bedeutung mit dem logischen Menschenverstand zwar, aber der ist in solchen Momenten nur noch rudimentär vorhanden.

@ Edlih

Weberknechte (bzw. Zitterspinnen, ist etwas anderes) sollen die Todfeinde der Winkel... die Viecher, die du da hast, die bösen halt... sein. Sie sollen sie fangen und sogar töten können. Habe ich immer wieder gelesen. Und die sitzen eben (meistens) ruhig in ihrem Netz in der Ecke.

Mit denen konnte ich mich arrangieren. Der Feind meinens Feindes und so. Ich gebe ihnen lächerliche Namen und gehe ihnen aus dem Weg, solange sie ihren 50cm Radius um das Netz nicht verlassen. Sonst => Hausschuh!

Meine letzten Weberknechte hießen Horst-Kevin, Hektor-Pascal und Linda. Du verstehst? Wegen der Frauenquote, man ist ja ein moderner Mann ;-D

Was da hilft? Keine Ahnung. Bei mir ist es auch anerzogen. Meine Mutter stimmt mir da auch zu.

Bin sogar als Kind wegen einer Sp... an einer Hauswand auf die Straße und in ein Auto reingelaufen und fast dabei über den Jordan gehopst. %-|

Ich benutze Insektenspray mit Knockdown und Langzeitwirkung. Knockdown knockt aber nicht sofort, daher gebe ich darauf nichts. Ich setze mein Geld auf die Langzeitwirkung. Wie heißt das Zeug noch? Irgendwas von Agropharm, so eine grün-braune Flasche.

Helfen kann ich dir nicht, ich leide selber wie ein Tier und kenne das, was du beschreibst, so gut. Ein Umzug in die oberste Etage eines Hochauses steht nicht zur Diskussion, oder?

E+hemaTliger =Nutzer (#1w49187)


Glaubst Du, in der obersten Etage eines Hochhauses gibts keine Spinnen? ;-)

L ianB-Jilxl


Meine Nachbarin ist auch eine Hardcore-Spinnenphobikerin. Ich muss immer noch aufpassen, dass sie mit ihrer Hysterie meine Tochter nicht ansteckt. Kann sie mit ihren eigenen Kindern machen, aber bitte nicht mit meinen :-/ .

NPura-rih{yon


Doch, ganz bestimmt sogar. Die gibt es vermutlich überall, außer in den Polarbereichen. Aber im 50. Stock besteht doch eine größere Chance, dass unterwegs mal ein Fensterchen offen steht, was einladend wirkt. Darf auch der 100. Stock sein ;-D Dann noch komplett dichte Fenster. Sauerstoff wird künstlich reingepumpt. Türen sind auch hermetisch abgeriegelt. Natürlich gibt es eine Luftschleuse mit Desinfektionsdusche. Könnte ja mal was in den Klamotten sitzen. Alle Wände, Möbel und Einrichtungsgegenstände sind rein weiß, damit man jeden Eindringling sofort sieht. Täglich wird gesprayt gegen alles, was doch noch kreucht und fleucht.

Nein, also eingeschränkt im Leben fühle ich mich gar nicht. ]:D ;-D

Ok, das ist leicht, aber auch nur gaaaanz leicht übertrieben.

Kfongo=-Ottxo


Im Netz fand ich mal jemanden, der für ein paar Wochen Egon erlaubte, in seiner Wohnung zu leben, um mal zu testen, wie er sich verhält. Egon war seine Hauswinkelspinne. ]:D

Den Beitrag habe ich auch mal gelesen ;-) War Egon anfangs nicht deshalb so gruselig, weil das Licht seinen Schatten stark vergrößert hatte?

M7onikTa6x5


Sie sollen sie fangen und sogar töten können. Habe ich immer wieder gelesen. Und die sitzen eben (meistens) ruhig in ihrem Netz in der Ecke.

Das Gerücht hält sich seltsamerweise, ich habe es allerdings genau anders herum aus eigener Anschauung erlebt. Vor meinen Augen spielte sich ein Drama ab. Eine fette Hauswinkelspinne an der Wand fing an zu rennen, erbeutete eine Zitterspinne und zerlegte sie ohne viel Federlesens.

N<ura>rihyxon


Naja, wenn sich zwei Jäger gegenseitig auf der Speisekarte haben, muss sich das nicht zwingend widersprechen, oder? ":/ Dass die Zittersp... beim Kräftevergleich schlecht abschneidet ist klar. Ich nehme an, dass der umgekehrte Fall nur eintritt, wenn die Winkelsp.. (Gott, dieses Wort alleine jagt mir kalte Schauer die Wirbelsäule runter) der Anderen ins Netz geht, welche selbst ja eher aktiv auf die Jagd geht, anstatt auf die Beute zu warten.

Mag ein Gerücht sein, aber wenn mir dieses kleine Placebo das Überleben sichert glaube, dann will ih es gerne glauben. :°(

Lziazn:-Jilxl


Wir hatten gestern an der Garagenwand ein ganzes Knäuel von frisch geschlüpften Sp., das waren mehrere Hunderte. Haben dann überlegt, ob man die zahlenmäßig reduzieren sollte, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass es nicht schadet, so viele Insektenjäger wie möglich ums Haus herum zu haben.

Bourn%exr84


Ich mag Spinnen auch nicht besonders. Ich habe mal eine riesige Winkelspinne mit superklebrigem Haarspray besprüht, weil ich dachte, das bringt irgendwas. Ich bin jetzt nicht so ein Sensibelchen, aber zu sehen, wie die Spinne panisch weglaufen wollte, aber nur mühsam die am Boden festgeklebten Beinchen losreißen konnte – das hat irgendwas in mir verändert. Die Spinne tat mir leid.

Außerdem hab ich durch Gedankenexperimente rausgefunden, dass ich eigentlich nicht vor Spinnen an sich Angst habe, sondern davor, dass die unter meine Klamotten krabbeln könnten. Ich habe mich einfach gefragt, unter welchen Bedingungen ich eine Spinne gerade noch ertragen könnte. Heute hab ich weniger vor Spinnen Angst als davor, dass meine Freundin völlig ausflippt, wenn sie eine sieht. Aber seit ich den Spinnen Namen gebe, besteht sie zumindest nichtmehr darauf, dass ich die Krabbelviecher sofort ermorde ... Siegfried die Spinne muss gerettet werden ;-D

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