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Depression? Ich hab einfach keine Kraft mehr

KNleio


lenyahayati

Dass er mir hilft, dass ich nicht mehr mit allem allein bin. Es ist so schwer die Kinder alleine zu versorgen.

Und das will er? Wer wird dann arbeiten gehen?

Bist Du berufstätig?

Aber Du warst ja vorher auch alleine für Deine Kinder verantwortlich. Ich gehe davon aus, dass Du damit vorher keine Probleme hattest, auch wenn sich der Vater nicht mitgekümmert hatte. Was hat sich da geändert? Ich meine, es hört sich bei Dir nicht als, als hättest Du nur Sehnsucht nach Deinem Mann, sondern dass Du ihn brauchst, weil Du sonst nicht mehr mit den Kindern zurecht kommst. Wie kam das?

Danach hatte ich lange Zeit Panikattacken, wollte bei jeder Kleinigkeit ins Krankenhaus rennen. Ich war zu nix mehr fähig. Ich bekam dann eine Mutter-Kind-Kur, war dort 5 Wochen. Danach ging es mir wieder etwas besser, ich hatte wieder mehr Kraft für meine Alltag. Das ist jetzt 2 Monate her und ich merke wie ich so langsam aber sicher wieder genau in den gleichen Zustand wie vor der Kur komme.

Du bist nicht mehr in Therapie wegen Deiner Panikattacken?

Ich brauch einfach Hilfe, pack das alles alleine nicht mehr.

Da hast Du schon Tipps bekommen, Jugendamt, etc. Wenn Du eine diagnostizierte Depression hast, dann musst Du doch in Therapie sein, oder?

H1appYy Banuaxna


Darf ich kurz fragen wie lange ihr euch gekannt habt, bevor ihr geheiratet habt? Ich finde auch du solltest nicht der Illusion erliegen das ein fremder gläubiger Tunesier plötzlich auf heile Familie und Vorzeige-Papa mit dir machen möchte. :°_

RCichaYrdx61


Ich vermute ganz stark, daß der Algerier der Strohhalm ist an den sie sich sich klammert, wenn man in einer vermeintlich ausweglosen Situation ist. Es ist nachvollziehbar, ich habe mich in ähnlich ausweglosen Situationen genau so verhalten. Man hofft auf den weissen Ritter, der das alles auflöst. Meist kommt der schwarze Ritter, der exakt diese Situation ausnützt und alles noch schlimmer macht.

Man muss sich vom weissen Ritter verabschieden und die Hilfe in Anspruch nehmen die einem in unserem Luxusstaat gegeben wird, dann kann ich auch den weissen Ritter zum Teufel jagen wenn er sich als Schwarzer erweist.

Baue nicht auf einen weissen Ritter, hilf dir selbst, gewinne dadurch Selbstvertrauen, so kommst du auch aus der Depression. Die Depression kannst du nur selbst besiegen oder mit Hilfe eines Psychiaters, aber ich glaube das brauchst du nicht. Nur den Glauben an dich , deine Kinder und der Mithilfe des Staats.

B,rom{bee1rküchlxein


Ich bin schon ein paar Mal umgekippt, dann war ich jeweils für ein paar Tage im Krankenhaus und während dieser Zeit waren meine Kinder immer allein zu Hause.

Wie alt sind denn die Kinder, das du sie für mehrere Tage alleine lassen kannst?

@ Kleio

Wenn Du eine diagnostizierte Depression hast, dann musst Du doch in Therapie sein, oder?

Nö, nur weil sie die Diagnose hat, muss sie ja nicht in Therapie sein.Ich denke ihr Fokus liegt im moment bei anderen dingen, als sich auf ne Warteliste setzen zu lassen. ;-)

KUlmePixo


Was ich nicht verstehe ist, wieso hier nun ein Glaube diskutiert wird, der von der TE noch gar erwähnt wurde. Im Moment sind es nur Unterstellungen und Klischees, die hier bedient werden.

SduBnnNivha


Ich denke, die TE wird kaum noch antworten, denn sie hatte sich ganz andere Hilfe hier erwartet.

Ungeachtet der Religion ist es aber von hier aus schwierig zu erkennen, was es an Bindung zwischen Dir und dem Mann gibt. Wenn Du um Hilfe flehst, ist es erst einmal eine Option, Dir diese von anderen Stellen zu holen als von ihm.

l)enya!hayxati


Gehts hier um Religion oder um meine Probleme? Ja er ist gläubiger Moslem, genau deswegen habe ich ihn geheiratet. Bin selber 2007 zum Islam konvertiert und bin seither noch nie einem solch lieben und aufrichtigen Menschen wie ihm begegnet.

Ich suchte hier Hilfe für mein Problem, wollte mich eigentlich nicht wegen der Religion meines Mannes verteidigen aber naja, ich sag ja wo auch immer ich bisher nach Hilfe suchte, es war leider vergebens...

lYenyZahayxati


Sorry bin grad vom Einkauf heimgekommen, melde mich später nochmal ausführlicher

So ein Ritter wär im Moment gar keine schlechte Idee, mein Auto ist nämlich grade dabei den Geist aufzugeben aber was solls.

Danke an alle die es hier gut mit mir meinen und mir zu helfen versuchen @:)

H!appy$ Ban@anxa


Was hast du denn bisher versucht um Hilfe zu bekommen? Du schreibst nur dir ist alles.zu viel, hast keinen Bock mehr dich alleine um deine Kinder zu kümmern, klammerst dich an diesen Tunesier als würdest Du ohne ihn untergehen...

Und beantworte doch bitte mal die.Dir gestellten Fragen. Wie alt sind deine Kinder und wie viel Zeit ist zwischen kennenlernen und heiraten vergangen?

Lcian@-;Jilxl


Ich weiß, dass es kaum einen Unterschied macht, aber ich finde es schon ziemlich ignorant, ständig und immer wieder von einem Tunesier zu scheiben, wenn die TE schon mehrmals berichtigt hat, dass es sich bei ihrem Mann um einen Algerier handelt.

-+vjie4tn.am?esixn-


Das die TE sich an diesen Mann klammert finde ich verständlich, wenn nicht sogar normal, er verschafft ihr Abwechslun und eventuell Hilfe, dass wünscht sie sich. Ob das dann auch so kommt, na das steht auf einem anderen Blatt! Das können wir hier auch alle nicht beurteilen. Ich finds fast erschreckend das man so vorverurteilt, Menschen die an gar nicht kennt. Wir kennen das Verhältnis zwischen den beiden doch gar nicht. Happy Banana klingt grade so als hätte die TE einen Mann aus dem Orient im Chat kennengelernt und geheiratet. Dann würde ich auch zur Vorsicht raten, aber anscheinend ist es bei der TE eben nicht so. Darum finde ich sollten wir alle hier nicht immer schlauer sein, jeder der mal in einer sehr einsamen, auswegslosen Situation war, weiss das man sich an den einen oder anderen Strohhalm zu klammern versucht.

Ich kann der TE nicht helfen, würde ihr aber auch vorschlagen z.b zu Pro Famila zu gehen und sich dort beraten zu lassen WER ihr helfen kann. Das wäre doch ein Weg? Ein Anfang. Und dann gibt es noch sowas wie das Sorgentelefon, auch dass könnte die TE in Anspruch nehmen, dort sitzen ebenfalls Leute die sich ihre Geschichte anhören und ihr Tipps geben können. Man kann schon Hilfe bekommen, man muss nur wissen wo man am besten mal nachfragt..:)

l|enymaha.yatxi


Also, ich habe 5 Kinder (eigentlich waren es 6 aber mein großer Sohn starb vor 5 Jahren an Leukämie). Die größte ist grade 18 geworden, der kleinste 4.

Man kann sagen, dass mit dem Tod meines Großen alles anfing, vorher ging es mir gut, ich war stolz auf meine Kinder, kam gut mit allem klar. Nach dem Verlust meines Kindes fiel ich in ein Loch, kam da lange nicht mehr raus,war wirklich depressiv. Nach einer Mutter-Kind Kur kam ich langsam wieder auf die Beine, das Leben fing wieder an schöner zu werden, erträglicher, wenn auch immer etwas fehlte. Aber ich lernte mit dem Verlust zu leben. Wollte auch keinen Mann mehr in meinem Leben, war ganz für meine Kinder da un das hat mir auch gereicht, ich war glücklich.

Mit der Zeit merkte ich aber, dass das alleine sein nicht so das wahre ist, nach so langer Zeit sehnte ich mich nach einem Partner, jemand der da ist wenn ich nach Hause komme, jemand der mir zuhört, der mich einfach nur mal in den Arm nimmt, wenn es mir schlecht geht.

Und irgendwann kam dieser jemand. Wir redeten anfangs viel, über alles mögliche, waren Freunde, er war da, wenns mir schlecht ging. Es stimmte einfach alles. Er war mittlerweile 3 mal bei mir in Deutschland, ich 2 Mal in Algerien. Das letzte Mal hab ich ihn vor 7 Monaten gesehen...

Als er im November zurückflog ging es mir von Tag zu Tag schlechter. Ich bekam Bauchschmerzen, Schwindelattacken, Herzrasen, war dauerhaft beim Arzt. Es wurde nie etwas gefunden. Man schickte mich in eine psychosomatische Kur zusammen mit meinen Kindern für 5 Wochen. Langsam ging es mir dort besser, ich wollte nicht zurück. Dort war ich endlich nicht mehr alleine, Man kümmerte sich um mich, alle waren lieb und ich hatte endlich nur Zeit für mich. Das tat so gut.

Zuhause wurde ich dann von den Problem und Tücken des Alltags gleich wieder erschlagen. Ich öffnete die Tür und mein ganzes Haus stand unter Wasser... Über 5 Wochen hatte es vom oberen Badezimmer nach unten getropft, die Wände kamen herunter überall war Schimmel. Ich war Nahe vorm Nervenzusammenbruch. Und so ging es von Tag zu Tag weiter. Ich stand wieder alleine da, musste mich wieder alleine durchkämpfen. Meine Hoffnung, dass mein Mann wenigstens bald bei mir sein konnte machte mir die ABH auch bald zunichte als sie mir mitteilte, dass sie erst in 10 Wochen einen Termin zur gemeinsamen Befragung hätte, ich dachte das überlebst du nicht. Jetzt ist die Befragung auch schon wieder einen Monat rum und aus 4 Wochen neuer Wartezeit wurde mal kurzer Hand Nicht vor Mitte Juni gemacht. Meine Nerven sind angespannt. Meine Panikattackensmptome kommen langsam wieder, nichts hat sich geändert. Ich war bei der Caritas, die können mir nicht helfen, bieten mir nur Gespräche an. Psychologen hab ich angerufen, da hat keiner Termine frei. Freunde oder Familie hab ich nicht. Nur meinen Mann. Ich weiss auch nicht wie man mir helfen könnte oder wo ich um Hilfe bitten soll. Ich bin einfach rund um die Uhr mit den Kids beschäftigt, während sich mein Kopf rund um die Uhr um dieses Visum dreht. Ich kann mich auf nichts andres konzentrieren. Ich bräuchte einfach ein wenig Zeit nur für mich, um ein wenig abzuschalten, Hoffnung hätte ich gerne wieder auf eine bessere, glücklichere Zukunft...

So, nun hab ich hier einen halben Roman geschrieben und doch steht hier nur ein Viertel von dem wie es in mir aussieht.

Danke fürs Lesen und Zuhören, manchmal reicht es schon, wenn einem jemand zuhört und versteht...

s5noLwHwitcxh


wie hier schon geschrieben wurde, wir alle kennen weder dich, deinen mann noch wie ihr zueinander steht. wenn er aber in der lage ist so etwas zu tragen, mit dir zu tragen und das auch wirklich auf dauer, dann respekt. ich kenne niemanden, der dazu bereit wäre oder es könnte. was nicht heisst, dass es nicht solche menschen gibt. ich muss ehrlich sagen, mich würde das erschlagen und besonders dann, wenn es nicht meine kinder wären. ich hoffe wirklich für dich, deine kinder und deinen mann, dass sich alles sehr bald zum positiven wendet :)* :)*

Siunnixva


Ich war bei der Caritas, die können mir nicht helfen, bieten mir nur Gespräche an.

Es ist doch aber besser als nichts, oder?

Denn wie Du hier selbst schreibst:

manchmal reicht es schon, wenn einem jemand zuhört und versteht...

B2rommbeer<kücIhleixn


@ lenyahayati

. Meine Nerven sind angespannt. Meine Panikattackensmptome kommen langsam wieder, nichts hat sich geändert. Ich war bei der Caritas, die können mir nicht helfen, bieten mir nur Gespräche an. Psychologen hab ich angerufen, da hat keiner Termine frei. Freunde oder Familie hab ich nicht. Nur meinen Mann. Ich weiss auch nicht wie man mir helfen könnte oder wo ich um Hilfe bitten soll. Ich bin einfach rund um die Uhr mit den Kids beschäftigt, während sich mein Kopf rund um die Uhr um dieses Visum dreht. Ich kann mich auf nichts andres konzentrieren. Ich bräuchte einfach ein wenig Zeit nur für mich, um ein wenig abzuschalten, Hoffnung hätte ich gerne wieder auf eine bessere, glücklichere Zukunft...

Ich verstehe dich bis an den Fakt, an dem dein Kind verstorben ist. Jede Mutter würde das in ein tiefes Loch reissen und ich kann verstehen, das du daraufhin mit Depressionen zu kämpfen hattest. Dann ging es aufwärts wie du schriebst und du lerntest deinen Mann kennen. Soweit so gut.

Was ich nicht mehr verstehen kann ist, das du dein Leben auf diesen Mann ausrichtest.Es klingt als ob du ohne ihn zu überhaupt nichts fähig bist? Du warst doch vorher mit deinen Kids auch alleine und hast es geschafft? Was an deinen Kindern ist so schwierig, das du nicht mal eine Stunde am Tag abschalten kannst? Ich mein, da ist immerhin eine 18jährige dabei. Hilft sie dir? Nimmt sie dir etwas im Haushalt ab? Gehen die kleineren nicht in den Kindergarten oder Schule? Da hast du doch schonmal mindestens nen halben Tag für dich. Sorry das ich es nicht verstehe, aber ich habe auch 3 Kinder (ja ich weiß sind keine 5) und davon ein 18jähriger in Lehre, eine 15jährige in der Schule, eine 3jährige und Vollzeit Berufstätig. Wenn ich ne Stunde Auszeit brauche schnappt sich einer der großen die kleine und geht auf den Spielplatz. Und ganz ehrlich? Vollzeit arbeiten würde ich auch nicht schaffen wenn wir als Familie keinen Plan hätten und alles durchorganisiert wäre. Da muss eben im Haushalt mit angepackt werden – da muss eben die kleine mal betreut werden wenn ich abends in die Schule zum Elternabend muss usw. Aber das geht mit klarer Absprache und da braucht man auch keinen Mann dafür. Klar ist es schöner wenn man einen Partner hat mit dem man die Probleme und Freuden des Lebens teilen kann – aber zwingend notwendig ist es nicht. Gibt mio Singlemamas die das tagtäglich hinbekommen müssen.

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