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Depression? Ich hab einfach keine Kraft mehr

loenayah]ayatxi


Ferien gibts Ende Juli.

Und was soll Vermieter daran stören, dass mein Mann Ausländer ist? Ich dachte bei 2 Verdienern bekäme man eher eine Wohnung als nur bei einem und Frauen mit Männern sowieso besser als alleine.

Was soll ich denn jetzt deiner Meinung nach verändern? Wo soll ich anfangen? Mir fehlt es an allem. Platz, Geld, Antrieb, Hoffnung, Hilfe,.....

BzrombeerJkücKhlein


Das du neben Haushalt und 5 Kindern berufstätig bist hattest du aber noch nicht erwähnt.

Dann kann ich diese Doppelbelastung durchaus verstehen.

KllOeixo


lenyahayati

Und was soll Vermieter daran stören, dass mein Mann Ausländer ist? Ich dachte bei 2 Verdienern bekäme man eher eine Wohnung als nur bei einem und Frauen mit Männern sowieso besser als alleine.

Das ist ungefähr so, wie die Reaktionen hier waren. Dasselbe wird ihm in seinem Leben außerhalb des Familienlebens mit Dir begegnen. Ausländerfeindlichkeit - gar nicht zu reden wenn die Leute "Moslem" hören. Aber ich setze voraus, dass ihr das beide bedacht habt, denn sonst ist das auf jeden Fall noch eine Baustelle, die dazu kommen wird. Im besten Fall sind es "Bedenken", die Dir - genauso wie hier - herangetragen werden. Vielleicht also noch eine Baustelle für Dich.

Was soll ich denn jetzt deiner Meinung nach verändern? Wo soll ich anfangen? Mir fehlt es an allem. Platz, Geld, Antrieb, Hoffnung, Hilfe,.....

Wie würdest Du diese Punkte prioritisieren. Du kannst schlecht alles auf einmal angehen. Was würdest Du sagen, was am meisten Sinn macht?

l%eny ahayaxti


Am meisten bräuchte ich Antrieb, Kraft mich wieder zu bewegen und mein Leben in die richtigen Bahnen zu lenken, mich wieder auf das wesentliche konzentrieren und nicht den ganzen Tag nur dieses Visum im Kopf haben.

b:lue| herxon


Also ich kann das schon auch verstehen, dass man sich Erleichterung erhofft von einem anwesenden Partner. Unabhängig davon, dass er mal mitanpackt, hilft es doch allein schon, dass man über Entscheidungen mit einem vertrauten (erwachsenen) Menschen reden kann und nicht die ganze Entscheidungslast alleine trägt. Das hat nicht unbedingt etwas mit Abhängigkeit zu tun.

Ich bin auch entsetzt, was hier für Vorurteile als Weltwissen dargestellt werden. Es gibt einen Unterschied zwischen Muslim und Al Quaida! Und warum sollte jemand nicht eine Frau mit 5 Kindern wollen? Ich würde behaupten, dass andere Kulturkreise eher offener gegenüber Großfamiliensituationen sind.

Außerdem hat es einem (vielleicht) Depressiven noch selten geholfen, wenn man in seinem Kopf noch mehr Probleme schafft, als er sowieso schon hat. Genauso wenig helfen meines Erachtens Bekundungen a la " Das 5 Kinder viel Arbeit sind hättest du dir vorher überlegen müssen". Was man all die Jahre gut geschafft hat, geht manchmal eben plötzlich nicht mehr, eine Depression ist nicht vorhersehbar und schränkt die Leistungsfähigkeit enorm ein.

Zur TE:

Ich denke wie Kleio, es gibt eine Chance, dass dein Zustand nicht nur aus Überlastung, sondern auch aus der Trauer um dein Kind entstanden sein könnte. Hattest du Zeit für dich zum Trauern? Ich stelle mir vor, dass man dauernd für die Kinder da sein will und seine eigenen Emotionen vernachlässigt. Egal welcher Grund der Depression zu Grunde liegt, bzw. um herauszufinden ob es eine ist:

Lass dich auf Wartelisten der Therapeuten setzen oder mach einen Termin beim Psychiater, und nutze so lange das Angebot der Caritas um über deinen Kummer und auch die Sorgen im Zusammenhang mit der Einreise deines Mannes zu reden. So schaffst du dir schon einen kleinen Freiraum, in dem es nur um dich geht.

Erkundige dich bei Jugendamt etc. ob du nicht eine Haushaltshilfe, Familienhilfe oder irgendwie Unterstützung bekommen kannst. Da kenne ich mich nicht aus. Aber auch da kann dich die Caritas (Diakonie, profamilia etc) mit Sicherheit beraten.

So kannst du die Zeit überbrücken und es lastet nicht ganz so viel Erwartungsdruck auf deinem Mann. Wenn es wirklich eine Depression ist, dann musst du so oder so handeln, denn die geht auch nicht weg, weil jetzt ein Partner da ist. Und zwar egal wie toll derjenige ist. Wenn es keine ist, findest du so vielleicht Möglichkeiten dich zu entlasten und zu Kräften zu kommen. Ich wünsche dir alles Gute!

dGevKiliyndisgxuise


Ich verstehe dich so, daß du dir von deinem Mann vor allem emotionale Unterstützung erhoffst und er sie dir deiner Erfahrung nach auch gibt. Dazu kommt auch das Gefühl, wieder eine "komplette" Familie zu sein. Natürlich kann niemand dein Kind ersetzen, aber das Zusammenleben mit deinem Mann ist so etwas wie ein Neuanfang.

Mir fallen zwei Stellen ein, die dir weiterhelfen könnten:

- Das Jugendamt. Beispielsweise durch eine Familienhelferin.

- Die Caritas oder eine andere Familienberatungsstelle.

Es ist eben auch schwer zu helfen, wenn du selbst nicht sagen kannst, welche Art von Hilfe du dir erhoffst. Ich denke aber, daß die Gespräche, die man dir bei der Caritas angeboten hat, schon für sich genommen eine große Hilfe sein können. Immerhin ist das Zeit, in der es nur um dich geht – Stichwort "emotionale Unterstützung".

Auch inhaltlich könnte ich mir solche Gespräche hilfreich vorstellen – ich sehe da schon Optimierungsmöglichkeiten, was eure familiären Abläufe angeht. Aber es bringt überhaupt nichts, zu sagen "mach es doch einfach so und so!". Es muß ja alles ganz konkret zu euch passen.

Du sagst ja selber, daß die Art, wie du mit deinen Kindern umgehst, stark vom Verlust ihres Geschwisterkindes geprägt ist. Das ist verständlich, sollte aber nicht für immer so bleiben. Mit Sicherheit eine sehr schwer auszuhaltende, sehr ambivalente Situation: Der Verlust bleibt für immer, aber das Alltagsleben muß sich irgendwann von dieser Erfahrung wieder lösen, um auf Dauer zu funktionieren.

Gespräche bei einer Familienberatungsstelle können dir helfen, klarer zu sehen, was JETZT für euch sinnvoll ist. Du leidest ja u.a. unter Unklarheit, Verwirrung.

Eine Therapie (wobei ich nicht sehe, was Medikamente gegen Trauer und objektive Überlastung bringen sollen, ich würde da eher an eine Verhaltenstherapie oder andere Form der Gesprächstherapie denken) ist sicher sehr sinnvoll und du solltest dich unbedingt auf eine Warteliste setzen lassen! Aber die Zwischenzeit muß ja irgendwie überbrückt werden, und da fällt mir eben wieder die Caritas (o.Ä.) ein.

Was ist eigentlich mit den Großeltern der Kinder (deine ELtern UND die des Vaters), würden die evtl. praktische Hilfe leisten?

Was die merkwürdigen Kommentare angeht, von wegen "niemand würde sich 5 Kinder anheiraten": Ich kenne sogar MEHRERE Männer, die Frauen mit mehreren Kindern geheiratet haben, ohne unlautere Motive zu verfolgen. Soll ja noch so was wie Liebe geben

l(enygahayaxti


@:) blue heron danke für diese Antwort!

du hast genau verstanden worum es hier geht, danke, dass du meine Situation total vorurteilsfrei betrachtest.

Und du hast Recht, ich hatte nie die Zeit, den Tod meines Sohnes zu verarbeiten. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, meine anderen Kinder zu verwöhnen, damit sie nicht mehr unter dem Verlust ihres Bruders leiden. Ich wollte es wieder gut machen, dass sie das alles miterleben mussten. Aber ich konnte ja selbst nichts dafür, ich konnte ihm nicht helfen, wir haben alles versucht. Sogar seine kleine Schwester haben wir gequält und ihr Knochenmark entnommen, obwohl sie erst 5 war. Ich konnte mein Kind vor dieser Krankheit nicht beschützen, also setzte ich alles dran die mir verbleibenden Kinder vor allem anderen zu beschützen. Mich selbst hab ich dabei wohl irgendwo vergessen. Und als dieser neue Mann in mein Leben trat, merkte ich plötzlich, dass ich selber auch noch da war. Dass ich Gefühle habe, Wünsche, Bedürfnisse. Das ist mir alles erst durch diesen Mensch wieder klar geworden. Ich hab damals viel geheult und er war einfach nur da und hat zugehört. So wie er einfach immer da ist wenns mir schlecht geht. Deswegen brauch ich ihn auch hier bei mir. Damit er mich in den Arm nehmen und trösten kann und mir sagt alles wird gut.

SQunnAixva


und es lastet nicht ganz so viel Erwartungsdruck auf deinem Mann. Wenn es wirklich eine Depression ist, dann musst du so oder so handeln, denn die geht auch nicht weg, weil jetzt ein Partner da ist.

Mir ging es nur darum, bei dem, was ich hier schrieb, es war keine Schuldzuweisung und kein Vorwurf darin.

l_enya'hayxati


Vielleicht habt ihr Recht, ich sollte mich trennen.

Was will er schon von mir...

Wie richard schon erwähnte ich bin nichts als ein häßlicher, dummer Mensch, wer braucht mich schon.

Selbst für meine Kinder bin ich nur eine Putzfrau und Köchin. Was für ein sinnloses Leben ich doch habe.

K.le<ixo


lenyahayati

Ich dachte, Du telefonierst, machst Dir einen Termin mit der Caritas aus, setzt Dich auf die Warteliste und sprichst Deine Kinder an, wie es ihnen geht, suchst Dir vielleicht eine Trauerberatung für Dich und Deine Kinder. Und jetzt so ein Beitrag. ":/

KilJeio


lenyahayati

Verstehe mich bitte nicht falsch - Dein Hadern ist völlig nachvollziehbar, nur kannst nur Du etwas ändern. Nur Du kannst - wie Du es auch schon formuliert hast - Dich den Dingen widmen, an denen Du etwas ändern kannst und Dich damit auseinandersetzen. Wenn Du Dich derart in der Schleife befindest, dann ist es aus meiner Sicht umso wichtiger, Dir eine Anlaufstelle zu suchen. Ich meine, Du bist Mutter, Du bist Angestellte, Du bist Frau und Du bist Partnerin. Alle Deine Gedanken scheinen sich allerdings nur um Deine Partner zu drehen. Es ist dann doch völlig logisch, dass Du den Alltag mit den Kindern nicht schaffst, weil Du ständig in diesen Gedanken hängst.

lxenyaghayatxi


Ich hab einfach keine Lust mehr, weder auf meinen Partner, noch auf die Kinder, noch auf sonst wen, am wenigsten auf mich selbst.

K&lqeio


lenyahayati

Ich fürchte, ich habe heute nicht das Einfühlungsvermögen, darauf einzugehen. Jede Antwort, die mir einfällt, würde bei Dir wahrscheinlich nicht ankommen oder flasch verstanden werden. Ich bin halt ein Laie, darum kann ich Dir nur anraten, Dir fachliche Hilfe zu suchen.

HMap8py+ Bapnana


Hast du die Möglichkeit mit deinem Partner Kontakt aufzunehmen? Damit mit du ihm reden kannst? Oder fehlt dir inzwischen die Kraft dazu?

lpenyahaxyati


Ich mag ihn nicht anrufen, ist auch viel zu teuer.

Ich hab einfach total miese Laune heute. Die Kids rennen durchs Haus, die Hitze, Geldsorgen, usw. weiss grad nicht wo mir der Kopf steht.

Hab einfach keine Rückzugsmöglichkeit hier.

Würd gern mal ein Wochenende nur für mich, ausschlafen, ohne Kindergeschrei, ich hasse es immer für alles alleine verantwortlich zu sein. :°(

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