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Depression? Ich hab einfach keine Kraft mehr

S0unnixva


Bei allem Verständnis, aber Dein fortwährender Missmut und Deine schlechte Laune lassen mich auch lieber verstummen. >:(

Allmählich lese ich bei Dir nur noch jede Menge Selbstmitleid heraus. Ja, es mag Deiner Depression geschuldet sein, aber Deine Einstellung scheint auch dazu beizutragen.

Bin raus.

lKenyRaha"yatxi


Guten Morgen, bin heut früh mit so einem Druckgefühl auf der Brust aufgewacht, fühl mich total schlecht und kann nicht mehr aufhören zu weinen. Bitte helft mir, weiss grad nicht mehr weiter

L}iIan-wJxill


Bitte helft mir,

Wie stellst du dir Hilfe von hier vor?

kaazraEbina


Vielleicht kannst du dich darauf einlassen:

[[http://www.youtube.com/watch?v=JlbQUjJzO6o]]

l3enya4hayatxi


Das Visum meines Mannes wurde heute abgelehnt nun weiss ich nicht weiter

s`chneIcke1#98x5


Liebe lenya!

Deinen letzten Beitrag hier möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen :°_

Die Verzweiflung liest sich aus jeder Zeile und es tut mir wirklich so unglaublich leid für dich, dass du deinen Sohn verloren hast. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie viel Kraft dich und deine Familie der Kampf gegen die Krankheit gekostet hat und am Ende habt ihr ihn leider doch verloren :°_ :°_ :°_ :°_

Du klingst sehr depressiv und ausgebrannt. Ich weiß ein bisschen, wie kraftlos man sich fühlen kann, wie dünn die Haut wird, wenn man einfach keine Kraft mehr hat. Trotzdem möchte ich hier gerne mit praktischen Tipps helfen. Aus der Depression kann man nur kommen, wenn man lösungsorientiert denkt.

So schlimm wie es dir momentan geht wäre es z.B. eine Idee, einen Termin bei einem Psychiater / Neurologen zu machen und dir evtl. medikamentöse Unterstützung zu holen. Die Depression ist wie ein giftiger, schwarzer Nebel und man kann nicht mehr klar denken, nicht mehr objektiv urteilen. Man nimmt sich Dinge unglaublich zu Herzen, die man sonst weggelächelt hätte.

Natürlich sind die von Kleio genannten Punkte und eine Gesprächstherapie sehr wichtig und klug! Aber: Manchmal ist man so weit unten, dass es erstmal Medikamente braucht, um überhaupt weiterleben zu können, um überhaupt eine Therapie oder andere Maßnahmen in Angriff nehmen zu können.

So eine Entscheidung pro Medikamente ist nie leicht und langfristig brauchst du sicher Unterstützung in Form einer Gesprächstherapie. Aber gerade, ganz akut, musst du stabilisiert werden. Die vergifteten Gedankenkreisel müssen unterbrochen werden!

Vor meinem ersten Termin beim Psychiater hatte ich echt das Gefühl, ich werde vollkommen verrückt. Auch wenn es mit den Medis anfangs nicht ganz einfach war (Eingewöhnung ect.), so gab es mir doch das Gefühl, dass zumindest endlich mal wieder etwas passiert, wo ich langfristig die Kontrolle über mein Leben und meine Gefühle wieder erlange. Eine Erschöpfungsdepression ist oft eine langwierige Sache wenn man nur therapeutisch daran arbeitet. Und diese Zeit hast du momentan einfach nicht, weil es dir von Tag zu Tag schlechter geht.

Letzens habe ich mit einer sehr lieben Freundin gesprochen, die nach langen Jahren voller Probleme dann auch eine schwere Phase mit Medikamenten überbrücken musste. Ihre Schilderung hat mich so ins Herz getroffen: Das Gefühl, morgens aufzuwachen und nicht mehr von einer Lawine aus Angst, Druck und Panik überrollt zu werden. Wieder atmen zu können. So habe ich das auch empfunden.

Ich will dich beileibe zu nichts überreden, aber schlimmer kanns ja kaum noch werden, oder? Dass du es überhaupt so weit geschafft hast, zeugt von unglaublicher Stärke, Mut und auch Liebe zu deiner Familie. In dir ruhen also ganz tolle Eigenschaften, die du leider momentan nicht sehen oder optimal umsetzen kannst.

In Hinblick auf deinen Partner und generell bin ich der Überzeugung, dass es besser ist, Liebe erleben zu dürfen - und seien die Umstände noch so schwer - als nicht zu lieben.

Die Sache mit dem Visum ist jetzt ein Weltuntergang für dich. Ich sehe es eher als Tropfen, der das übervolle Fass zum Überlaufen gebracht hat und jetzt schwimmst du orientierungslos in einem See von Problemen.

Das Visum ist dabei aber nur ein Teil des Puzzles.

Es hakt ja an vielen Ecken und Enden hier. Und an so einen Punkt, wie du jetzt bist, kommt man nicht, wenn man gut auf sich achtet. Das ist kein Vorwurf, ich habe auch die Ader, mich für geliebte Menschen bis zum bitteren Ende zu verausgaben. Nur: man hilft damit weder sich, noch denjenigen, die man schützen will.

Ein Ansatz für dich zu sorgen wäre z.B. ein Schlafzimmer für dich einzurichten. Ich weiß ja nicht, wie alt deine Kinder sind oder ob es räumlich machbar wäre, aber wenn sich "nur" zwei Kinder für eine gewisse Zeit ein Zimmer teilen müssten, dann würde das dir und deiner Familie helfen. Ich bin sicher, deine Kinder würden das sogar total gerne für dich machen. :-D

Das ist nur ein Beispiel für eine Veränderung, die du jetzt und ohne viel Aufwand machen könntest, was dir aber auch ein bisschen Ruhe, Geborgenheit geben könnte.

lpeOnyaheayaxti


Danke Schnecke, genauso fühle ich mich, wache jeden Morgen mit diesem Angstgefühl auf, so ein heißes Brennen ist das.

Montag hab ich einen Termin auf der Diakonie, ich hoffe da kann mir ein wenig geholfen werden.

Fühl mich grad so leer, kann auch grad gar nix mehr schreiben, hab bis weit nach Mitternacht geheult.

Ich wär sehr dankbar wenn ich ab und zu hier mit euch reden könnte...

SXeven!.o8f.N{ine


Liebe lenyahayati,

warum bist Du Dir so sicher, daß Dir eine (professionelle!) Gesprächstherapie nicht helfen wird? Das ist nun doch etwas ganz anderes, wenn man einen Menschen hat, dem man gegenübersitzt und so wie ich Dich verstanden habe, brauchst Du gerade das ganz, ganz dringend.

Deine Zeilen entnehme ich, daß Du nur das allerbeste für Deine Kinder willst. Aber wenn ich dann lese, daß die Große keine Zeit hat, die 13-jährige hat mit dem Kleinsten nichts am Hut und auch eine 5-jährige muß sich nicht 'gequält' vorkommen, wenn es sich um einen Versuch handelt, Bruder durch eine Knochenmarkspende zu helfen, dann kommt mir schon der Gedanke, daß Du nicht in der Lage bist, etwas vollkommen Berechtigtes schlicht und einfach einzufordern. Und NEIN, selbst bei einer 5-jährigen muß man kein schlechtes Gewissen haben, man mutet ihr ja schließlich solch eine Prozedur nicht zu, weil man ihr Böses will.

Kann es sein, daß Dein Problem eher auf dieser Ebene ist? Selbst wenn Du mal etwas einforderst, hast Du dabei ein schlechtes Gewissen.

Deshalb denke ich, es wird Dir hier nur wenig helfen, wenn Du Kommentare bekommst wie 'sowohl die 18- als auch die 13-jährige soll ihre Wäsche gefälligst selbst machen'.

Aber es ist trotzdem ein sehr gutes Beispiel, denn es ist nichts Unzumutbares, seine Wäsche selbst in die Maschine, danach in den Trockner und von dort in den eigenen Schrank zu stopfen.

@:)

sLchnec;ke19685


Kann es sein, daß Dein Problem eher auf dieser Ebene ist? Selbst wenn Du mal etwas einforderst, hast Du dabei ein schlechtes Gewissen.

Ich denke, das resultiert auch daraus, dass sie einerseits alleinerziehend ist, andererseits während der Krankheit ihres Sohnes allein die Fahne hochgehalten hat. Als mein Partner gegen den Krebs gekämpft hat, habe ich mich völlig aufgegeben. In so einer Situation denkt man nicht an sich, an die eigenen Befindlichkeiten.

Und schwups, plötzlich ist diese Situation vorbei, ein paar Jahre sind vergangen und man merkt: Ich kriege einfach keinen Anschluss mehr ans normale Leben. Was will ich, was fühle ich? Darf ich schwach sein?

Es ist vergleichbar mit der Tatsache, dass viele Leute am ersten Urlaubstag krank werden. Sobald die Spannung ein bisschen nachlässt, kollabiert die Psyche. Wir Menschen sind einfach nicht dazu ausgelegt, permanent diese Spannung aushalten zu können bzw. glaube ich, dass wir in physischer und vor allem psychischer Hinsicht nur ein gewisses Maß an Ressourcen haben. Übertragen auf die Physis: Wer einen schweren Unfall hat, der spürt in dem Moment keine Schmerzen, weil der Körper dies durch Ausschüttung von Hormoncocktails verhindert. Sobald das akute Trauma vorbei ist, kommen die Schmerzen.

@ lenya

Was hälst du von meinem Vorschlag mit dem eigenen Zimmer? :-D

Ich kann dich schon verstehen, momentan fällt einfach alles wahnsinnig schwer. Und die Tipps mit Hilfe usw. klingen für dich so einfach dahergesagt. Du zweifelst, du hast Angst, weil du das bisschen Kraft, das du noch hast, nicht an etwas verschwenden möchtest, wo du nicht 1000 Prozent die Gewissheit hast, dass es dir nachher besser geht.

Ich vergleiche das gerne mit einem Affen, der auf einem Ast sitzt. Er möchte die tollen Früchte in der Baumkrone, aber solange er nicht die absolute und totale Gewissheit hat, dass ihn die nächsten Äste tragen, bleibt er da sitzen, wo er ist. In manchen Fällen sogar, bis er verhungert.

Mir hat bei der Entscheidung mir therapeutische Hilfe zu holen folgendes Gedankenspiel geholfen: Was wäre, wenn diese Last weg wäre? Was wäre, wenn ich morgens nicht mehr von der Depression erschlagen würde? Was für ein Mensch wäre ich, was für Möglichkeiten könnte ich wahrnehmen, wenn es mir besser ginge? Das gab mir Hoffnung, mich auf ein Leben zu konzentrieren, wo nicht jeder Handgriff unendlich mühsam ist.

Nochmal zu deiner Familie: x:)

In einer Familie ist nicht einer krank und den anderen geht es gut. Wenn einer - vor allem die Mutter - krank ist, dann ist die ganze Familie krank. Du schadest deiner Familie nicht, wenn es dir besser geht: Ganz im Gegenteil, deinen Kindern ginge es sicher auch viel besser.

Ich habe selbst eine depressive Mutter und die Verzweiflung, ihr nicht helfen zu können als Kind, hat bei mir nachhaltig sehr viel kaputt gemacht. Nicht nur du sorgst dich um deine Kinder, deine Kinder sorgen sich sicher mindestens genauso sehr um DICH! Liebe ist keine Einbahnstraße :)_

An dich und deine Bedürfnisse zu denken macht dich weder zu einer schlechten Mutter, noch zu einem schlechten Menschen. Ganz im Gegenteil: Wenn du zufrieden bist, dann wird das deine Familie auch sein. :)* :)*

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