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Am Ende meiner Kräfte

PhebbRles201x6 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin vierfache Mutter und kann nun wirklich nicht mehr. Habe soviel erlebt, muss so vieles alleine bewältigen. Habe keine Kraft mehr, um Hilfe zu bitten.

Hat jemand einen Tipp für mich. Muss mich kurz fassen, da die Kleine (wie immer) schreit.

Antworten
Hxappyv Banxana


Welche Hilfen brauchst du denn? Wie sind.deine Gedanken? Sehr negativ bis hin zu Suizid Gedanken? Wenn ja dann vertraue dich schnellstens deinem Hausarzt an. Hast du Freunde und Verwandte die.dir unter die Arme greifen können? Wie alt sind deine Kinder?

S+maragKd[aug_e


Hausarzt, Mutter-Kind-Kur beantragen, Therapie, Jugendamt, Haushaltshilfe.....

Was hast Du in Angriff genommen, um Deine Probleme zu lösen?

T'his' TwQiliPght G{ardxen


warum bist du so fertig?

lVenyah7azya#ti


Kannst mir mal schreiben, mir gehts ähnlich, hab nur 5 Kinder :)_

P+eb?bldes2016


Entschuldigt, dass ich erst heute schreibe. Ich habe für nichts mehr Zeit. Heute ist mir der Kragen geplatzt und ich habe die beiden Kleinen mal den Größeren aufgedrückt. Dies kann ich aber auch nicht zu lange. Nur so lange, um hier schreiben zu können.

Was meine Probleme angehen, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich habe vier Kinder im Alter von 3 Monaten, 3, 16 und 19 Jahren. Die Kleine ist ein Schreikind, das fängt morgens an und hört erst gegen 22 Uhr auf. Mal früher, mal später. Aber nur, wenn sie nicht herumgetragen wird, dann ist sie das liebste Kind, welches man sich vorstellen kann. Der Kleine hat nur Streiche im Kopf. Verbote werden ignoriert. Wir haben es mit erklären versucht, mit strengen Worten, mit Verboten. Er ist in der Trotzphase und das merkt man extrem.

Ich habe schon einiges hinter mir: Vergewaltigungen, Morddrohungen, Verfolgungen, Freitod meines Bruders, fünf Sternenkinder, Jugendamt.

Jugendamt, weil die Wohnung sehr schlimm ausgesehen hatte. Ich trennte mich daraufhin von meinem Ex und es ging rapide aufwärts. Das Amt ließ mich in Ruhe. Erst als ich mit meinem neuen Freund unseren 3jährigen bekam, standen sie wieder da. Auf meine Nachfrage, weshalb, war die Antwort, weil die Wohnung damals so schlimm ausgesehen hatte und sie Bedenken hätten, ob es mit einem Baby wieder so sein würde. Sie waren zufrieden mit dem Zustand des Kleinen und der Wohnung und das Thema war durch. Ein Jahr später waren sie wieder da. Grund: Ein Nachbar hätte sie informiert, dass der Kleine schreien würde und der Verdacht der Kindeswohlgefährdung im Raum stand. Ich sah ein, dass sie dem nachgehen müssen. Ich erzählte, dass der Kleine wahnsinnig schreien würde, sobald er die Haare gewaschen bekäme und er seinen Willen nicht durchsetzen durfte/konnte. Dennoch wollten sie einen weiteren Besuch. Mir wurde Kinderturnen, Frühförderung (war er schon, weil es der Kinderarzt auch so wollte) sowie Logopädie verordnet und sie wollten im Dezember kontrollieren, dass wir dies auch machen würden. Das Logopädierezept hatte ich auch schon vorliegen, weil ich selbst bemerkte, dass er hinten dran war. Arzt und Kindergarten gaben einem Trauma die Schuld (er sah, wie mein Vater meinem toten Bruder rechts und links an die Backen schlug). So, im Dezember waren sie auch zufrieden und sie meinten, wie ich das schaffen würden, da es vor zehn Jahren doch so schlimm war. Ich meinte, das läge an meinem Freund, er gäbe mir die Kraft und auch vor allem daran, endlich meinen Ex los zu haben. Damals war ich im 6. Monat schwanger und wir wollten vor der Entbindung wegziehen. Das OK des Amtes hatten wir. Dann kam ein Brief von der Frühförderung, sie möchte den Kleinen noch einmal sehen und zwar im Mai. Aus der Traum vom Umzug. Ich weinte und konnte die Schwangerschaft nicht genießen, welche mein Vater hasste (nach Blutungen in der 6. SSW fragte er mich, was die Gyn dazu meinte, ich sagte froh, dass das Herzchen der Kleinen fleissig schlagen würde und alles OK wäre). Er schrie herum, sch... jetzt lebt das Kind auch noch.

Ähnlich als ich unseren Sohn in der 24. SSW verloren habe. Seine Antwort: Besser so. Es tat weh. Nun ja, jetzt ist Juni und die Jugendamts-Mitarbeiterin meinte, sie kämen wieder, wenn unser Nesthäkchen da wäre. Ich weinte und sagte, sie sollen es doch bitte endlich gut sein lassen, ich schaffe es auch mit diesem Baby. Nein, entweder sie kommen oder jemand von der Caritas. Ich wählte die Caritas und dachte, gut, wenn sie sieht, dass alles Ok ist, dann können wir wie geplant im August zusammenziehen. Aber nein, sie kommt drei Monate lang. Sie führte noch bei mir ein Gespräch mit der Jugendamt- Mitarbeiterin, weil sie keinen Grund sah, noch einmal zu kommen. Aber es geht wohl nicht anders. Seit jenem Gespräch bin ich mit den Nerven am Ende.

Ich konnte bis heute nicht einmal den Freitod meines Bruders verarbeiten, weil ich ständig andere Probleme habe. Die Kleine wäre fast in der 25. SSW geboren worden, da mir der Stress sehr zu schaffen machte.

Am Montag habe ich das nächste Gespräch und ich bin am Ende. So langsam fängt der Haushalt doch an zu leiden. Wenn ich bei der Kleinen bin, habe ich Angst, dass mein Vater mit mir meckert, weil ich einen Korb voll Wäsche noch nicht gebügelt habe. Wenn ich die Kleine schreien lasse um kurz eine Wäscheladung in die Maschine zu geben, habe ich Angst, dass die Nachbarn wieder das Jugendamt anrufen. So stehe ich nun seit Monaten von morgens bis abends unter psychischem Dauerstress. Die Großen haben nicht viele Aufgaben im Haushalt. Der 16jährige sollte den Müll nach unten bringen und am Samstag entweder die Böden fegen oder nass aufwischen. Die 19jährige hat den Geschirrspüler zu machen und das gleiche am Samstag. Das ist doch nicht zuviel verlangt oder?

Akutell ist es so, dass ich den ganzen Haushalt alleine machen muss, zudem zwei Fernlehrgänge bearbeite und wegen meiner Selbstständigkeit Geld verdienen muss. Dazu kommt, dass meine Tochter Epilepsie hat, beide Eltern an Krebs erkrannkt sind. Meine Mutter kam am Montag zur vierten Chemo in die Klinik, danach folgt die Stammzellentransplantation. Am gleichen Tag ist mein Vater in die Wanne gefallen und kam mit einer gebrochenen Rippe für drei Stunden ins Krankenhaus. Muss mich also auch um die Eltern kümmern. Dann die Angst vor Montag, und den anderen Terminen. Beim Finanzamt habe ich auch schon eine Verlängerungsfrist zur Abgabe erhalten, weil ich nicht weiß, wann ich das noch einschieben kann.

Wann komme ich endlich dran, dass ich mein Leben leben darf, ohne Druck und Vorschriften?

Bitte keine Vorhaltungen, die kann ich momentan nicht ertragen. Danke

Svtell\a80


Da hast du ja ganz schön was mitgemacht... :)* :)*

Die Großen haben nicht viele Aufgaben im Haushalt. Der 16jährige sollte den Müll nach unten bringen und am Samstag entweder die Böden fegen oder nass aufwischen. Die 19jährige hat den Geschirrspüler zu machen und das gleiche am Samstag. Das ist doch nicht zuviel verlangt oder?

Wenn dein Haushalt langsam anfängt zu leiden, solltest du deine beiden großen als erstes mal mehr in die Hausarbeit einbinden. Die sind quasi erwachsen, leben bei dir und da kannst du deutlich mehr Hilfe erwarten. Sie können ihre Wäsche z.B. sehr gut selbst bügeln, mal was kochen, einkaufen und dir schon auch mal ein paar Stunden pro Woche die beiden kleinen (oder zumindest einen davon) abnehmen. Das würde dir ein bisschen mehr Freiraum bzw. einfach eine Erholungspause verschaffen.

Vielleicht kannst du ja versuchen, die Dame von der Caritas als Unterstützung zu sehen und nicht als lästiges Übel, vor dem du Angst haben musst? Ich würde da auch nochmal eingehend über deinen Umzugswunsch sprechen. Es kann ja nicht sein, dass du nur wg. den Besuchen nicht mit deinem Freund zusammenziehen kannst.

Was trägt denn dein Vater dazu bei, dass es bei euch im Haus rund läuft? Meckert er nur oder macht er auch mal was produktives? Enkelkinder hüten z.B.? (Also ich mein wenn er grad keine gebrochene Rippe hat?)

S-chrgoeEdine


Ohje, Du Arme. Da wäre ich auch am Ende meiner Kräfte.

Wenn das Jugendamt Dich ständig besucht, bieten die Dir dann keine Hilfe an? So eine Haushaltshilfe oder ähnliches?

NwLneTna


Das meiste haben die anderen schon gesagt. Mir fällt noch ein, dass du die 19-Jährige rauswerfen kannst. Dann sind es nur noch 3, und der 16.jährige kann auch bald gehen. Sag den Großen, sie sollen viel mehr helfen oder sie sind halt nur noch lästig und sollen ausziehen.

Du mußt jetzt an Dich denken und die beiden Kleinen.

Hilfemöglichkeiten nannten ja die andren hier schon.

fsisJcherYin


Das meiste haben die anderen schon gesagt. Mir fällt noch ein, dass du die 19-Jährige rauswerfen kannst. Dann sind es nur noch 3, und der 16.jährige kann auch bald gehen. Sag den Großen, sie sollen viel mehr helfen oder sie sind halt nur noch lästig und sollen ausziehen.

:(v

Mehr in den Haushalt einbinden, Aufgaben verteilen und die Erledigung auch konsequent einfordern sowie generell zu mehr Verantwortungsbewusstsein motivieren, klar. Aber so eine Grundhaltung den eigenen Kindern gegenüber ist ja nun alles andere als hilfreich, geschweige denn liebevoll oder reif.

N;Lenxa


Mehr in den Haushalt einbinden, Aufgaben verteilen und die Erledigung auch konsequent einfordern sowie generell zu mehr Verantwortungsbewusstsein motivieren, klar. Aber so eine Grundhaltung den eigenen Kindern gegenüber ist ja nun alles andere als hilfreich, geschweige denn liebevoll oder reif.

fischerin

Drollig....

Reif sollte die 19-Jährige sein, um ihr eigenes Leben zu führen. Unreif ist es, die Brut noch im Erwachsenenalter durchzufüttern.

d{anaxe87


Wäre es eine Option beim Umzug das Amt am neuen Wohnort einzubinden so dass ihr das mal hinter euch bringen könnt?

Und was ist das mit deinem Vater? Wieso lässt du dir als erwachsene Frau soviel von ihm sagen? Zieht der mit um?

dQanae8x7


Und das Schrei-Baby, wieviel schläft es? Ich kann es dir nachfühlen, meine Große hat auch gebrüllt wie die Hölle. Monatelang Stress und am Ende stellte ich fest: Schlafmangel.

fjiscyhe-rixn


@ NLena

Die TE schreibt nur sehr wenig über die beiden ältesten Kinder. Die beiden haben wenige Aufgaben im Haushalt, was Pebbles zugegebenermaßen ändern könnte und meiner Ansicht nach auch sollte. Mehr wissen wir über die beiden älteren Kinder nicht. Was Du hier jedoch schreibst sind Unterstellungen. Vielleicht gehen die Kinder noch zur Schule? Oder machen eine Ausbildung und tragen vielleicht sogar finanziell Zuhause etwas bei? Vielleicht aber auch nicht. Wir wissen dies und vieles andere jedenfalls (noch) nicht.

Was wir aber wissen ist wohl, dass Eltern ihren Kindern gegenüber Pflichten haben, die nicht alle mit der Volljährigkeit enden.

Ich habe ehrlich gesagt wenig Lust dazu, mich mit Dir auf diesem Level zu unterhalten. Kinder sind keine Brut, die man durchfüttern muss oder ähnliches. Offensichtlich haben wir da völlig verschiedene Haltungen.

d*anXa+e87


Nebenbei bemerkt ist man in Deutschland verpflichtet seine Kinder bis zum 23 Lebensjahr bei sich wohnen zu lassen oder sie finanziell so zu unterstützen das sie sich eine eigene Wohnung leisten können sofern sie nicht soviel verdienen das sie diese selbst bezahlen können. Nur so am Rande.

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