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Sind Depressive oder psychisch Kranke selbst schuld?

c/ha&ot hat die Diskussion gestartet


Ich hab irgendwie den Eindruck, dass Psychisch Kranken die eigene Schuld zugeschoben wird. Andere weisen einen die Schuld zu, nicht stark genug zu sein, ein Versager zu sein. Eben selbst Schuld und jede Niederlage ist dein eigener Verdienst. Das kommt so mies rüber. Ich hab da so ne miesen Gedanken dabei. Irgendwann wird es ein Gesetz geben, wo Psychisch Kranke keinen Platz mehr haben. Solche Zeiten gab es schon mal. Es macht mir Angst.

Antworten
c{h,aot


Warum hab ich so ein mieses Gefühl diesbezüglich.

ZtwacDk44


Depressive tragen an ihrer Krankheit niemals die Schuld. Allerdings sind die Kenntnisse über die Krankheit in der Bevölkerung nicht sehr breit gestreut, weil deprewssive Menschen nicht dazu neigen, ihr Herz auszuschütten (was ihre Krankheit angeht). Dazu kommt, dass es fast niemand verstehen kann, der nicht selbst darunter gelitten hat.

c:haoxt


Verstehen kann es trotzdem keiner. Meine Angst, dass Menschen es verurteilen. Wo sind wir gelandet?

N(umberY OAf 8The B}eaBst


Ich hab irgendwie den Eindruck, dass Psychisch Kranken die eigene Schuld zugeschoben wird. Andere weisen einen die Schuld zu, nicht stark genug zu sein, ein Versager zu sein.

vielleicht liegt es daran, dass es viele menschen gibt, die nicht "wirklich" krank sind, sich aber so hineinsteigern, dass man ernsthaft erkrankte ebenfalls nicht mehr ernst nimmt und sie dann z.b. als versager wahrnimmt.

Jru4lexy


Mir wurde immer eingeredet, dass ich selbst schuld wäre am Missbrauch in der Kindheit :|N

War ein ganzes Stück Arbeit, mich von diesem Glauben abzubringen.

Mittlerweile weiß ich, dass ich nix dafür kann und auch nix für meine Krankheiten (Borderline, PTBS, Essstörung, Depression)

S)m1arjag/dauxge


Ich finde, der Mensch ist mehr als (s)eine Krankheit. Also würde ich Charakter und Krankheit deutlich trennen, auch wenn sich die Krankheit auf den Charakter auswirken kann. Es ist einfach, persönliche Unzulänglichkeiten auf eine Krankheit zu schieben. Während einige Kranke auf ihrer Krankheit ausruhen, kämpfen andere dagegen an und nicht wenige wachsen sogar durch eine Krankheit über sich hinaus. Hier kommt der Charakter ins Spiel: Die einen gebrauchen die Krankheit als Ausrede für z.B. schlechtes Benehmen, Rücksichtslosigkeit, Ignoranz, Egoismus.... die anderen arbeiten an sich und lernen dadurch, die Krankheit in ihre Schranken zu weisen.

Ich glaube nicht, dass die Krankheit an sich verurteilt wird sondern eher das Verhalten eines Menschen, sei es jetzt krankheitsbedingt oder eine Frage des Charakters.

cLhaoxt


Wenn sich ein Mensch stark in eine Krankheit reinsteigert, ist er dann nicht wirklich krank? Number Of THe Beast Wo ist die Grenze zwischen Krank und reinsteigern?

SQmaragMdauge


Wenn sich ein Mensch stark in eine Krankheit reinsteigert, ist er dann nicht wirklich krank?

Nicht unbedingt. Nicht alles, was unsinnig oder irrational ist, hat gleich einen Krankheitswert. Es kann auch ein Zeichen von Unreife, Unreflektiertheit oder mangelndem Selbstbewusstsein sein.

Ist es denn so wichtig, als Kranker wahrgenommen zu werden? Soll das irgendwelche Vorteile bringen? Irgendwelche Pluspunkte? Oder Narrenfreiheit? Welpenschutz? - Ich glaube, ich wäre viel zu stolz dergleichen "Vorteile" zu beanspruchen, wichtiger wäre mir meine Würde.

aZug2m33


Welche Zeit vergeht zwischen a) tiefer Schnitt mit dem Brötchenmesser und Chirurg aufsuchen zum nähen oder klammern des Schnittes – und – b) eine aktuelle tiefe seelische Verletzung und dem Gespräch mit einer außenstehenden fachlich kompetenten Person darüber ???

Welche Zeitspanne ist größer und wie ist etwa das Verhältnis (z.B. eine Stunde zu einem Tag; eine Stunde zu einer Woche; eine Stunde zu einem Monat oder ...)

d5ie\Dri}txte


Mir wurde immer eingeredet, dass ich selbst schuld wäre am Missbrauch in der Kindheit :|N

das geht mal so überhaupt nicht, dem opfer auch noch schuldgefühle einreden zu wollen. :|N

J?ul^ey


das geht mal so überhaupt nicht, dem opfer auch noch schuldgefühle einreden zu wollen.

Natürlich geht das nicht, is aber praktisch wenn man die Schuld von sich weisen möchte %-| >:( :°(

d$i_eDrixtte


ja, juley, ich weiß...leider ist das ganz oft der fall. :°_

m&nexf


Ist es denn so wichtig, als Kranker wahrgenommen zu werden? Soll das irgendwelche Vorteile bringen? Irgendwelche Pluspunkte? Oder Narrenfreiheit? Welpenschutz? – Ich glaube, ich wäre viel zu stolz dergleichen "Vorteile" zu beanspruchen, wichtiger wäre mir meine Würde.

Es geht nicht darum, als "Kranker" wahrgenommen zu werden, sondern darum, nicht als "Krankspielender" wahrgenommen zu werfen. Kleiner aber sehr feiner Unterschied.

aeug2x33


Und woran soll die Umwelt erkennen: vor mir habe ich einen "Kranken" und nicht einen "Krankspielenden"? Wenn sich mein Gegenüber wie ein "Spielender" verhält?

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