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Ich, 28, kann mich nicht von meiner Mutter lösen

Sjon&nen`schexin_85 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich möchte euch kurz mein Problem schildern in der Hoffnung, dass ich Hilfe bekomme oder aber mich mit jemandem austauschen kann, dem es vielleicht ähnlich ging oder geht.

Mein Hauptproblem ist, dass ich immer mehr merke, wie sehr ich an meiner Mutter hänge, wie abhängig ich von ihr bin, wie unselbstständig ich bin und wie sehr ich mein Leben nach ihr richte.

Und es wird immer schlimmer. Ich werde euch die Entwicklung einmal aufzeigen:

Ich fange an als ich ungefähr 15 Jahre alt war. Ich hatte einen Freund, mit dem meine Eltern gar nicht einverstanden waren. Er kam aus einem nicht so guten Elternhaus und meine Mutter hat das damals sehr belastet, dass ich mit ihm zusammen bin. Das habe ich gemerkt. Sie war aber nie so, dass sie mir den Kontakt mit ihm verboten hat. Sie war immer sehr loyal ihm gegenüber. Damals war ich total "schmerzfrei". Habe gemacht was ich wollte und mir eigentlich keinen Kopf gemacht. Ich habe mich neben meinem Freund auch gerne und oft mit meinen Freundinnen getroffen.

Irgendwann war dann diese Beziehung zu Ende und ich hatte immer mal kurze Bekanntschaften. Alles war einigermaßen normal.

Dann hatte ich mit 22 meinen Freund kennengelernt, mit dem ich dann auch bis August 2012 zusammen war. In dieser Beziehung fing es dann irgendwie an. Er war 60 km von meinem Elternhaus entfernt gewohnt. Wir haben uns meistens immer abgewechselt (mal bei ihm mal bei mir). Anfangs war das ok. Aber irgendwann (ich weiß nicht was der Auslöser war) fing es an, dass ich wollte, dass er viel öfter bei mir ist als ich bei ihm. Das war aber nicht so, dass ich mich bei ihm nicht wohl gefühlt habe, sondern das war, weil ich dann näher bei meiner Mutter war. Zum Schluss war es dann so extrem, dass ich immer die Krise bekommen habe, wenn wir mal länger bei ihm waren. Meine Mutter war mit diesem Freund im Grunde schon einverstanden und sie haben sich auch gut verstanden. Vor der Beziehung mit diesem Freund habe ich am Wochenende immer sehr viel mit meiner Mutter gemacht (einkaufen, spazieren, schwimmen). Das hörte dann logischerweise auf. Irgendwann hat meine Mutter dann mal gesagt, dass es schön wäre, wenn ich nicht jeden Sonntag weg wäre und auch mal daheim wäre. Ab da war es für mich dann so schwer, von Samstag auf Sonntag bei meinem Freund zu übernachten. Ich habe auch immer mehr gemerkt, wie ich alles auf einmal schlecht fand, was mit meinem Freund zu tun hatte. Ich habe seine Eltern nicht gemocht, ich habe seine Heimatstadt nicht gemocht. Ich habe mir das alles schlecht geredet. Und ich wusste nicht warum. Ich war auch froh, als dann mein Freund mal was anderes vor hatte, damit ich was mit meiner Mama machen konnte. Dann als das Studium zu Ende war und ich meine Arbeit begonnen habe ist es auch nicht besser geworden. Meine Mutter hat mal gesagt, dass ich unter der Woche ja nicht bei meinem Freund schlafen werde, weil ich ja am nächsten Tag in die Arbeit muss. Dann war für mich klar: ich werde nie unter der Woche bei ihm schlafen. Weil meine Mama das will und ich ihr anders weh tun würde. Innerlich habe ich mir es aber oft gewünscht. Naja. Irgendwann war es dann so, dass immer wenn mein Freund da war, wir bei meinen Eltern saßen und mit ihnen gefrühstückt haben, Kaffee getrunken haben und Abend gegessen haben. Während der Beziehung hab ich auch kaum noch Freunde gehabt, weil ich die Zeit, die ich nicht mit meinem Freund verbracht habe, ausschließlich mit meiner Mama verbracht habe.

Irgendwann ging diese Beziehung dann zu Ende. Auch vielleicht ein bisschen wegen meiner Art.

Naja - mittlerweile glaube ich, dass ich "krank" bin. Entweder Depressionen oder was weiß ich. Mittlerweile ist es so:

Ich bin 28, habe einen Job und wohne noch zuhause bei meinen Eltern. Ich habe ein großes Zimmer im OG des Hauses, ein eigenes Bad. Aber keine eigene Küche und keinen separaten Eingang und auch keine abgeschlossene Wohnung (eher offenes Wohnen).

Ich verbringe sehr viel Zeit daheim, vor allem mit meiner Mama.

Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich mit Freunden treffen will, weil ich denke, dass ich meine Mama dann alleine lasse und eigentlich viel lieber was mit ihr machen will. Meistens sage ich dann ab und verbringe lieber den Tag und /oder Abend daheim bei meiner Mama. Wenn mich jemand fragt, ob ich Zeit habe, kommt ein ganz komisches Gefühl in mir auf (so drückend im Brustbereich) und ich sage immer dass ich mal schauen muss. Dann rede ich immer erst mit meiner Mama drüber. Ich weiß, dass ich ein sehr enges (wahrscheinlich zu enges) Verhältnis zu meiner Mama habe. Immer in meiner Mittagspause telefoniere ich mit ihr. Ich gehe immer zusammen mit ihr einkaufen, wir machen zusammen Sport, wir unternehmen am Wochenende was zusammen, wir essen zusammen und wir verbringen jeden Abend zusammen.

Es ist so schlimm, weil ich immer ein schlechtes Gefühl habe, wenn ich was anderes mach. Es ist mittlerweile schon so schlimm, dass ich sogar ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich mal oben bin und ein Buch lese oder so.

Und jetzt das allerschlimmste: Ich habe nun einen Mann kennengelernt, den ich schon sehr mag. Ich habe aber festgestellt, dass ich absolut gehemmt bin. Als ich ihn kennengelernt habe, habe ich schon Angst bekommen wie das wird. Weil mit Freund habe ich ja noch mehr Stress (jetzt muss ich ja nur Mama und Freunde unter einen Hut bekommen - wie wird das mit Freund ???) Ich kann mich gar nicht freuen. Immer wenn er mich fragt, ob wir uns sehen, schaue ich erst, was meine Mutter dazu sagt. Ich habe Angst, dass er mitbekommt, was ich für eine bin. Ich habe Angst, dass ich dadurch meine Mama verliere. Ich habe Angst, dass ich dann wieder meine Freunde vernachlässige.

Ich habe einfach Angst, selbstständig zu werden. Ich merke auch, dass das mein ganzes Leben kaputt macht. Ich würde so gerne Spaß mit meinen Freunden haben. Aber stattdessen sitze ich immer nur daheim. Das Problem ist auch, dass ich merke, dass meine Art auch die Beziehung zu meiner Mama kaputt macht. Immer wenn ich daheim bin muss ich weinen und ich sage ihr immer was ich für Probleme hab. Wir haben auch keinen Spaß mehr zusammen, weil ich immer depressiv bin. Komischerweise geht es mir aber gut, wenn ich was mit Freunden mach. Da fühle ich mich dann so frei. Ich habe immer so Angst, meine Mama zu verletzen und zu verlieren. Und aber auch Angst, dass ich nie erwachsen werden. Ich mein, ich bin 28. Da ist das doch nicht normal.

Was soll ich denn machen ??? :-(

Antworten
DAumal


Sonnenschein_85

Was soll ich denn machen ???

Ins kalte Wasser springen und ausziehen.

Es ist so schlimm, weil ich immer ein schlechtes Gefühl habe, wenn ich was anderes mach. Es ist mittlerweile schon so schlimm, dass ich sogar ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich mal oben bin und ein Buch lese oder so.

Wie kommt das?

Immer wenn ich daheim bin muss ich weinen und ich sage ihr immer was ich für Probleme hab.

Was sagt deine Mutter?

Slmarag>dauge


Dass Du inzwischen auch in der Zeit, die Du mit Deiner Mutter verbringst, nicht glücklich bist, ist doch ein deutliches Anzeichen dafür, dass Du etwas ändern musst.

Du hast alles gut beschrieben, Du kennst das Problem.

Es wird Zeit, dass Du Dich von Deiner Mutter abnabelst. Ja, Du wirst sie damit verletzen, denn sie bindet dich extrem an sich, was ich überhaupt nicht gut finde, denn bei einer Mutter sollte das Wohlergehen des Kindes an erster Stelle stehen, und ich glaube, das tut es bei ihr nicht. Ja, Du wirst sie verletzen, aber NEIN, Du wirst sie nicht verlieren. Abnabelung heißt nicht Trennung, Abstand nehmen heißt nicht weggehen.

Du wirst nicht umhinkommen, mit ihr ein offenes Gespräch zu führen und ihr das alles so zu erzählen, wie Du es hier schreibst. Dass Du sie liebhast, aber dass es Zeit für Dich wird, ein eigenes Leben zu führen, in dem sie nicht mehr die übergeordnete Rolle spielt. Das wird sie sehr traurig machen für den Moment, aber sie wird lernen müssen loszulassen. Es kann auch nicht in ihrem Sinne sein, dass ihr Kind depressiv und unglücklich ist, weil sie es an sich bindet in einer Zeit, wo das Kind erwachsen ist und sein eigenes Leben gestalten muss.

Wie gesagt, es wird für sie nicht einfach, zumal das schon viel zu lange so geht, aber es ist NICHT Deine Aufgabe, Deine Mutter glücklich zu machen. Du bist erwachsen. Sie ist erwachsen. Sie hat, wenn ich es richtig verstehe, auch einen Partner, richtig? Dann solltest Du vielleicht auch ihn ins Boot holen, setzt euch zusammen und redet offen und ehrlich miteinander. Und noch mal: Wenn ein Kind flügge ist und sein eigenes Leben führt, heißt das nicht, dass die Mutter-Kind-Beziehung kaputtgeht, im Gegenteil, sie geht (innerlich) kaputt, wenn man ein Kind zulange festhält, und das merkst Du gerade selbst.

Diuxmal


Smaragdauge

Ja, Du wirst sie damit verletzen, denn sie bindet dich extrem an sich, was ich überhaupt nicht gut finde, denn bei einer Mutter sollte das Wohlergehen des Kindes an erster Stelle stehen, und ich glaube, das tut es bei ihr nicht.

Das ist doch gar nicht gesagt. Es gibt durchaus auch die umgekehrte Situation: Das "Kind" lässt eine Abnabelung nicht zu und die Eltern haben keine Ahnung was sie machen sollen.

Sonnenschein_85

Was ist mit deinem Vater? Was sagt er dazu?

S4onnebnscyhein_x85


Ich glaube, das wäre das schlimmste für mich. Ich kann es mir echt nicht vorstellen, meine Mutter alleine zu lassen. Ich hab ja schon Panik, wenn ich jemanden kennenlerne, weil ich dran denke, dass es irgendwann mal "normal" ist, mit dem Partner zusammen zu ziehen. Ich weiß echt nicht, was das ist und woher das kommt. Ich glaube einfach, ich unternehme viel zu viel mit ihr. Ich mache das so gern, in ihrer Nähe zu sein. Aber ich merke ja auch selbst, dass das nicht normal ist.

Meine Mutter habe ich glaub ich mit meiner Art auch schon ganz kaputt gemacht. Sie tut immer sehr stark, aber ich glaube, sie belastet das auch sehr. Sie glaubt immer, dass sie schuld ist. Meine Mama hört mir immer zu und sagt auch, dass wir uns da beide dran gewöhnen müssen, dass es auch mal anders ist und dass es uns beiden schwerfallen wird. Ich glaube, sie will innerlich auch nicht, dass ich "erwachsen" werde, aber will mir auch nicht im Weg stehen. Mein Problem ist, dass ich eigentlich keine eigene Meinung habe. ich richte mich immer nach der Meinung meiner Mutter. Manchmal fühle ich mich anhänglicher und unselbstständiger als eine 20-jährige. Ich weiß nicht, ob das eine Depression ist oder sonst was. Es ist jedenfalls nicht normal. Wie gesagt, dass schlimmste ist echt immer, dass ich denke, ich lasse meine Mutter alleine. Ich bin halt total das Gewohnheitstier. Z.B. gehe ich immer mit meiner Mama schwimmen, weil wir das beide sehr mögen. Das ist "unser" Hobby. Es ist schon Ritual, dass wir immer wenn es geht zusammen schwimmen gehen. Der, den ich kennengelernt hab, liebt auch schwimmen und ist immer im gleichen Bad. Jetzt hab ich Angst, dass dadurch die Zeit mit meiner Mama weggenommen wird. Wir haben das doch immer so gemacht und ich weiß auch, dass es meiner Mama Spaß macht. Und sie wäre bestimmt traurig, wenn es nicht mehr so wäre. Mein Problem ist, dass ich glaube, dass man ENTWEDER Freund haben kann ODER Freunde ODER Mutter. Es ist wirklich so schwer. Ich weine so oft daheim, weil ich einfach normal sein will.

MRiRoxLi


Ins kalte Wasser springen und ausziehen.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Meine Tochter ist so alt wie du. Wenn ich mir vorstelle, sie würde jedes Wochenende mit meiner Frau verbringen – wo bliebe ich denn da? Was sagt denn dein Vater? Was ist denn da los?

HZapp-y B]ananxa


Ich fürchte alleine schaffst du die Abnabelung nicht. Da wird professionelle/ therapeutische Hilfe von Nöten sein.

Das Beste ist natürlich möglichst schön morgen auszuziehen. Und wenn möglich um die 100-200 km von deiner Mutter weg. So das du gar keine Möglichkeit hast einfach mal deine Mutter zu besuchen. Schau mal irgendwann willst du doch vielleicht eine eigene Familie haben einschließlich Kinder. Wie willst du das aber schaffen wenn du deiner Mutter so verdammt hörig und so abhängig von ihr bist? Deine Mutter muss sich endlich ein eigenes Leben aufbauen und aufhören dich wie ihre Laibeigene zu behandeln. Du gehörst ihr nicht. Und sie hat kein Recht dir ständig schlechtes Gewissen einzureden. Klingt ziemlich nach Narzissmus bei deiner Mutter. Lies dir mal den Link durch.

[[http://www.narzissmus.org/eigenschaften-narzisstischer-mutter.php]]

S3onn@enPscheMin6_8x5


Ich habe schon so oft mit ihr gesprochen und sie sagt auch immer, dass ich langsam Schritt für Schritt wieder "normal" werden soll. Sie denkt, dass ich eine Depression habe (Sie hatte früher auch mal Angstzustände) und ich glaube, sie sieht das nicht als Problem zwischen uns.

Mein Vater hält sich da ziemlich raus. Er sagt nur immer mal, dass es nicht normal ist, dass ich mit 28 so unselbstständig bin. Ich hatte schon immer ein engeres Verhältnis zu meiner Mutter als zu meinem Vater. Auch meine Eltern haben eher so eine "Ehe auf dem Papier". Sie haben sehr wenig gemeinsame Interessen, streiten viel, fahren auch nie zusammen in den Urlaub.

Was mir auch noch einfällt: Wenn meine Eltern mal bei Freunden eingeladen sind oder so, dann geht es mir viel besser, weil dann kann ich mal einfach was machen ohne schlechtes Gewissen. Was ist das denn? :-(

D*umal


Sonnenschein_85

Ich kann es mir echt nicht vorstellen, meine Mutter alleine zu lassen.

Wie kommst du darauf, dass deine Mutter alleine wäre?

Mein Problem ist, dass ich eigentlich keine eigene Meinung habe. ich richte mich immer nach der Meinung meiner Mutter.

Ich lese das ein bisschen anders. Du scheinst aus dem was deine Mutter sagt ein Extrem zu machen. Du scheinst da einfach nicht den riesigen Graubereich zu sehen.

Irgendwann hat meine Mutter dann mal gesagt, dass es schön wäre, wenn ich nicht jeden Sonntag weg wäre und auch mal daheim wäre. Ab da war es für mich dann so schwer, von Samstag auf Sonntag bei meinem Freund zu übernachten. – Zwischen dem was deine Mutter gesagt hat und dem was du daraus gemacht hast sind ja Lichtjahre.

Meine Mama hört mir immer zu und sagt auch, dass wir uns da beide dran gewöhnen müssen, dass es auch mal anders ist und dass es uns beiden schwerfallen wird.

Ja, wird es sicherlich. Es ist eine Umstellung. Die Frage ist, ob du das willst?!

Mein Problem ist, dass ich glaube, dass man ENTWEDER Freund haben kann ODER Freunde ODER Mutter.

Ist dir denn irgendwo klar, dass das Blödsinn ist?

Slon(nenschexin_85


Wie kommst du darauf, dass deine Mutter alleine wäre?

Weil ich immer alles mit meiner Mama gemacht habe. Meine Eltern machen nicht viel zusammen.

Ja, wird es sicherlich. Es ist eine Umstellung. Die Frage ist, ob du das willst?!

Ich wünsche mir es einerseits so sehr, andererseits habe ich halt auch so Angst davor.

Mein Problem ist, dass ich glaube, dass man ENTWEDER Freund haben kann ODER Freunde ODER Mutter

Ist dir denn irgendwo klar, dass das Blödsinn ist?

Ja, das ist mir klar. :-(

SqonneSnsch^ei1n_85


Wie kann ich denn zu einzelnen Absätzen antworten bzw. wie kann ich die einzelnen Absätze in so Textfelder bringen? Danke

Dgumaxl


Sonnenschein_85

Weil ich immer alles mit meiner Mama gemacht habe. Meine Eltern machen nicht viel zusammen.

Deine Eltern können ja auch nicht viel miteinander machen. Die Ehe hat ja gar keinen Platz. Ihr blockiert euch ja gegenseitig. Wer da den Stein des Anstoßes gibt und die treibende Kraft ist...Keine Ahnung. Was meinst du?

Ich wünsche mir es einerseits so sehr, andererseits habe ich halt auch so Angst davor.

Willst du? Dass du es gerne anders hättest; geschenkt. Das du Angst hast; ebenfalls geschenkt. Die Frage ist ja eben, ob du etwas ändern willst? Ob du also bereit bist Veränderungen, trotz deiner Angst, in Angriff zu nehmen?

NaordiX8x4


Ich würde nicht ständig versuchen das auf irgend ne Krankheit oder ein psychisches Problem zu schieben. Da machst du dir die Sache zu einfach und nimmst die Verantwortung schonwieder von dir, denn bei ner Krankheit kannst du ja wieder nix dafür.

Ich frage mich hier was zuerst da war, Huhn oder Ei. Hat die Mutter zuerst die Tochter eingeschränkt und zum bleiben manipuliert oder hat die Tochter sich zuerst extrem an die Mutter geklammert ?

So oder so, in meinen Augen bringen kleine Schritte garnix. Such dir ne Wohnung und zieh da zum 01.07.2014 ein, egal ob die perfekt ist oder ob Möbel fehlen. Einfach schonmal Distanz erzeugen und die Möglichkeit des permanenten aufeinander hänges unterbinden.

Falls dir das zu extrem ist dann fang halt doch mit kleinen Schritten an. Hör auf deine Mutter jeden Tag anzurufen, geh alleine einkaufen und unternimm am Wochenende was mit dem Typen den du so intressant findest.

D0umxal


[[http://www.med1.de/Hilfe/Formatieren/ Texte formatieren]]

S7m*aragd%auxge


Ja, Du wirst sie damit verletzen, denn sie bindet dich extrem an sich, was ich überhaupt nicht gut finde, denn bei einer Mutter sollte das Wohlergehen des Kindes an erster Stelle stehen, und ich glaube, das tut es bei ihr nicht.

Das ist doch gar nicht gesagt. Es gibt durchaus auch die umgekehrte Situation: Das "Kind" lässt eine Abnabelung nicht zu und die Eltern haben keine Ahnung was sie machen sollen.

Ich glaub eher, dass das Festhalten primär vom Elternteil ausgeht. Und sei es, dass er unbewusst Signale versendet, wie z.B. eine unglückliche Ehefrau ihr Kind indirekt wissen lässt, dass das Kind das einzig Wichtige in ihrem Leben ist. Kann für manche Kinder schon reichen, sich verantwortlich für die Mutter zu fühlen.

Für mich liest sich das jedenfalls überhaupt nicht so, dass die TE nicht wegwill und sich zu Hause wohlfühlt, im Gegenteil, sie fühlt sich außerhalb der elterlichen Wohnung deutlich besser, befreiter, glücklicher, aber etwas in ihr, gekoppelt mit einem schlechten Gewissen, hält sie bei ihrer Mutter.

Ich kann auch schon verstehen, dass das kein Mann mitmacht, wer möchte schon ein Mama-Kind? Mit 28 haben nicht wenige schon eigene Kinder und Familie.

Also liebe TE, Du bist nicht für Deine Eltern verantwortlich, vielleicht ist es sogar eine große Chance, wenn Du endlich ausziehst und Dein eigenes Leben führst, dass Deine Eltern sich wieder mal miteinander beschäftigen. Dann wäre vielleicht auch Deine Mutter gezwungen, sich über ihr eigenes Leben klarzuwerden und sich nicht ständig in ihren Mama-Tochter-Himmel zu flüchten und damit ihren eigentlichen Problemen aus dem Weg zu gehen.

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