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Ich, 28, kann mich nicht von meiner Mutter lösen

TBhis sTwiXligSht: Gardxen


Ich mache das so gern, in ihrer Nähe zu sein. Aber ich merke ja auch selbst, dass das nicht normal ist.

ich kann nicht so ganz rauslesen, ob du nun einfach gerne viel zeit mit deiner mutter verbringst, oder ob du das gefühl hast, du bist für sie verantwortlich?

wenn ersteres der fall wäre: ist doch nicht schlimm. wenn du einfach gerne viel mit deiner mutter unternimmst weil ihr quasi wie freundinnen seid, ist das so. nur weil andere anders sind, kann es dir doch egal sein...

aber hier

Wenn meine Eltern mal bei Freunden eingeladen sind oder so, dann geht es mir viel besser, weil dann kann ich mal einfach was machen ohne schlechtes Gewissen.

widersprichst du dir. hier schreibst du, das du also ansonsten ein schlechtes gewissen hast. also doch nicht so ganz freiwillig alles.

du fühlst dich für deine mutter verantwortlich. vlt, weil sie keine/wenig freunde hat, dein vater keine interessen mit ihr teilt oder sie dich immer viel mit in ihre welt/probleme involviert hat?

da hilft nur eine gesprächst/verhaltenstherapie.

KXrabbeUlkäMferl'e


Man meint, dass deine Mutter die unbewusst irgendwelche Signale vermittelt und da darauf reagierst. Ich habe auch eine Freundin, die partout nicht daheim auszieht und immer andere Ausreden hat (die letzte war, dass ihr Bräter nicht in den Ofen ihres Freundes passt) und da hört man doch auch immer mal deutlich aus ihren Erzählungen heraus, dass ihre Mutter damit einfach ein Problem hat. Spätestens als der Satz fiel, dass ihre Mama doch gerne hätte, dass sie ihre Wäsche dann wenigstens noch nach Hause zu waschen bringt, war klar wo das Problem liegt.

Früher durfte sie auch manchmal nicht zwei Wochenenden nacheinander weg (Mittags, mit uns in die Stadt, also nichts aufregendes), was heißt "durfte", ihrer Mama war das nicht so recht.

Ich bin auch erst ausgezogen vor ein paar Tagen und habe die ersten Tage ein paar Tränen vergossen. Inzwischen finde ich es ganz super, ich bin trotzdem täglich daheim, weil ich noch dies oder jenes vergessen habe und meine Tiere dort sind.. Aber das legt sich vermutlich mit der Zeit. Und ich bin deutlich jünger wie du ;-)

Such dir was eigenes. Deine Mama ist alt genug alleine klar zu kommen. Schau nach einer schönen Wohnungen und bis dahin fang an selbstständig rauszugehen oder für den Anfang erst mal nur einen ganzen Abend nicht runter zu deiner Mutter zu sitzen ;-) Alleine einkaufen zu gehen usw. Stück für Stück, du musst die Freiheit neu entdecken.

WTetGterxau


....und sage,denke und schreibe ab heute meine Mutter und nicht Mama...das ist die erste Distanzierung vom

Kindsein...und mit Deinem Abstand gibt es vielleicht auch eine Möglichkeit für eine Verbesserung und Annäherung

zwischen Deinem Vater und Deiner Mutter?!Ich denke,das geplante Ausziehen müßtest Du praktizieren um Dich nicht

im Klein,Klein zu verzetteln und Dich Der Umwelt auch so zu öffnen,wie es Dir vom Alter her möglich und notwendig

erscheint.Alles Gute.Und lerne,das ein gesundes an sich denken kein Egoismus ist! Ich hoffe,daß Du wenigstens eine gute Freundin hast,welche Dich in den ersten Wochen in allem unterstützt.Lenke Dich ab und beschäftige Dich viel,mit allem

was Dich interessiert,alleine oder mit anderen Menschen.

g+at&o


Ich denke nicht, dass das Problem deine Mutter ist. Dass sie viel Zeit mit dir verbringt, liegt wohl auch einfach daran, da sie weiß, dass die Zeit mit dir begrenzt ist.

Ich sehe das ähnlich wie meine Vorschreiber, dass du das Problem größer machst als es ist und lieber nach Ausreden suchst als Verantwortung zu übernehmen. Denn den Schritt zur Abnabelung musst du machen. Sie wird darüber nicht glücklich sein, ich bezweifele aber, dass sie dich davon abhalten wird. Du schreibst sehr ambivalent, dass zeigt, dass du den Anfang machen musst und dir klar werden sollte, was du willst. Auf deine Mutter brauchst du keine Rücksicht nehmen. Sie weiß, dass der Tag kommen wird, wo du ausziehst. Verletzt wird sie nicht sein, sondern traurig. Aber das ist fast jede Mutter, wenn es soweit ist.

Und wer sagt, dass ihr nicht immer noch Zeit zusammen verbringen könnt? Behaltet eure Rituale, aber beschränkt sie auf 1x die Woche/Monat, etc. Dann bleibt noch genug Zeit für Freunde, Männer und die anderen Freuden des Lebens. Auch für deine Mutter! ;-)

MIrs.ShpopaSholic


Liebe TE,

deine Schilderungen haben mich zu großen Teilen an mich und das Verhältnis zu meiner Mutter erinnert.

Ich liebe meine Mutter über alles. Sie ist für mich das absolut das Wichtigste und hat immer Priorität. Wenn sie nicht zu Hause ist, fühle ich mich auch nicht zu Hause und warte nur darauf, dass sie wieder kommt. Meine Freizeit verbringe ich auch fast ausschließlich mit ihr und meinem Freund. Mein Freund wohnt mittlerweile fast schon bei uns zu Hause, während ich noch kein einziges Mal bei ihm übernachtet habe, weil ich einfach in der Nähe meiner Mutter sein will.

Bei mir hat es aber auch noch den Hintergrund, dass mein Vater auch noch bei uns wohnt, das Verhältnis aber absolut miserabel ist. Er behandelt uns und vor allem meine Mutter wie den letzten Dreck und redet fast nie mit uns, hilft nichts etc.

Außerdem traue ich ihm mittlerweile auch zu, dass er sie mal physisch verletzen könnte, da er sehr schnell sehr aggressiv wird. Ich habe einfach das Gefühl, meine Mutter beschützen zu müssen. Außerdem könnte ich den Gedanken nicht ertragen, wenn ich mich irgendwo mit Freunden amüsieren gehe und sie säße zu Hause und würde von meinem Vater terrorisiert werden.

Die Situation ist sehr schwierig. Natürlich wäre es wohl gut, wenn du ausziehen würdest, aber ich weiß auch von mir, dass das wahnsinnig schwer ist und von daher habe ich den Absprung auch noch nicht geschafft, wenngleich mir die Vorstellung, immer nur ein abhängiges und nicht selbstständiges Leben zu führen, Angst macht. Die größte Angst wäre jedoch andererseits, ohne meine Mutter zu sein.

M-rs.Szhopahxolic


Was mir auch noch einfällt: Wenn meine Eltern mal bei Freunden eingeladen sind oder so, dann geht es mir viel besser, weil dann kann ich mal einfach was machen ohne schlechtes Gewissen.

Genau so ist es bei mir auch!

tjuffaxrmi


ich habe zunächst mal nur den eingangsbeitrag gelesen.bei all deinen schilderungen, fragt man sich, hat deine mutter denn kein eigenes leben, keine freunde, ist sie so sehr auf dich angewiesen, vermittelt sie dir bewusst oder unbewusst, dass sie sonst niemanden hat?

wenn dem so ist, dann hat eigentlich eher deine mutter ein problem, in das du eben jetzt aus empathie und loyalität mit gefangen zu sein scheinst.

eines musst du dir immer vor augen halten: deine mutter ist ein erwachsener mensch, die ihr leben allein im griff haben sollte, für sie musst und solltest du keine verantwortung übernehmen. wenn sie außer dir niemanden hat, dann ist das nicht deine schuld und du musst auch kein schlechtes gewissen haben, ein eigenes leben zu haben – abseits von zuhause.

Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich mit Freunden treffen will, weil ich denke, dass ich meine Mama dann alleine lasse und eigentlich viel lieber was mit ihr machen will.

S&onneinschein_x85


deine Schilderungen haben mich zu großen Teilen an mich und das Verhältnis zu meiner Mutter erinnert.

Wie alt bist du und hattest du diese enge Verbindung zu deiner Mutter schon immer?

Mein Freund wohnt mittlerweile fast schon bei uns zu Hause, während ich noch kein einziges Mal bei ihm übernachtet habe, weil ich einfach in der Nähe meiner Mutter sein will

Wie alt ist dein Freund und was sagt er dazu? Als ich noch mit meinem Ex-Freund zusammen war war auch immer alles gut, wenn er bei mir war und ich die beiden um mich herum hatte.

Bei mir hat es aber auch noch den Hintergrund, dass mein Vater auch noch bei uns wohnt, das Verhältnis aber absolut miserabel ist. Er behandelt uns und vor allem meine Mutter wie den letzten Dreck und redet fast nie mit uns, hilft nichts etc

So ähnlich ist es auch. Mein Vater ist ein alter "Grieskram". Er ist nicht böse zu meiner Mutter, aber er macht nicht gerne was mit ihr. Er arbeitet gern im Garten und abends will er Zeit für sich. Ich denke auch immer, dass ich dann Zeit mit ihr verbringen muss. Ich weiß, ich schreibe immer von muss. Aber ich MUSS und WILL. Das ist ganz komisch. Aber ich merke innerlich natürlich auch, dass mich das in meinem Leben total einschränkt...

Hast du mit deiner Mutter darüber schon mal gesprochen? Wenn ja, was sagt sie dazu?

Bei mir ist es auch immer so, wenn ich am Wochenende drei Einladungen von Freunden habe, dann nehme ich höchstens ein an, weil ich denke, dass ich sonst gar keine Zeit mehr habe mit meiner Mutter. Aber ist es denn nicht eigentlich umgekehrt "normal"? Oh man, das macht mich echt noch total fertig.

Komischerweise ist dieses Gefühl immer um einiges stärker, wenn ich jemanden kennenlerne, mit dem etwas entstehen könnte. Wahrscheinlich habe ich dann Angst, dass eine Partnerschaft die momentane Beziehung zu meiner Mutter enorm ändern würde. Was ja definitiv auch der Fall ist.....

tuemaxre


Wie Andere hier, so bin auch ich der Meinung, dass Du Zuhause ausziehen musst. Dein Verhältnis zu Deiner Mama ist nicht normal und die Bindung wird mit zunehmendem Alter von ihr noch schlimmer werden.

Du versuchst für Deine Mama ein Ersatzpartner zu sein. Das ist nicht richtig und wenn Dich deine Mama wirklich liebt, sollte sie dich darin unterstützen von zu Hause auszuziehen.

B[rea0kingzBad


ich kenne das auch, ich hab bis 24 (bin jetzt 28) auch zu Hause gewohnt, hatte zwar mein eigenes Reich, hab aber meine Mum desöfteren am Tag gesehen (hatte trotzdem Zeit für Partnerin/Freunde etc.)

Als ich dann ausgezogen bin ich auch in nem Radius hingezogen so das ich locker in 5-10 Minuten bei Ihr sein konnte wenn was gewesen wäre. Also sowas wie ne andere Stadt, Ausland oder in Berlin studieren wäre für mich auch nie mögklich gewesen, weil ich mir immer gedacht hätte, was ist wenn sie mich akut braucht kann ja nicht sagen bin in ca. 12 Stunden da oder so

Also ich hatte auch immer eine krasse Mutterbindung , haben fast jeden Tag telefoniert, uns min. 2 mal die Woche gesehen und so. Aber ich hatte nie das Gefühl das mich das einschränkt oder so. Sie hatte eben einen super wichtigen Stellenwert in meinem Leben. Wir haben gestritten, gemeckert, gelacht eben ne gute Zeit zusammen gehabt. Andere nannten es Muttersöhnchen oder soetwas ^^ Hab eben nur probiert alles unter einen Hut zu kriegen ..also Arbeit , Freunde, Partnerin und sowas eben. Hatte aber nie das Gefühl das ich in irgendeiner Schuld stehe und das machen muss mit meiner Mum.

Nun ist meine Mutter letztes Weihnachten für meinen Augen an einer Lungenembolie erstickt. Das hat mich wohl in ein größeres Loch gerissen als ich mir eingestehen will und deswegen bin ich hier :-)

Das ist wohl der Unterschied. Ich glaub du müsstest dann da einen Cut setzen und Regeln für dich aufstellen wenn dich das so sehr belastet. Mit deiner Mum darüber reden, einfach mal machen und sehen was passiert. Nimm dir aufjendenfall für alles was du machen willst die Zeit. Wenn du eben Sonntag nicht da bist , hängt ihr eben Montag ne Stunde zusammen ab z.B. ..sowas in der Art

Und zieh ruhig aus..du bist ja nicht aus der Welt , könnt ja euch immer noch sehen oder eben nicht, könnt telefonieren. Tue aufjedenfall nichts aus Zwang. Wenn du Bock drauf hast tue es wenn nicht sag ihr eben das du keine Zeit dann und dann hast und das ihr eben an nem anderen Tag das und das macht.

Erwachsen werden heißt sein eigenes Leben zu Leben aber nicht wie manche hier schreiben seinen Eltern komplett den Rücken zu kehren weil man ja auf eigenen Beinen stehen muss. Es heißt ja nicht umsonst man ist bis zum Ende eine Familie und Kinder werden immer Kinder bleiben :-) :-)

(hoffe ich konnte was objektives Beitragen und bin nicht selbst so befangen :-) ":/ :-) )

K\l2eio


Sonnenschein_85

Ja, wird es sicherlich. Es ist eine Umstellung. Die Frage ist, ob du das willst?!

Ich wünsche mir es einerseits so sehr, andererseits habe ich halt auch so Angst davor.

Beanwortet nicht die Frage, ob Du etwas ändern willst.

Aber ich MUSS und WILL.

Damit ist die Frage allerdings beantwortet.

truDffarmxi


Erwachsen werden heißt sein eigenes Leben zu Leben aber nicht wie manche hier schreiben seinen Eltern komplett den Rücken zu kehren weil man ja auf eigenen Beinen stehen muss. Es heißt ja nicht umsonst man ist bis zum Ende eine Familie und Kinder werden immer Kinder bleiben

man bleibt immer kind der eltern und umgekehrt, aber diese beziehung elebt im laufe des lebens unterschiedliche phasen.

mir scheint, dass manche mütter ihren kindern nicht wirklich flügel zum fliegen mitgeben in der erziehung. bei den kindern würde ich keine schuld suchen, und in deinem fall hattest du ja nicht mal einen leidensdruck, also soweit alles im grünen bereich.

Ncormdi8x4


Ich finde den Punkt von BreakingBad gut und wichtig:

Auch wenn es hart klingt, deine Mutter wird nicht ewig da sein. Ob sie jetzt durch nen Unfall, Krankheit oder aus natürlichen Gründen verschwindet spielt dabei keine Rolle, irgendwann wird das aber passieren. Was ist, wenn das erst in 20 oder mehr Jahren passiert ? Willst du dann, das dir mit 50 der Boden unter den Füßen weggezogen wird ?

Jetzt kannst du erste Schritte unternehmen und auf eigenen Beinen stehen. Den Kontakt zu deiner Mutter verbietet dir ja niemand aber du solltest ihn nach und nach ausschleichen und auf ein "normales" Maß begrenzen.

BhrelakhingBad


@ tuffarmi

klar gibt es eltern die ihre kinder abhängig machen und probieren sie ewig an sich zu binden

ich glaub ich hab auch etwas am thema vorbeigehauen ..weil bei der TE ja ein leidensdruck herrscht ... war auch mehr an die Leute gerichtet bei denen ich die auffassung hatte das beim erreichen der selbstständigkeit das eltern-haus nicht mehr wichtig ist und nur noch die gründung einer neuen familie besteht und das was hinter einem liegt (die eltern) dann erst in zweiter reihe kommen

cWhaxot


Liebe TE, es könnte auch eine Lösung sein, wenn du in eine Eigene Wohnung, im selben Ort ziehst. Da kannst du deine Mutter öfter besuchen. Der erste Schritt der Abnablung ist auch getan. Ich kann dich gut verstehen. Mein Vater steht mir auch sehr nahe und ich habe einiges mit Ihn unternommen, wie Sport und Schwimmen. Auch ich bin spät ausgezogen. Seit dem Auszug hatte sich das Verhältnis zu meinen Eltern gewandelt. Früher waren sie Eltern und ich war Das Kind. Heute sehe ich sie als gute Freunde. Besonders mein Vater ist mir sehr ans Herz gewachsen. Gemeinsamen Sport und Schwimmen hab ich erst nach den Auszug so richtig genießen können. Kann ja sein, dass du das dann auch anders erlebst.

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