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Ich, 28, kann mich nicht von meiner Mutter lösen

MpiRoLxi


Vor einiger Zeit gab es hier schon mal einen ähnlichen Faden. Damals und hier, waren die Töchter immer auch Partnerersatz in einer gescheiterten Ehe. Das scheint doch ein häufiges Muster zu sein.

Vor diesem Hintergrund darf man – bei allem berechtigten Appell an die Eigeninititive der TE – die Rolle der Mutter nicht aus den Augen verlieren. Ich denke schon, dass hier Abhängigkeiten ausgenutzt und subtil geschürt werden.

tcuf;farxmi


die Rolle der Mutter nicht aus den Augen verlieren. Ich denke schon, dass hier Abhängigkeiten ausgenutzt und subtil geschürt werden.

ganz sicher!

c}h]aot


Die Mutter meint es bestimmt nicht böse mit ihr. Auch wenn es ihr weh tut, wird sie Ihr Kind Ziehen lassen. Die TE muss nur wollen.

tFuffaxrmi


Die Mutter meint es bestimmt nicht böse mit ihr. Auch wenn es ihr weh tut, wird sie Ihr Kind Ziehen lassen. Die TE muss nur wollen.

wenn die te jetzt schon ständig ein schlechtes gefühl und gewissen hat der mutter gegenüber, also wenn sie mal nicht bei ihr ist, dann wird sich das auch mit dem auszug nicht mal eben ändern.

ich kenne selbst auch genug fälle, wo den kindern subtil immer ein schelchtes gewissen eingetrichtert wird, also ganz ohne den fall hier konkret bewerten zu wollen, sehe ich das insgesamt nicht ganz so problemlos und rosig wie du.

Skonnenslchein_x85


Ich glaube auch, dass es jetzt immer schlimmer wird, weil ich eben weiß, dass meine Mutter (64) nicht ewig leben wird. Was ich auch weiß ist, dass ich total unbeholfen da stehen werde, wenn es mal soweit ist, dass meine Mutter nicht mehr da ist.

Ich glaube, einige verstehen mich falsch oder ich habe mich nicht richtig ausgedrückt: Meine Mutter belastet das alles auch sehr. Sie macht sich immer totale Vorwürfe und fragt, was sie falsch gemacht hat und so. Es ist ja auch nicht so, dass sie mir was "verbietet".

Mit dem Daheim-Wohnen habe ich ja kein Problem. Wie gesagt, ich habe im ersten Stock ein großes Wohn-/Schlafzimmer, dann habe ich ein Bad und noch ein Studio. Einzig fehlt eine Küche. Ich denke, dass diese emotionale Bindung auch nicht weggehen würde, wenn ich mich räumlich trenne. Irgendwie denk ich manchmal schon, dass ich einen Hau hab. Das alles ist ein Teufelskreis. Immer wenn ich mit meiner Mutter zusammen bin, dann reden wir über mein Problem. Immer! Und meistens endet das immer so, dass ich mit den Nerven am Ende bin und weine. Wenn ich dann aber was mit Freunden mache und Spaß habe, dann habe ich noch mehr ein schlechtes Gewissen, weil ich erst meiner Mutter den Kopf gemacht hab und dann einfach "abhaue" und Spaß hab. Dann fühle ich mich richtig schlecht.

Meine Mutter sagt dann auch immer zu mir, dass ich mir nicht so viele Gedanken machen soll. Sie versucht dann immer, das Gespräch zu wechseln und über was anderes zu reden. Sie meint es sicherlich gut, das WEISS ich auch, aber in dem Moment fühle ich mich dann immer so alleine gelassen. Meine Mutter sagt aber immer (und da hat sie wohl auch recht), dass es ja immer das gleiche ist, was ich sage und es nichts bringt. Sie sagt halt, dass es ihr und mir ja viel besser tun würde, wenn wir die Zeit, die wir zusammen verbringen auch genießen und nicht immer nur über dieses schlimme Thema diskutieren. Und das weiß ich ja auch :-(

Ich finde es auch wirklich sehr interessant, dass einige von euch "ähnliche" Erfahrungen gemacht haben. Das zeigt mir, dass ich nicht ganz so alleine bin mit meinen Problemen.

Ich habe einige sehr gute Freunde, aber denen kann ich das nicht sagen. Ich glaube, dass ich anderen gegenüber trotzdem sehr stark und selbstständig wirke. Und ich kann das sehr gut verstecken, dass ich diese Probleme hab.

t$uffaxrmi


Ich glaube, einige verstehen mich falsch oder ich habe mich nicht richtig ausgedrückt: Meine Mutter belastet das alles auch sehr. Sie macht sich immer totale Vorwürfe und fragt, was sie falsch gemacht hat und so. Es ist ja auch nicht so, dass sie mir was "verbietet".

eine verhaltenstherapie kann in dem fall sicher helfen, schon mal dran gedacht dich beraten zu lassen?

SOonPnMenschqeinx_85


wenn die te jetzt schon ständig ein schlechtes gefühl und gewissen hat der mutter gegenüber, also wenn sie mal nicht bei ihr ist, dann wird sich das auch mit dem auszug nicht mal eben ändern

Das ist es ja. Das habe ich auch gemeint, dass es nichts ändern wird, wenn ich ausziehe.

Ich glaube, ich muss da Schritt für Schritt was machen. Ich darf auch nicht IMMER wenn ich mit ihr zusammen bin mit diesem Thema anfangen. Das macht sie glaube ich kaputt. Und mich und unsere Beziehung zueinander ja sowieso...

MniRXoLi


Mit dem Daheim-Wohnen habe ich ja kein Problem.

Doch, doch und dreimal doch! DAS ist dein PROBLEM!

Es ist ein bisschen wie bei Alkoholabhängigkeit. Wenn der Trinker seinen Schnaps gehts ihm gut, owohl er weiß, dass es ihn langfristig umbringen wird.

Die Entwöhnung tut dann weh, ist aber die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.

Trau dich, zieh aus. :)z

S@m,a\raHgdauxge


Ich glaube so langsam, dass Du Dir wirklich therapeutische Hilfe suchen solltest, wenn Du Dein Leben nicht versauen willst. Du siehst ja selbst sehr reflektiert und deutlich, dass es eher schlimmer werden wird, dass Du, je älter Deine Mutter wird, umso mehr klammern wirst, und sie wird Dich, wenn sie älter wird, sicherlich auch nur zu gerne um sich haben.

Hier wird Dir auch keiner helfen können, dass andere ähnliche Probleme haben/hatten wird Dir kein Stück weiterhelfen, weil jeder seinen eigenen Weg finden muss.

Und es ist schon richtig, was andere schreiben, ein Auszug nützt gar nichts, wenn Du emotional weiter abhängig bleibst und jeden Tag zu Mutti rennst oder täglich mit ihr telefonierst.

Desweiteren sehe ich ein Risiko, dass Du mal an einen Mann geraten könntest, der Deine Neigung zu Unselbständigkeit ausnützt, so dass Du von einer Abhängigkeit in die nächste rutschst und nie erfahren wirst, was Du selbst eigentlich möchtest.

Mein Rat: Suche Dir zu allererst mal therapeutische Hilfe und berate Dich dann dort über Deine nächsten Schritte.

SJonneDnscheizn>_85


eine verhaltenstherapie kann in dem fall sicher helfen, schon mal dran gedacht dich beraten zu lassen?

Ja, das habe ich schon. Sehr oft sogar. Aber ich weiß nicht, wem ich mich anvertrauen kann. Ich wohne nicht in einer Großstadt und weiß nicht, ob es hier einen richtigen Ansprechpartner gibt.

Dann habe ich wieder Angst, dass es mir dann vielleicht schlechter geht :-( Ich habe auch schon meiner Mutter gesagt, dass ich mal irgendwo mich beraten lassen will. Sie sagt, dass ich das sicherlich alleine schaffe. Ich glaube, sie kann sich gar nicht in mich reinversetzen. Sie hatte ja in früheren Jahren mal Depressionen/Angstzustände und war in Behandlung und sehr unzufrieden, weil der Arzt ihr gleich Medikamente verschrieben hat. Sie hat halt Angst, dass es mir nichts bringt, sondern eher verschlechtert.

Außerdem (und das ist auch wieder falsch) denke ich, dass sie dann enttäuscht von mir ist. Ich meine, ich merke ja, dass SIE denkt, dass SIE was falsch gemacht hat. Wenn ich jetzt zur Therapie gehe, dann muss das für eine Mutter doch die schlimmste Enttäuschung überhaupt sein, oder? Ich weiß es nicht.

Ich denke aber, ich werde es das nächste mal ein bisschen bei meinem Hausarzt ansprechen. Mein Problem ist halt echt, dass ich auf Außenstehende immer sehr "stark" wirke....

T8his T{wiliVghtM Gardxen


Mit dem Daheim-Wohnen habe ich ja kein Problem... Ich denke, dass diese emotionale Bindung auch nicht weggehen würde, wenn ich mich räumlich trenne.

sorry, aber da spricht die nackte angst aus dir. irgendwann musst du doch sowieso zuhause ausziehen oder hast du vor dort für den rest deines lebens zu wohen? und natürlich würde sich das gefüge zwischen euch ändern, wenn du alleine wohnst. aber so lange du noch nicht mal das wahrhaben kannst und auch nicht darauf eingehst, ob du nicht eine therapie für sinnvoll halten würdest, ist es nur jammern ohne was zu ändern. genau wie deiner mutter gegenüber.

dHanaex87


Dann war für mich klar: ich werde nie unter der Woche bei ihm schlafen. Weil meine Mama das will und ich ihr anders weh tun würde.

Du willst also deine Mama beschützen. Wird ihr denn sonst im Leben soviel weh getan das du meinst sie könne den ganz normalen Trennungsschmerz den Eltern nunmal haben wenn Kinder gehen nicht aushalten?

Sie leidet auch? Dann macht doch einen Tag in der Woche aus an dem ihr gemeinsam Schwimmen geht. Der Rest der Woche macht ihr nichts zusammen sondern versucht jeder ein eigenes Leben aufzubauen. Ich habe den Eindruck das ihr zwei ein ähnliches Problem habt und euch nun aneinander festklammert. Zwei Ertrinkende die sich gegenseitig retten wollen. Du willst raus, sie will raus, aber keine traut der anderen zu selbst zu schwimmen, keine traut sich als erste loszulassen.

Um es euch leichter zu machen kann deine Mutter sich ein Hobby suchen, einen VHS Kurs oder so, einfach damit du sie gut aufgehoben weißt und sie abgelenkt ist.

t>ufffarmi


Dann habe ich wieder Angst, dass es mir dann vielleicht schlechter geht

daher ja auch der verhaltenstherapeutischen ansatz. da wird eigentlich versucht einem methoden und strategien mit auf den weg zu geben, mit denen man eingefahrene verhaltensmuster überwinden kann – mal laienhaft ausgedrückt – nichts mit großem rückblick in die vegangenheit oder tiefenanalyse. man bekommt konkrete hilfestellung.

vom psychologischen psychotherapeuten bekommt man auch keine medikamente verschrieben, das ist eine reine gesprächestherapie.

schau doch einfach mal nach psychologischen psychotherapeuten in deiner nähe, mit schwerpunkt verhaltenstherapie.

dxanyae8x7


Wann genau hatte deine Mutter diese Angsstörung und wie sieht es nun mit ihrer Gesundheit aus?

D;umaxl


Sonnenschein_85

Sie meint es sicherlich gut, das WEISS ich auch, aber in dem Moment fühle ich mich dann immer so alleine gelassen.

Was soll deine Mutter denn machen? Du sitzt da seit Jahren(?) jeden Tag und jammerst, dass du ja eigentlich gerne...was willst?

Mit dem Daheim-Wohnen habe ich ja kein Problem.

Wieso solltest du auch? Es ist ja bequem. Mama ist für alles da, du kennst es so und fühlst dich wohl. Umgekehrt bist du da und deine Mutter fühlt sich wohl.

Ich teile nicht die Auffassung, dass deine Mutter die treibende Kraft ist. Ihr seid abhängig voneinander. Ändern wollt ihr nichts. Ihr schenkt euch da doch nichts. Es geht ja auch nicht um Schuld, sondern darum wie ihr diese Dynamik durchbrechen könnt – sofern ihr es denn überhaupt wollt. Wie gesagt: Ich sehe bislang nicht, dass ihr etwas ändern wollt.

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