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Ich, 28, kann mich nicht von meiner Mutter lösen

t`ufDfarBmi


auf irgendeine art vermittelt ihr die mutter halt letztlich doch, dass sie eben gerne die tochter um sich hat. ich würde die rolle der mutter in dem ganzen nicht kleiner machen als sie ist.

M`ayfl>owexr


Und es wird immer schlimmer. Ich werde euch die Entwicklung einmal aufzeigen:

Ich fange an als ich ungefähr 15 Jahre alt war.

Wie war denn das bei Euch bevor Du 15 warst?

Gab es bei Euch in der Familie irgendwelche traumatisierenden Vorfälle? Todesfälle, lange Krankheit, Lange Trennungen jeglicher Art? In vielen Familien gibt es solche stummen Geheimnisse und Versprechen (z.b. Einander nie zu verlassen oder immer füreinander zu sorgen). Hast Du einen Migrationshintergrund (z.b. Flucht aus einem Kriegsgebiet)?

Du hast keine Geschwister, oder? Weisst Du etwas über Deine Geburt, Säuglings- und Kleinkindzeit? Waren weitere Kinder geplant? Wie war das Verhältnis zwischen Deiner Mutter und ihrer Mutter? Könntest Du Dir vorstellen, selbst mal Kinder zu haben?

Ich denke, du wärst in einer Psychotherapie gut aufgehoben. Ich bin mir auch sicher, dass es für diese spezielle Familienkonstellation einen Grund/Auslöser gab.

W&at2erlxi2


Ging es dir besser, als du weiter von deiner Mama weg warst/öfter unterwegs warst?

Bei mir ist es auch so, dass ich in Gegenwart meiner Mutter traurig, depressiv und unselbständig werde. Ich rede Ihr oft nach dem Mund, weil ich keinen Bock auf Diskussionen hab und so.

D1espRerate0x1


Oh jeh, das ist gerade hier auch ein Thema, ich bin allerdings die Mutter...

Sonnenschein, kannst du dir vorstellen, dass du deiner Mama das Herz auch ein bischen schwer machst, wenn du ihr immer und immer wieder das Gefühl gibst, dass sie dein ein und alles ist?

Natürlich hat sie dich gerne um dich, sowie ich meine Tochter auch. Natürlich dürfte mein Kind auch für immer bei mir bleiben, sie ist schliesslich mein Kind. Aber noch lieber ist es mir doch, wenn ich sie irgendwann beruhigt (wenn auch schweren Herzens am Anfang) gehen lassen kann. Wenn ich weiß, dass sie auch ohne mich rundum glücklich sein kann und ihr eigenes Leben lebt.

Wir haben letztens einen Film zusammen geguckt, indem die Mama gestorben ist. Sagte meine Tochter, dass sie verrückt werden würde, wenn ich sterben würde. Da gingen bei mir wirklich sämtliche Alarmglocken an. Ja, natürlich wäre sie traurig, aber sie muss einfach auch wissen, dass ich nicht ihr Nabel der Welt bin, ich bin ihre Mutter, und ich werde irgendwann im günstigsten Fall vor ihr die Segel streichen...

Ich jedenfalls mache hier vorsorglich jetzt schon einen möglichen Auszug zum Thema. Niemals würde ich ihr nahelegen zu gehen, aber ich möchte, dass es für sie "natürlich" ist, dass sie demnächst irgendwann ausziehen "darf".

Ich bin übrigens schon seit ihrer frühesten Kindheit alleinerziehend, und wir sind wirklich ein sensationelles Team, aber das werden wir auch bleiben, wenn jede von uns einen neuen Lebensabschnitt in getrennten Wohnungen beginnt.

Ich wünsche dir und deiner Mama viel Kraft :)_

d`anVaWeb87


desperate

Manchmal, wenn es wirklich zäh wird, muss man so ein Kind auch mal raussetzen. Ging bei meiner Mutter und meiner Schwester auch nicht anders.

DGesperuatxe01


Da darf ich gar nicht dran denken, aber zur Not würde ich das dann wohl auch tun...

Im Moment mache ich ihr es einfach schmackhaft, lasse sie viiiiiel im Haushalt helfen ]:D und lasse durchblicken, dass auch ich durchaus ein eigenes Leben habe.

Und trotzdem weiß sie, dass ich sie abgöttisch liebe :)_

dgahnaev87


Geht ja auch ohne Streit. Einfach im Sinne von: Du bist Groß, ich hab dir alles soweit beigebracht, aber Schwimmen lernt man nur im Wasser. Zeit ists das du ausziehst und schwimmen übst.

DKesperajte0x1


Genau, und wir Mütter können dann auch im Notfall auch Bademeister sein ;-)

c]hiefqolaxtu


Also ich würde da auch zum Ausziehen raten und mit der Mutter einen fixen Termin für ins Schwimmbad abmachen. Deinen möglichen Freund würde ich unbedingt am Sonntag treffen und schauen, dass es da auch vorwärts geht. Das bringt Dich dann auch auf andere Gedanken. Irgendwann könnt Ihr dann ja auch zu Dritt schwimmen gehen, würde ich aber erst machen, wenn die Beziehung etwas gefestigt ist, nicht dass gleich alles wieder auseinanderzubrechen droht.

tnufafaQrxmi


Das bringt Dich dann auch auf andere Gedanken.

offensichtlich nicht, das ist ja das problem.

d^anaxe87


Ich könnte mir auch vorstellen das die TE Angst vor Beziehungen hat, vielleicht durch das negative elterliche Beispiel, eventuell gepaart mit der Trennungserfahrung oder so. Sie schreibt das ihre Gedanken schlimmer wurden als der Mann sein Interesse irgendwie zum Ausdruck gebracht hat, daher komme ich darauf das es vielleicht eine Verlagerung der Beziehungsangst sein könnte.

Im Großen und Ganzen denke ich das eine Therapie sehr hilfreich sein könnte wenn du wirklich etwas ändern möchtest. Einfach weil es soviele Ursachen haben kann das du so klammerst das es sinnvoll wäre das aufzudröseln. Wenn du da nicht hinter kommst worum es eigentlich geht wirst du dir danach mit ziemlicher Sicherheit einfach irgendetwas anderes suchen um es auszuagieren.

NLaschka,tQze88


Mein Gedanke in Bezug auf die Beziehungskonstellationen der TE war eher, dass gerade das Eingehen einer Beziehung auch ein Schritt hin Richtung "Erwachsenendasein" bedeutet.

Im Alter von Sonnenschein_85 haben, wie sie ja selbst schrieb, andere zum Teil schon eigene Kinder. Anstatt sich aber auf die evtl. "Anbahnung" einer neuen Beziehung einlassen zu können, steht in automatisierter Weise gleich wieder der Gedanke im Vordergrung, die Zeit mit ihrer Mutter dadurch einzuschränken und sich somit im übertragenen Sinne auch ein klein wenig mehr von ihr lösen zu müssen.

Ich halte es ebenfalls für schwierig aus diesem bereits sehr festgefahrenen Denkmustern ohne therapeutische Hilfe auszubrechen, ein Auszug allein wird da denke ich nicht reichen ":/ .

O)neOpnxly


Mir ging es ähnlich! Als Kind und Teenager bin ich an meiner Mutter gehangen, wie die Fliege an dem Fleisch. Ich habe das Ganze (unbewusst) unterbunden, indem ich fürs Studium 450km weit weggezogen bin. Eest mit der entsprechenden Distanz konnte ich frei sein und mich entwickeln. Mein Vater war auch sehr gewalttätig und das hat meine Mutter und mich noch mehr zusammengeschweißt. Heute sehe ich das alles in einem anderen Bild. Ich habe festgestellt, dass meine Mutter starke Besitzansprüche stellt. Als ich single war, musste ich auch noch mit 27 JEDEN Urlaub zu meinen Eltern nach Hause fahren, was mich unheimlich gestresst hat. Aber nicht kommen war keine Option, denn dann gab es Tränen und Vorwürfe.

Ich kann dir nur raten, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wenn du dir eine Wohnung zu Nahe an deiner Mutter nimmst, prophezeie ich dir, dass du nach wie vor jede freie Minute bei ihr verbringst.

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