» »

Wunden – wie versorgen?

Jculey


Wie soll man es sonst machen Cleo? ":/

Wenn du aus irgendwelchen gründen bettlägerig bist musst du auch auf die Bettpfanne...

SZunflow/erx_73


Vorab: Mir ist bewusst, dass eine Fixierung heftig und problematisch ist. Keine Frage.

Als jemand, der aber in der Psychiatrie gearbeitet hat und gesehen hat, wie schnell im schlimmsten Fall schon bei teilweiser Befreiung von der Fixierung die übelsten Dinge passieren können: Ohne geht es manchmal absolut nicht. So traurig es ist. Besonders nahe ging mir die Patientin, die innerhalb weniger Minuten so heftig mit dem Kopf gegen die Wand schlug, dass man den Schädelknochen frei liegen sah. Es hat keine 3 Minuten gedauert.

Und eine Fixierung darf nur sehr begrenzt angewendet werden. Muss separat von der geschlossenen Unterbringung nochmal beim Gericht beantragt und richterlich zugestimmt werden.

Was man aber auch sagen muss: In einigen Kliniken ist das Personal der Geschlossenen sehr abgestumpft. Und sehr viel Pflegepersonal will dort nicht arbeiten, so dass andere, die nicht mehr können, da oft nicht wegkommen.

Schwieriges Thema...

Sinnvoll wäre letztlich die Behandlung in einer spezialisierten Klinik, statt in einer akuten Phase in der nächstbesten Psychiatrie zu landen. Gerade die kleinen Kliniken sind da nicht gut geeignet.

J+ulexy


Omg Sunflower das ist ja ne heftige Geschichte :-o

Aber wenn man nur 1 Nacht oder so fixiert wird braucht man keinen Beschluss oder? ":/

C;leo Ed~wa rds v. Dyavonxpoort


Wie soll man es sonst machen Cleo? ":/

Wenn du aus irgendwelchen gründen bettlägerig bist musst du auch auf die Bettpfanne...

Ja aus gesundheitlichen Gründen nicht aufs Klo gehen können ist eine Sache, in dem Fall wäre es aber körperlich möglich. Theoretisch jedenfalls. Ob dann nicht das Klo dafür verwendet wird sich zu ersaufen oder die Wand dafür da ist, sich den Schädel einzuschlagen, sich an der Tür die Finger abgequetscht werden... na ja gut, das ist vielleicht noch eine andere Sache. Das ist wohl mit personellem Aufwand verbunden.

JGulexy


Da müsste dann zumindest eine(r) mit auf Toilette rein gehen, und das finde ich genauso unwürdig wie ne Bettpfanne... (hatte ich auch schon bei Drogentests, da kann man kaum pinkeln wenn dir jemand dabei zuguckt |-o )

CJleo Ed(war6ds ;v. Davonfpoxort


Oh ja, wenn jemand zuguckt ist übel. :-/ Da blockiert was. Ich wurde ja einmal gezwungen bzw. hatte ich Verbot auf die Toilette zu gehen. Das war bei der Entbindung, da durfte ich nicht mehr aufs Klo und die Hebamme zwang mich (ging aber nicht) da hin zu pinkeln. :(v

Was man aber auch sagen muss: In einigen Kliniken ist das Personal der Geschlossenen sehr abgestumpft. Und sehr viel Pflegepersonal will dort nicht arbeiten, so dass andere, die nicht mehr können, da oft nicht wegkommen.

Ehrlich gesagt glaube ich ja fast, dass kaum einer wirklich Gefallen finden wird auf der Geschlossenen zu arbeiten, denn entweder du stumpfst ab und machst deine Arbeit was nötig ist, oder du willst helfen und fühlst mit, dann hast du aber den eigenen seelischen Schaden, den du mit trägst. -Toll- ist das bestimmt nicht, auf der Geschlossenen einer Klinik zu arbeiten und -Spaß- wird das auch nicht machen.

JOulexy


Also ich kenne einige (wenige) ganz tolle Schwestern und Pfleger auf diversen geschlossenen Stationen, die ihren Job ganz toll machen :)^ Leider sind das Ausnahmen.

C'leo} Edwardys v. D6avonpoorxt


Ja, Ausnahmen... das meine ich ja. :-/

Stunfloewer_7x3


Fixierung gilt als grudsätzlich als freiheitsberaubende Maßnahme und ist IMMER genehmigungspflichtig. Ausnahmen sind ganz kurze Fixierungen, z.B. bei einem epileptischen Anfall.

D.h. auch EINE NAcht muss bewilligt werden. Da geht dann direkt ein Fax ans Gericht. Allerdings hat der Richter (glaube ich) 24 Stunden Zeit, bis er persönlich kommen muss. D.h. kürzere Fixierungen laufen erstmal nur schriftlich. Aber JEDE Fixierung wird bei Gericht gemeldet. Und geht i.d.R. nur mit

@ Juley:

Das habe ich halt direkt erlebt, anderes nur von Kollegen gehört. Eine Fixierung ist für Betroffene und Außenstehende die Hölle. Aber tragischerweise geht es manchmal nicht anders.

Was ich gut fand: In den drei Kliniken, wo ich bislang gearbeitet habe, musste JEDER, der neu dort anfing und v.a. auf der Geschlossenen, selber mal die Fixierung über sich ergehen lassen.

Letztlich haben mich aber am meisten die Patienten beeindruckt, die die Geschlossene und ggf. Fixierung nicht als Strafe und Bedrohung und Versagen erlebt haben, sondern als "Not-OP", wie eine Patientin es mal nannte.

S=unflo(werx_73


Bettpfanne:

Hatte ich nach Knie-OP's schon sooo oft. Zuletzt im Januar, 48 Stunden totale Bettruhe und ALLES via Bettpfanne. Obendrein viele Schmerzmittel- und Antibiotika-Infusionen, so dass man auch ordentlich "Durchlauf" hatte.

C1a#oimxhe


Fixierung gilt als grudsätzlich als freiheitsberaubende Maßnahme und ist IMMER genehmigungspflichtig. Ausnahmen sind ganz kurze Fixierungen, z.B. bei einem epileptischen Anfall.

Das möchte ich nochmal unterstreichen. Selbst ein Stecktisch beim Essen, ein Bettgitter oder eine Bremse am Rollstuhl zu ziehen sind genehmigungspflichtig. Das macht niemand einfach so.

keertOenikelxe


Zur Psychologischen- psychiatrischen Weiterbehandlung kann ich nicht viel sagen, hab glücklicherweise nie SVV ausgeprägt trotz diverser psychisch instabiler Momente.

Als Koch kann ich dir aber bei der Wundversorgung ein paar Ratschläge geben.

Also zum Nähen ist es wirklich zu spät.

Auf jeden Fall mal die letzte Wundbrandimpfung checken. Im Notfall als SVV-Gefährdete grundsätzlich regelmäßig auffrischen lassen. (Ich glaub alle 2 Jahre bin aber nicht sicher)

Dann die Wunde mit Wunddesinfektion sauberhalten..

Je nach Tiefe und Stelle der Verletzung kann es passieren, dass die Wunde oberflächlich zuheilt und sich mit Eiter füllt. Dabei könnte sich ein Abszess bilden. In dem Fall arbeite ich mit Tamponaden, da gehört aber auch ein bisschen Übung dazu.

Grundsätzlich ist aber die Notversorgung in der Ambulanz immer der sichere Weg. Alles Gute dir

sqchnegckBe1985


Bettpfannen sind eine Erfindung des Teufels ]:D

Ich war als Kind im KH und habe dann so lange eingehalten, bis ich aufstehen und aufs Klo durfte. Da wär mir ein Katheter weitaus lieber.

~wTrWaumzkriestball~


Danke für die Aufklärung bezüglich der Fixierung. Als ich auf der geschlossenen Allgemeinpsychiatrie war hab ich das zwei mal miterlebt und hatte darauf hin direkt Panikattacken. Hatte sogar später noch Alpträume davon, ungelogen. Da ging es mir sowieso total schlecht, weil ich zuwenig Medikamente bekommen habe, was in einem hübschen Krampfanfall endete.

Da müsste dann zumindest eine(r) mit auf Toilette rein gehen, und das finde ich genauso unwürdig wie ne Bettpfanne... (hatte ich auch schon bei Drogentests, da kann man kaum pinkeln wenn dir jemand dabei zuguckt |-o )

Kenne ich zu gut von der Suchtstation.

Vor 14 Jahren war ich auf einer Station, in der man die Urinprobe bis 10h morgens abgeben musste unter Sicht des Personals und das Krasse war, daß es mindestens 0,2l sein mussten. Wenn man weniger geschafft hat, wurde das weggekippt und die Zeit lief. Als ob man vorher weiß wieviel man muss! Wenn man das nicht bis 10h geschafft hatte, galt das als positive UK und somit als Rückfall, also das Ende der Behandlung!

Das war sowieso die Hölle da, die waren so inkompetent. Ich mußte mit akuter Hepatitis B am Sport teilnehmen, durfte mich tagsüber nicht aufs Bett legen und ausruhen, obwohl ich total geschwächt durch die Infektion war. Damit man nachts schläft und nicht am Tag war die Begründung. Ich hab auf sämtliche Medikamente verzichtet, weil ich da nicht lange bleiben wollte und schnell in die stationäre Therapie kommen wollte in die ich anschließend ging. Als ich dann doch einmal eine Tablette zum Schlafen haben wollte, wurde mir gesagt, ich solle doch nachts meine Gedanken notieren, wenn ich nicht schlafen kann... >:(

Mittlerweile würde ich sowas nicht mehr mitmachen, ich hatte mich damals nicht genügend informiert, denn es gibt sehr gute Einrichtungen in denen man als Patient auch respektvoll behandelt wird.

~_TraOumkr*istaxll~


Ach so, das mit diesen 0,2l Urin war wohl um jegliche Manipulation oder Fälschungsversuche auszuschließen, wobei mir ein Rätsel ist, wie man da was fälschen kann, wenn doch jemand zusieht?!

Anscheinend gibt es aber doch Leute, die da fälschen, denn in der stationären Therapie, in der ich war, mussten die Frauen sich bei einer Urinprobe unter Aufsicht erst einen Tampon einführen und dann Pipi machen...alles sehr erniedrigend! Einmal konnte ich partout nicht und direkt wurde ich verdächtigt, obwohl ich nichts Verbotenes gemacht hatte. Ich hab einfach eine Blockade gehabt vor der Person Pipi zu machen. Nachdem ich dann ganz viel Wasser getrunken hab, ging es dann.

Ich seh natürlich ein, daß solche Tests gemacht werden müssen, aber man kann doch auch einfach einen Speicheltest machen, das ist doch viel besser!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH