» »

Unkonventioneller Weg oder totaler Quatsch?

lrightgnray hat die Diskussion gestartet


Hallo erst Mal…

Ich habe mich hier angemeldet weil ich irgendwie bei einigen Punkten in meinem Leben nicht weiter komme und hier einfach mal nach Rat fragen wollte…

Ich versuche einfach mal die Situation so gut wie möglich zu umreißen und hoffe mal das ganze hält sich bezüglich der Länge im Rahmen.

Zu meiner momentanen Situation, ich bin 23 und Studiere momentan Architektur. Davor habe ich bereits 3 Semester BWL Studiert, habe jedoch dann gemerkt, dass das nichts wird. Ich habe mir danach wirklich viel Zeit genommen und überlegt was ich gerne machen möchte.

Ich muss dazu sagen, dass ich sehr kreativ bin und wirklich gerne Zeichne und früher auch viel mit Fotos und Webdesign gemacht habe.

Weiterhin wusste ich vor dem angefangenen BWL Studium absolut nicht, was ich studieren sollte.

Das Problem war einfach dass ich schlicht nicht wusste was ich später im Job machen wollte. Ich konnte mir div. Verschiedene Sachen vorstellen, Richtung Marketing, Kommunikations Design, Werbung, etc. aber es war nichts dabei, wo ich mich ultimativ gesehen habe.

Der Entschluss BWL anzufangen war dann eher so eine Notlösung um quasi einfach mal etwas zu machen, wo man sich auf möglichst wenig festlegen muss.

Das Problem war, dass ich vieles im Ansatz interessant fand, aber mich eigentlich nichts wirklich richtig interessiert hat. Außerdem war mir definitiv zu wenig kreatives, praktisches Arbeiten dabei. Das Ergebnis war, dass ich quasi nix fürs Studium getan habe und so recht bald klar war, dass das nichts wird.

Also gut, war ja von Anfang an mehr Notlösung als Musterlösung.

Der Entschluss zu Architektur kam für mich selbst irgendwie unerwartet, da ich mir hier sehr viele Sorgen um die finanziellen Perspektiven im späteren Berufsleben gemacht habe.

Letzen Endes habe ich mich jedoch dazu entschieden und war auch sehr überzeugt von meiner Entscheidung. Ich habe mich intensiv mit den Inhalten beschäftigt, mit mehreren Studenten gesprochen und außerdem hatte ich das Glück 2 Architekten persönlich zu kennen.

Ich habe dann also angefangen und eigentlich läuft es gut so weit. Ich habe tolle Kommilitonen, vieles macht mir Spaß, aber es ist eben auch extrem viel Arbei.

Und mir fehlt irgendwie die Motivation. Das wirkliche Interesse. Der Wille gut zu sein.

Es war schon in der Schule so, dass mich eig nichts wirklich interessiert hat und ich nur so wenig wie möglich für die Schule gemacht habe und selber erstaunt war, als ich einen 1er Schnitt hatte.

Gleichzeitig bin ich aber sehr hartnäckig wenn mich etwas wirklich interessiert.

Wenn es etwas gab, was mich wirklich interessiert hat, dann hatte ich nie Probleme die Energie dafür zu finden.

Und dass mir diese Energie einfach fehlt beim Studium bereitet mir wirklich Kopfzerbrechen.

Ich habe mich dann vor kurzem mal ernsthaft mit der Frage beschäftigt, was ich machen will im Leben. Was ich machen würde, wenn ich nicht aufs Geld achten müsste. Und ich bin zu dem ernüchternden Schluss gekommen, dass ich es nicht weiß. Wenn ich heute mit dem Studium fertig wäre, dann würde ich nicht Architekt werden wollen. Das Fach liegt mir eigentlich sehr gut, aber selbst wenn ich wüsste, dass ich sehr erfolgreich werden würde, wäre es trotzdem nicht, was ich möchte.

Die ernüchternde Wahrheit ist, dass ich schlicht und ergreifend nicht weiß, was ich machen will.

Irgendwie möchte ich momentan einfach nur das Leben genießen und tun wonach mir gerade ist. Die Theorie des Studiums liegt mir absolut nicht, ich fühle mich in der Praxis eindeutig wohler. Und es ist dieses gefühl, seine zeit zu verschwenden für etwas, was ich eigentlich nicht machen will.

Irgendwie war für mich immer klar, dass ich studieren würde. Ich habe das nie wirklich hinterfragt, irgendwie war es für mich einfach der logische Schritt zwischen Schule und Berufsleben. Nur habe ich dieses komische Gefühl, dass ich nie als Architekt arbeiten werde. Dass ich eigentlich momentan eher weiter Studiere, um einfach einen Abschluss zu haben.

Ich habe gleichzeitig diverse Ideen für alles mögliche (Geschäftsideen, Ideen für Foto bzw. Kunst Projekte, Literatur) aber einfach keinen konkreten Plan.

Ich könnte mir momentan einfach vorstellen, vollzeit zu Kellnern oder ähnlich und nebenbei einfach das Leben zu genießen. Natürlich will ich auf keinen Fall den Rest meines Lebens Kellern oder Jobs am Mindeslohn haben. Ich bin im Gegenteil äußert ambitioniert verdammt gut zu werden in was immer ich später mache. Ich weiß nur momentan einfach noch nicht was es ist, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich es rausfinde indem ich Studiere.

Interessanterweise habe ich genau das auch 1 Jahr lang in Australien gemacht und es war eine unglaublich tolle Erfahrung für mich, einfach völlig abhängig zu sein von allen. Wenn ich etwas machen wollte, musste ich eben Geld verdienen und dann konnte ich es machen. Reich bin ich sicher nicht geworden aber ich habe 10 mal mehr erlebt als ich momentan beim Studieren erlebe.

Natürlich war es in Australien trotz allem aber natürlich eine Art Urlaub.

Ich würde jetzt vielmehr gerne genug verdienen um entspannt Leben zu können und sich nebenbei vor allem intensiver auf verschiedenen geschäftsideen zu konzentrieren, die da sind und immer wieder mal kommen.

Irgendwie habe ich eigentlich ein tiefes Vertrauen in meine Zukunft, ich habe einfach das Gefühl, dass ich einfach noch nicht heraus gefunden habe, was ich wirklich machen will. Ideen habe ich viele, aber ich habe dieses komische Gefühl, dass ich mit dem Studium momentan einen großen Schritt in eine Richtung mache, in die ich eigentlich nicht will.

So, nun habt ihr einen ungefähren Überblick über das, was mich momentan so beschäftigt.

Ich merke einfach dass ich soviel Energie in mir habe aber es gelingt mir nicht, diese Energie auf mein Studium zu konzentrieren. Es geht mir ansonsten persönlich momentan auch sehr gut, ich bin sehr optimistisch was meine Zukunft so angeht… Nur irgendwie verzweifle ich gerade etwas an der Frage, was jetzt gerade richtig für mich ist. Bzw. vllt habe ich auch einfach Angst mir einzugestehen, dass ein

So jetzt ist es doch tierisch lang geworden. Naja.

Vielleicht möchte ja jemand was dazu sagen, irgendwie brauche ich mal eine dritte Meinung von einem völlig Außenstehenden … ;-)

Beste Grüße

G

Antworten
J|an74


Ich finde das klingt total normal.So gehts doch fast jedem andauernd, dass man "das Leben genießen und die kreativen Ideen, die man so hat, umsetzen will", aber nicht kann, weil man irgendwelche Sachzwänge hat, denen man sich beugen muss. Ausserdem stolpern wohl sehr viele Leute einfach irgendwie ins Berufsleben, ohne vorher viel Plan zu haben, was sie tun wollen.

Du bist auch noch sehr jung. Sofern Du schon einigermaßen weit bist bei Architektur würd ich Dir raten, Dich da einfach durchzubeissen (denn ein abgeschlossens Studium ist immer sehr gut).

Ansonsten, rein in die Praxis. Macht doch Praktika bei allen möglichen Firmen, vielleicht gibt Dir das frische Inspiration!

mfoDnd+zs1ternxe


Hier ist meine Meinung: Du hast Dich entschieden Architektur zu studieren. Du solltest das jetzt durchziehen, auch wenn Du noch nicht weißt, ob Du jemals in diesem Beruf arbeiten wirst.

Nebenbei kannst Du Deine Ideen und Geschäftsmodelle auf Praxistauglichkeit überprüfen. Wenn was läuft kannst Du immer noch das Studium abbrechen. Ich halte das für eher unwahrscheinlich. Das Leben ist meistens langweilig und irgendwoher muss das Geld kommen. Da ist eine Arbeit als Architekt gar nicht so schlecht.

Die Idee mit dem Kellnern halte ich eher für eine Schnapsidee. Du kannst, und solltest meiner Meinung nach auch, während des Studiums noch ein paar schöne Sachen machen, die Du gerne machen möchtest.

Alternativ könntest Du vielleicht auch nochmal so etwas machen, wie einen Australienaufenthalt. Warum war das auf ein Jahr begrenzt?

Ich habe das Gefühl, dass Du genau deswegen verzweifelt bist, weil Du Dich nicht zwischen den zwei Möglichkeiten entscheiden kannst. Diese Entscheidung kann Dir natürlich niemand wirklich abnehmen. Ich würde Dir eher dazu raten, das Studium durchzuziehen.

vllt habe ich auch einfach Angst mir einzugestehen, dass ein

Wovor hast Du Angst?

A"iyanax89


Gibt es denn in dem Bereich etwas was dich mehr interessiert? Du musst ja kein normaler Architekt werden. Vielleicht interessiert dich ja auch Energieberatung oder sowas und du kannst dich darauf spezialisieren.

Manche brauchen eben paar Anläufe bevor sie das richtige gefunden haben und das ist auch ok so. Niemand weiß von vorne rein, wie ein bestimmter Studiengang oder Beruf wirklich ist. Da kann man sich noch so viele Informationen einholen oder Praktika machen. Die Realität ist trotzdem anders. Ich habe das richtige auch erst mit 24 gefunden.

Und weil ich kellnern hinter mir habe:

Ich könnte mir momentan einfach vorstellen, vollzeit zu Kellnern oder ähnlich und nebenbei einfach das Leben zu genießen.

Vergiss das bitte ganz schnell. Ja mein Studium ist anspruchsvoll, aber ich kann mir meine Freizeit selber einteilen und mein Leben dann genießen wann ich möchte. Ich habe lange Zeit gekellnert.... da ist nicht nach 8 Stunden Schluss und du kannst dich in die Restsonne legen! Sondern da musst du auch länger ran, Überstunden sind normal. Und ich kann dir versichern: Wenn du 10 Stunden einen solch anstrengenden körperlichen Job machst und dann noch die Fahrzeit dazu kommt: Du bist fertig danach. Mit Feierabend genießen, ist dann nicht mehr viel. Dann wird das Nötigste im Haushalt gemacht und ab ins Bett. Außerdem hast du nie frei, wenn deine Freunde frei haben. Geburtstagspartys, Weihnachten, Silvester findet ohne dich statt. Aber mach es, dann weißt du wie schön ein Studium ist (egal wie viel man zu tun haben mag!) ]:D

Jaan7x4


Das Leben ist meistens langweilig und irgendwoher muss das Geld kommen

In der Tat. Ein bisschen klingt Deine Fragestellung nach einem Luxusproblem. Man kann eigentlich schon froh sein, wenn man für etwas, was man zumindest nicht als Leiden empfindet, sein Geld bekommt. "Nur" "langweilig und nicht ganz das richtige" ist eigentlich schon ganz ok.

AKiyaAna89


"Nur" "langweilig und nicht ganz das richtige" ist eigentlich schon ganz ok.

Also hier muss ich dann doch widersprechen: So gesehen kann man ja alles studieren, egal ob Interesse vorhanden ist oder nicht, hauptsache man kommt irgendwie durch. Vielleicht mal den einfachsten Weg gehen, am Ende ist das Leben eh langweilig oder wie?

Ich würde immer versuchen, den für mich Besten Weg zu finden. und wenn es dann am Ende langweilig ist und keine andere Lösung in Sicht hat man es wenigstens versucht. Aber doch nicht von vornerein gleich resignieren. Es soll ja sogar Menschen geben, die haben Spaß an dem was sie tun ;-)

J}anK7x4


Das widerspricht sich doch gar nicht. Wenn man einen Weg findet, der sogar Spaß macht und "Das Richtige" ist, ist das gut, und man sollte natürlich versuchen, so einen Weg zu finden. Aber das heisst ja noch lange nicht, dass das auch klappt. Wenn man so einen Weg nicht findet und keinen Plan hat bleibt einem doch gar nix anderes übrig, als das, was "der beste Kompromiss" zu sein scheint, zu tun.

A!iyanax89


Das stimmt :)^

l+ighytgfray


Also... Erst mal zu dem Kellnern, das ist irgendwie völlig falsch rüber gekommen, eigentlich sollte ich "Kellnern" duch "Teil oder Vollzeit Jobs für die man keine Ausbildung braucht" ersetzen :D

Ich hätte selber auch keine Lust zu Kellnern, habe ich mal kurz gemacht, war aber nicht meins. Aber es gibt ja div andere Jobs wo man auch ohne Ausbildung oder weitere Kenntnisse um die 1000 Netto pro Monat verdient.

Aber ihr habt schon recht, das Studium abbrechen ist an dieser Stelle wahrscheinlich keine Sinnvolle Idee...

Es ist nur so komisch, dass es mir so schwer fällt mich dafür zu begeistern. Ein Stück weit sicherlich gleichzeitig auch vollkommen normal, ein bisschen Faul sind ja die meisten Studenten ;-)

In der Tat. Ein bisschen klingt Deine Fragestellung nach einem Luxusproblem. Man kann eigentlich schon froh sein, wenn man für etwas, was man zumindest nicht als Leiden empfindet, sein Geld bekommt. "Nur" "langweilig und nicht ganz das richtige" ist eigentlich schon ganz ok.

Okay das finde ich jetzt allerdings ziemlich negativ ausgedrückt. Da mag die Erwartungshaltung des einzelnen vielleicht sehr variieren aber wenn man so an die Sache ran geht kann ja eigentlich nichts gutes bei raus kommen. :/

mvorti.


Hallo lightgray!

Bei mir ist von deinem Eingangsbeitrag vor allem dieser Satz hängengeblieben:

Die Theorie des Studiums liegt mir absolut nicht, ich fühle mich in der Praxis eindeutig wohler.

Da kam mir der Gedanke, ob nicht eine Ausbildung sinnvoller für dich gewesen wäre oder noch ist, als das Studium. Nicht jeder muss studieren und auf eine Ausbildung kann man auch aufbauen, also karrieretechnisch. Ich dachte da bei dir z.B. sofort an "Bauzeichner", da kannst du das tun, was dir eigentlich gefällt - Zeichnen - und du hast nicht mit so viel Theorie zu kämpfen.

Nur so meine Gedanken dazu ... :)*

A!iyaqnaW89


Ich hätte selber auch keine Lust zu Kellnern, habe ich mal kurz gemacht, war aber nicht meins. Aber es gibt ja div andere Jobs wo man auch ohne Ausbildung oder weitere Kenntnisse um die 1000 Netto pro Monat verdient.

Also das finde ich auch etwas sehr komisch... das kannst du vielleicht nach dem Abi machen um dir klar zu werden was du willst, aber jetzt ein Studium hinschmeißen und dann irgendwelche Aushilfsjobs machen bringt dich überhaupt nicht weiter. Dir klar werden was du willst + Praktika kannst du auch machen während du noch eingeschrieben bist.

Und ja eine Ausbildung halte ich nicht für falsch. Aber Bauzeichner schon ;-) der Beruf stirbt aus... die Technik wird immer besser und es gibt zu viele arbeitslose Architekten die den gleichen Job machen können.

m%ond+|stexrne


Es ist nur so komisch, dass es mir so schwer fällt mich dafür zu begeistern.

Ja. Ich habe das Gefühl, es liegt an Deiner mangelnden Begeisterung für eine Berufsausbildung und nicht daran, dass Du Dich für das falsche Fach entschieden hast. Ist es so?

Dann würde sich die Frage stellen, ob Du einen Abschluss machen möchtest, oder ob Du Dich als Lebenskünstler durch das Leben schlängeln willst?

W~atecrlxi2


Also... Erst mal zu dem Kellnern, das ist irgendwie völlig falsch rüber gekommen, eigentlich sollte ich "Kellnern" duch "Teil oder Vollzeit Jobs für die man keine Ausbildung braucht" ersetzen :-D

Also außer Callcenter habe ich bisher keine Jobs gefunden. Der einzige andere den ich hatte, da kam nach 2 Monaten immer noch kein Gehalt aufs Konto ":/ (> selbst gekündigt, ich konnte das meinem Vermieter nicht länger antun ^^) und bei einem wurde ich direkt nach 2 Wochen wieder geschmissen, ich war vermutlich nur die Urlaubsvertretung und hatte ohnehin einen anderen Job bekommen, als wofür ich mich beworben hatte.

Vielleicht ist es gut, wenn du dich mit Informatik auskennst oder Mathenachhilfe geben kannst, aber bei sowas wie Kellnern und Kassierer usw. kann ich mir nicht vorstellen, dass das (auch noch Vollzeit! :-X ) mehr Spaß macht, als ein Studium, was man zumindest so halb mag.

Es ist nur so komisch, dass es mir so schwer fällt mich dafür zu begeistern.

Bei meinem Studium haben mir auch ca. 3/4 nicht so wirklich gefallen, aber vieles war auch ganz ok, wenn man sich denn dann doch mal aufgerafft hatte, sich damit zu beschäftigen. Mich interessiert so ziemlich alles, wenn ich dann mal über meinen Schatten spring und mich überwinde, etwas zu tun.

Und man wird wirklich nie zu 100% Dinge machen, die einem Spaß machen. Man muss sich doch nicht für alles, was man tut, begeistern. Ich denke, das ist eine sehr idealistische überzogene Erwartung, die eigentlich nicht erfüllt werden kann. Schon allein, weil bei Lohnarbeit immer auch die Interessen anderer mit reinspielen und du immer auch ein stückweit Erwartungen anderer erfüllen musst und nicht nur deine eigenen. Mich "begeistert" ehrlich gesagt überhaupt nichts, was ich für andere tue, sondern nur Dinge, die ich völlig aus eigenem Antrieb tue. ":/

Aber bei den meisten Studiengängen ist es auch so, dass am Anfang jede Menge Mist ist und es erst später (im Master oder so) wirklich interessant wird. Also ich find die Sachen jetzt, wo ich mich ans "wissenschaftliche" gewöhnt habe, wesentlich spannender als damals, wo man so Sachen erstmal nur reingepaukt hat, aber noch nicht so wirklich wusste, wozu eigentlich. Ich musste z.B. Latinum machen oder in der Schule hab ich Französisch gelernt und fand das total nutzlos und hab im 8. Semester oder so mal gemerkt, wofür das eigentlich gut ist und dann nie mehr bereut, es gemacht zu haben. ":/

Ich würd auch sagen schnupper mal in ein Praktikum rein oder mach doch einen Kurs, der in Richtung Zeichnen am PC geht oder irgendsowas und bastel dann irgendwas cooles zusammen, das ist doch praktisch genug. Oder picke dir einfach mal ein Thema raus, mit dem du dich so nebenbei rein aus Interesse vertieft beschäftigst, um dich an schlechten Tagen auch mal von dem "Zeugs was du nicht magst" abzulenken. ":/

Natürlich war es in Australien trotz allem aber natürlich eine Art Urlaub.

Hmm, aber wenn du dort arbeiten warst, dann war es ja eigentlich doch kein Urlaub. Natürlich kann man auch immer nur soviel Geld mit "irgendwas" verdienen, wie man braucht, um sagen wir mal anderen nicht auf der Tasche zu liegen und dass man eben Dinge machen kann, die man gern macht. Nur erhöht sich eben mit einer Ausbildung die Wahrscheinlichkeit, dass man dieses Geld leichter und in naja, weniger frustrierenden Jobs verdient. Aber ganz grundsätzlich ist es auch völlig legitim, zu sagen, dass man halt für 1000€ im Monat arbeiten und den restlichen Monat die Füße hochlegen will und es ist auch voll ok, zu sagen, dass es einem eigentlich schnurz ist, womit man das Geld verdient, solange es reicht. Weil man sowieso wichtiger findet, die Welt zu bereisen oder was zu erleben z.B.

Man muss nunmal auch sagen, dass viele ja auch studieren und einen guten Job haben wollen, weil sie gern Haus, Familie, Auto, All-Inklusive-Urlaub und 2000€-Flatscreenfernseher haben wollen. Wenn man das nicht will, kann man natürlich auch bei der Jobsuche/Lebensplanung etwas mehr in den Tag hinein leben.

Man kann eigentlich schon froh sein, wenn man für etwas, was man zumindest nicht als Leiden empfindet, sein Geld bekommt.

wenn man so an die Sache ran geht kann ja eigentlich nichts gutes bei raus kommen. :/

Naja, hast du schonmal was anderes gearbeitet, als in Australien? Vielleicht auch länger als ein albes Jahr (am Anfang ist man immer noch guten Mutes ;-))? Ich hatte ja nun schon viele Jobs neben dem Studium und die waren alle nicht wirklich "schön". Das fängt ja schon bei diversen äußeren Bedingungen an. Dass du ohne Ausbildung was findest, wo du überhaupt deinen gesetzlichen Urlaub bekommst oder Feiertagszuschläge etc. ist ja schon eine Art kleines Wunder. Es ist schon so, dass viele Arbeitsstellen ziemlich bescheiden sind, selbst wenn man gut ausgebildet ist. Und mir wäre es ehrlich gesagt sehr lieb, wenn ich nicht mindestens einmal täglich vom Kunden angeschrien würde, das empfinde ich dann schon irgendwie als "Leiden", so einen Job. Zumindest in den entsprechenden Momenten, wo man das mal wieder ertragen und auch noch freundlich grinsen muss für nichtmal Mindestlohn...

Dass du BWL nicht mochtest, kann ich allerdings voll verstehen. Das fände ich auch langweilig. ;-D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH