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'Rückfall'

Alias 683775 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum.

Ich weiß nicht so recht, wo ich anfangen soll, aber irgendwie muss ich es zumindest aufschreiben, damit ich nicht weiter einen stillen – und ergebnislosen – Monolog führen muss, der sich irgendwann nur noch im Kreis dreht. Ich danke euch schon einmal fürs Mitlesen @:)

So, wo fange ich an? An sich sind es wohl mehrere Baustellen, daher fällt es mir schwer, irgendwas daran konkret anzugehen. Es begann wohl vor ein paar Jahren mit etwas, das sich im Nachhinein als 'depressive Phase' einordnen lässt – zu dem Zeitpunkt war es mir allerdings nicht bewusst, darauf wies mich jetzt erst in einem Kennenlerngespräch ein Psychologe hin. Ich hatte schon immer Probleme mit dem Thema Essen, entweder zu viel oder zu wenig, sodass das der eigentliche Grund war, warum ich immer mal wieder versucht habe, mir psychologische Hilfe zu holen. Allerdings sagten die meisten Psychologen mir bereits im ersten Gespräch, dass sie mir gerne helfen würden, es sich aber nicht zutrauen, und ich wurde weggeschickt :-o So habe ich also die Jahre über vor mich hingewurschtelt mit dem Ergebnis, dass ich immer dicker wurde :°( Besser wurde es zeitweise, als ich mich – kurz zusammengefasst – von meinem damaligen Freund trennte und er kurz darauf schon jemanden Neues hatte. Das verdarb mir sprichwörtlich den Appetit, ich machte zur Ablenkung Sport und lernte dann trotz des immer noch vorhandenen Übergewichts meinen nächsten Freund kennen. Völlig unvorbereitet, völlig zusammenhanglos, völlig ohne Erwartungen. Und er war einfach toll x:) Ich hatte mir immer jemanden gewünscht, dem ich vorbehaltlos vertrauen kann, der mich kennt, und für den ich der wichtigste Mensch auf der Welt bin |-o Ich habe ihm von der offensichtlichen Essstörung, oder was immer es ist, erzählt, davon, dass ich mich manchmal aus unerfindlichen Gründen am Boden zerstört fühlte – und er war verständnisvoll, hat mich für meine Kraft und Energie bewundert und daran geglaubt, dass ich alles hinkriegen werde.

Letztes Jahr war aus diversen Gründen hart für mich – u.a. ein unerwarteter Todesfall, Frust bei der Arbeit und wieder starke Gewichtszunahmen – aber es wurde unerträglich, als er sich von einem Tag auf den anderen von mir trennte, ohne Vorwarnung. Ich hatte Angst um mich und mein (geistiges) Wohlbefinden, darum versuchte ich, mit möglichst vielen Menschen zu sprechen, die mir vielleicht hätten helfen können. Aus Kummer konnte ich wochenlang nicht essen beziehungsweise es einfach nicht bei mir behalten, sodass ich viel abnahm und auch keinerlei Appetit oder Heißhunger verspürte. Nichts hielt mich mehr dort, sodass ich mir einen neuen Job weit weg suchte und mir dadurch auch Dinge wie eine tolle Wohnung oder ein Auto leisten konnte. Ich machte an den mir endlos erscheinenden Tagen Sport und hatte immer ihn im Hinterkopf – er war sehr sportlich und gut gebaut, und mehr als einmal war ich früher von völlig fremden Leuten auf der Straße! darauf angesprochen worden, wie ich zu einem so gutaussehenden Freund käme und ob ich nicht Angst hätte, dass jemand ihn mir wegnehmen würde.

Er hatte mir Gründe für die Trennung angeführt, aber ich habe sie ihm nicht geglaubt :°( Er war so aufmerksam, machte mir immer so viele Komplimente und sagte, ich wäre optisch – natürlich bis auf das Übergewicht, was ihn aber nie zu stören schien – genau das, was er toll fände, sodass ich all seine Gründe einfach nicht für Bares nehmen konnte. Für mich sah es aus, als hätte er den Glauben daran verloren, dass es mich auch in 'normal' gibt. Und irgendwie hatte ich die ganze Zeit das Bedürfnis, ihm das Gegenteil zu beweisen.

Und da bin ich jetzt, XX kg leichter (aber immer noch nicht wieder normalgewichtig), sehr viel sportlicher, aber einsamer und trauriger denn je. Ich schaffe es einfach nicht, die Sache abzuhaken und ihn zu vergessen, ich schaffe es nicht, 'normal' zu sein. Ich habe zwar so etwas wie ein Muster erkannt was meine Fresserei betrifft, aber im gleichen Moment schrillten die Alarmglocken los. Wenn ich jetzt nicht aufpasse, werde ich 'rückfällig' und fange wieder an zu viel zu essen. Es gab schon mehrere Momente, in denen ich dem Drang nachgegeben habe und zum Glück reicht noch der Sport zum Ausgleich und verhindert Schlimmeres, aber das löst mein Problem nicht. Am liebsten hätte ich ihn zurück :°( Aber auch das löst mein Problem absolut nicht und ist utopisch – also total bescheuert von mir, überhaupt diesen Gedanken zuzulassen und mich damit fertig zu machen.

Ich weiß auch nicht, was ich jetzt eigentlich von euch erwarte, aber vielleicht kann jemand ein wenig nachempfinden, wie es mir geht, und hat den einen oder anderen Tipp für mich.

Vielen Dank. @:)

Antworten
K.l/eio


Alias 683775

An sich sind es wohl mehrere Baustellen, daher fällt es mir schwer, irgendwas daran konkret anzugehen.

Welche Baustellen hast Du denn? Kannst Du sie mal benennen?

Ich hatte schon immer Probleme mit dem Thema Essen, entweder zu viel oder zu wenig, sodass das der eigentliche Grund war, warum ich immer mal wieder versucht habe, mir psychologische Hilfe zu holen.

Hast Du Dir wegen der Essstörung Hilfe suchen wollen oder was wäre das Zie gewesen, wenn Du so ein Gespräch hattest?

Ich habe zwar so etwas wie ein Muster erkannt was meine Fresserei betrifft, aber im gleichen Moment schrillten die Alarmglocken los.

Wie würdest Du also das Muster reflektieren? Wann handest Du wie? Wann ist es entstanden? Aus welcher Gefühlsverfassung?

Aber auch das löst mein Problem absolut nicht und ist utopisch – also total bescheuert von mir, überhaupt diesen Gedanken zuzulassen und mich damit fertig zu machen.

Wenn Dir das bewusst ist, wie kommt es, dass Du es trotzdem tust?

Alias 683775


Vielen Dank für deine Antwort, liebe Kleio. Und entschuldige bitte meine späte Reaktion |-o

Welche Baustellen hast Du denn? Kannst Du sie mal benennen?

Ich will es mal versuchen: ich habe ein gestörtes Verhältnis zu Essen, ich habe blöden Liebeskummer und ich mache mir schreckliche Sorgen um die Gesundheit meiner Familie – wobei ich an letzterem nichts ändern kann, sondern 'einfach' lernen muss, damit umzugehen. Oh, und achja: ich habe wohl zumindest einen Hang zu depressiven Phasen. Ob man das aber schon nach medizinischen Standards so nennen kann oder ob ich dann einfach nur in einer melancholischen Stimmung bin, kann ich nicht genau sagen. Und ich bin stellenweise sehr unzufrieden mit meinem Job, das schlägt sich dann meist in einem der vorher genannten Aspekte nieder.

Hast Du Dir wegen der Essstörung Hilfe suchen wollen oder was wäre das Zie gewesen, wenn Du so ein Gespräch hattest?

Vor Jahren habe ich eine zeitlang versucht, wegen der Essstörung Hilfe zu bekommen. Leider ist das aber im Sande verlaufen, ich fühlte mich von einem Psychologen zum Nächsten weitergereicht, und keiner konnte mir wirklich helfen oder sah ein ernsthaftes Problem. Letztes Jahr habe ich es dann noch einmal versucht, dieses Mal in erster Linie wegen meines Liebeskummers – aber da ich die Ursache dafür auch in meiner Essstörung vermute(te), habe ich dann bei Kennenlerngesprächen beides angegeben und auch erwähnt, dass es meiner Meinung nach zusammenhängen könnte. Aus dieses Gesprächen ging mehr oder weniger hervor, dass ich doch so eine starke Persönlichkeit hätte, dass man mir nicht helfen müsse, beziehungsweise ich meinen Weg schon machen würde. Zu dem Zeitpunkt schwankte ich zwischen: 'Gott sei Dank bin ich wohl doch nicht so daneben, wie ich dachte' und 'Aber ich habe mir das doch nicht eingebildet – was ist dann bloß los mit mir?!'. Streckenweise geht es gut, aber dann kommt alles wieder hoch. Manchmal fange ich mich dann, und manchmal denke ich, dass ich Hilfe brauche. Und dann geht der ganze Kreislauf wieder von vorne los.

Wie würdest Du also das Muster reflektieren? Wann handest Du wie? Wann ist es entstanden? Aus welcher Gefühlsverfassung?

Das Muster sah in den letzten Jahren so aus, dass ich dann, wenn es wirklich gut ging – gerade von zu Hause ausgezogen in die erste eigene Wohnung, Studium lief gut, dort meinen damaligen Freund kennen gelernt – oder, ein paar Jahre später – trotz Übergewicht tollen Freund kennen gelernt, fleißig am Abnehmen und Sport treiben mit ihm, Aussicht auf einen tollen Job – ich richtig doll angefangen habe, Zeug in mich hineinzufressen. Natürlich nicht von jetzt auf gleich und nicht von Anfang an. Aber wenn es längere Zeit gut lief, war es, als würde ich mir mein Glück unterbewusst nicht gönnen und es lieber selbst zerstören wollen, bevor jemand anderes es tut. Und bevor ich anfange zu fressen, bin ich niedergeschlagen, bedrückt und traurig. Obwohl ich überhaupt keinen Grund dazu hatte, denn es lief ja gut!

Das sind nur die letzten ca. 8 Jahre, vorher kann ich kein Muster oder Zusammenhang erkennen, der sich mir jetzt erschließen würde. Ich hatte eine glückliche und teilweise ungewöhnliche Kindheit in einem sehr liebevollen Elternhaus, weder finanziell noch in irgend einem anderen Aspekt hat es mir an irgendwas gemangelt. Ich habe Geschwister, zu denen teilweise das Verhältnis während der Pubertät – ihrer und meiner ;-D – anstrengend war, aber nach eingehenden Gesprächen mit Psychologen darüber kann ich größtenteils ausschließen, dass es daran liegt. Eine zeitlang hatte ich das Gefühl, es könnte daran gelegen haben, dass ich eine zuerst Einzelkind war und dann nicht gut mit dem Übergang zu ältestes Geschwister sein klarkam. Aber ich kann meine Geschwister, insbesondere das mir als nächste folgende, nicht für meine Probleme verantwortlich machen.

Ich weiß jetzt einfach nicht mehr, wo ich noch ansetzen soll, dann mich damit abfinden will ich wirklich nicht. Ich möchte auch einfach nur normalgewichtig sein und es auch bleiben :°(

Wenn Dir das bewusst ist, wie kommt es, dass Du es trotzdem tust?

Weil sich noch nichts so gut angefühlt hat wie die Zeit mit ihm. Weil ich mich frage, ob ich es hätte verhindern können. Weil ich nicht an Zufälle glaube, wenn die ganze Geschichte nach einem kitschigen, unrealistischen Liebesfilm klingt – und weil ich glaube, dass solche Dinge etwas zu bedeuten haben.

Früher hat meine Mutter – und später Freundinnen – mir erzählt, dass irgendwann der Richtige kommt, einen für alles vorangegangen Negative entschädigt und man einfach weiß, dass er es ist. So habe ich mich mit ihm gefühlt.

Nicht sofort, erst nach einiger Zeit, vielen Erlebnissen miteinander und als ich ihn besser kannte. Ich hatte irgendwann das Gefühl, diesen Menschen in meinem Leben nie wieder missen zu wollen, weil er es bereicherte. Durch seine Interessen, seine Arbeit, seine Art, seine Herkunft, einfach seine Anwesenheit. Und das ist in meinen Augen Liebe. Und ich war wohl vorher noch nie verliebt, denn dieses Gefühl kannte ich nicht und es war mir eine zeitlang so völlig fremd, dass ich es gar nicht einordnen konnte. Und als ich es dann endlich bewusst konnte, hat er sich genau diesen Zeitpunkt ausgesucht, um sich von mir zu trennen.

So, warum tue ich es trotzdem, auch wenn es mir schadet? Ich glaube, ich bin eine hoffnungslose Romantikerin. Und ich WILL wohl unbedingt an scheinbare Zeichen und nicht an Zufälle glauben. Und vielleicht habe ich Angst, dass es lange dauern könnte, dieses neue Gefühl in mir wieder zu empfinden, jemand anderem gegenüber. Oder, besser gesagt: wahrscheinlich will ich es nur für ihn empfinden, damit es besonders bleibt und ich ohne ihn unglücklich. Ziemlich blöd von mir, diese Sichtweise >:(

K]le4io


Alias 683775

Ich will es mal versuchen: ich habe ein gestörtes Verhältnis zu Essen, ich habe blöden Liebeskummer und ich mache mir schreckliche Sorgen um die Gesundheit meiner Familie – wobei ich an letzterem nichts ändern kann, sondern 'einfach' lernen muss, damit umzugehen. Oh, und achja: ich habe wohl zumindest einen Hang zu depressiven Phasen. Ob man das aber schon nach medizinischen Standards so nennen kann oder ob ich dann einfach nur in einer melancholischen Stimmung bin, kann ich nicht genau sagen. Und ich bin stellenweise sehr unzufrieden mit meinem Job, das schlägt sich dann meist in einem der vorher genannten Aspekte nieder.

Wie würdest Du diese 4 Baustellen, wenn ich richtig gezählt habe priorisieren und wie würdest Du sie mit einem Stichwort beschreiben? Ich meine, was wäre das wichtigste, was Dir Erleichterung bringen würde?

Manchmal fange ich mich dann, und manchmal denke ich, dass ich Hilfe brauche. Und dann geht der ganze Kreislauf wieder von vorne los.

Finde ich etwas befremdlich, als würden starke Persönlichkeiten nicht mit Inputs besser zu einer Lösung kommen. Finde ich sehr schade. Vielleicht ist eine Therapie nicht geeignet, aber Coaching wird oft auch von Therapeuten gemacht und wenn dann doch etwas auftrifft, das vielleicht doch etwas näher angeschaut werden sollte, dann tut man es. Wie sich nun auch das Kind nennt – so geht es doch darum, dass Du weiter kommst und es schaffst aus alten Musterverhalten zu lösen.

Und bevor ich anfange zu fressen, bin ich niedergeschlagen, bedrückt und traurig. Obwohl ich überhaupt keinen Grund dazu hatte, denn es lief ja gut!

Ich verstehe es noch nicht ganz. Wann fängst Du an zu essen, oder mit mehr essen. Was wird mit dem Essen "gestopft"?

Eine zeitlang hatte ich das Gefühl, es könnte daran gelegen haben, dass ich eine zuerst Einzelkind war und dann nicht gut mit dem Übergang zu ältestes Geschwister sein klarkam.

Wenn ich es richtig verstehe, hattest Du keine Essstörung, so lange zu Hause gelebt hast, oder?

Aber ich kann meine Geschwister, insbesondere das mir als nächste folgende, nicht für meine Probleme verantwortlich machen.

Natürlich nicht, darum geht es ja auch nicht. Ist es den für Dich wichtig zu wissen, wann Du Dir dieses Muster angeeignet hast? Würdest Du sagen, Du hattest ein halbwegs gesundes Selbstbewusstsein, als Du Dein Elternhaus verlassen hast? Wie steht es heute?

Ich weiß jetzt einfach nicht mehr, wo ich noch ansetzen soll, dann mich damit abfinden will ich wirklich nicht. Ich möchte auch einfach nur normalgewichtig sein und es auch bleiben

Was hast Du denn bisher probiert?

Weil sich noch nichts so gut angefühlt hat wie die Zeit mit ihm. Weil ich mich frage, ob ich es hätte verhindern können. Weil ich nicht an Zufälle glaube, wenn die ganze Geschichte nach einem kitschigen, unrealistischen Liebesfilm klingt – und weil ich glaube, dass solche Dinge etwas zu bedeuten haben.

Und so viele Überzeugungen, die so gar nicht miteinander vereinbar sind, nicht wahr? Was trifft also nicht zu? Was ist realistisch, was nicht? Was gründet auf Angst?

Früher hat meine Mutter – und später Freundinnen – mir erzählt, dass irgendwann der Richtige kommt, einen für alles vorangegangen Negative entschädigt und man einfach weiß, dass er es ist. So habe ich mich mit ihm gefühlt.

Wann war dieses "früher"? Wie alt warst Du da? Klingt sehr "märchenartig"? Der Prinz, der die Prinzessin erlöst und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute?

Nicht sofort, erst nach einiger Zeit, vielen Erlebnissen miteinander und als ich ihn besser kannte. Ich hatte irgendwann das Gefühl, diesen Menschen in meinem Leben nie wieder missen zu wollen, weil er es bereicherte. Durch seine Interessen, seine Arbeit, seine Art, seine Herkunft, einfach seine Anwesenheit. Und das ist in meinen Augen Liebe. Und ich war wohl vorher noch nie verliebt, denn dieses Gefühl kannte ich nicht und es war mir eine zeitlang so völlig fremd, dass ich es gar nicht einordnen konnte. Und als ich es dann endlich bewusst konnte, hat er sich genau diesen Zeitpunkt ausgesucht, um sich von mir zu trennen.

Klingt jetzt für mich nicht nach dem Traumprinzen. Ein Teil von Dir hält aber aus irgendeinem Grund fest. Ein anderer sagt - unrealistisch, tut mir nicht gut. Was läuft denn so für ein Film ab in Dir, wenn Du Dir so erträumst, es würde weitergehen. Wie würde das aussehen?

Er hat sich getrennt. Er wollte keine Beziehung mehr mit Dir. Scheiße, oder? Wann hast Du gelernt mit Ablehnung umzugehen? Wie geht es Dir sonst mit Ablehnung?

So, warum tue ich es trotzdem, auch wenn es mir schadet? Ich glaube, ich bin eine hoffnungslose Romantikerin.

Dann bist Du damit zufrieden? Wäre ja die Erklärung: Ich bin Romantikerin. Ich will mit jemandem zusammen sein, wenn er mich nicht will. Oder? Da stimmt doch etwas nicht. Wie überbrückst Du diese Gedanken?

Und ich WILL wohl unbedingt an scheinbare Zeichen und nicht an Zufälle glauben.

Es könnte ja theoretisch auch sein, dass er doch nicht der Richtige war. Was, wenn er es nicht war und Du jetzt Deine Zeit damit vergeudest ihm hinterherzuweinen, herum zu sinnieren, was nun wie hätte sein können und Du den Richtigen nicht siehst? Wer ist denn der Richtige für Dich? Wie ist er und wie läuft die Beziehung zwischen Euch?

Und vielleicht habe ich Angst, dass es lange dauern könnte, dieses neue Gefühl in mir wieder zu empfinden, jemand anderem gegenüber. Oder, besser gesagt: wahrscheinlich will ich es nur für ihn empfinden, damit es besonders bleibt und ich ohne ihn unglücklich.

Wieso soll es nicht besonders bleiben, sogar wenn er nicht der Richtige war? Ob und wie besonders ein Mensch, eine Situation ist, das bewertest doch Du. Du verleihst den Stempel "Besonders". Oder?

Wieso bist Du ohne ihn unglücklich? Brauchst Du jemanden, der Dich glücklich macht? Wenn ja, womit? Warst Du vorher nicht glücklich? Welchen Stellenwert hat eine Beziehung für Dich?

Ziemlich blöd von mir, diese Sichtweise

Nicht blöd.

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Liebe TE,

das worauf es jetzt ankommt, ist, ob du dich selbst liebst. Wenn das so ist, wirst du dir nicht alles wieder kaputtmachen, schon gar nicht wegen "ihm"; es sei denn, du will IHN irgendwie dadurch bestrafen – was aber natürlich nicht funktionieren würde.

Ich kann dir nur – auch aus eigener Erfahrung raten – lass es nicht zu! Sei dir selbst so nahe, dass du bei dem bleibst, was dir jetzt endlich einmal gelungen ist.

Wenn wir mit Essen kompensieren und uns heilen wollen, so kann das niemals klappen. Im Gegenteil, wir würden Selbstablehnung (vielleicht sogar Selbsthass) schüren, und es würde uns immer schlechter gehen.

Sei stark. Klammere ihn mehr und mehr aus, und LIEBE DICH!

Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin den Erfolg, den du verdienst.

*:) @:)

Alias 683775


Wie würdest Du diese 4 Baustellen, wenn ich richtig gezählt habe priorisieren und wie würdest Du sie mit einem Stichwort beschreiben? Ich meine, was wäre das wichtigste, was Dir Erleichterung bringen würde?

Essstörung, Liebeskummer, Depressionen(?). An den anderen Dingen kann ich nur bedingt etwas ändern, und den Job würde ich daher hintenanstellen. Wobei, der Liebeskummer ist anstrengender und zermürbender, ich schleppe den schon ein Weilchen mit mir herum. Er hilft mir aber andererseits, das Essen in Schach zu halten ":/

Wie sich nun auch das Kind nennt – so geht es doch darum, dass Du weiter kommst und es schaffst aus alten Musterverhalten zu lösen.

Ganz genau so sehe ich das auch, daher auch meine Bemühungen diesbezüglich. Mittlerweile bin ich aber zu der Ansicht gelangt, dass ich entweder so verrückt bin, dass mir keiner helfen kann, oder so kompliziert, dass es keiner nachvollziehen kann. Und so habe ich hier und dort mal einen guten Anhaltspunkt von einem der Psychologen mitgenommen, aber im Großen und Ganzen versuche ich allein irgendwie, das auf die Reihe zu bekommen. Leider immer nur mit temporärem Erfolg, und so kann es wirklich nicht mehr weitergehen.

Ich verstehe es noch nicht ganz. Wann fängst Du an zu essen, oder mit mehr essen. Was wird mit dem Essen "gestopft"?

Ich verstehe das auch nicht :°( Aber ich habe das schon mein ganzes Leben lang, seit ich mich aktiv an Dinge erinnern kann. Früher, als Kind, war es Langeweile, Frust, Einsamkeit, und vielleicht wollte ich Aufmerksamkeit erregen. Später, nach dem Abi und entsprechend nach meinem Auszug von zu Hause, beginnt dann, was ich oben schon stichpunktartig beschrieben hatte mit Studium, Freund etc. Gerade mit dem letzten Freund hatte ich absolut keinen Grund, unglücklich oder unzufrieden zu sein, und trotzdem habe ich 'frustgefressen'. Und egal wie viel ich darüber nachdenke, außer eben dem Gedanken, dass ich mich selbst torpedieren könnte, wenn es sich nicht um Langeweile/Frust/Einsamkeit, ist mir absolut nichts Plausibles eingefallen.

Würdest Du sagen, Du hattest ein halbwegs gesundes Selbstbewusstsein, als Du Dein Elternhaus verlassen hast? Wie steht es heute?

Heute würde ich sagen, ich habe ein gesundes Selbstbewusstsein. Ich habe trotz des noch recht jungen Alters viel erlebt und gesehen, und ich bin stolz auf meine Persönlichkeit |-o Als ich auszog, war ich schon dabei, mich selbst 'gerner zu haben', allerdings kam das richtige Selbstbewusstsein erst, als ich nicht mehr schlank war. Vielleicht habe ich es da mehr gebraucht?

Was hast Du denn bisher probiert?

Ich habe in den letzten 10 Jahren mindestens 3x um die 30 bis 40kg abgenommen, weil es einfach nicht im normalen Bereich geblieben ist. Zwischenzeitlich war ich auch untergewichtig, aber meist bin ich einfach unglaublich dick. Ich scheine niemals richtig gelernt – oder wieder verlernt – zu haben, wie man vernünftig und in Maßen – nicht in Massen ;-D – isst. Und darum geht es eine zeitlang gut, aber irgendwann kommt mein altes Ess-Verhalten wieder durch. Es ist dabei egal, wie viel ich über die Zusammensetzung von Lebensmitteln, ihren Energiegehalt, meinen Grundumsatz oder durch Sport verbrannte Kalorien weiß – Hauptsache, ich kriege dann was zwischen die Zähne. Und jetzt habe ich seit einem Jahr alles gut unter Kontrolle, aber ich merke, wie alte Muster manchmal an die Oberfläche kommen. Und ich will, dass das aufhört! Es macht mir alles kaputt, wenn sich die Dinge nur ums Essen drehen :°(

Wann war dieses "früher"? Wie alt warst Du da? Klingt sehr "märchenartig"? Der Prinz, der die Prinzessin erlöst und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute?

Das stimmt in der Tat ;-D Zum ersten Mal gehört habe ich das mit ca. 16, als alle einen Freund hatten, nur ich nicht. Und ansonsten immer dann, wenn es mit einem Freund endete. (SO viele waren das nicht, eigentlich ernsthaft nur die beiden, die bisher erwähnt wurden.) Das letzte Mal habe ich es vor einem Jahr von meiner Freundin gehört, als es mit meinem endete. Das übliche 'andere Mütter haben auch schöne Söhne/Der hat dich gar nicht verdient/Der Richtige kommt irgendwann und dann weißt du es'.

Ein Teil von Dir hält aber aus irgendeinem Grund fest. Ein anderer sagt – unrealistisch, tut mir nicht gut. Was läuft denn so für ein Film ab in Dir, wenn Du Dir so erträumst, es würde weitergehen. Wie würde das aussehen?

Oh, witzigerweise erträume ich mir eigentlich nichts. Ich weiß, dass das zu nichts führt – außer zu noch mehr negativer Stimmung meinerseits – und irgendwie kann ich das gut unterdrücken. Ich habe mir aber direkt nach der Trennung Gedanken darüber gemacht, und die kann ich gerne zum Verständnis kurz widergeben: vermutlich hätte eine längerfristige Beziehung mit ihm immer eine Fernbeziehung bedeutet, und damit hätte man sich dann arrangieren müssen. Ich habe deutlich mehr (Beziehungs)Erfahrung als er und bin auch minimal älter – daher habe ich einfach vermutet, dass er mit der Situation nicht umgehen konnte und überfordert war. Zudem hat er sich Monate vor der potentiellen Fernbeziehung schon von mir getrennt, was gegen meine Theorie spricht... Wobei er gesagt hat, er wolle fair mir gegenüber bleiben und mir Zeit geben, daher hat er nicht länger warten wollen.

Das Beste an der Geschichte ist aber eigentlich die Fußnote sozusagen: ich bin weit weggezogen in eine Stadt, deren genaue Lage auf der Deutschlandkarte ich vorher nicht hätte sagen können. Nach einem Blick auf die Beschilderung an der Autobahn konnte ich dann aber recht schnell herausfinden, dass sein neues Zuhause sich fast in unmittelbarer Nähe befindet. So viel zum Thema Ironie des Schicksals und Fernbeziehung. Ich wollte weit weg 'fliehen', um nicht das Gefühl zu haben, in mehrfacher Hinsicht verlassen worden zu sein, es ist mir gelungen, und dann lande ich quasi nebenan %-| DAS hat natürlich meine Fantasie einige Zeit angeregt.

Wann hast Du gelernt mit Ablehnung umzugehen? Wie geht es Dir sonst mit Ablehnung?

Nie so recht. Beziehungsweise fiel es mir schon immer schwer, Menschen gehen zu lassen – sogar Freunde, von denen ICH mich getrennt hatte. Das ist auch einer der Punkte auf meiner Liste, warum ich mal mit einem Psychologen sprechen wollte.

Dann bist Du damit zufrieden? Wäre ja die Erklärung: Ich bin Romantikerin. Ich will mit jemandem zusammen sein, wenn er mich nicht will. Oder? Da stimmt doch etwas nicht. Wie überbrückst Du diese Gedanken?

Halt, natürlich bin ich damit nicht zufrieden und benutze das auch nicht als Ausrede. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass ich sehr empfänglich bin für romantische Gesten und 'Schwingungen' jedlicher Art. Ich bin mir eben nicht sicher, ob er wirklich nicht mit mir zusammen sein will. Ich könnte – oder konnte früher – mir vorstellen, dass er einfach stur ist und Angst hat, oder sich auch einfach nicht mehr traut. Er hat seine 'Meinung' von einem Tag auf den anderen geändert, für mich kam das sehr schnell und zusammenhanglos. Natürlich will ich seine Gefühle, egal welcher Art, nicht aberkennen, aber es hat für mich einfach keinen Sinn ergeben, wie es gekommen ist.

Ich habe mir schon vorher, als es mit der räumlichen Trennung näherrückte, wirklich viele Gedanken zu dem Thema gemacht und alle möglichen Szenarien erwägt. Und ich habe dabei immer eher an sein Wohl als an meines gedacht, eben u.a. weil er jünger/unsicherer/beruflich zielstrebiger war als ich und ich ihn von Herzen mochte und nicht verlieren wollte – daher wäre ich wirklich dankbar, wenn es jetzt nicht ausführlicher um die Analyse seiner Gefühle und Beweggründe geht, sondern um meine.

Es könnte ja theoretisch auch sein, dass er doch nicht der Richtige war. Was, wenn er es nicht war und Du jetzt Deine Zeit damit vergeudest ihm hinterherzuweinen, herum zu sinnieren, was nun wie hätte sein können und Du den Richtigen nicht siehst?

Das ist durchaus möglich – daher will ich auch endlich dieses Thema hinter mir lassen und die Sache abhaken. Leider gelingt mir das immer nur phasenweise, aber nicht auf Dauer. Und jetzt gerade habe ich wieder eine Phase, wo ich alles hinterfrage und traurig bin, wie es gekommen ist. Dabei habe ich nur gewonnen seitdem, wenn man es mal so betrachtet – nicht wahr?

Wer ist denn der Richtige für Dich? Wie ist er und wie läuft die Beziehung zwischen Euch?

Das ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Ich hatte weder optisch noch charakterlich ein Bild im Kopf, ich habe mich einfach überraschen lassen, zu wem ich mich hingezogen fühlte. Allerdings gibt es Dinge, die ich ausschließe, wie bestimmte politische Neigungen, sämtliche Süchte nach Computerspielen oder Drogen, und mittlerweile Männer, die nur faul auf der Couch herumliegen und auch so aussehen :-X Ich glaube auch nicht daran, dass in einer 'perfekten' Beziehung immer eitel Sonnenschein herrscht – man sagt ja nicht umsonst, dass es durch Höhen und Tiefen geht, auf und ab, mal ist man sich näher, mal entfernt man sich ein wenig voneinander.

Okay, wie ist die Beziehung mit dem Richtigen? Man fühlt sich wohl miteinander, vertraut dem anderen alles an, man respektiert sich gegenseitig und kann miteinander streiten beziehungsweise diskutieren. Man kann unterschiedliche Standpunkte einnehmen, aber dennoch den des anderen akzeptieren. Man kann auch mal Zeit allein verbringen, aber man vermisst den anderen und freut sich, ihn wiederzusehen. Man hat gemeinsame, aber auch unterschiedliche Interessen, sodass es nie langweilig miteinander wird. Man kann auch andere Menschen attraktiv finden, aber der andere ist trotzdem der mit Abstand 'Schönste'.

Alias 683775


Du verleihst den Stempel "Besonders". Oder?

Ja, ich tue das. Vielleicht war die Formulierung dem Umstand geschuldet, dass ich diesbezüglich keine Vergleichsmöglichkeiten habe. Meine Freunde vorher mochte ich auch, aber auf eine ganz andere Art und Weise – so hebt sich das jetzt als 'besonders' hervor. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch andere 'besondersse' gibt.

Wieso bist Du ohne ihn unglücklich? Brauchst Du jemanden, der Dich glücklich macht? Wenn ja, womit? Warst Du vorher nicht glücklich? Welchen Stellenwert hat eine Beziehung für Dich?

Es ist nicht, dass ich ohne ihn unglücklich bin. Als allererstes vermisse ich ihn als Mensch, als der Freund, der er war. Aber vermutlich liegt es einfach daran, dass mir jetzt mittlerweile zwischenmenschliche Interaktion fehlt und ich JEMANDEN vermisse, nicht speziell ihn. Ich brauche niemanden, der mich glücklich macht, denn eigentlich kann nur ich allein das – aber es erleichtert das Ganze sehr, wenn man jemanden hat, der alles mit einem teilt und dazu beiträgt.

Ich habe mich selbst immer – trotz der offensichtlichen Fehler – als starken und unabhängigen Menschen gesehen – und als ein solcher bin ich nicht darauf angewiesen, von jemand anderem glücklich gemacht zu werden. Leider bröckelt dieses Bild von mir, weil ich ihn hin und wieder doch sehr vermisse. Gerade wenn viel um mich herum passiert, habe ich ihm als erstes davon erzählt und konnte es kaum erwarten, seine Reaktion darauf zu erleben.

Und die Frage nach dem Stellenwert einer Beziehung kann ich auch nur ganz schwer beantworten. Früher hätte ich gesagt, ergibt sich. Ich habe nie Pläne gemacht, jemals zu heiraten oder Kinder zu kriegen, ganz im Gegenteil. Ich wollte eben dieser unabhängige Mensch sein, als den ich mich gesehen habe. Und jetzt habe ich einen Blick auf etwas erhascht, das dem völlig widerspricht – und es hat mir ganz tief drin gefallen :°( Mit ihm konnte ich mir das alles auf einmal vorstellen, und dieser Gedanke ist immer noch da. Also hat eine Beziehung jetzt für mich einen höheren Stellenwert als vor ihm. Aber vielleicht wäre das nach dem nächsten Freund wieder anders, ich bin da wohl 'wankelmütig'.

Vielen Dank dir übrigens noch einmal für die ausführliche Antwort! @:) Ich habe mich sehr verstanden gefühlt und du hast mich sehr zum Nachdenken gebracht, Kleio.

Alias 683775


Und dir auch vielen lieben Dank für deine Antwort, Nova :)_

das worauf es jetzt ankommt, ist, ob du dich selbst liebst. Wenn das so ist, wirst du dir nicht alles wieder kaputtmachen, schon gar nicht wegen "ihm"; es sei denn, du will IHN irgendwie dadurch bestrafen – was aber natürlich nicht funktionieren würde.

Damit würde ich ja nur mich selbst bestrafen – und das ist niemand wert. 'Bestrafen' würde ich ihn vermutlich höchstens dadurch, wenn ich auf einmal rank und schlank wäre und er es dadurch bereuen würde, sich von mir getrennt zu haben – wenn der Hauptgrund wirklich auf einmal doch Äußerlichkeiten waren.

Wenn wir mit Essen kompensieren und uns heilen wollen, so kann das niemals klappen. Im Gegenteil, wir würden Selbstablehnung (vielleicht sogar Selbsthass) schüren, und es würde uns immer schlechter gehen.

Du hast absolut recht damit. Darum habe ich auch diesen Faden gestartet, bevor ich wieder so weit bin.

K1le4ixo


Alias 683775

Ich habe mich sehr verstanden gefühlt und du hast mich sehr zum Nachdenken gebracht, Kleio.

Die meiste Arbeit hast ja Du. ;-) Das braucht alles seine Zeit.

Mich würde interessieren, ob Du Dich in diesem Faden

Stress-Essen

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/644997/]]

irgendwo wiederfindest?

Auch würde es mich interessieren, ob Du schon soweit bist, um Dir bewusst zu werden und Dich zu reflektieren, Dich zu spüren, wann Du beim Essen zugreifst?

M}ollPien3cLhen


@ Alias 683775

Aber wenn es längere Zeit gut lief, war es, als würde ich mir mein Glück unterbewusst nicht gönnen und es lieber selbst zerstören wollen, bevor jemand anderes es tut.

Und egal wie viel ich darüber nachdenke, außer eben dem Gedanken, dass ich mich selbst torpedieren könnte, wenn es sich nicht um Langeweile/Frust/Einsamkeit, ist mir absolut nichts Plausibles eingefallen.

Diese Sätze sagen doch schon viel aus. Du gönnst es Dir selbst nicht, glücklich zu sein. Du schaffst es nur (plakativ ausgedrückt), es (eine Weile) "richtig" zu machen, wenn es jemanden gibt, für den Du das tust (Dein Ex-Freund). Irgendwann kommst Du an den Punkt, wo Du denkst "es läuft gut", dann wird Dir bewusst, dass Du gar nicht allein "Herr Deines Glücks" bist, weil es da ja noch die unsichere Variable des Freundes gibt, auf dessen Verhalten Du letztlich keinen Einfluss hast. Vielleicht denkst Du noch "okay, jetzt bin ich genau richtig, jetzt kann ich mich gar nicht mehr verbessern, nur noch verschlechtern" (für ihn), und dann setzt der Mechanismus ein "okay, wenn's eh schlechter wird, dann lieber schnell hinter mich bringen", und Du isst zu viel.

Meine laienpsychologische Interpretation.

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Liebe TE,

das meinte ich mit "Dich selbst lieben lernen". Solange Du es nicht für DICH tust, also im besten Sinne für Dich, um Dir selbst Gutes zu wollen, solange kann es nicht anhalten.

Wer aus anderen Gründen isst, als den Hunger zu stillen oder natürlich auch mal, um schöne Geselligkeit zu pflegen, hat innere Gründe. Und die beinhalten auch immer Selbstablehnung; sonst würde man sich das ständige Überessen und die Gewichtslast nicht antun. Oft stehen unbewusste Wut und Frust dahinter, die wir aus der Kindheit mitschleppen.

Ein Kind kann nicht absehen, wie sehr es sich mit dem ständigen übermäßigen Essen Schaden zufügt – als Erwachsene können wir es. Und wir können unser Handeln selbst bestimmen; wir müssen aber auch an unsere Selbstverantwortung und unsere Selbstbestimmnung glauben.

Vielleicht ist es für Dich ja demnächst schon eine Hilfe, bewusst zu essen und Deinen Gefühlshintergrund zu registrieren. Das macht Dich dann frei für die Entscheidung: für oder gegen das Essen. Und damit in Deinem Fall auch für oder gegen Dich selbst.

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