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Nachts ist es dunkel

JMan7x4 hat die Diskussion gestartet


Wenn man eine These aufstellt wie "nachts ist es dunkel".. dann ist das erstmal allgemein landläufig klar und verständlich. Die meisten Leute werden damit was anfangen können.

Aber kann man nicht auch berechtigterweise hinterfragen, ob diese These nicht viel zu allgemein und pauschal ist?

Was ist "nacht" überhaupt? Und was "dunkel"? Ist "dunkel" nicht auch für jeden etwas individuell unterschiedliches? Und wo überhaupt?

"nacht" kann ja für einige durchaus anfangen, bevor die Sonne untergegangen ist.. dann gilt es nicht. Und man muss es nicht nur auf die messbare elektrische Strahlung die wir "Licht" nennen beziehen (wobei eh schon das Vorausnehmen der Tatsache, dass wohl nur DRAUSSEN, ohne künstliche Beleuchtung, gemeint ist, eine unerhörte Voraussetzung einer nicht bestätigten Annahme ist). Auch Gefühle können hell und dunkel sein. Ein depressiver, der tagsüber mehr leidet als nachts, würde er das auch so sehen?

Und das Feuer der Leidenschaft bei Liebhabern – sogar wenn das Kunstlicht aus ist – ist doch auch in einiger Hinsicht enorm hell.

Man sieht also, was in so einer Aussage alles vorausgesetzt wird, was weder bestätigt ist, noch wo geklärt ist, das alle die diese Aussage lesen oder hören genauso werten. Womit sie eigentlich hinfällig wird. So viele Menschen wie es gibt, so viele Wahrheiten gibt es auch darüber, wieweit zutreffend so eine Aussage ist.

Antworten
E)dmu\nd


Auf jeden Fall ist es nachts kälter als draußen!

F"actFaLoqZuuntuxr


sehr philosophisch...

aber ich verstehe nicht ganz, worauf du damit hinaus willst?

eine allgemeine Diskussion anzetteln, was man als "wahr" betrachtet, und trotzdem falsch sein kann oder gibt es einen bestimmten Bezug zu deinem Leben, über den du hier reden möchtest?

Liebe Grüße

FWl>ameUchenr79


Auf jeden Fall ist es nachts kälter als draußen!

:)^ :)z ;-D

s5chnHecke198(5


in Polarregionen nicht zwingend - es ist kontextabhängig.

Das klassische Beispiel in der Philosophie für einen eindeutigen Schluss war über Jahrhunderte "Alle Schwäne sind weiß". Bis in Australien schwarze Schwäne entdeckt wurden.

In einem literarischen Kontext könnte man Nacht auch als Tod, Depressivität, Farbe ect. deuten.

Man ruft ja auch nicht beim Autohändler an und sagt: "Ich kaufe ein Auto, stells mir vor die Tür." Wenn wir erkennen und verstehen wollen, dann müssen wir erklären.

Heeise&nbexrg89


Ich stimme Jan insoweit zu, als das "nachts" nicht nur den Zeitraum sondern auch einen Raum definiert, da es andernorts grad Sonnenaufgang, Nachmittag oder Winter ist... Also bezieht sich "nachts" maximal auf 160-180 Längengrade (kann auch sein, dass ich mich da gewaltig irre ]:D )

K}le3io


Wenn man eine These aufstellt wie "nachts ist es dunkel".. dann ist das erstmal allgemein landläufig klar und verständlich. Die meisten Leute werden damit was anfangen können.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/These]]

Keine Ahnung, ob "die meisten Leute" damit etwas anfangen können. Ich habe sofort Fragen, weil es für mich keine klare und differenzierte Aussage ist. Auch wird der Satz in der Regel im Zusammenhang stehen.

Was ist "nacht" überhaupt? Und was "dunkel"? Ist "dunkel" nicht auch für jeden etwas individuell unterschiedliches? Und wo überhaupt?

Das sind Fakten. Fakten haben eine allgemien Definition.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Nacht]]

Dunkel - sicher, ist es auch Empfindungssache, allerdings kann ich auch versuchen mich klarer auszudrücken, damit mein Gegenüber nicht interpretieren muss bzw. dass er nicht missinterpretiert. Auch kann er mir reflektieren, was er verstanden hat, damit ich feststellen kann, ob das angekommen ist, wie ich etwas meine.

Aber kann man nicht auch berechtigterweise hinterfragen, ob diese These nicht viel zu allgemein und pauschal ist?

Brauche ich nicht, ich weiß ja, dass es nicht überall so ist, z. B.:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Mitternachtssonne]]

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_N%C3%A4chte]]

Ich brauche mich ja anders auszudrücken.

Man sieht also, was in so einer Aussage alles vorausgesetzt wird, was weder bestätigt ist, noch wo geklärt ist, das alle die diese Aussage lesen oder hören genauso werten.

Wieso bedarf es einer Wertung?

Womit sie eigentlich hinfällig wird.

Was wird hinfällig?

So viele Menschen wie es gibt, so viele Wahrheiten gibt es auch darüber, wieweit zutreffend so eine Aussage ist.

Und?

Man sieht also, was in so einer Aussage alles vorausgesetzt wird, was weder bestätigt ist, noch wo geklärt ist, das alle die diese Aussage lesen oder hören genauso werten. Womit sie eigentlich hinfällig wird. So viele Menschen wie es gibt, so viele Wahrheiten gibt es auch darüber, wieweit zutreffend so eine Aussage ist.

Ist das nicht egal? Es geht doch darum, dass ich mich meinem Gegenüber verständlich machen kann und er sich mir. Meine Mutter und ich sind uns immer wieder über Farben nicht einig. Ich frag, hast Du meine grüne Bluse gesehen? Die mit den Rüschen. Sie: welche grüne Bluse? Ich suche sie und zeige sie ihr. Sie: Die ist nicht grün, die ist braun.

Das nächste Mal, ich: Hast Du meine für mich grüne und für Dich braune Bluse mit den Rüschen gesehen? ;-D

Fakten machen die Unterhaltung einfacher - sie haben eine allgemeine Definition. Sicher kann ich mir auch eine subjektive Definition zulegen, dann muss ich sie auch gleich erwähnen, sonst erschwere ich die Verständigung. Bluse ist kein Problem - ist ein Fakt, so also auch Nacht. Helligkeit/Dunkelheit - ist Empfindungssache, aber ich kann ja nachfragen, wenn es mich interessiert. Ich kann ja nach der Definition fragen, anstatt zu viel zu interpretieren, wenn es mich interessiert.

Kkl^eiXo


schnecke1985

In einem literarischen Kontext könnte man Nacht auch als Tod, Depressivität, Farbe ect. deuten.

Shakespeare: .."leg ab die nächtliche Farbe (hör auf Trauer zu tragen)" - reine Interpretation und Symbolik

aJug2133


Jan74, bist Du gerade am Südpol?

a&par{ticuljarpxerson


@ Jan74:

Bist du Wittgenstein für Arme?

CvraInkx1


nachts ist es dunkel,

ist genauso richtig oder falsch wie, nachts sind alle Katzen schwarz, oder

Wasser macht nass, oder

Feuer ist heiss, oder auch

"gute" Menschen können nicht böse sein, oder umgekehrt!

All das und noch viel mehr, hängt stets von der eigenen Wahrnehmung, der augenblicklichen Situation, der eigenen Sichtweise, der Bezugnahme auf etwas bestimmtes, als auch von der "Gefühlslage" des/ der Betreffenden ab und lässt sich somit nicht pauschal definieren!

@ jan74

Worauf möchtest Du denn speziell hinaus, wen ich fragen darf?

s8chn\eck9el198F5


Noch ein Gegenbeispiel: Ein Blinder wird mit der Aussage "Nachts ist es dunkel" ungefähr so viel anfangen können, wie ein Sehender mit Brailleschrift

G(rotxtig


@ Schnecke

Ein Sehender kann aber die Brailleschrift erlernen. Ein Blinder das Sehen nicht. Mal davon ab, das dunkel ja auch nicht gleich blind ist. Wenn du die Augen schliesst, siehst du dann dunkel? Ich empfinde das nicht als dunkel.

-3Crazyleeni-


Ich seh die Nacht oft in allen Farben, wunderbar wie da alles schimmert. Aber....was du meinst ist wohl die Korrespondenztheorie der Wahrheit. Eine Aussage ist dann wahr, wenn sie mit der Realität übereinstimmt. Aber,ein zweites aber,,,die Wahrheit einer Aussage kann trotzdem nie endgültig bewiesen werden. Das scheitern des Begründungsdenkens.sniff, wie traurig. Es gibt kein absolutes Wahrheitskriterium lieber Jan. Zur weitergehenden Lektüre empfehle ich "Die Suche nach der verlorenen Gewißheit"-da erfährst du alles und auch nichts. Und ich geh jetzt nach(t) oder nackt schauen, ob da wirklich alles finster ist. neeee, natürlich nicht. so Long.

Juan7<4


Klar, Wittgenstein hat ja auch viel mehr Buchstaben als ich, da sieht man schon dass gespart werden musste :D

Weiss gar nicht welche Absicht das hat. ich hatte halt einfach diesen Gedanken.

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