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Mobbing - Arbeitgeber will rechtliche Schritte einleiten

d^iewofermxs hat die Diskussion gestartet


Hallo, es geht hier um meine Mutter, die bei sich in der Firma gemobbt wird. Zur Zeit ist sie deswegen auch krankgeschrieben, da sie zu letzt nicht mal mehr Einen Friseurbesuch ohne weinen machen konnte, abgesehen von den Schlafstörungen ... Sie hat Ihrem Chef die Situation schriftlich dargestellt und um Klärung gebeten. Dieser hat nun mitgeteilt, dass er keinen Mobbing - Verdacht sieht und nun rechtliche Schritte gegen sie einleiten will. Er hat ihr noch einen Aufhebungsvertrag angeboten mit Klauseln, dass sie über den Grund ihres Weggang schweigen soll. Das hat sie natürlich nicht unterschrieben. Was kann denn der Chef nun rechtlich gegen sie einleiten?

Antworten
aumyblxe


Ich würde deiner Mutter ganz dringend raten einen entsprechenden Anwalt und sich ebenso einen Therapeuten zu suchen. Ebenso sollte sie nichts (!) unterschreiben, was anwaltlich nicht abgesegnet wurde. Sie sollte jetzt darauf achten, dass sie keinerlei Fehler macht, wie die Krankmeldung zu spät einreichen etc.

Deiner Mutter alles Gute, ich hab ähnliches auch schon hinter mir, dass kann einen wirklich kaputtmachen @:) :)*

NKLenxa


Täter verklagen Opfer...das scheint wirklich trendy zu sein. >:(

Auf was kann den die Mutter verklagt werden, wenn sie berechtigterweise dem Chef mitteilt, dass sie gemobbt wird?

Eins ist ja wohl klar: keinen Tag mehr in diese Firma gehen!!!

M&onikxa65


Wie sehen ihre Kollegen das? Wird das Mobbing bestätigkt oder beteiligen sie sich womöglich?

Gibt es einen Betriebsrat? Der wäre der erste Ansprechpartner.

d+ie}woe\rmxs


Hallo Amyle, Anwalt wird gerade besorgt! Und sie unterschreibt auf gar keinen Fall etwas!

Hallo NLena, dass ist auch meine Frage ... wegen was kann denn nun gegen sie rechtlich vorgegangen werden. .. mir fällt da nichts ein

Hallo Monika65 einen Betriebsrat gibt es nicht, die Kollegen sehen das auch beteiligen sich aber nicht

S1tilxgar


das wichtigste ist, dass deine mutter mal zusammenschreibt, wann was vorgefallen ist...quasi eine art mobbingtagebuch...dies hat vor gericht eine gewisse relevanz...

der arbeitgeber kann deine mutter gerne verklagen....ich denke, dass er darauf hinaus möchte, dass sie auf grund krankheit und der möglicherweisen negativen zukunftsprognose gekündigt werden kann...das ist nämlich gar nicht so einfach...

die frage ist halt, was deine mutter letztendlich möchte....vermutlich nicht mehr zurück in die firma....ein aufheber würde eventuell sogar sinn machen, wenn sie nicht in die arbeitslosigkeit möchte, sondern gleich im anschluss eine neue stelle anfängt...dies ist aber individuell zu betrachten, von daher ist ein beratungsgespräch beim anwalt schon mal der erste richtige schritt...

im übrigen ist es durchaus normal, dass in aufhebern verschwiegenheitsklauseln enthalten sind...man will natürlich verhindern, dass unternehmensinternas weitergegeben werden...es gibt sogar fälle, wo mitarbeiter für eine gewisse anzahl von monaten nicht in der selben branche arbeiten dürfen....das aber nur mal so am rande....

S~maragdZauge


Scheint so, als ob der werte Chef den einfachsten Weg geht und einfach Deinen Mutter rausbefördern möchte als in seinem Team mal ein Machtwort zu sprechen. Ganz zu schweigen von den Klauseln, von wegen Klappe halten darüber, dass dort gemobbt wird.

So was ist unglaublich! :(v >:(

1. Anwalt besorgen. NICHTS unterschreiben. KEIN Vier-Augen-Gespräch mehr mit dem Chef, Gespräche nur noch im Beisein von Vertrauenspersonen oder, noch besser, einem Anwalt.

2. Vielleicht eine Therapie einleiten, damit Deine Mutter nicht noch mehr runtergezogen wird.

3. Nichts unüberlegtes tun, keine Hauruck-Aktionen, lieber weiter krankschreiben. Psychiater schreiben anstandslos über Wochen krank.

Ich glaube auch so nicht, dass der Chef etwas in der Hand hat sie zu verklagen, vorausgesetzt, Deine Mutter hat sich nichts zuschulden kommen lassen. Er blufft und will sie eigentlich nur vor die Tür setzen.

Ansonsten wäre es wichtig zu wissen, was sie möchte. Wie alt ist sie? Kann sie die Zeit bis zur Rente irgendwie überbrücken? Wie schaut es aus mit einer Abfindung? - Wie auch immer, diese Fragen, sobald es ums Geld geht und ums Arbeitsrecht, nur im Beisein eines Anwaltes.

****

Meine Schwiegermutter hatte einen solchen Kampf, ich bewundere sie noch heute, wie sie das alles aussitzen konnte.... aber sie wusste, in ihrem Alter bekommt sie nichts neues, zumal sie auch ihr Leben lang in der Firma gearbeitet hat. Sie sollte dort auch plötzlich weg, sie haben es auf allen Wegen versucht, meine Schwiegermutter hat geklagt, Recht bekommen und die Firma hat sie noch ein oder zwei Jahre weiterbeschäftigt, zwar in einer anderen Abteilung, sozusagen abgeschoben, aber wohl fürs selbe Geld, so dass sie jetzt in Altersteilzeit gehen konnte. Gelitten hat sie sehr, ich glaube, ich wäre an ihrer Stelle abgehauen, möglichst mit einer Abfindung, aber sie hat das genau durchgerechnet, wie sie besser kommt.

Sptilgxar


ach ja...von wem wird sie eigentlich gemobbt ? von den Kollegen, oder vom chef selbst ?

L_enzL1x1


also mein ex-mann wurde auch stark gemobbt letztes jahr. er hat durchgehalten und die konnten trotz diverer abmahnung die innerhalb weniger wochen eintrudelten nichts machen. mein mann saß das aus, er war dann krank. sie wurden ihn einfach nicht los. dann haben die ne fiese masche abgezogen und eine strafanzeige gestellt und daraufhin kann man wohl kündigen. ein bloßer verdacht reicht wohl aus. er hatte natürlich nichts angestellt, war aber dann erstmal der dumme, weil das Arbeitsamt eine Sperre verhängt hat. Obwohl mein Mann das Mobbingtagebuch vorgelegt hat, war er der Depp – Sperre. Die meinten dann nur, wäre er eher gekommen und hätte selbst gekündigt, hätte er in diesem Fall keine Sperre bekommen. Und genau das war es was wir nicht wollten, weil wir eben dachten, wenn wir selbst kündigen, sperren die das Geld für 3 Monate.

Das war echt zum schreien. Nun ja, Gerichtsverhandlung und zum Glück hat der Richter gesehen, dass die mit fiesen Mitteln spielten und meinen Mann loswerden wollten, ohne nur einen Pfennig zu zahlen. DIe haben einfach Gehalt eingehalten und und und........Ende vom Lied, die mussten noch die regulären 3 Monate bis zur wirksamen Küdnigung zahlen, die ganzen Anzeigen etc. zurückziehen und von den insgesamt keine Ahnung wievielen Abmahnungen meinte der Richter nur, da sieht man ganz klar Mobbing. Das Gesicht hätte ich fotografieren müssen. Normalerweise hätte mein Mann noch ne Abfindung kassieren können in 2 stelligem Bereich, die maulten rum und lehnten erstmal ab. Mein Mann gab dann aber auf und verschenkte mal eben knappe 40.000,- Abfindung, wofür ich ihn heute noch erschlagen könnte. Hätte uns vielleicht noch eine Verhandlung gekostet, denn der Richter war in allen Punkten auf unserer Seite. Der kannte die wohl schon, denn die spielen immer mit fiesen Methoden, um Personla loszuwerden.

Vielleicht sollte deine Ma auch mal beim Arbeitsamt die Lage schildern und wirklich dringend ein Mobbingtagebuch führen, so genau wie möglich. Meinem Mann haben sie jeden Morgen an der Tür empfangen, er durfte nicht alleine auf Toilette und Abends wieder hinausgeführt. Er durfte mit keinem Sprechen etc. Es war der Horror, die haben was geplant und das ging so weit, dass die Polizei vor der Tür stand und alles was mit Pc und Handy zu tun hatte, beschlagnahmt wurde. Es war der Albtraum...Klar hat sich rausgestellt, dass mein Mann sich nicht auf deren Firmenrechner eingeloggt hat, die haben woh die Dateien so manipuliert, dass es so aussah. Die haben ihn sogar verfolgt, damit auch ja sicher war, dass er am besagten Abend daheim war. Unglaublich, aber das nicht alels. Ich kann es heute immer noch nicht fassen, dass Menschen so sein können. Und nur, weil mein Mann auf seinen Urlaub bestanden hat, der bereits 11 Monate vorher genehmigt war und wir eben nach New York wollten. Die wollten dann selbst über Weihnachten fliegen und brauchten meinen Mann, der eine leitdende Funktion hatte, als Aufpasser, damit der Laden läuft. Dabei ging es nur um einen einzigen Tag Urlaub, denn die andreen tage waren alles Feiertage. Das glaubt nur einer, der die selbst kennt und es selbst erlebt hat. Wir haben immer gekämpft, um jeden Tag Urlaub...Mein Mann wollte erst klein beigeben, da habe ich aber rebelliert. WIr hatten das Theater jahrelang und immer miesere Methoden, ich war der Meinung es reicht. Sollen sie künden, mir egal, diese Sklaventreiber sollen dich nicht mehr ausbeuten. So kam es dann auch. Es sind zwar harte Zeiten, aber mein Mann ist da weg, wir sind zwar jetzt "arm" ( er hat megagut verdient ), aber das ist es wert gewesen. Die haben Mitarbeiter bestochen falsch vor Gericht auszusagen gegen meinen Mann. Zum Glück haben die jetzt auch gekündigt. Normalerweise könnte man die Anzeigen, aber wir haben keine Kraft mehr dazu.

dTiew(o}ermxs


Hallo stilgar von ihrem Chef, es ist da etwas kompliziert, sie arbeitet in einem sportverein. dort gibt es einmal den Chef und einmal den 1. Vorsitzenden. Beim 1. Vorsitzenden hat sie das ganze zur Sprache gebracht. Die Schweigepflicht geht nicht um Firmeninterna, das könnte ich verstehen, es soll keiner was vom Mobbing mitbekommen und auch nicht, dass das der Grund ist, warum sie krank ist. der 1. Vorsitzende möchte das Thema mobbing am liebsten unter den Tisch fallen lassen.

hey smaragdauge, meine Mutter ist 61 und möchte nicht mehr zurück. Die Abfindung für elf Jahre sollten 3000 Euro sein, dann die Klausel, dass sie nicht über das Mobbing spricht und die Anschuldigungen bezüglich des Mobbing sollte sie fallen lassen. Der Anwalt wird eingeschaltet!

STmGar/agdxauge


Dann sollte sie versuchen, so viel wie möglich herauszuschlagen. 3.000 Euro für 11 Jahre erscheinen mir wenig. Ich hatte nach 5 Jahren das Geld für einen neuen Kleinwagen.

L}eKnz11


ich denke auch, so wie uns unser anwalt sagte – pro arbeitsjahr ca. 1/2 – 1 Monatsgehalt Brutto.

Ich würde 1 ganzes Vorschlagen, ansonsten erzählt sie vom Mobbing. ]:D

Sitilggaxr


Die Schweigepflicht geht nicht um Firmeninterna, das könnte ich verstehen, es soll keiner was vom Mobbing mitbekommen und auch nicht, dass das der Grund ist, warum sie krank ist. der 1. Vorsitzende möchte das Thema mobbing am liebsten unter den Tisch fallen lassen.

für den verein nachvollziehbar, aber da brauchen wir nicht darüber reden, dass dies aus aktueller sicht nicht vereinbar ist...wenn man sich zu einem späteren zeitpunkt geeinigt hat, kann man über so etwas nachdenken....

ie Abfindung für elf Jahre sollten 3000 Euro sein

hehe...sie versuchen es immer wieder...nach der aktuellen rechtssprechung stehen einem mitarbeiter in der regel pro jahr ca. das 1,5 fache monatsgehalt pro jahr zu...nur so als ungefähre größenordnung...letztendlich wird das dann immer individuell ausgehandelt....

Die meinten dann nur, wäre er eher gekommen und hätte selbst gekündigt, hätte er in diesem Fall keine Sperre bekommen

das gibt es tatsächlich...es gibt fälle, wo es einem arbeitnehmer einfsch nicht mehr zumutbar ist, weiter beim unternehmen beschäftigt zu sein...das arbeitsamt hat dafür glaub ich sogar spezielle formulare, wenn ich mich nicht täusche, wo dann auch der psychater bzw. psychologe bestätigen kann, dass die eigenkündigung notwendig war...möglicherweise wird auch nur eine bestätigung ohne formular verlangt...das müsste man hinterfragen....

wie gesagt...termin beim anwalt...nur der kann wirklich zielgerichtet unterstützen....deine mum braucht halt etwas geduld und noch kraft, das auszusitzen...aber in ihrer situation, auch hinsichtlich des alters, sollte sie das unbedingt machen....

ich wünsche ihr viel :)*

LienOz11


die abfindung ist eben auch stark vom alter und den chancen auf eine neue stelle abhängig. und da die mutter der te ja schon kurz vor der rente steht, wird sie wohl etwas mehr rausschlagen können. mein mann war bei der verhandlung 54 und da sah der richter schon schwierigkeiten einen angemessenen job, in seiner gehaltsklasse wohl eher nicht mehr auffindbar, zu finden. bei uns wurde aber nur von einem halben gehalt ausgegangen. wäre er vom vollen oder 1,5 fachen ausgegangen – ich hätte mir ein loch in den bauch gefreut. mein mann war wohl nicht dazu zu bewegen, noch eine verhandlung auszuharren, obwohl der richter auf unserer seite war.

dTibbuxk


Hätte deine Mutter wirklich gegen arbeitsvertragliche Verpflichtungen verstoßen, hätte man sie abmahnen oder schlimmstenfalls kündigen können.

Durch mobben kann ein Arbeitgeber eine Entlassung forcieren, die er auf den ersten Blick nicht zu verantworten hat – und er kann sich um eine Abfindung drücken.

Wahrscheinlich wird der Arbeitgeber nun versuchen, deine Mutter irgendwie aus der Fassung zu bringen, damit sie sich arbeitsrechtlich irgendwie schuldig macht.

Kann dem unbedingt zustimmen:

KEIN Vier-Augen-Gespräch mehr mit dem Chef, Gespräche nur noch im Beisein von Vertrauenspersonen oder, noch besser, einem Anwalt.

2. Vielleicht eine Therapie einleiten, damit Deine Mutter nicht noch mehr runtergezogen wird.

3. Nichts unüberlegtes tun, keine Hauruck-Aktionen, lieber weiter krankschreiben. Psychiater schreiben anstandslos über Wochen krank.

Und durchhalten, indem du mit deiner Ma schöne Dinge unternimmst: Einen Spaziergang im Park, Freunde zu Kaffee und Kuchen einladen, vielleicht ist ja auch ein Kinobesuch möglich.

Mir hat in einer ähnlichen Situation geholfen, dass ich immer mal wieder in einen Streichelzoo gegangen bin

:-)

Ich drücke deiner Ma die Daumen und dir sende ich :)* :)* :)* :)*

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