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Quetiapin 300 mg Retard absetzen – Erfahrungen

V_ic+ky7x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Wie mein Titel schon sagt, es geht um das Absetzen von Quetiapin 300mg (auch bekannt als Seroquel prolong). Ich nehme diese Dosis schon seit etwa 2 1/2 Jahren und bin jetzt soweit, dass ich wieder ohne Medikamente klarkommen möchte, auf jeden Fall möchte ich es versuchen.

Jetzt wollte ich mal fragen, ob jemand damit schon Erfahrung gemacht hat? Ich höre immer nur so Horrordinge, dass Quetiapin absetzen wie ein Drogenentzug mit schlimmer Schlaflosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Zittern, Unruhe verbunden ist. Das macht mir ehrlich gesagt richtige Angst und hat mich auch bisher abgeschreckt vor dem Absetzen.

Würde mich echt freuen, wenn jemand mir dazu was schreiben kann :-)

lg Vicky

Antworten
FpraQu EFrdmänncxhen


Darf ich fragen, warum du das nimmst? Das Absetzen ist hoffentlich mit dem Arzt besprochen...

Also ich kann dir von meiner Erfahrung berichten: Bei mir wurden mal 150 mg abrupt abgesetzt und mir ging es beschissen: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel...über Tage... Ich schiebe es auf das Absetzen, denn ich bin dann wieder angefangen es einzunehmen und es ging mir besser sofort besser. (Hatte von einigen Monaten heftige Absetzerscheinungen beim Absetzen eines Antidepressiva, da ging es mir genauso). Die Ärzte in der Klinik meinten aber, Quetiapin könne man so absetzen, das gäbe keine Absetzerscheinungen :-X Naja, meine Erfahrung ist eine andere.

Habe aber das unretardierte genommen, weiß nicht, ob das eine Rolle spielt.

Beim nächsten Absetzen würde ich es wie ein AD langsam ausschleichen.

SUpinSner~in


Quetiapin muss man auf jeden Fall ganz ganz langsam ausschleichen, dann sind die Absetzerscheinungen kaum bis gar nicht vorhanden. Besprich das mit Deinem Arzt, er kann dir dabei helfen. Ich überlege sogar, ob ich stationär ausschleiche wenn es soweit ist, leider bin ich davon aber noch weit entfernt.

sachtnecke31x985


Also ich habe bisher nur einmal von 100mg auf Null abgesetzt. Ich habe einfach alle paar Tage die Dosis etwas runtergefahren, hatte dabei auch überhaupt keine Absetzerscheinungen. :-)

R)ichaxrd61


Würde mich auch interessieren. Weiss dein Arzt davon ?

Seroquel ist schon ein Hammermedikament, das lässt man nicht eben mal so weg.

V]icky7x5


Hi,

oh so viele Antworten, ich war ein paar Tage garnicht online.

Also, nein mit meiner Ärztin ist es nicht abgesprochen, wir sind da im totalen Konflikt, weil sie mir einfach ständig einreden möchte, dass ich irgendwelche Medikamente brauche.

Und trotzdem habe ich angefangen das Quetiapin abzusetzen. Aber nicht auf einmal. Allerdings habe ich das pro long komplett weggelassen und dafür aber das normale Quetiapin genommen und bin jetzt von 300 mg pro long auf 50 mg Quetiapin normal runter.

Es läuft wieder erwarten ganz ok, ich hatte die ersten Tage ziemliche Magen Darm Beschwerden, die aber inzwischen wieder weg sind. Ansonsten habe ich teilweise immer wieder Schweißausbrüche, die aber auch schon besser werden. Ansonsten läuft es wider Erwarten ganz gut. Ich schlafe auch nachts ganz ok für meine Verhältnisse.

Ich weiß, normalerweise darf man so ein Medikament nicht allein absetzen, aber ich bin in einer Phase, in der ICH mir es durchaus zutraue ohne Medikamente zu leben und nur weil eine Ärztin mir das nicht zutraut bin ich nicht bereit für nichts so ein Medikament wie Quetiapin weiterzunehmen.

Ob meine Entscheidung und Handlungsweise gut war und ist kann ich natürlich nicht sicher sagen...aber ich halte mich für so selbstkritisch, dass ich wenn es ohne Medis nicht geht von selber aus wieder den Versuch mit einem Medikament machen würde, allerdings NIE WIEDER mit Quetiapin.

lg Vicky

R9ich\aordx61


@ Vicky,

weshalb musstest du Quetiapin nehmen. Sollte es Bipolar I oder II sein, würde ich in jedem Fall einen Schutz nehmen, z.B. Lithium, das hat wenig Nebenwirkungen.

Alle Indikationen für Quetiapin auch in der Dosierung 300 mg sind ernste Krankheiten, das solltest du in jedem Fall mit einem Arzt besprechen. Wenn du kein Vertrauen mehr hast musst du einen anderen nehmen.

V$ickyx75


@ Richard61

ich wurde 2012 als ich wegen Suizidalität lange Zeit auf einer Geschlossenen Psychiatrie festgehalten wurde mit Seroquel in sehr hohen Dosen "ruhig gestellt" sag ich jetzt mal so.

Inzwischen bin ich in einer beruflichen Rehamaßnahme, bin im beruflichen Praktikum und auf dem Weg in die Arbeitsfähigkeit zurück, kurz gesagt mir geht es recht gut.

Meine Hauptdiagnosen sind seit Jahren Borderline und die dissoziative Identitätsstörung, wobei beides sehr gut im Griff ist.

Meine Ärztin in der Maßnahmeeinrichtung wollte vom Absetzen nichts wissen, aber sie traut mir allgemein wenig zu. Jetzt habe ich am 25.08. einen Termin bei meiner Psychiaterin von der PIA und werde ihr das absetzen sagen und bin grundsätzlich aber auch bereit ein "harmloseres Medikament" zu nehmen, wenn sie denkt, dass es besser so ist.

Im Moment geht es mir soweit gut ohne Seroquel. Ich fühle mich ziemlich stabil.

lg Vicky

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