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Sind Akademiker schwerer zu sprechen?

cHhris,istsSupermaxn


Ich habe ehrlich noch nie einen wirklich DUMMEN Akademiker kennen gelernt.

Komischer Charakter, seltsame Ansichten oder einfach blöde Reaktionen, das ist aber nicht Akademikern vorbehalten. Aber so richtig dumm im Sinne von geistig ungelenk und desinteressiert/ungebildet, habe ich noch nie erlebt bei einem Akademiker.

D.ieKrJuexmi


Es gibt intelligente, gebildete nicht-Akademiker und strunzdumme Akademiker.

Ich habe keinesfalls alle Studierten als dumm bezeichnet. Gibt aber genug.

Naja, nun, die Chance "strunzdumme" Menschen zu treffen, ist aber außerhalb der Universitäten ganz erheblich größer.

echt, bei jeder dieser Diskussionen wird explizit darauf hingewiesen, dass ja auch Akademiker "strunzdumm" sein können – als wenn auch nur einer jemals behauptet hätte, alle Studierten wären hochbegabt. also wieso immer dieses "ätsch, auch da gibts Doofe"? was bringst das einem?

A|hornb@latt


Da stehe ich und unterhalte mich über 400-Euro Weine, weil ich diese eben nun mal mag und mir auch leisten kann und dann kommt jemand daher, den ich einfach nur mal höflich frage was er denn so "macht" und dann kommt sowas? Warum reichte Dir nicht zu sagen "Ich bin Rentner"? und/oder auf weitere Nachfrage "Davor habe ich Beruf XY gemacht"?

Genau soooo ist es natürlich abgelaufen. Du hast die perfekte Vorstellung zu allem und jedem, besonders dazu, was mir widerfahren ist.

Und damit mir das nicht wider passiert, erklär mir doch genau, was ich auf die Frage, was ich denn so mache, antworten soll. Selbst wenn es nebenbei um 400 € Wein geht.

Ich darf doch da stolz behaupten, was ich trotz des fehlenden Abschlusses beruflich gemacht habe, eben auch mit Staatsexamen, man hat über meine berufliche Leistung sogar ein Buch geschrieben, ich wurde aber kurz danach auf die Leukämiestation eingeliefert, man gab mir eine Überlebenschance von wenigen Wochen. Ich habe es überlebt, Frührente, nie mehr die Chance auf nen Job, auch aus körperlichen Gründen.

Ehefrau durch Krankheit schwerstbehindert. Was soll ich antworten, wie mein Leben ist, was ich mache? Soll ich mich verbiegen und sagen, ich schwimme in Herrlichkeiten?

Nehme ja gerne Weisheiten an. Was soll ich antworten, wenn man mich genau nach Job und sowie fragt ???

N{amja


Naja, nun, die Chance "strunzdumme" Menschen zu treffen, ist aber außerhalb der Universitäten ganz erheblich größer

Was genau dem entspricht, was ich dann ein paar Zeilen später geschrieben habe :)

Ich habe ehrlich noch nie einen wirklich DUMMEN Akademiker kennen gelernt.

Komischer Charakter, seltsame Ansichten oder einfach blöde Reaktionen, das ist aber nicht Akademikern vorbehalten.

Aber so richtig dumm im Sinne von geistig ungelenk und desinteressiert/ungebildet,

habe ich noch nie erlebt bei einem Akademiker.

Nicht? Ich rede jetzt nicht von IQ 70 dumm. Sondern von dem was du schilderst – desinteressiert, begrenzt gebildet und außer im eigenen Fachbereich Allgemeinbildungstechnisch eine Katastrophe. Und das habe ich schon ein, zwei mal getroffen. Idealerweise gepaart mit Arroganz weil Akademiker :=o und dem Verlangen von Respekt ob seines Alters (älter werden ist per se noch keine Leistung, also nichts was Respekt begründet jenseits dessen, den man allen Menschen entgegenbringen sollte).

NFadi22x2


Ich rede jetzt nicht von IQ 70 dumm. Sondern von dem was du schilderst – desinteressiert, begrenzt gebildet und außer im eigenen Fachbereich Allgemeinbildungstechnisch eine Katastrophe.

Kommt natürlich immer darauf an, was man persönlich als Allgemeinbildung betrachtet.

Ich persönlich unterhalte mich lieber mit einem "Fachidioten" über sein Fach, weil ich weiß, dass er von dieses Fach in der akademischen Tiefe beherrscht und nicht nur eine oberflächliche Ahnung davon hat. Denn so etwas ist wirkliche Bildung. Da geht es dann um Verständnis und nicht pures Faktenwissen.

Als Katastrophe empfinde dann doch eher Menschen die wandelnde Lexika sind, aber an konkrete Aufgaben im jeweiligen Fachbereich scheitern würden. "Wissen so weit wie ein Ozean, aber so tief wie eine Pfütze" zu besitzen ist alles andere als beeindruckend.

cThris)is(tVsuperman


Wie sieht das denn konkret aus, ich kann mir das immer gar nicht vorstellen.

Man trifft bei Freunden auf andere Leute, dann kommt man in 's Gespräch und einer erklärt ständig die Funktion eines Vergasers oder erzählt, wie er heute einen fünf Quellen vergleichen mußte.

Und wenn man sich über einen Kinofilm oder den neuen Supermarkt unterhalten will, fängt der an zu blubbern und komische Sachen zu sagen?

Es ist auch eigentlich unmöglich für einen Akademiker, nur Fachidiot zu sein,

da er vorher ein Abitur gemacht hat, was viele Bereiche abdeckt, im schulischen Bereich auf höchster Ebene. Auch im Studium lernt man um sein Hauptfach rum viele allgemeinbildende Dinge;es mag sein, dass der Akademiker auf seinem Gebiet spitze ist,

aber auf allen anderen Gebieten hat er mindestens so viel drauf wie andere, da Abitur und damit eine tolle Ausgangsbasis.

c>hri>sistsu&pderman


"Wissen so weit wie ein Ozean, aber so tief wie eine Pfütze" zu besitzen ist alles andere als beeindruckend.

und genau so etwas verhindert ja ein Studium.

Es gibt eine Diskussion darüber, dass man mittlerweile alles schnell und leicht aus dem i-net ziehen kann, die Übung oder Anwendung desselben (dazu gehört auch passend Texte zu bearbeiten, Leute zu analysieren oder konstruktiv zu argumentieren) ist aber Sache des Studiums.

Deswegen werden die formalen Abschlüsse auch immer wichtig bleiben,

weil man da weiß, was man hat – im Gegensatz zum Autodidakten.

Ksleixo


DarkS2014

Wie seht ihr das, interessiert es euch überhaupt welchen Abschluss euer Gegenüber hat oder kommt es nur auf die menschlichen Werte an?

Natürlich interessiert mich auch der Abschluss, wie mich alles an einer Person interessiert. Warum sollte ich das ausschließen?

Ich bin weltoffen, ich verstehe mich mit jedem, egal ob Schwarz – Ausländer oder Jude.

Tue ich nicht – es gibt Menschen, die andere nicht respektieren, die interessieren mich schon einmal gar nicht und dann kommt es noch auf viele andere Dinge an, wie Sympathie, gegenseitiges Interesse, etc. – und dann wird vielleicht eine nähere Beziehung daraus. Bildung – ja, ich liebe es mit intelligenten und intellektuellen, lernwilligen und wissensdurstigen Menschen zu reden, mit kreativen Menschen, mit leidenschaftlichen Menschen, etc. Das heißt, es kann durchaus die Bildung das Ausschlaggebende sein, was ich an einer Person anziehend finde, genauso seine soziale Kompetenz, bei einem anderen seine Kreativität, Humor, Lebensfreude, Temperament, etc. Es ist unterschiedlich, denn jeden Menschen macht etwas anderes aus. In meinem Unkreis befinden sich mehr oder minder Analphabeten (die man ja heutzutage so nennt, sehr of Menschen mit Lehrberufen oder keinem Schulabschluss, die nur noch handwerklich/körperlich tätig sind und nach 10 Jahren aus der Schule kaum noch schreiben und lesen können), genauso Akademiker. Ich selbst bin jemand, die unglaublich gerne lernt, egal ob nun geistig oder handwerklich. Ich bin kreativ und ich übe mich auf diesen Gebieten. Das heißt, dass ich auch darüber erzähle und auch wenn jetzt jemand selbst sich nicht z. B. für Sprachen interessiert, so wird er mir zuhören, wenn ich mich mitteile, weil ich ihn interessiere. Wenn nicht, dann ist das natürlich ein Hindernis für eine Beziehung. Viele Menschen suchen sich ja "Gleichgesinnte" und so ergibt es sich doch öfter, dass Menschen "gleicher Bildung" (wie man das nun dann auch definiert) zusammenfinden. Der eine hält es halt mit "Gleich und Gleich gesellt sich gern" und der andere, dass sich Gegensätze anziehen. Denn nur, weil jemand Akademiker ist, ist er ja auch nicht gleichzeitig gebildet – er ist gut für seinen Job ausgebildet. Dumme Menschen mag ich tatsächlich nicht und meine Definition von dumm beinhaltet Ignoranz, fehlende Einfühlungsvermögen, fehlende Offenheit, fehlende Neugier, etc. Das bezieht sich eben auf gar keinen Fall darauf, ob jemand schreiben oder lesen kann.

Das ist mir völlig egal solange ich mit der Person an sich klarkomme, aber sehen das Akademiker genau so?

Was hast du vor? Genauso eine Pauschalvorurteil über "Akademiker" zu bilden, wie es manche der Akademiker gegenüber nicht-Akademikern tun? Die einen werden Kriterien bezüglich der Bildung aufstellen und andere nicht. Ob jemand so ein Kriterium hat, wirst Du dann feststellen, wenn Du einen kennen lernst.

Meine größte Sorge ist es aber umsonst zwei Jahre zur Schule zu gehen wenn ich es am ende nicht schaffe...

Wie kann jemand etwas umsonst gelernt haben? Das ist wohl eines der letzten Dinge, die jemand verlieren kann – das, was er gelernt hat. Gut, aber das gehört ja schon zu den persönlichen Wertungen. Für die einen ist Wissen wertvoll, für andere nicht.

m1ne0f


Ich habe ehrlich noch nie einen wirklich DUMMEN Akademiker kennen gelernt.

Ich zur Genüge.

Ich rede jetzt nicht von IQ 70 dumm. Sondern von dem was du schilderst – desinteressiert, begrenzt gebildet und außer im eigenen Fachbereich Allgemeinbildungstechnisch eine Katastrophe. Und

Ganz genau :)z Hinzu kommt, dass ich mich beim Leseverständnis und "logischen Denken" mancher frage, ob man das überhaupt so nennen kann und wie sie damit durchs Studium gekommen sind.

Übung oder Anwendung desselben (dazu gehört auch passend Texte zu bearbeiten, Leute zu analysieren oder konstruktiv zu argumentieren) ist aber Sache des Studiums.

Ähm, nö. Direkt nach dem Studium ist die Anwendung für viele Neuland. Merkt man dann auch im Beruf schnell.

N.amjxa


Bestes Beispiel für das Thema Hirn vielleicht vorhanden aber ausgeschaltet.

Es ging um die Form (und wirklich nur die Form) eines Signals. Einmal stand im Skript es sei sinusförmig, in der Übung hieß es dann wohl es sei cosinusförmig. Und der Fragt doch im Ernst nach, ob es jetzt sinus- oder cosinusförmig sei. In einem Forum mit Klarnamen in dem auch der Prof. mitliest. Im 4. Semester eines Ingenieursstudiums. Da fragt man sich doch...

Für alle die Mathe nach der x-ten Klasse abgelegt und seitdem nie wieder verwendet haben: Sinus und Cosinus haben die gleiche Form, nur entlang der X-Achse verschoben.

h<ardyc17x29


Akademiker hierzulande sind Schnösel. Verwöhnte Schnösel. In unserem Bildungssystem kommen fast nur die nach oben, welche die richtigen Eltern haben. Das fängt schon in der Grundschule an, dass da unterschieden wird und einkategorisiert von den Lehrern zu welcher "Klasse" von Mensch man gehört. Ich habe selbst mit Lehrern gesprochen, die Empfehlungen für weiterführende Schulen ausgeben. Leistung / Intelligenz / Begabung ist völlig zweitrangig. Deren Logik (O-Ton): Wenn ich einem Schüler aus einer Arbeiterfamilie eine Empfehlung für das Gymnasium gebe, dann ist er in einer sozialen Gruppe von fast nur Akademikerkindern. Da wird er sich isoliert vorkommen. Daher gebe ich ihm lieber eine Realschulempfehlung, auch wenn die Noten vielleicht reichen würden. Das ist besonders für "Spätzünder" wie mich selbst extrem diskriminierend. Wie kann man bereits mit 10 Jahren sagen was ein Kind intellektuell später leisten kann? In der neurologischen Forschung hat man mittlerweile herausgefunden, dass sich gerade bei Hochbegabten paradoxerweise das Gehirn _langsamer_ entwickelt als bei Normalbegabten (gutes braucht seine Zeit...). Aber die Zeit sich zu entwickeln wird Kindern hierzulande nicht gegeben. Sie werden wegen ihrer Herkunft diskriminiert und ihr Lebensweg wird vorgezeichnet, eine regelrechte Vorstrafe für das Leben...

Es hat überhaupt gar nichts mit Intelligenz zu tun ob jemand Akademiker ist. Die sind weder besonders kreativ, noch besitzen sie irgendwelche Talente. Außerdem sind sie keine Schwierigkeiten gewohnt im Leben. Weil ihnen immer alles zugeflossen ist konnte sich auch nie ein wirklicher Charakter entwickeln. In Gesprächen wird das gerade für mich immer wieder überdeutlich.

Ich selbst hatte nach der Grundschule eine Empfehlung für die Hauptschule. Meine Eltern sind arm und einfache Arbeiter. Sie haben gekämpft, dass ich doch wenigstens auf die Realschule konnte. Der Direktor hatte "große Bedenken", ob jemand "mit meinem Familienhintergrund" das "bewältigen könnte" (ein anderer Schüler mit gleichen Noten, Sohn eines Zahnarztes, kam ohne Probleme auf das Gymnasium).

Ich hatte mich immer schrecklich gelangweilt in der Schule und war geistig unterfordert. In meiner Freizeit entdeckte ich große Vorliebe für das Programmieren, dann Informatik, dann Mathematik. Ich nahm am Bundeswettbewerb Mathe und Informatik teil und gewann erste Preise (da störte niemanden meine "Herkunft", die korrekten Lösungen genügten). Mit Mühe und Not bin ich nach der Realschule auf eine höhere Berufsfachschule gewechselt. Ich wollte unbedingt Mathematik studieren und hatte schon die ersten 4 Semester des Mathematikstudiums in Eigenregie beigebracht. Es war und ist meine Leidenschaft. Mich interessiert nicht ob man damit Geld verdienen kann (das Hauptmotiv von "Akademikerkindern" irgendwas zu studieren...). Ich komme aus einfachen Verhältnissen und auch heute genügen mir einfache Verhältnisse. Jedenfalls formal war es halt nicht möglich ohne Abitur. Lange Story kurz gemacht: Nach _4 Jahren_ (Berufsoberschule I -> II -> Abi) hatte ich endlich die formalen Voraussetzungen für ein Studium (mit mittlerweile 20 Jahren). Ich studierte Mathematik in Windeseile, Diplom mit Note sehr gut abgeschlossen und schließe derzeit meine Promotion ab. Ohne die Arroganz, Überheblichkeit und Menschenverachtung von Akademikern hätte ich weit weniger Steine in meinem Weg gehabt! Jetzt bin ich zwar selbst Akademiker, aber doch eine ziemliche Ausnahme...

FOiallxe


Ich hatte mal mit einem Handwerker zu tun (beruflich), der einen Hauptschulabschluss hatte. Er war deutlich intelligenter, will heißen – selbständiger und unabhängiger in seinen politischen und sonstigen Ansichten als die meisten Akademiker, die ich kenne. (Ich selbst habe einen Doktortitel und einen entsprechenden Bekanntenkreis). Ich habe sogar das Gefühl, Leute ohne akademische Bildung sind heutzutage oft bodenständiger, vernünftiger und nicht so anfällig für Propaganda jeder Art als Akademiker. :)z

Asiy8anax89


Akademiker hierzulande sind Schnösel. Verwöhnte Schnösel.

Die sind weder besonders kreativ, noch besitzen sie irgendwelche Talente. Außerdem sind sie keine Schwierigkeiten gewohnt im Leben. Weil ihnen immer alles zugeflossen ist konnte sich auch nie ein wirklicher Charakter entwickeln.

Jetzt bin ich zwar selbst Akademiker, aber doch eine ziemliche Ausnahme...

Dafür, dass du dich so über das Schubladendenken und Diskriminierung von anderen aufregst, holst du aber ganz schön weit raus. Ich hoffe nur, dass du dich in deiner neuen "Akademikerwelt" zurecht findest, mit all den charakterlosen, verwöhnten Kollegen. Aber schön, dass du so toll bist... :(v – jetzt bist du zwar kein "verwöhnter Schnösel" übertriffst aber mit Arroganz bei weitem die anderen...

F*iAalxle


Es ist genauso falsch zu behaupten, dass alle Akademiker verwöhnte Schnösel seien, wie dass es darunter keine dummen Menschen gäbe. Dummheit oder Klugheit hängt nicht vom Bildungsgrad ab, und die Tatsache, ob man eine interessante Person ist oder nicht, ebensowenig.

NDadix222


@ Namja

darf man nicht mal einen Hänger haben? %-| Dein Beispiel sagt gar nichts aus. Mich würde ja interessieren, wer euch beiden am Ende des Semesters die bessere Klausur abgelegt hat.

@ hardy1729

mein Freund, meine beste Freundin, ihr Freund und ich sind alle Arbeiterkinder und Akademiker... du klingst sehr weltfremd und verbittert. Ich hatte übrigens eine Realschulempfehlung. ;-)

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