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Sind Akademiker schwerer zu sprechen?

DTiKeKrIuegmi


Es ist genauso falsch zu behaupten, dass alle Akademiker verwöhnte Schnösel seien, wie dass es darunter keine dummen Menschen gäbe. Dummheit oder Klugheit hängt nicht vom Bildungsgrad ab, und die Tatsache, ob man eine interessante Person ist oder nicht, ebensowenig.

Dummheit definiert jeder anders. Und daher kann die Diskussion unendlich weiter gehen.

habt ihr nicht den 2ten Satz des TE mit einer gewissen Verwunderung gelesen? Nach dem

Nun musste ich oft auf börsenseiten lesen

richtete ich mich innerlich auf einen Thread zu einem finanzwirtschaftlichen Thema ein.-weit gefehlt!

Und dann fragte ich mich, wieso jemand der ohnehin Minderwertigkeitskomplexe ob seiner Bildung hat, sich auf einem Partnervermittlungsportal rumtreibt, das mit "für Akademiker und Partner mit Niveau" wirbt.

Wenn er denn auf Partnersuche ist, was ist für ihn so schlimm daran, sich eine Partnerin mit seinem Bildungsniveau zu suchen? Wieso muss es eine Akademikerin sein?

Ich habe komischerweise KEINEN Studenten in meiner Umgebung (Mittelschicht, leicht ländlich – höchstens Kleinstadt)

das ist doch nur logisch, da Studenten sich in den Städten aufhalten, in denen es Universitäten gibt. Vermutlich war das Gymnasium bei euch im Ort auch entweder in der nächsten Kleinstadt, oder aber zumindest nicht in der Nähe deiner Schule. Somit konntest du aus logistischen Gründen keine Freundschaften schließen-das hat nichts mit Diskriminierung zu tun.

Ich bin schon um einiges älter, komme auch vom Land-und bei uns im Dorf wurden die Gymnasial-Kinder, die mit dem Bus in die nächste Kleinstadt zur Schule gefahren sind, von den anderen Dorfkindern ausgeschlossen. Da hieß es nur "da kommen die Streber!" Und so hatte ich in unserem Dorf damals wirklich nur Freunde, die ich auf dem Gymnasium kennen gelernt hatte, im Bus, an der Bushaltestelle, in der gleichen Klasse etc. Während meiner Schulzeit habe ich den "Ausschluß" also von der anderen Seite erlebt; Arbeiterkinder, Hauptschüler etc wollten nicht mit uns spielen, "weil wir uns bestimmt für etwas besseres halten".

A9lldestboll


IQ Tests sind Witze...

Man müsste jeden Tag einen machen, um ein genaues Ergebnis zu bekommen - und nichtmal das würde reichen.

Es können so viele Umstände das Ergebnis verfälschen. Prüfungsangst, schlechte Verfassung am Testtag, usw.

hcard,y172x9


"Alle" können offenbar nicht gemeint sein. Es ist ein Problem im System durch welches meine Aussagen auf die große Mehrheit zutrifft. Dies ließe sich ja theoretisch ändern..

m"nef


Ich habe selbst mit Lehrern gesprochen, die Empfehlungen für weiterführende Schulen ausgeben. Leistung / Intelligenz / Begabung ist völlig zweitrangig. Deren Logik (O-Ton): Wenn ich einem Schüler aus einer Arbeiterfamilie eine Empfehlung für das Gymnasium gebe, dann ist er in einer sozialen Gruppe von fast nur Akademikerkindern.

Ich glaube nicht, dass du so viele Lehrer gesprochen hast, dass das aussagekräftig wäre und dieses Vorgehen der gängigen Praxis entspricht.

Sie haben gekämpft, dass ich doch wenigstens auf die Realschule konnte.

Was gibt es da zu kämpfen? Das ist eine Empfehlung, nach der sich niemand richten muss. Einfach an einer anderen Schule anmelden und gut ist's. Ich kenne es nicht so, dass jeder einzelne Schüler und dessen Eltern die Anmeldung mit dem Direktor persönlich durchkauen müssen ":/

Mit Mühe und Not bin ich nach der Realschule auf eine höhere Berufsfachschule gewechselt.

Auch hier: Wieso mit Mühe und Not?

Wie kann man bereits mit 10 Jahren sagen was ein Kind intellektuell später leisten kann?

Muss man ja nicht und bezweckt man mit der Empfehlung auch nicht. Ich kenne viele, die erstemal auf eine Realschule gegangen sind und danach weiter das Abi gemacht haben. Die hatten nichtmal Zeitverlust. Finde ich persönlich auch sinnvoller, als im Zweifel einfach die anspruchsvollere Schulform zu wählen. Da zu scheitern und abgehen zu müssen ist nämlich auf nahezu allen Ebenen blöder Schlecht fürs Selbstbewusstsein, demotivierend, schlecht für den Lebenslauf... als einfach nach der 10. auf einer Realschule am Gymnasium weiterzumachen.

(das Hauptmotiv von "Akademikerkindern" irgendwas zu studieren...)

Ah ja.

A-lleestolxl


@ Hardy

Sag mal, wenn du so eine riesengroße Ausnahme bist und ganz dolle bodenständig...darf ich dich um eine Selbstreflexion deiner Stärken und Schwächen bitten?

Und wir warten immer noch ganz gespannt auf deinen Beweis, dass alle Akademiker außer dir doof und schnöselig wären.

AmiOya4nax89


dass alle Akademiker außer dir doof und schnöselig wären.

"fast alle". Er hats doch korrigiert ]:D

hWard"y172x9


@ mnef:

Tja, deine Aussagen zeigen einfach, dass du NULL Ahnung hast wie es ist in einem unflexiblen Bildungssystem nach vorn zu kommen, nachdem man nach hinten gedrängt wurde und Steine in den Weg gelegt bekam. Es wäre sinnlos dir das zu erklären. Du bist wie jemand, der völlig verdutzt einen Bettler fragt warum er da auf der Straße liegt und sich nicht einfach ein Hotelzimmer bucht.

E,hemali9ger NuMtzer (#;5409x92)


Mir ist der Abschluss eines Menschen total egal, ich bewerte niemanden danach. Auch keine "Vorverurteilungen", wegen in die vermeintlich negative noch in die vermeintlich positive Richtung.

Mich stört es aber, wenn sich jemand darüber definiert.

Atllest&oll


@ hardy

Oder deine Aussagen zeigen, dass du keine Ahnung von unserem verkorksten Bildungssystem hast, in dem jeder mit einem Schnitt von 3,x ohne Probleme auf das Gymnasium kann.

NGavmjxa


@ Hardy:

Das ist ein durchaus interessanter Artikel. Allerdings verstehe ich ihn nicht so, dass sich das Gehirn generell langsamer entwickelt – eher so dass bei sehr intelligenten Kindern die Flexibilität nicht so früh absinkt. Die Dicke des Cortex sagt offensichtlich nichts über den aktuellen Stand der intellektuellen Leistungsfähigkeit.

"The scans show the "sculpturing or fine tuning of parts of the cortex which support higher level thought, and maybe this is happening more efficiently in the most intelligent children,"

Aber ich glaube eine weitere Diskussion darüber würde den Rahmen (und das Thema) des Fadens hier sprengen. Ich stehe bindenden Gymnasialentscheidungen auch etwas zweifelnd gegenüber nachdem ein guter Freund von mir (der inzwischen ein 1,0 Diplom und eine summa-cum-laude-Promotion hat) nur eine Hauptschulempfehlung bekommen hatte – sein Lernverhalten sei für eine höhere Schule ungeeignet. Ja kein Wunder, er musste ja auch nie lernen. Das ändert allerdings nichts daran, dass manche Eltern die ihre Kinder für ach so brilliant halten durch eben diese Empfehlungen manchmal einen Dämpfer bekommen, den sie dringend brauchen. Meistens hilft es allerdings nicht.

Ich kenne allerdings auch zwei Leute, die zumindest den Schritt von der Realschule aufs Gymnasium ohne größere Schwierigkeiten (ohne Steine im Weg) geschafft haben. Insofern glaube ich, dass du deine privaten Erfahrungen hier unzulässig verallgemeinerst. Normalerweise ist ein Schritt auf die nächste weiterführende Schule tatsächlich ohne allzu viele Schwierigkeiten möglich, wenn man die entsprechenden Noten hat.

m>nef


Tja, deine Aussagen zeigen einfach, dass du NULL Ahnung hast wie es ist in einem unflexiblen Bildungssystem nach vorn zu kommen, nachdem man nach hinten gedrängt wurde und Steine in den Weg gelegt bekam. Es wäre sinnlos dir das zu erklären. Du bist wie jemand, der völlig verdutzt einen Bettler fragt warum er da auf der Straße liegt und sich nicht einfach ein Hotelzimmer bucht.

Was du schreibst ist einfach nur idiotisch. Nichts davon stimmt. Ich habe durchaus Ahnung. Nur du bist so jemand, der sich in seinem Schicksal suhlt (was an deinem Werdegang so schlimm ist, sehe ich nicht wirklich) und sich fühlt wie das letzte Einhorn. Meine Güte.

Ggraue7 Soc%k|e


Dieses Zitat allein macht die _bindende_ Schulempfehlung im Altern von 11 Jahren zu einem Verbrechen.

":/

Das würde nur gelten, wenn man verbindlich die geistige Reife/Leistungsfähigkeit mit der physischen Reife des Gehirns korrelieren könnte. Ist in dem Paper ausgeschlossen, dass ein hochbegabtes Kind vielleicht auch mit einem physisch weniger reifen Gehirn mehr leisten kann, als ein vergleichbares "normales" Kind?

Abgesehen davon kenne ich zu wenig Hochbegabte, um sagen zu können, ob sie generell dem positiven Idealbild des Akademikers (für mich: vielseitig interessierter, aufgeschlossener Bildungsbürger) entsprechen – aber irgendwie bezweifel ich das... . Hochbegabung ist auf jeden Fall keine Voraussetzung für diese Typisierung, eine gewisse Intelligenz allerdings schon.

Aber Intelligenz ist auch nur so viel Wert, wie man daraus macht – ein hoher Wert bei einem IQ-Test garantiert weder ein erfülltes Leben noch einen gefüllten Geldbeutel... .

hxar5dy1x729


Muss man ja nicht und bezweckt man mit der Empfehlung auch nicht. Ich kenne viele, die erstemal auf eine Realschule gegangen sind und danach weiter das Abi gemacht haben. Die hatten nichtmal Zeitverlust. Finde ich persönlich auch sinnvoller, als im Zweifel einfach die anspruchsvollere Schulform zu wählen. Da zu scheitern und abgehen zu müssen ist nämlich auf nahezu allen Ebenen blöder als einfach nach der 10. auf einer Realschule am Gymnasium weiterzumachen.

Das sehe ich völlig anders. Ich würde mein Kind niemals auf eine Realschule oder gar Hauptschule schicken. Das ist eine Form von Kindesmisshandlung. Wir haben dieses dreigliedrige Schulsystem hier, aber das ist eine völlige Ausnahme. Es ist in sich diskriminierend und man verbaut damit womöglich dem Kind jede Möglichkeit auf ein gutes / besseres Leben in dem es seine Träume verwirklichen kann. Wenn es auf dem Gymnasium nicht zurecht kommt ist es weniger problematisch eine Klasse nachzuholen, denn zumindest bleibt die Möglichkeit auf ein Abitur bestehen. Wer einmal eine Stufe fällt im Bildungssystem muss diese Stufe wieder hochklettern und die Lehrer wissen das....

Dieser Optimismus, der hier verbreitet wird gegenüber der ach so vielen "Aufstiegsmöglichkeiten" im Bildungssystem ist falsch. Es ist nicht so einfach, wie es sich alle hier so vorstellen.

@ Namja:

Normalerweise ist ein Schritt auf die nächste weiterführende Schule tatsächlich ohne allzu viele Schwierigkeiten möglich, wenn man die entsprechenden Noten hat.

Eben. Es zählt der Notendurchschnitt. Da gehen Epochalnoten ein (die stark vom subjektiven Empfinden, Sympathie etc. der Lehrer geprägt sind, dazu gibt es Studien) und andere Fächer, die wenig objektiv über kognitive Leistungsfähigkeit aussagen. Je verschulter und unflexibler das System desto weniger Chancen haben besonders unangepasste kreative Kinder sich darin zurechtzufinden. Vieles in der Schule beruht auf gefügiger Konsistenz, dem Verhalten etc.. Wenn man da unterfordert ist und sich daher anderen Interessen widmet, zusätzlich keinen Sympathiebonus bei den Lehrern hat, kann man entsprechend keine guten Noten erzielen. Daher war meine 1 in Mathematik und Englisch entsprechend wertlos. Ein Schulfach, in dem ich erst besser wurde nachdem ich ein Eigeninteresse für das Gebiet außerhalb der Schule entwickelte. Was zeigt, dass Lehrer und Lehrplan auch nicht konzipiert waren (in meinem Fall) für ein Fach zu begeistern..

DBi:eKrAue3mi


In der neurologischen Forschung hat man mittlerweile herausgefunden, dass sich gerade bei Hochbegabten paradoxerweise das Gehirn _langsamer_ entwickelt als bei Normalbegabten (gutes braucht seine Zeit...). Aber die Zeit sich zu entwickeln wird Kindern hierzulande nicht gegeben

Dieses Zitat allein macht die _bindende_ Schulempfehlung im Altern von 11 Jahren zu einem Verbrechen.

sorry, Hardy, aber du hast die Studie nicht verstanden. Es war ja nicht so, dass man munter die Hirne von Kindern gescannt hat und dann später, als sie erwachsen waren, die erreichte Intelligenz in Relation mit den damaligen Scans gesetzt hat.

Die untersuchten 7-8-jährigen fielen zu dem Zeitpunkt bereits durch ihre hohe Intelligenz auf. Und in der Studie heißt es ebenso, dass eine begleitende Weiterführung keinen Sinn macht, da sich der IQ nicht mehr wirklich verändert.

menexf


Dieser Optimismus, der hier verbreitet wird gegenüber der ach so vielen "Aufstiegsmöglichkeiten" im Bildungssystem ist falsch. Es ist nicht so einfach, wie es sich alle hier so vorstellen.

Totaler Schwachsinn. An meiner Schule kam es sogar immer min. eine Klasse 11 speziell für Realschüler zur Eingliederung, damit sie in der 12 dann gleichauf mit allen waren, die seit der 7. an dieser Schule waren. Die Klassen waren gut besucht und so gut wie alle davon haben normal ihr Abi gemacht *:)

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