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Sind Akademiker schwerer zu sprechen?

N<amj@a


Das ist aber ein generelles Problem des Schulsystems und nicht auf Haupt- und Realschulen beschränkt. Auch an Gymnasien sind besonders unangepasste Kinder gerne mal unglücklich. Bestes Beispiel der vorhin zitierte Fall des Jungen mit der Hauptschulempfehlung. Ja, er wurde trotzdem aufs Gymnasium geschickt. Nein, er hatte dort keine Schwierigkeiten mitzukommen. Aber nein, er hat kein Abitur dort gemacht. Er ist von 4 Schulen geflogen (siehe unangepasstes Verhalten), am Ende ohne Abschluss abgegangen und als Gasthörer an die Uni. Um zum Vordiplom zugelassen zu werden hat er dann extern Abitur gemacht.

Du siehst, das problem hat absolut nichts mit "niedrigeren" Schulen zu tun. Ein unangepasstes Kind kann am Gymnasium genauso verzweifeln.

Nqa*mjxa


Also mein Beitrag ging an Hardy. Ich hätte wohl angsichts der regen Beteiligung besser zitieren sollen.

h ardyP17x29


Totaler Schwachsinn. An meiner Schule kam es sogar immer min. eine Klasse 11 speziell für Realschüler zur Eingliederung, damit sie in der 12 dann gleichauf mit allen waren, die seit der 7. an dieser Schule waren. Die Klassen waren gut besucht und so gut wie alle davon haben normal ihr Abi gemacht

Scheinbar gibt es mittlerweile einzelne Anpassungen und Ausbesserungen. Was am grundlegenden Problem (3-gliedriges System) aber in sich nichts ändert.

mDnef


mittlerweile

Nein, ich bin älter als du.

M~ööp M,ööp


Ohne mich jetzt ersthaft an der Diskussion beteiligen zu wollen: Wie durchlässig das System ist, hängt stark vom Bundesland ab. Ich komme aus NRW, wo es mmN. nicht trivial war, "nach oben" zu wechseln. Jetzt sind wir in Bayern und hier ist es viel üblicher, über den 2. Bildungsweg (Fach-)Abitur zu machen und/oder nach einer Ausbildung und Meisterprüfung an Uni oder Fachhochschule zu wechseln.

AMllestoxll


@ hardy

Sag mal, arbeitest du an einer Schule, oder warum weißt du so genau bescheid?

Meine Mutter ist Schulsekretärin und wir nehmen problemlos Realschüler auf, das weiß ich.

Außerdem: Was bringt es einem Kind, in der Schule objektiv bewertet zu werden? Nichts, denn im späteren Leben muss man sich auch an seine Chefs anpassen. Mit Rebellentum und Krawall bekommt man keine Beförderung.

A(iya_naP8x9


Sag mal, arbeitest du an einer Schule, oder warum weißt du so genau bescheid?

Er hat es selbst erlebt, also MUSS es in ganz Deutschland so sein.... ist doch logisch... ]:D

AZllesJt'oll


Ich kenne das wie gesagt nicht. Gar nicht.

Mein Vater kam aus einer armen Familie -> promoviert.

Meine Oma mütterlicherseits wurde Witwe, als meine Mama 7 war. Dazu ist sie noch fast blind und konnte nicht arbeiten. Geld war da nicht so dicke. Meine Mutter wollte kein Abi machen - mein Onkel schon und hat nun seinen Master in Architektur.

Ethemal:iger Nut\z>er (#4)790x13)


@ hardy1729

Was am grundlegenden Problem (3-gliedriges System) aber in sich nichts ändert.

Ich denke, du legst in dem Punkt viel zu sehr deinen persönlichen Werdegang als Standardfall zugrunde. Ist er aber nun mal nicht, und noch viel weniger sind es ehemalige Hauptschüler, die irgendwann promovieren. Unsere Gesellschaft besteht nun mal nicht nur aus Spätzündern und dementsprechend haben Hauptschulen, L-Schulen und G-Schulen definitiv ihre Daseinsberechtigung.

DtieFüuchsin8x0


Ich bin ein Alien ;-D , denn ich hab von mir aus noch niemanden nach dem Schulabschluß gefragt. Interessiert mich nicht. Über den Beruf hab ich schon gefragt und ich bin jemand der seine schulische Laufbahn versemmelt hat aber trotzdem klar kommt.

Immerhin hab ich meine Ausbildung gut abgeschlossen und die meisten meiner Mitschüler waren von einer "höheren" Schule.

In meinem Bekannten und Freundeskreis gibt es ein breitgefächertes Feld was Berufe und höchstwahrscheinlich Abschlüße betrifft.

Selbst in der Familie, aber als ungebildeter hab ich mich in normalen Alltagsgesprächen noch nicht gefühlt. Klar wenn ein Anwalt mit Paragraphen um sich wirft oder ein Physiker anfängt über sein Fachbereich zu reden hinke ich nach.

Das tun sie aber auch untereinander.

Genauso wie ein Hobbyeisenbahnminiarurbauer mich "überfordert".

Und so bleibe ich manchmal um 20:15 auf irgendein Sender hängen der eventuell nicht bildet, dafür aber kurzweilig unterhält und mich amüsiert, und manchmal interessiert mich ein Thema auf Arte oder ZDF Info etc.pp. dann schau ich es mir an.

Jemand der sein Näschen nach oben trägt käme für mich ohnehin nie in frage, weder als Partner noch als Freund/in.

Gebraucht wird beides, ich will meine Brötchen und zum Arzt muß ich auch manchmal, mein Auto soll funktionstüchtig sein und so weiter.

Sich über andere zu erheben find ich daneben.

Anlle&sEtoxll


Das Problem in unserem System sehe ich persönlich eher an viel zu großen Klassen und die daraus entstehenden Chancenunterschiede.

10 Schüler in einer Klasse und der Lehrer könnte sich um alle kümmern. Aber nein, unsere Regierung muss sparen.

Was wird daraus? Klassen mit 32 oder mehr Schülern und das nette Projekt G8, das viel zu viele Schüler überfordert. Zum Glück wird das ja wieder abgeschafft.

G"raueb S:ocxke


Ich komme aus NRW, wo es mmN. nicht trivial war, "nach oben" zu wechseln.

Also ich (und mit mir ein paar andere) hatte keine Probleme, nach der Realschule auf ein Gymnasium zu wechseln und dort Abitur zu machen.

Eine gewisse Arroganz der dortigen Schüler konnte ich ebenso feststellen, wie die Tatsache, dass dort, intelligenzmäßig, auch nur mit Wasser gekocht wurde – vorhanden, aber nur unwesentlich höher als an der Realschule. Viele meiner damaligen Realschul-Kameraden haben dann auch nach einer technischen Ausbildung noch über Fachabi und Fachhochschule studiert.

C.otemSauvEagxe


Ich komme in meinem realen Leben fast ausschließlich mit Akademikern näher zusammen. Das gilt für Familie, Job und Freundinnen/ Freunde (die ich wiederum nahezu alle in der Ausbildung/ im Job kennen gelernt habe bzw kennen lerne).

Ganz anders ist es im Internet. Hier und in anderen Foren unterhalte ich mich mit jedem, den ich interessant finde, über alles was ich interessant finde. Meistens hab ich keine Ahnung, was für einen "Abschluss" derjenige hat, wie alt er ist, wo er lebt, usw. Da ergeben sich auch manchmal intensive, langjährige (virtuelle) Kontakte. Mit vielen käme ich im realen Leben nie zusammen, und das wäre wirklich schade.

Arlles\toll


Ich bin froh, dass viele hier zB wenig auf Alter und Abschluss geben.

Bin selbst erst 15 und werde trotzdem (von den meisten) als gleichwertiger Gesprächspartner wahrgenommen, was im realen Leben wesentlich seltener der Fall ist.

So gesehen habe ich auch gerade meinen Hauptschulabschluss, aber ich geh ja noch 3 weitere Jahre bis zum Abi zur Schule ;-D

G'raue[ iSoJckxe


Bin selbst erst 15 und werde trotzdem (von den meisten) als gleichwertiger Gesprächspartner wahrgenommen, was im realen Leben wesentlich seltener der Fall ist.

Hier wird man darüber war genommen, wie und was man schreibt – und daran kann man häufig neben dem Alter auch Schulbildung und (begrenzt) intellektuelle Fähigkeiten ablesen. Und wer ernsthaft und überlegt schreibt, wird wohl in jedem Forum als gleichwertiger Gesprächspartner geschätzt.

Aber man muß schon feststellen, dass hier anders geschrieben wird, als z.b. im Unicum-Forum (und Trolle gibt es überall ;-D )... .

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