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Pseudologie – Krebs nur vorgetäuscht?

lxila/le1x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

ich bin neu in diesem Forum und habe folgendes Problem: Ich habe die Befürchtung, dass eine gute Freundin von mir, mir seit 4 Jahren vorgetäuscht hat, Krebs zu haben. Das ganze hat angeblich mit der Diagnose Knochenkrebs an der Wirbelsäule angefangen. Der Krebs hat mit der Zeit im Körper gestreut und angeblich sind ihr Kopf, die Lunge und das Herz davon betroffen. Ich habe ihr jahrelang beigestanden, habe alles versucht um ihr zu helfen und habe wirklich mit ihr gelitten...fakt ist aber, dass ich nie mit ihr im Krankenhaus war. Dies hat damit zu tun, dass sie aufgrund einer Vergewaltigung, im Krankenhaus unter einem anderen Namen zu finden ist, damit ihr/ihre Vergewaltiger (anscheinend sollen es mehrere Täter gewesen sein, sie hat mir aber diese Geschichte nie genau wiedergegeben) nicht im Krankenhaus auftauchen können um ihr etwas anzutun und Rache auszuüben. Fakt ist zudem, dass sie nie ihre Haare verloren hat. Ihre Haupttherapieform ist zwar die Bestrahlung aber sie soll auch kurze und "schwache" Chemotherapien ausprobiert haben und sie meinte nur, dass in diesem Fall die Haare nicht ausfallen. Nebst der Tatsache, dass ich sie sehr oft zu Hause besucht habe und sie gepflegt habe, habe ich nie ein Gespräch mit ihren Eltern über dieses Thema geführt, da wir entweder in ihrem Zimmer waren oder die Eltern verreist waren. Ihre Eltern (ihr Vater soll auch an Leukämie erkrankt gewesen sein, ist aber wieder gesund; ihre Mutter ist Hausfrau, arbeitet demnach nicht) sind oft verreist und liessen sie alleine, obwohl sie von den Ärzten mehrmals nur noch 3 oder 4 Monate Leben diagnostiziert bekam. Sie hat auch keine Narben an den Armen, von Infusionen oder Spritzen...abgesehen von nicht allzu starken Gewichtsschwankungen, sieht sie gesund aus und ist eine sehr attraktive junge Frau. Es ist auch einfach allgemein fragwürdig, wie eine Person mit einer solchen Diagnose und im Körper verstreuten Metastasen über 3 Jahre leben kann! Auch ist es fragwürdig, dass sie für einen Monat verreisen wird, und das trotz dem angeblichen Abraten des Arztes..

Ich weiss nicht was ich denken soll...bin ratlos und komme mir extrem blöd vor, falls sich bewahrheiten sollte, dass sie mich so hinters Licht geführt hat...Ich bin erst kürzlich auf diese Krankheit (Pseudologie) gekommen, weil eine gute Freundin von mir, das gleiche mit einer angeblich Krebskranken Freundin erlebt hat.

Liebe Grüsse :)

Antworten
D7umxal


lilale11

fakt ist aber, dass ich nie mit ihr im Krankenhaus war. Dies hat damit zu tun, dass sie aufgrund einer Vergewaltigung, im Krankenhaus unter einem anderen Namen zu finden ist (...)

Aha. Ich habe meine Mutter in den letzten 15 Jahren gefühlte 700 Mal in einem Krankenhaus besucht. Ich habe nie am Empfang nachgefragt, wo sie liegt. (Mal ganz davon ab, dass diese Rachegeschichte in diesem Zusammenhang ja schon recht bizarr klingt.)

habe ich nie ein Gespräch mit ihren Eltern über dieses Thema geführt, da wir entweder in ihrem Zimmer waren oder die Eltern verreist waren.

Wie? Die Eltern haben nie "Danke dass du sie so toll unterstützt und an ihrer Seite bist." gesagt? Stichworte im Zusammenhang einer Krebserkrankung?

Du bist zurecht skeptisch. Hast du sie schon mit deinen Gedanken konfrontiert?

c?hzarl+iedoRg


Wow... interessante Geschichte ! Wäre auch skeptisch...

bweetljeju;ice21


Also Krebs am Herzen ist mehr oder weniger super super unwahrscheinlich.... das ist schon das erste was mich stutzig macht.

l;ilalBe11


Ich habe noch nie jemanden im Krankenhaus besuchen müssen und nahm an, (in der Schweiz ist es soweit ich weiss üblich, dass man sich beim Empfang anmeldet) dass ich nicht einfach hineinspazieren kann und das mit der Anonymität hat mich zusätzlich verunsichert..genau, es ist nie zu einem Gespräch mit den Eltern gekommen und auch keine Stichworte gefallen, welche im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung standen. Nein, all diese Gedanken und Zusammenhänge mit einer möglichen Pseudologie-Erkrankung habe ich mir erst kürzlich zusammengereimt...Das Problem ist, dass ich mir sicher bin, dass sie es niemals zugeben würde, da sie nicht nur mich angelogen hat (falls sie wirklich gelogen hat)

cnharlixedog


Ruf doch mal bei den Eltern an, und frag wie es ihr geht, und wenn sie sagen es geht ihr gut, kannst du sagen dass du es doch toll findest, dass es ihr unter den gegebenen Umständen so gut geht, dass es dich freut und so weiter. Das sollte sie doch stutzig machen. Wenn es wirklich keinen Krebs gibt, wird die Wahrheit früher oder später herauskommen, ob sie es zugibt oder nicht.

c#harlxiedog


Ich wundere mich grad, ob wohl die Geschichte mit der Vergewaltigung stimmt oder nicht ? Falls die Freundin die Sachen erfunden hat, ist sie aber wirklich krank. Im Kopf. Und sollte schnell hilfe bekommen.

DVumaxl


lilale11

Ich habe noch nie jemanden im Krankenhaus besuchen müssen und nahm an, (in der Schweiz ist es soweit ich weiss üblich, dass man sich beim Empfang anmeldet) dass ich nicht einfach hineinspazieren kann und das mit der Anonymität hat mich zusätzlich verunsichert.

Es kann sein, dass es in der Schweiz so geregelt ist. Das klärt nur eben keine der naheliegenden Fragen, sondern wirft weitere auf.

genau, es ist nie zu einem Gespräch mit den Eltern gekommen und auch keine Stichworte gefallen, welche im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung standen.

Ich kann mir das so gar nicht vorstellen. Auch deinerseits nicht. Darf ich fragen wieso deinerseits, also von dir ausgehend, nie ein Gespräch entstanden ist?

Das Problem ist, dass ich mir sicher bin, dass sie es niemals zugeben würde, da sie nicht nur mich angelogen hat

Was meinen denn die anderen Personen? Hast du schon mit ihnen darüber gesprochen?

E.llca71


Wie läuft die Freundschaft denn ansonsten?

Ist die Freundin sehr einsam und sucht evtl. Aufmerksamkeit/Mitleid/Zuwendung?

Wie kann es sein, dass innerhalb von vier Jahren nie über konkrete Ärzte, Behandlungsschritte etc. gesprochen worden ist und es quasi kaum Unterschiede im Befinden gegeben hat?

Innerhalb einer guten Freundschaft kommen doch normalerweise viele konkrete Details, Beschwerden usw. auf den Tisch...

Wie wurde die Geschichte überhaupt "eingeführt"?

lcilalex11


Das sind alle berechtigte Fragen..

@ Dumal:

die Eltern waren oft verreist und habe sie selten gesehen. Die Mutter nur ein paar Mal und dabei fand kurz Smalltalk statt und danach gingen wir in ihr Zimmer...und seit knapp einem Jahr lebt sie in einer WG. Es sind sehr zurückhaltende Menschen, mich eingeschlossen und es hat sich nie ergeben mit ihnen über dieses heikle Thema zu sprechen. Auch weil laut Freundin, ihre Mutter anscheinend mit diesem Thema ziemlich Mühe hatte und dies verdrängen wollte...

@ charliedog:

die Eltern anzurufen ist eine gute Idee..nur wäre das ein bisschen auffällig, da ich nicht wirklich Kontakt mit ihnen habe, aber auf jeden Fall eine gute Möglichkeit. Das mit der Vergewaltigung ist wirklich fragwürdig...aber kann natürlich sein, dass dies der ausschlaggebende Grund ist, für das Erfinden von schlimmen Krankheiten um Mitleid oder Aufmerksamkeit zu bekommen, was sicher zu einer psychischen Erkrankung führt..

Dxu^m]al


lilale11

nur wäre das ein bisschen auffällig, da ich nicht wirklich Kontakt mit ihnen habe, aber auf jeden Fall eine gute Möglichkeit.

Willst du denn Klarheit? Dann wirst du auch "auffällig" sein müssen.

lwilaHlVe1x1


@ Ella71

Die Freundschaft war bis vor ein paar Monaten sehr eng. Wir sprachen über alles und sie teilte mit mir ihre Gedanken und Ängste. Dies wirkte alles sehr real und wirklich glaubwürdig. Auch sprach sie über konkrete Behandlungsschritte über mögliche Operationen und unterschiedlichen Bestrahlungsarten und angeblichen Chemotherapien. Zusammengefasst, war alles ziemlich detailliert und darum habe ich nie etwas hinterfragt. Erst das Treffen mit einer anderen Freundin, welche das gleiche mit einer Pseudologin erlebt hat, hat mich skeptisch und stutzig gemacht, da ich sie nie bei einem Arzttermin begleitet habe, da sie dies wiederum nicht wollte. Es gab auch Phasen in unserer Freundschaft, wo sie sehr besitzergreifend war und sie auch erwartete dass ich 24h für sie da sein sollte...

ErllGa71


Hast Du selbst evtl. eine Art Helfersyndrom? Dann hättet Ihr die ganzen Jahre quasi in einer Art Symbiose gelebt.

Und: gibt es gemeinsame Freunde? Was sagen diese ggf. bzgl. der Erkrankung?

Ist die Freundin eigentlich nie krank geschrieben gewesen bzw. war eingeschränkt im Beruf/Studium/Privatleben?

lga/`be /mi


(in der Schweiz ist es soweit ich weiss üblich, dass man sich beim Empfang anmeldet)

Ist es nicht. Wenn man weiss, in welcher Station, auf welchem Stockwerk und in welchem Zimmer jemand liegt, kann man sich selbstständig bewegen.

lAi:laWl/e1x1


nein, ich bin einfach eine hilfsbereite Person. Ich glaube es würden viele Menschen ihren guten Freunden helfen wollen wenn sie mit einer solchen Krankheit leben müssten... Ja, sie studiert (leider in einer anderen Stadt als ich) und sie hat sich auch schon abmelden müssen und Arztzeugnisse abgeben – aber das kann genauso nicht stimmen oder es steckt etwas anderes dahinter...gemeinsame Freunde gibt es nicht. Nur eine Bekannte, mit der ich jedoch kein Kontakt habe.

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