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Angst vor Zwangseinweisung

lBindenxbach hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben

Ich hoffe Ihr könnt mir etwas weiter helfen, da ich selbst nicht mehr weiter weiß.

Kurz zu mir. Ich war seit ca. 8 Jahren nicht mehr richtig draußen, erst ging es nur noch bis zum Laden um die Ecke, dann nur noch bis zur Straße und nun grade so bis zum Briefkasten, aber auch nur an guten bzw. ruhigen Tagen.

Möchte sehr gerne alles ändern und wieder normal sein, aber es fällt mir alles sehr schwer und habe große Probleme. Seit einiger Zeit bekomme ich helfe durch einen Betreuer der für mich alle Behördengänge und so erledigt und zweimal die Woche vorbei schaut und mit dem ich nach draußen gehe bzw. es versuche. Von einem Psychologen der bis jetzt zweimal da war wurden mir Citalopram 20mg wo von ich 2 am Tag nehmen soll und Lorazepam 1mg, was ich nehme wenn jemand kommt, ich raus gehe bzw wenn es ganz schlimm ist. Eine "Untersuchung" oder dergleichen gab es nicht, es wurde nur kurz ca. 5 min geredet und das auch mehr schlecht als recht. Was ich nun genau habe bzw. weshalb warum und das alles wurde nie gefragt bzw geklärt.

Nun ist es leider so, das es nach kurzer Besserung wieder schlimmer wurde. Kann nicht raus gehen und mir geht es einfach sehr schlecht. Selbst nur am Telefon zu reden fällt mir ehrlich verdammt schwer.

Gestern war der Psychologe wieder bei mir, um darüber zu sprechen was wir nun machen sollen. Er fragte mich was ich mir denke, was ich möchte und all dies, aber ich konnte einfach so gut wie nichts sagen, da mein Kopf einfach blockiert war. Ich will was ändern, aber weiß nicht wie und wenn ich länger überlege, dann habe ich eh keine Hoffnung mehr.

Jedenfalls kam er damit an es gibt nur zwei Wege ich gehe in eine Klinik oder er schaut wie er sich über mein Kopf setzen kann und wird mich einweisen lassen.

Ich muss dazu sagen ich habe Depressionen,aber keine Selbstmordabsichten. Im Gegenteil, jetzt nach solch einer Drohung bin ich voll am Boden und zweifle an allem und überdenke auch mein leben bzw. frage mich nachdem wozu noch?

Ich habe sehr große Ängste und weiß nicht weiter und jetzt diese Angst das Polizei, Sanitäter bzw irgendwer kommt mich hier heraus holt und mich in eine Klinik steckt macht mich sehr fertig.

Kann mir einer sagen ob das so einfach geht mit einer Zwangseinweisung? Ich gefährde weder mich, noch andere. Das es so für mich nicht gut ist weiß ich auch, aber aus einigender Erfahrung(war schon 3mal in einer Klinik als Kind/Jugendlicher) weiß ich das mir so was zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht helfen wird, sondern nur schaden.

Habe wieder das Gefühl keine Rechte zu haben und das alle ja nur das Beste für einen möchten und darum über meinen Kopf hinweg entscheiden.

Ich hoffe jemand hier kann mir in dem Punkte helfen, ob ich was gegen solch eine Maßnahme machen kann.

MfG lindenbach

Antworten
NNovva 20x14


Du kannst das Einweisen auf jeden Fall verhindern, indem Du Dir nochmals neu Gedanken dazu machst, ob Du nicht doch von Dir aus in die Klinik gehen willst.

Du hast doch nichts zu verlieren, zumindest nicht, wenn Du freiwillig die Chance ergreifst, dass man Dir dort – vielleicht sogar wider Erwarten – helfen kann; so gesehen, kannst Du nur gewinnen.

Wenn Du Dich sperrst und sträubst – was soll sich bessern? Was erwartest Du Dir von dem Psychologen, der Dir ganz sicher helfen will, aber anscheinend kaum einen Ansatz sieht, dies außerhalb einer Klinik für Dich zu leisten?

Du bestreitest es, aber beinhaltet der aufkommende Gedanke, Dein Leben aus Angst vor der Einweisung schon vorher wegwerfen zu wollen, nicht in der Tat bereits eine Selbstgefährdung?

Dnefxtxa


Nein, kann er nicht. Wenn du nicht in eine KLinik willst und auch keine Gefahr für dich und andere bist, DARF der dich NICHT einweisen. Du darst du eingeschränkt leben wie du willst. Selbst wenn du dein Leben lang im Haus bist...solange du noch an Nahrung kommst usw.. geht das.

Brrom&beBerküAchlexin


Jedenfalls kam er damit an es gibt nur zwei Wege ich gehe in eine Klinik oder er schaut wie er sich über mein Kopf setzen kann und wird mich einweisen lassen.

Das ist quatsch. So wie ich das lese, leidest du unter Agoraphobie. Da wird niemand zwangseingewiesen. Aber du solltest dir wirklich überlegen freiwillig in die Klinik zu gehen, wenn du wirklich wieder normal leben willst. Ich selber litt zwei Jahre unter Agora – habs aber ambulant geschafft wieder nach draussen zu gehen.

Du kannst das Einweisen auf jeden Fall verhindern

So lange keine gefahr für sich oder andere besteht, kann er überhaupt nicht eingewiesen werden1

Nsovag 2014


Mir schon bewusst, aber der Psychologe sieht anscheinend eine Selbstgefährdung. ???

D'exta


Du bestreitest es, aber beinhaltet der aufkommende Gedanke, Dein Leben aus Angst vor der Einweisung schon vorher wegwerfen zu wollen, nicht in der Tat bereits eine Selbstgefährdung?

Nova 2014

Was bitte ist das für eine Logik? %-|

Jeder, der noch halbwegs sauber tickt, will NICHT eingewiesen werden. Denn das letzte, was man in solchen Anstalten bekommt, ist Hilfe. Ich kenne nur Leute, die dort noch mehr geschädigt wurden. Von daher ist es sehr gesund, sich gegen eine Einweisung zu sträuben, denn man will ja Verbesserung nicht Verschlechterung.

Zudem ist es Gewalt. Und mit Gewalterfahrung wurde noch niemand gesund.

N6ova 62014


Sorry, aber es geht um Suizidgedanken, DIE meine ich.

Wenn Du so genau weißt, dass es dort niemals Hilfe gibt, dann weißt Du mehr als ich. Und Dein Ratschlag, dass sich der TE nur kräftig sträuben solle, ist sicherlich sehr wertvoll für ihn. :-/

BurombKeeUrzküchl{ein


Aber es steht doch im Eingangsbeitrag das er keine hat. ":/

N6ova x2014


Ich muss dazu sagen ich habe Depressionen,aber keine Selbstmordabsichten. Im Gegenteil, jetzt nach solch einer Drohung bin ich voll am Boden und zweifle an allem und überdenke auch mein leben bzw. frage mich nachdem wozu noch?

Das klingt für mich aber nicht eindeutig, sondern so, als ob der TE jetzt zumindest gefährdet ist, den Lebensmut zu verlieren. Warum sonst sollte der Psychologe ihn auch einweisen wollen? Es geht doch nur bei Selbstgefährdung (oder die anderer).

D ex)t.a


Ich muss dazu sagen ich habe Depressionen,aber keine Selbstmordabsichten. Im Gegenteil, jetzt nach solch einer Drohung bin ich voll am Boden und zweifle an allem und überdenke auch mein leben bzw. frage mich nachdem wozu noch?

Da kann ich Dich sehr gut verstehen. Denn Hilfe, die auf Gewalt aufgebaut ist, kann niemals Hilfe sein. Es gibt keine Gewalthilfe. So ein Aufenthalt wäre alles andere als gut für Dich. Frag Betroffene, die zwangseingewiesen wurde. Keiner wird Dir da von guten Erfahrungen berichtigen können.

Aber in Deinem Falle ist das eh nicht angesagt. Du kannst Dir rechtliche Hilfe holen, sollte Dein Psychologe Dir mit Willkür begegnen und Dich unberechtigt wegen Falscheinschätzung, einweisen wollen.

lminden!bach


Schon mal vielen Dank für eure Nachrichten. :)

Nehmt schon etwas denn Druck von mir.

Nun um es nochmal deutlich zu sagen(was der Psychologe auch weiß) Ich habe nicht vor mir das Leben zu nehmen. Ja, fühle ich mich nicht wohl und habe oft auch Druck/Hass auf mich in mir, aber gehe in keiner Form dies Nach.

Habe mich vor langer Zeit selbst verletzt, aber das war mal und denke nur noch teils daran, aber würde es nicht mehr machen, da ich andere Wege habe diese Gefühle bzw Druck abzulassen.

Was ich sagen kann ist, wenn ich gegen meinen Willen in so eine Klinik komme, dann kann ich einfach nicht mehr und würde ich mir was antun.

Bis jetzt hat jeder Aufenthalt in der Klinik bei mir alles nur noch schlimmer gemacht. Leider habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht und bin auch nicht bereit mich nochmal auf so etwas einzulassen.

Und ich habe Angst das ich mir was antun werde dann bzw. das es mich total kaputt macht.

Leider fehlt es mir auch sehr schwer zu reden, da ich kaum was hervor bringe und auch nicht klar denken kann. Was sicher an meinen Problemen liegt.

"Leben" kann ich gut und habe da keine Probleme, auch wenn man mir hier und da leichte Hilfe Stellungen geben muss, aber echtes Leben ist es nicht. Man kann so Leben, aber würde gerne "normal" leben. Versuche es ja auch, aber es ist für mich sehr schwer. Dabei ist mir das ganze auch noch sehr unangenehm und ich schäme mich, da ich nicht genau sagen kann was meine Probleme sind bzw. wovor ich genau Angst habe.

Brombeerküchlein habe noch nie von Agoraphobie gehört, aber werde mal im Netz schauen.

Nochmals Danke für eure Hilfe

NZovaB z20p14


Agoraphobie bezeichnet u. a. die Angst, das Haus zu verlassen.

Nun um es nochmal deutlich zu sagen(was der Psychologe auch weiß) Ich habe nicht vor mir das Leben zu nehmen

Dann verstehe ich gar nicht, wieso er auf die Idee kommt, Dich einweisen zu lassen. Denn das GEHT nur bei Fremd- oder Selbstgefährdung.

Wie auch immer, alles Gute für Dich.

G3egefnnZwanxg


@ lindenbach

Mach doch eine PatVefü!

Schau mal hier nach der "schlauen Patientenverfügung" gegen psychiatrischen Zwang:

[[http://www.patverfue.de/]]

Auf der Hompage steht beschrieben, wie's geht.

Noch ausführlicher im Handbuch:

patverfue.de/handbuch

Für die (haus-)ärtzliche Geschäftsfähigkeitsbescheinigungn müsstest Du allerdings zumindest einmal das Haus verlassen.

Alles Gute für Dich

GegenZwang

P.S.:

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass Du es höchstwahrscheinlich eher mit einem Psychiater als einem Psychologen zu tun hast, denn Psychologen dürfen keine psychiatrischen Drogen verschreiben.

l$ingdenjbach


@Nova 2014 Ich weiß auch nicht warum er so ist. Überhaupt mag ich ihn nicht sehr, da er mir zu aufdringlich ist und sehr nah an einem herankommt. Mich verstehen oder mir zuhören tut er eh nicht. Sein Spruch "Wenn ich nicht freiwillig will, dann wird er eben Mittel finden, um mich zu meinem Glück zu überzeugen." macht mir ehrlich zu schaffen, er hat mir auch genau gesagt was er damit meint.

Danke an euch alle. Eure ganzen Antworten beruhigen mich schon etwas.

@GegenZwang Okay danke dir. Hmm das kann sein, aber mir hat er sich als Psychologen vorgestellt.

Rficha%r`d61


Jeder, der noch halbwegs sauber tickt, will NICHT eingewiesen werden. Denn das letzte, was man in solchen Anstalten bekommt, ist Hilfe. Ich kenne nur Leute, die dort noch mehr geschädigt wurden.

Ich bin sogar freiwillig in die Geschlossene und es wurde mir sehr wohl geholfen.

Das Krankheitsspektrum ist extrem weit. Es gibt Menschen mit Psychosen, Schizophrenie oder ich Bipolar I .

Allen kann in der Geschlossenen geholfen werden, weil sie dort ihre Medikamente entsprechend ihrem Zustand bekommen und weil darauf geachtet wird , das diese genommen werden.

Bei mir ist es durch die Bipolarität so, daß ich ganz unten suizidal sein kann oder ganz oben in der Manie in völligem Größenwahn. In beiden Fällen bietet mir die Geschlossene einen Schutz vor mir selbst. Man kommt auch relativ schnell wieder auf die Offene.

Fakt ist die meisten kommen auf die Geschlossene, weil sie ihre Medikamente nicht nehmen, was sie ganz selten zugeben.

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