» »

Wenn Verstorbene im Traum erscheinen

s\weetCoBr{anxge


@ EmilieA

Indiz wofür?

Für mehr als wir gemeinhin annehmen.

In allen Kulturkreisen gibt es ja auch Religionen und den Glauben an einen oder mehrere Götter oder sonstwie höhere Instanzen, die das Leben der Menschen lenken.

Das eine (Nahtoderfahrungen) muss mit dem anderen (Religiosität) nichts zu tun haben.

Dieses Bedürfnis, nicht allein reiner Zufall zu sein, ist tief in der Menschheit verankert.

Bestreitet auch niemand.

Und ich würde nichts lieber haben, als einen Beweis, dass mit dem Tod tatsächlich das Ende meines Lebens oder meiner Existenz noch nicht erreicht ist. Habe ich aber nicht.

Nunja, es ist wohl menschlich dass sich der eine oder andere nach was konkretem und greifbaren sehnt. Es ist ja nicht so dass es keine Berichte oder Indizien gäbe. Was wäre denn ein Beweis für dich? Wenn du es selbst erlebst?

Ein anderes Beispiel: Dr. med Eben Alexander ist ein Neurochirurg und Gehirnspezialist. Er ist an einer seltenen Form der Hirnhautentzündung erkrankt und ins Koma gefallen. Seine Gehirnfunktionen fielen nach und nach aus. Er schreibt hierzu:

Wärend ich im Koma lag, hatte mein Gehirn aber nicht nur unzureichend gearbeitet. Es hatte überhaupt nicht gearbeitet. Der Teil meines Gehirns, der, wie ich in den Jahren an der Medizinischen Hochschule gelernt hatte, für den inneren Aufbau der Welt verantwortlich war, in der ich lebte und mich bewegte, und dafür, dass ich die Rohdaten, die über meine Sinnesorgane hereinkamen, zu einem sinnvollen Universum zusammensetzen konnte, dieser Teil meines Gehirns war am Ende. Und dennoch war ich am Leben und bei Bewusstsein.

Nach 7 Tagen ist er erwacht und hat von einer sehr intensiven Nahtoderfahrung berichtet. Er hinterfragt kritisch seine "Reise" und prüft sie nach wissenschaftlichen Kriterien und kommt zu dem Schluss dass es ein universelles, unsterbliches Bewusstsein gibt.

Das war natürlich sehr gekürzt zusammengefasst.

Nun, wie deuten wir das?

Der Mann hatte keine Gehirnfunktionen mehr und trotzdem berichtete er von Erfahrungen die er eigentlich nicht hätte haben dürfen. Wie kann das also sein?

Kritiker und Skeptiker weisen gerne auf folgende Punkte hin:

* Schizophrenartige Psychose

* Organische Geistesstörungen

* Heautoskopische Halluzination

Es würde zu weit führen alle Punkte aufzuführen. Moody hat in seinem Buch obige Punkte angesprochen und von Nahtoderfahrungen abgegrenzt. Bei Bedarf kann ich gerne zitieren.

Und ich finde alle Begründungen bisher zwar verständlich, aber einen wissenschaftlichen, wiederholbaren Beweis bleiben sie alle schuldig. Ebenso wie meine eigenen Erfahrungen sich nicht in diese Richtung deuten lassen. Leider.

Aus ethischen Gesichtspunkten lässt sich sowas natürlich nicht wiederholen. Jedoch sind solche Phänomene ja nichts neues. Das Tibetanische Totenbuch, die Ägyptern und andere Kulturen und Epochen berichten von ähnlichen Ereignissen. In gewissem Sinne kann man es daher ein Muster betrachten, dass sich wiederholt und quasi universell ist.

Es wurde "Ockhams Rasiermesser" genannt. Wenn man dieses Prinzip auf das obige Phänomen von Dr. Alexander anlegt, warum soll er nicht tatsächlich diese Erfahrung gehabt haben? Es wäre doch die einfachste Erklärung.

(Vorausgesetzt natürlich, man hat alle anderen medizinischen Erklärungen bereits ausgeschlossen. Soweit mir bekannt ist das der Fall.)

E"mi!lieA


Das eine (Nahtoderfahrungen) muss mit dem anderen (Religiosität) nichts zu tun haben.

Dahingehend, dass beide auf bestimmten menschlichen Bedürfnissen beruhen schon. Natürlich kann auch ein gänzlich unreligiöser Mensch Nahtoderfahrungen machen/ daran glauben. Mir ging es um das, was dahinter steht. Und das ist durchaus vergleichbar für mich.

Was wäre denn ein Beweis für dich? Wenn du es selbst erlebst?

Könnte sein. Wenn ich es allerdings im Rahmen eines Sturzes auf den Kopf oder sonstiger Einschränkungen meiner Hirnleistung erlebe, würde ich eher glauben, dass das die Ursache war, als dass es ein Hinweis auf "Übermenschliches" ist.

Der Mann hatte keine Gehirnfunktionen mehr und trotzdem berichtete er von Erfahrungen die er eigentlich nicht hätte haben dürfen.

Was denn für Erfahrungen?

In gewissem Sinne kann man es daher ein Muster betrachten, dass sich wiederholt und quasi universell ist.

Ja, wie gesagt, Chemie ist Chemie. Und soviel hat sich in 3000 Jahren nunmal nicht verändert.

s&we&eJtoxrange


Wenn du es selbst erlebst?

Könnte sein. Wenn ich es allerdings im Rahmen eines Sturzes auf den Kopf oder sonstiger Einschränkungen meiner Hirnleistung erlebe, würde ich eher glauben, dass das die Ursache war, als dass es ein Hinweis auf "Übermenschliches" ist.

Ich glaube, du würdest den Unterschied bemerken. :-)

Was denn für Erfahrungen?

* Er "erwachte" in einer Form der "Regenwurmperspektive"

* Eintauchen in helles, "reines" Licht

* "Hören" von unbeschreiblicher Musik

* Treffen von anderen Wesen

* Die Botschaft aus drei Teilen: "Du wirst für immer geliebt", "Du hast nichts zu befürchten", "Du kannst nichts falsch machen"

* Spüren einer größeren Präsenz mit Eigenschaften der Liebe, Wärme, Mitgefühl, Pathos, Humor und Ironie

* Allumfassendes "Verstehen" von Konzepten und direktes Beantworten von Fragen

Ja, wie gesagt, Chemie ist Chemie. Und soviel hat sich in 3000 Jahren nunmal nicht verändert.

Mein Professor hatte mal den provokativen Spruch gebracht: "Der Unterscheid zwischen Mann und Frau liegt in einer Doppelbindung und OH-Gruppe!"

Hilft uns das zu verstehen was die Unterschiede sind? Wohl kaum. Alles nur mit Chemie erklären zu wollen, greift meiner Ansicht nach zu kurz.

E(milxieA


Ich glaube, du würdest den Unterschied bemerken.

Da bin ich mir nicht so sicher. Träume z.B. (musste gerade gucken, aber das war tatsächlich das Ausgangsthema ;-D ) fühlen sich im Moment des Träumens oft sehr real an – sind sie deswegen wirklich geschehen? Oder sind sie real, weil ich dachte, sie wären es? Nö!

Alles nur mit Chemie erklären zu wollen, greift meiner Ansicht nach zu kurz.

Stimmt, aber wenn man noch die Physik dazuzieht, wird es langsam wirklich knapp ;-D Ich weiß, was du meinst, aber das sehe ich einfach anders.

s2weetoaranxge


Da bin ich mir nicht so sicher. Träume z.B. (musste gerade gucken, aber das war tatsächlich das Ausgangsthema ;-D ) fühlen sich im Moment des Träumens oft sehr real an – sind sie deswegen wirklich geschehen? Oder sind sie real, weil ich dachte, sie wären es? Nö!

Sorry, wenn ich da vom eigentlichen Thema abgeschweift bin.

Was ich noch kurz zum meinem Punkt sagen wollte:

Dr. Alexander hat das ziemlich gut in seinem Buch beschrieben, dass er nicht einfach "nur geträumt hat". Abgesehen davon, dass sein Gehirn gar nicht träumen konnte (er war ja in Koma) liefen seine Erlebnisse so ab, die man üblicherweise nicht in einem "normalen" Traum erlebt.

Auch von Psychosen und andere geistige Krankheiten unterscheiden sich solche Erlebnisse stark. Bei Psychosen ist der Patient meist hilflos ausgeliefert und erlebt das ganze bedrückend, wahn- und sprunghaft. Das Erlebnis hinterlässt eher negative Gefühle.

Anders Erlebnisse die Nahtoderfahrungen enthalten. Die überwiegende Mehrzahl der Leute berichtet davon, dass sie dies als sehr positives Ereignis wahrnehmen. Sie erleben es als sprituellen Wendepunkt, als Vision die ihnen einen neuen Lebenssinn und Freude bringt.

Ich wollte das nochmals betonen, da wir diese Dinge richtig einordnen sollten. Die Theorie, die Leute hätten bloß "einen schlechten Trip" gehabt, greift hier nicht.

Stimmt, aber wenn man noch die Physik dazuzieht, wird es langsam wirklich knapp

Wie konntest Du die Biologie vergessen?! ;-D Auch solltest du Astrologie, Astronomie, Neurologie, Kosmologie, Pathologie und sonstige -logien und -nomien noch mit einbeziehen. ]:D

Eumi7lieA


Sorry, wenn ich da vom eigentlichen Thema abgeschweift bin.

Was ich noch kurz zum meinem Punkt sagen wollte:

Wollte ich gar nicht kritisieren. Ich lese und schreibe mittlerweile auch in einem ähnlichen Thread und musste darum tatsächlich gucken, wie dieser eigentlich angefangen hatte. ;-)

Dr. Alexander hat das ziemlich gut in seinem Buch beschrieben, dass er nicht einfach "nur geträumt hat". Abgesehen davon, dass sein Gehirn gar nicht träumen konnte (er war ja in Koma) liefen seine Erlebnisse so ab, die man üblicherweise nicht in einem "normalen" Traum erlebt.

Aber Träume sind so unterschiedlich wie die Tage, die man erlebt. Einmal bedrückend und beängstigend, einmal fröhlich und manchmal einfach nur konfus. Wie ist denn der "normale" Traum? Und er muss ja gar nicht geträumt haben, vielleicht waren dass alles "Fehlzündungen", die beim Runter- und wieder Rauffahren seines Gehirns geschehen sind. Ähnlich einem Auto, dessen Batterie schwächer wird. Erst stottert es, dann läuft es auf einmal wieder normal – hatte es deswegen eine übernatürliche Erfahrung? Und dieser Dr. Alexander hatte sogar eine Entzündung der Hirnhaut – also genau in der Nähe seines Motors.

Außerdem kam es ihm so vor, als hätte er Erlebnisse während seines Komas gehabt. Das glaube ich ihm auch gerne. Ob sie zeitlich aber wirklich in diese Zeit fielen – wie will er das denn wissen?

Ich hatte als Kind eine Gehirnerschütterung, die eine teilweise Amnesie ausgelöst hat. Der Hergang des Unfalls war für mich ganz klar. Als ich ihn meiner Freundin berichtete, meinte sie, dass das nicht stimme, dass ich später auf den Kopf gestürzt sei, als ich bis dahin dachte. Mein Hirn hat aus dem, was es zur Verfügung hatte, etwas gemacht, das nicht der Realität entsprach, obwohl es mir real vorkam.

Wie konntest Du die Biologie vergessen?!

Und erst die Mathematik :[]

szwe5etoUrxange


Wollte ich gar nicht kritisieren.

Schon klar. ;-)

Aber Träume sind so unterschiedlich wie die Tage, die man erlebt. Einmal bedrückend und beängstigend, einmal fröhlich und manchmal einfach nur konfus. Wie ist denn der "normale" Traum?

Das ist schon klar, dass Träume nicht immer gleich sind. Ich verstehe unter einem "normalen Traum" eben Träume die man nicht bewusst steuern kann. Sie verlaufen mehr oder weniger "sprunghaft" und man ist sich i.d.R. des Träumes erst nach dem Aufwachen bewusst. Natürlich gibt es da Unterschiede (sog. luzide Träume). Das ist aber etwas ganz anderes als sog. Nahtoderfahrungen.

Lassen wir den Neurochirurg und Gehirnspezialist Dr. Alexander nochmals zu Wort kommen. Er schreibt nämlich:

Erinnern Sie sich, wer hier zu Ihnen spricht. Ich bin kein dummer Gefühlsmensch. Ich weiß, wie der Tod aussieht. [...] Ich kenne meine Biologie, und obwohl ich kein Physiker bin, war ich auch in Physik kein Versager. Ich kenne den Unterschied zwischen Fantasie und Realität, und ich weiß, dass die Erfahrung, von der ich Ihnen hier einen vagen, weitgehend unbefriedigenden Eindruck zu vermitteln versuche, die wirklichste Erfahrung in meinem Leben war.

Und er muss ja gar nicht geträumt haben, vielleicht waren dass alles "Fehlzündungen", die beim Runter- und wieder Rauffahren seines Gehirns geschehen sind.

Nein. :-) Soweit ich ihn verstanden habe, sind diese Erfahrungen innerhalb von 7 Tagen entstanden. In diesen 7 Tagen war sein Gehirn quasi "abgeschaltet".

Anders als Träume, waren seine Erinnerungen daran äußerst detailiert.

Dr. Alexander hatte sogar eine Entzündung der Hirnhaut

Ich gehe mal davon aus, dass Dr. Alexander sicherlich kein Buch geschrieben und seine wissenschaftliche Reputation aufs Spiel gesetzt hätte, wenn er nicht alle wissenschaftlichen Fakten vor der Veröffentlichung geprüft hat. Er schreibt selbst:

Doch was den Teil meines Gehirns anging, von dem jeder Hirnforscher sagen würde, dass er für meine menschliche Seite verantwortlich ist – nun, dieses Teil war nicht mehr vorhanden. Das konnte ich den Scans, den Laborwerten und den Ergebnissen meiner neurologischen Untersuchungen entnehmen – all den Daten zu meiner genau dokumentierten Woche im Krankenhaus.

Er ist Neurochirurg und Gehirnspezialist. Er hat also gute Gründe dies besser einzuordnen als ein Mensch, der diese Ausbildung nicht gemacht hat. Aber natürlich kann auch er sich irren. Im Kapitel 28 gibt es hierzu einen netten Aphorismus:

»Man kann sich auf zwei Arten irren. Indem man glaubt, was nicht wahr ist. Oder indem man sich weigert zu glauben, was wahr ist.«

Er setzt sich in seinem Buch durchaus kritisch damit auseinander. Und ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass er auch versucht andere Erklärungen heranzuziehen. Ich kann leider nicht das ganze Buch zitieren.

Als er wieder genesen ist, versucht er sein Erlebtes einzuordnen:

Dann war es an der Zeit zu lesen. Ich stürzte mich in das Meer der Literatur über Nahtoderlebnisse [...] Ich brauchte nicht lange, um zu erkennen, dass zahllose andere Menschen die gleichen Dinge erlebt hatten wie ich. [...] Die Nahtoderlebnisse sind nicht alle gleich. Jedes ist einzigartig, aber immer und immer wieder tauchen dieselben Elemente auf, und viele davon kannte ich aus meiner eigenen Erfahrung. [...] Immer wieder gewann ich beim Lesen der jüngeren Berichte [...] den Eindruck, dass der jeweilige Erzähler mit den Beschränkungen der irdischen Sprache zu kämpfen hatte. [...]

Zum Thema Skeptiker schreibt er:

Ich war der Inbegriff des freundlichen, doch skeptischen Arztes. [...] Um ein echter Skeptiker zu sein, muss man etwas tatsächlich untersuchen und es ernst nehmen. Und ich hatte mir wie die meisten Ärzte nie die Zeit genommen, Nahtoderlebnisse genauer zu untersuchen. Ich »wusste« einfach, dass sie unmöglich waren.

Er schreibt ferner:

Was in meinem Fall wirklich Gewicht hat, ist nicht das, was mir persänlich passiert ist, sondern die absolute Unmöglichkeit, aus medizinischer Sicht zu behaupten, dass dies alles Fantasie gewesen ist.

Ein Nahtoderlebnis zu beschreiben ist bestenfalls eine Herausforderung. Dies aber gegenüber eine Ärzteschaft zu tun, die sich weigert zu glauben, dass so etwas überhaupt möglich ist, ist noch schwieriger.

EmilieA, vielleicht kannst du jetzt ein klein wenig besser nachvollziehen, warum es für Dr. Alexander sicherlich kein Traum, "Fehlschaltungen im Hirn" oder sonstige neurologische Erklärungen sind. :-) @:)

E@milZie4A


Nein. :-) Soweit ich ihn verstanden habe, sind diese Erfahrungen innerhalb von 7 Tagen entstanden. In diesen 7 Tagen war sein Gehirn quasi "abgeschaltet".

Aber woran will er das denn festmachen, was in diesen 7 Tagen geschehen ist und was davor und danach?

C^ara'malxa


Ich würde mal so sagen, es ist ein inneres Bauchgefühl, dass erst einmal ja oder nein zu etwas sagt und dann kommt dass Denken, dass sich dem anschließt, wie gesagt Psychosen und Traumatas außen vorgelassen und auch die Traditionen und Religionen. (Gift fürs Hirn, sobald es ins Extreme geht) ;-D Einstein nannte das sogenannte Bauchgefühl Intuition. Er hat nachgedacht und letztendlich Behauptungen aufgestellt, die er innerlich für richtig anerkannte, weil er sie für sinngemäß hielt, im Bezug zum bisher Bekannten, um die Lücke, die vorhanden war, zu schließen. Alles, was er durchdacht hat, war erst einmal reine Theorie, die sich nur in seinem Gehirn abgespielt hat. Bewiesen haben es nachher die Mathematiker, denn er war in Mathematik nicht besonders gut.

Man selbst weiß, um mal ein Beispiel zu nennen, was Schönheit ist und das sehen fast alle gleichwohl genauso. Stelle viele Frauen nackt nebeneinander und lass die Männer beurteilen, was ihnen am besten gefällt. So gut wie allen gefällt die Sanduhrfigur. Darüber gibt es Studien. Oder man nehme die Schönheit der Gesichtsformen. Auch da gibt es gängige Einheiten. Harmonisch ist etwas, wenn es dem goldenen Schnitt entspricht, die Ausstrahlung des Charakters mal außen vorgelassen. Das weiß man einfach, es sei denn man bekommt übelste Entgleisungen durch eine Tradition beigebracht, dann ist das alles hinfällig.

s|weetor-ange


@ EmilieA

Aber woran will er das denn festmachen, was in diesen 7 Tagen geschehen ist und was davor und danach?

Nun, davor war er ja bei Bewusstsein, danach ist er ja wieder genesen. Also können sich diese "Dinge" ja nur dazwischen abgespielt haben.

Oder worauf willst du mit dieser Frage hinaus? ":/

EzmilSixeA


Nun, davor war er ja bei Bewusstsein, danach ist er ja wieder genesen. Also können sich diese "Dinge" ja nur dazwischen abgespielt haben.

Oder worauf willst du mit dieser Frage hinaus?

Es ging ihm so schlecht, dass er sogar in ein Koma gefallen ist. Das bedeutet doch, dass er vorher definitiv nicht zu 100% auf dem Damm war und anschließend sicher auch nicht die Augen aufgeschlagen hat und fröhlich durch die Gegend gehüpft ist. Immerhin lag er ne Woche im Koma. Er ist doch nicht von 100 auf 0 und dann gleich wieder auf 100 gewesen. Nicht verständlich, was ich meine? ":/

sXweeItoranxge


Es ging ihm so schlecht, dass er sogar in ein Koma gefallen ist.

Nach allem was ich weiß, ja.

Das bedeutet doch, dass er vorher definitiv nicht zu 100% auf dem Damm war und anschließend sicher auch nicht die Augen aufgeschlagen hat und fröhlich durch die Gegend gehüpft ist.

Natürlich geht das nicht von 100 auf 0 und wieder zurück. :-D

Er beschreibt zuerst einen Atemwegsinfekt und denkt, dass es die Grippe ist. Doch dann plagen ihn furchtbare Rücken- und Kopfschmerzen. Relativ schnell fällt er in tiefe Bewusstlosigkeit durch einen Grandmal-Anfall (ein generalisierter epileptischer Krampfanfall, bei dem beide Gehirnhälften betroffen sind).

Als er ins Krankenhaus eingeliefert wird, macht man bei ihm eine Lumbalpunktion, bei dem aus dem Rückenmark eine kleine Menge Liquor (auch Nervenwasser genannt) aus dem unteren Teil der Wirbelsäule entnommen wird. Diese Flüssigkeit ist normalerweise eine klare, wässrige Substanz. Seine Flüssigkeit war voller Eiter.

Nach einigen Tests hat man bei ihm eine E.coli-Meningitis festgestellt. Bei Kleinkinder kommt dies häufiger vor, bei Erwachsenen jedoch sehr selten (in den USA weniger als einer von zehn Millionen Fällen jährlich).

Ich habe deine Frage schon verstanden, aber ich fragte mich worauf du hinauswillst. :-)

Vermutlich möchtest du eine plausible Erklärung finden, das berühmte Haar in der Suppe welche dieses ganze Fantast als üblen Scherz bloßstellt. ;-) Ich bin kein Neurologe und natürlich wollen wir alle eine fundierte Beweisführung haben. Dr. Alexander hat zumindest in Anhang B versucht, einige Hypothesen aufzustellen und zu ergründen:

Neurowissenschaftliche Hypothesen, die ich einbezogen habe, um meine Erfahrungen zu erklären

[...] Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Sie alle [die Hypothesen] konnten nicht erklären, wie es zu der reichen, stabilen und vielschichtigen Interaktivität meiner Erfahrungen im Übergang und im Zentrum gekommen ist.

Es würde jetzt zu weit führen, all seine Hypothesen aufzuführen. Insgesamt sind es 9 Punkte die er aufführt und wissenschaftlich erklärt. Keine konnte seine stimmigen und vielschichtigen Erinnerungen bzw. Erfahrungen erklären.

Zusätzlich gibt es eine Stellungnahme von Scott Wade, ein Spezialist für Infektionskrankheiten der den Ablauf der Erkrankung nochmals beschreibt. Dr. Wade schreibt:

[...] er lag sechs Tage im Koma, und die Hoffnung auf eine schnelle Genesung schwand (die Sterblichkeitsrate liegt hier bei über 97 Prozent). Dann, am siebten Tag, geschah das Wunderbare: Er öffnete die Augen, wurde wach und konnte schnell von dem Beatmungsgerät entwöhnt werden. Die Tatsache, dass er sich danach vollkommen von seiner Erkrankung erholt hat, obwohl er fast eine Woche im Koma gelegen hat, ist wirklich bemerkenswert.

Nun, vermutlich sind wir damit auch nicht schlauer als zuvor. Und ich könnte noch weiteres Material zitieren dass dich auch nicht restlos überzeugen würde. Darum geht es mir aber auch gar nicht.

Die Erfahrungen von Dr. Alexander sind natürlich weder wiederholbar noch ein wissenschaftlicher Beweis. Sofern das Buch nach Besten Wissen und Gewissen geschrieben wurde, Daten weder gefälscht, verändert noch geschönt und alle Hypothesen sorgfältig bedacht wurden, dann kann man dieses Phänomen nicht erklären.

Vermutlich wird das auch durch andere (bessere?) Hypothesen und Theorien nicht besser werden.

S0amiSlopve2x2


Deine Träume sehen ja nichts voraus, also ist es Einbildung sozusagen. Und in echt hast du geschrien, passiert mir auch manchmal :-p LG sami

EjmildiexA


Ich habe deine Frage schon verstanden, aber ich fragte mich worauf du hinauswillst. :-)

Ich dachte, das hätte ich schon klar gestellt.

Vermutlich möchtest du eine plausible Erklärung finden, das berühmte Haar in der Suppe welche dieses ganze Fantast als üblen Scherz bloßstellt.

Plausible Erklärung ja, Fantast oder üblen Scherz nein. Seine Erfahrungen und Eindrücke bleiben ihm unbenommen, aber das Ganze direkt als... übersinnliche Erfahrung, oder wie immer man es nennen mag, einzustufen, da fehlt es mir an allem. Da ich aber das Buch nicht lesen werde, wird eine weitere Diskussion darum sicher schwierig. @:)

sBwseetqorabnge


da fehlt es mir an allem

An was denn? Wissenschaftlichkeit? Überprüfbarkeit? Wiederholbarkeit?

Es gibt dutzende von diesen "Geschichten", manche mehr oder weniger detailiert.

Um den Bogen wieder zum Ursprungsthema zurückzuführen: Dr. Alexander beschreibt vor seiner Erfahrung, wie ihm eine Patientin ("Susanna"), an Tumor erkrankt, ihn anrief. Ihr Mann war vor anderhalb Jahren an einem Gehirntumor gestorben. Ihre Tochter ("Christina") hatte Metastasen in ihrem Gehirn. Ihre Aussichten länger als ein paar Monate zu überleben waren gering.

Er schreibt:

»Dr. Alexander«, sagte Susanna, »meine Tochter hatte einen ganz unglaublichen Traum. Ihr Vater hat sie besucht. Er sagte ihr, es werde alles gut gehen und sie braucht sich keine Sorgen zu machen, dass sie stirbt.«

Es waren die Worte, die ich schon zahllose Male von Patienten gehört hatte. Der Verstand tut, was er kann, um sich in einer unerträglich schmerzlichen Situation selbst zu beschwichtigen. Ich sagte ihr, das klinge nach einem wunderbaren Traum.

»Aber am unglaublichsten war, was er trug: ein gelbes Hemd – und einen weichen Filzhut! [...] Ganz zu Beginn unserer Beziehung, als wir zum ersten Mal miteinander ausgegangen sind, habe ich George ein gelbes Hemd geschenkt. Er hat es gern zusammen mit dem Filzhut getragen, der auch ein Geschenk von mir war. Aber das Hemd und der Hut sind verlorengegangen.«

»Bestimmt hat Christina viele wunderbare Geschichten über das Hemd und den Hut gehört, Susanna«, erklärte ich.

»Nein«, lachte sie. »Das ist ja das Wunderbare daran. Das war unser kleines Geheimnis. [...] Wir haben nie über dieses Hemd und den Hut gesprochen, nachdem sie verlorengegangen waren. Christina hat von uns nie auch nur einen Pieps darüber gehört.«

Gehen wir davon aus, dass die Dame die Wahrheit sagt und besagte Christina tatsächlich nie über die Bedeutung des Hemdes und Filzhutes wusste: Wie erklärst du dir dann das "Phänomen"? Woher wusste sie um die spezielle Bedeutung für ihre Mutter?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH