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Was kommt nach dem Tod?

L)ovHxus


Danke vanilla, gutes Interview :)^ .

Es gibt Skeptiker, etwa in der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung parawissenschaftlicher Phänomene (GWUP), die ihn deshalb nicht mehr ernst nehmen.

Ich fühle mich da an die mittelalterliche Inquisition als Behörde zur Wahrung des wahren Glaubens erinnert, die Ketzer und Häretiker identifizierten und anprangerten. Diese Rolle übernehmen heute die Skeptiker für die Wissenschaft. Sind vielleicht wiedergeborene Inquisitoren? ]:D

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Dieses Prinzip funktioniert leider nicht mit Menschen, die kritisch sind und sich nicht darauf einlassen.

Das kann ich verneinen. Ich hatte schon Skeptiker, die den Klienten zur Sitzung begleiteten, um ihn/sie vor derartigem Missbrauch zu schützen. Ich begrüße das stets sehr, wenn eine zweite Person dabei ist und noch mehr, wenn die zweite Person ein gesundes Misstrauen mitbringt.

Und ich darf Dir sagen, dass genau diese Skeptiker mehr als nachdenklich und teilweise bis zu Tränen gerührt den Raum verlassen haben.

Ich stelle keine Fragen. Wenn ich eine bzw. mehrere Informationen bekommen habe, frage ich allenfalls, ob der Klient generell damit etwas anfangen kann. Mir reicht dann ein "ja" oder "nein".

Die Bestätigung durch "ja" ist nichts Suggestives, sie gibt mir aber eine Art Sicherheit - denn, das darf ich auch mal anfügen, ich bin auch nur ein Mensch voller Unsicherheiten und brauche auch eine positive Rückmeldung, um weiterarbeiten zu können.

Ich hatte mal einen Fall, in dem jeder meiner Aussagen mit einem "nein" beschieden wurden. Egal, was ich sagte. Nach einiger Zeit sagte ich, dass es mir leid täte, aber wenn alles nicht zutrifft, was ich sage, dann wäre es sinnvoll, an dieser Stelle abzubrechen. Die Klientin sagte daraufhin, dass alles bis jetzt stimmte, sie aber dachte, es sei besser, "nein" zu sagen, um mir eben nicht "auf die Sprünge zu helfen" - und begann aufgrund meiner bisherigen Aussagen zu weinen vor Rührung.

Vanilla, Du darfst Dir ganz sicher sein, dass auch ich oft sehr irritiert und immer wieder zutiefst erstaunt und dankbar bin, dass es funktioniert. Für mich ist das keinesfalls selbstverständlich und auch ich hinterfrage ständig.

@ Lovhus

Nur ganz kurz, weil ich grade nicht die Menge an Zeit habe: super Beitrag!

Wenn ich sage, man solle die Logik außen vor lassen, meine ich damit nicht den Verstand - der ist sogar wichtig. Sondern der Versuch, es logisch mit dem Stand der heutigen Wissenschaft erklären zu wollen. Dabei läuft man nämlich vor die Wand, weil wir eben keine schlußendliche Lösung dafür finden. Ich hoffe, ich konnte ausdrücken, wie ich das meine.

xGEquinoxxx


@ Vanilla

Ich finde es interessant, dass das Phänomen so oft Erwähnung findet.

Ich kenne die optischen Täuschungen aus dem Augenwinkel, die sich dann in der Regel auch schnell aufklären. aber in dem Fall war es frontal vor mir und auch nicht sofort weg sondern ließ viel Zeit, zum Betrachten und "verarbeiten".

R@iwchar\dT61


Sollte es so etwas wie menschliche Seelen geben , die in irgendeiner Form herumspuken , so stelle ich es mir unendlich grausam vor so leben zu müssen.

Irgendwie noch nicht dort angekommen wo man nach dem Tod hingehört, gefangen in einer Zwischenwelt. Wenn es ein Leben nach dem Tod gibt , dann sicher nicht als Schatten, Geist oder sonstiges Phänomen unter den Lebenden.

Alleine daraus und auch der Tatsache , das alle paar Sekunden ein Mensch stirbt, es aber nur sehr wenige solche Beobachtungen gibt, schließe ich für mich das es Humbug ist.

Wenn es so was wie eine Seele gibt, die 21 gramm Gewicht die man beim Tod anscheinend verlieren soll , dann ist es keine sichtbare Materie für Menschen die leben.

Lnov]HuHs


Sollte es so etwas wie menschliche Seelen geben , die in irgendeiner Form herumspuken , so stelle ich es mir unendlich grausam vor so leben zu müssen.

Das wäre schön, wenn Grausamkeit ein Kriterium wäre, dass etwas nicht existiert.

Alleine daraus und auch der Tatsache , das alle paar Sekunden ein Mensch stirbt, es aber nur sehr wenige solche Beobachtungen gibt, schließe ich für mich das es Humbug ist.

Daraus schließe ich gar nichts. Daraus, wie hier gestorben wird, schließe ich auch nicht, wie in Afrika neben einer Elektroschrottdeponie gestorben wird oder in den Nazi-KZs gestorben wurde.

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Es ist interessant wie wenig Vorstellungkraft wir Menschen doch haben. Jeder kommt mit seinen eigen Sinnesfähigkeiten auf dieses Welt und denkt ganz automatisch, dass alle Menschen exakt genauso viel oder wenig wahrnehmen können wie er selber. Wenn dann ein anderer Mensch irgend etwas behauptet was dem entgegen steht, dann wird das sofort in Abrede gestellt.

Wenn Menschen z.B. blind sind, schon dann fällt es schwer so ein Leben nachzuvollziehen. Aber zur Not können wir mal die Augen schließen und uns, auch nur für kurze Zeit in einen solchen Menschen und seine Wahrnehmung der Welt hinzuversetzen. Schwieriger wird's dann schon, wenn der Andere behauptet mehr wahrzunehmen. Wie Machen?

Ich habe in der Schule gelernt, dass Fledermäuse für Menschen unhörbaren Ultraschall zur Ortung verwenden. Vor Jahren zur Studentenzeit bin ich mit einem Freund in einer lauen Sommernacht noch zu einem Park spaziert, wo sich bei solchen Gelegenheiten noch Leute versammelt haben. Auf dem Weg dahin sagt dieser: Hier muß es Fledermäuse geben. Gesehen haben wir zu diesem Zeitpunkt noch keine. Und ich sagte natürlich forsch und frech: Du spinnst, Fledermäuse kann man nicht hören. Als wir dann am Park ankommen, flatterten dort Mengen von Fledermäusen unter den Laternen um die angelockten Insekten zu jagen. So wat nu? Gibt es Menschen, die ein so gutes Gehör haben, dass sie Fledermäuse akustisch wahrnehmen können oder nicht?

Genauso verhält es sich z.B. mit Ice_Lady50. Sie nimmt Information wahr. Ich nicht. Ist ihre Wahrnehmung nun wahr oder oder nicht? Wie solch ich das mit meinen Fähigkeiten berurteilen können?

Ebenso könnte es sein, dass es Menschen gibt, die diese 21 Gramm Rest eines Menschen nach dem Tod in irgendeiner Form noch wahrnehmen können. Aber wer bin ich, wenn ich mit meiner ganz persönlichen Erfahrung dann einfach sage: Das ist nicht möglich.

Ich meine ganz blöd bin ich auch nicht. Wenn jemand daher kommt und mir eine wahnsinns bizarre Geschichte erzählt, dann glaube ich die auch nicht auf Anhieb. Aber, wenn's vorkommt, dass immer mehr Menschen von solchen Sachen berichten, dann interessiere ich mich dafür und nutze die heutigen Möglichkeiten um diese Sachen zu verizifieren.

Früher, also bevor wir Menschen so toll vernetzt waren wie heute mit dem Internet, war es so, dass solche Leute sehr isoliert waren und als Spinner und Verrückte von ihrer Umwelt abgetan wurden. Ganz früher konnte das auch ihren Tod bedeuten.

Heute ist es aber so, dass man sehr viel ähnliche Geschichten finden kann. Und ganz sicherlich gibt es viele Nachahmer und Scharlatene, die sich einen Spaß machen, das "zu veraschen" und dadurch zu diskreditieren. Aber ich weigere mich zu glauben, dass alles was ich zu einem Thema, wie z.B. Kommunikation mit Verstorbenen, finde erstunken und erlogen ist. Es gibt da einen wahren Kern. Deshalb glaube ich z.B. Ice_Lady50s Schilderungen und stelle sie nicht in Abrede nur, weil ich diesbezüglich selber diese Wahrnehmung nicht habe. Wir Menschen sind sehr unterschiedlich sensitiv.

Mpann0N42


Sorry IceLady_50, habe deinen Namen im letzten Beitrag falsch geschrieben.

IkceGLadyx_50


Sollte es so etwas wie menschliche Seelen geben , die in irgendeiner Form herumspuken , so stelle ich es mir unendlich grausam vor so leben zu müssen.

Ja, weil Du den Fehler begehst, Deine jetzige Existenz als "das Leben" dann vorauszusetzen.

Und wer spricht von spuken? Du nimmst diese Vorstellung aus Horrorgeschichten, die Du in Filmen oder Büchern sicher gesehen und gelesen hast. Was, wenn es SO nicht ist?

Irgendwie noch nicht dort angekommen wo man nach dem Tod hingehört, gefangen in einer Zwischenwelt. Wenn es ein Leben nach dem Tod gibt , dann sicher nicht als Schatten, Geist oder sonstiges Phänomen unter den Lebenden.

Ja, wohin gehört man denn nach dem Tod? Woher weißt Du denn, wohin man gehört? Das liest sich so, als wäre es sehr wichtig für Dich, dass alles seinen festen, vorbestimmten Platz hat, wovon es kein Links und kein Rechts gibt.

Und ich sprach nie von Geistern, das habe ich auch schon mehrfach geschrieben, dass man Verstorbene nicht als Geister bezeichnen kann meiner Meinung nach.

Alleine daraus und auch der Tatsache , das alle paar Sekunden ein Mensch stirbt, es aber nur sehr wenige solche Beobachtungen gibt, schließe ich für mich das es Humbug ist.

Hier wäre eine fundierte Statistik vonnöten, dies zu beurteilen.

Aber konsequent weitergedacht würde das beispielsweise auch bedeuten, dass es eine Sprache nicht gibt, nur weil von all den Millarden Menschen auf der Welt vielleicht nur 200 diese sprechen. Macht das Sinn?

Es gibt noch viel mehr Bereiche, in denen es nur sehr wenige Menschen gibt, die etwas Spezielles können - macht es das Können so unmöglich?

Wenn es so was wie eine Seele gibt, die 21 gramm Gewicht die man beim Tod anscheinend verlieren soll , dann ist es keine sichtbare Materie für Menschen die leben.

Sagt wer?

Mal abgesehen davon, dass ich diese Grammzahl albern finde, da sie wieder nur belegt, dass Menschen auf Biegen und Brechen eine faktische Zahl, einen definitiv-fassbare Größe brauchen, um etwas zu erkären, was sie nicht begreifen können.

Den Eindruck, den ich bei Dir und bei ganz vielen Menschen, die dieses Thema auch mit dem Arm vom Tisch wischen, habe, ist, dass es schlichtweg ANGST macht. Etwas nicht erklären, nicht nachvollziehbar beweisen zu können, es einfach hinnehmen zu müssen, ist sicherlich für die meisten Menschen nur schwer machbar und macht auch Angst.

Geht mir übrigens nicht anders, ich selber habe auch großen Respekt davor.

Aber das heißt doch nicht im Umkehrschluss, dass es etwas deshalb nicht geben kann. Und noch schlimmer: so kommen wir als Menschheit nicht weiter. Wenn wir immer an einem Punkt, den wir nicht begreifen können (im wahrsten Sinne des Wortes), stoppen und sagen: ok, dann gibt's das nicht - dann kann keine Entwicklung stattfinden.

I^ceLajdy_e5x0


@ Mann:

@:)

k]evcixn26


Es ist die Angst vor dem Unbekannten, das was wir nicht wahrhaben wollen, ich bin fest davon überzeugt, das es irgendeine Macht geben muss, etwas das älter ist, seit es Menschen aus dieser Welt gibt ...

k%eTvinx26


auf dieser Welt ...

L'o%vHus


etwas das älter ist, seit es Menschen auf dieser Welt gibt ...

Kakerlaken? ;-D

Sagt dir Gregor Samsa was? Dort heißt es zwar "Ungeziefer", aber ich habe mir immer eine Kakerlake vorgestellt.

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Ich möchte mal kurz aus Hamlet zitieren: "Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt..". Bekanntlich stammt Shakespeare nicht aus dem 21. Jahrhundert. Dieses Zitat steht stellvertretend für Milliarden Menschen, die sich im Laufe der Lebens die elementare Daseinsfrage stellen und zu Ihrem Verstand den Faktor X hinzufügen, der für alles Unerklärbare steht. Eine eigentlich ganz persönliche Sache, bei der man schnell feststellt, dass durchaus auch andere Menschen sich die gleichen Fragen stellen. Die daraus entwickelten Theorien stellt man auf und verifiziert sie sich gegenseitig, wobei der reine Glaube immer mehr zur persönlichen Gewissheit wird. Eine Gewissheit die zur Überzeugung führt. Unabhängig dessen, dass der Vater dieser These nur ein Gedanke war.

Es gibt keinerlei "Beweise" für ein Jenseits oder ein Weiterleben nach dem Tod. Nur weil man auch nicht beweisen kann, dass es kein Jenseits gibt, ist dies noch lange kein Beweis dafür. Berichte, wie sie IceLady_50 hier postet klingen spannend und geheimnisvoll. Triggern den Glauben bzw. Aberglauben an. Für mich ist es immer noch nicht überzeugend.

Nur weil es viele Berichte über Jenseitskontakte gibt, macht es sie auch deshalb nicht wahrhaftiger. Wir glauben ja auch nicht an die Zahnfee, von der man uns damals erzählte. Oder doch ???......

LxovoHus


Ich denke, vanilla, dein credo ist inzwischen von allen verstanden worden. Nur weil es viele Menschen gibt, die deine Ansicht teilen, "macht es sie auch deshalb nicht wahrhaftiger" ;-) .

Übrigens wird der "Faktor X" nicht dem Verstand hinzugefügt, sondern vom Verstand beleuchtet. So, wie die Bewegung gewisser Lichtpünktchen am Nachthimmel lange unerklärbar schienen, sind sie doch längst verstanden. Es scheint mir aber Menschen zu geben, die fürchten, dass es ihren Verstand besudeln könnte, wenn sie mit ihm in bestimmte Bereiche menschlicher Erfahrung leuchten - dann bleiben diese Bereiche eben unbeleuchtet, aber deshalb natürlich nicht weniger real - Paradebeispiel Sexualität (Bereich) und Freud (Beleuchter).

Der Verstand ist eben auch nur ein Bereich menschlicher Erfahrung. Er arbeitet wie eine Strickmaschine und verknüpft die Erfahrungen zu einem zusammenhängenden Gewebe. Insofern ist der Verstand konservativ und so gar nicht innovativ - wissensbewahrend und nicht wissenschaffend. Woher kommt dann der Drang einiger Menschen, die Grenzen zu überschreiten, Erfahrungsneuland zu betreten und zu beschreiben? Da wirken Kräfte in unserem Leben, die unter und über dem Verstand angesiedelt sind und die dieser nicht zu fassen kriegt. Zunächst wird also der Verstand sich bemühen, alles, was nicht ins vorhandene Muster passt, zu ignorieren. Ist das nicht möglich, wird er nach einer gewissen, vielleicht auch krisenhaften Umstellungszeit ein neues Muster weben.

Keine Frage, der Mülleimer mit der Aufschrift "Zahnfee" ist berechtigt. Aber nicht alles, was der Verstand dort gerne endlagern möchte, gehört da auch hinein. Am Beispiel Zahnfee kann ich das klar machen: Die Evidenz der Existenz einer Zahnfee ist regelmäßig ein Zahn, der über Nacht getauscht wurde. Der Tausch wurde ebenso regelmäßig von einem Menschen, meist Elternteil vorgenommen. Es gibt keine berichteten Ausnahmen. Also ist das Phänomen "Zahnfee" auf ein anderes Phänomen vollständig zurückgeführt. Eine andere Frage ist, ob das Phänomen Zahnfee förderlich oder hinderlich für die Entwicklung von Kindern ist.

Im Moment gibt es einen Trend, der versucht, geistiges Erleben auf Gehirnfunktionen zurückzuführen. Ich habe aber Zweifel, ob es wirklich förderlich ist, Phänomene wie Liebe, Wille, Freiheit, Werte, Gedanken, Gefühle... bei der Zahnfee endzulagern. Spätestens, wenn der Verstand, die Basis all dieses anderes ausschließenden Bemühens, entsorgt werden soll, wäre ein Innehalten angebracht.

L ovLHuxs


Die daraus entwickelten Theorien stellt man auf und verifiziert sie sich gegenseitig

So entsteht übrigens Sprache. Ich empfehle hierzu als umfassende Lektüre von Die Analogie: Das Herz des Denkens von Douglas Hofstadter und Emmanuel Sander :)^ . Unser ganzes Bewusstsein scheint so aufgebaut zu sein.

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