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Was kommt nach dem Tod?

KCrisjenstxab


@ Begründung für die o.a. "neue" Theorie:

Bis heute gilt Einsteins Relativitätstheorie vielen als das brillanteste, was die theoretische Physik hervorgebracht hat. Sie hat nur einen entscheidenden Nachteil: Sie beschreibt zwar wunderbar den Umlauf der Planeten und Galaxien und die Ausdehnung des Universums, aber sie funktioniert nicht zur Erklärung des Urknalls oder der Zeit unmittelbar danach. Und schon gar nicht für die Zeit davor. Je näher man sich mit Hilfe von Einsteins Formeln nämlich an den Urknall "heranrechnet", desto mehr mathematisch bedeutungslose Unendlichkeiten spucken sie aus. Und was ist eine Theorie wert, die zwar die Geschichte des Kosmos richtig beschreibt, an dessen Anfang aber nichts als Unsinn gebiert?

K;ridssens~taxb


@ sensibelmann

..., wenn man auch den "Anfang" des Urknalls dazuzählt

Also an einen Anfang glaube ich schon - seit ich rechnen kann - nicht mehr! (ungültige Einstein-Theorie zum Urknall hin. etc.)

s|ensi5b9elmxan


Und was ist eine Theorie wert, die zwar die Geschichte des Kosmos richtig beschreibt, an dessen Anfang aber nichts als Unsinn gebiert?

Du bist kein Astrophysiker und kein theoretischer Physiker.

Also an einen Anfang glaube ich schon - seit ich rechnen kann - nicht mehr!

Ja, in die Zeit vor dem Urknall zu denken ist auch viel Glauben.

MPankn0x42


@ mm35

Es stimmt nicht, dass die christlichen Kirchen Menschen zuerst ausschließen und dann "hereinholen" wollen ("kath'holos" griech. allumfassend, allgemein).

Ich beziehe das auf mich, weil ich am Seitenanfng von Siete 42 schrieb:

Aber fast jede existierende Religion schließt zunächst einmal fast allen Menschen aus, grenzt sie voneinander ab um sie dann zu ihren Bedingungen in ihren Kreis aufzunehmen.

Ich wohne seit Jahren in einer evangelischen Gegend, in unserer 8000 Seelen Gemeinde gibt es auch eine katholische Kirche, weil nach dem Krieg viele Flüchtlinge gekommen sind. Es wird hier viel auf Ökumene gemacht und für mich enstand so der Eindruck, dass diese beiden christlichen Ströung friedlich und in Akzeptanz nebeneinander leben. Dass wenigsten Christen unter sich einigermaßen friedlich leben.

Vor kurzen bin ich auf eine schweizerische Internet Seite von zwei katholischen Pfarrern gestoßen. Was da dann wieder auf die Protestanten einngekloppt wird (verbal), unglaublich. Man denkt die Reformation ist gerade erst im vollen Gange. Ich möchte das aber nicht den Katholiken allein ankreiden. Eventuell gibt es ja auch Protestanten die ähnlich auf Katholoiken einkloppen. Oder man denke an Irland.

Und mit dem Ausgrenzen meine ich folgendes: Fast jede Glaubensrichtung missioniert und das geht so: Bist du nicht für meine Religion, dann bist du verdammt, erreichst nicht den Himmel Gottes. Und, wenn das nicht Ausgrenzen ist was ist es dann?

Wenn eine Religion sagen würde, dass auch auch Menschen, die nicht an ihr Glaubenssystem glauben, auch genau dahin kommen, wo die hinkommen, die daran glauben, dann führte sie sich ad absurdum.

Ich bin ein großer Anhänger des Gottes aus "Gespräche mit Gott" von Neal Donald Walsch. Dieser Gott erklärt warum er die Welt geschaffen hat und warum sie genauso ist wie sie ist. Und das schöne an ihm ist, er sagt nicht, wer das nicht glaubt der ist verdammt und kommt in die Hölle.

Ich missioniere ja gerne für "Gespräche mit Gott", aber ich kann halt nicht hergehen und euch allen sagen, wenn ihr nicht auch daran glaubt, dann kommt ihr nicht in den Himmel. Denn "Gespräche mit Gott" gibt das einfach nicht her.

Im übrigen war mir dieses Ausschließen von anderen Menschen schon immer ein Gräuel und hat mich am evangelischen Glauben gestört. Also schon bevor ich Gespräche mit Gott gelesen habe. Es kann doch nicht sein, dass Gott Milliarden von Menschen erschafft und dann ca. die Hälfte davon schon mal von vorne herein bestraft, dass sie in einem Kulturkreis geboren werden, wo "sein Glaube, seine Religion" entweder nicht vorherrschend oder eventuell gar nicht bekannt ist. So und, wenn nun dieses christliche, evangelische Religion sagen würde, auch all diese Menschen erfahren nach ihrem Tod Gottes Himmelreich. Dann würde sich der aufrechte evangelische Christ ja fragen, wenn diese Menschen so einfach reinkommen, warum soll ich mir dann die Mühe machen mit den 10 Geboten, den sonntäglichen Kirchenbesuchen, der Taufe, Konfirmation und dem Glaubensbekenntnis? Und wen wir ehrlich sind, viele Christen leben genau so. Man ist zwar Mitglied in der Kirche, aber so richtig glauben tut man das nicht, was dort erzählt wird.

Aus diesen Gründen sage ich, das stimmt was nicht mit den Religionen.

R.ichaxrd61


@ Mann42,

ich komme auch aus einer evangelischen Gegend, aber mit sehr vielen daraus entstandenen Absplitterungen. Es gibt die Pfingstgemeinde, die Hahnsche Gemeinde, die Methodisten, die Volksmission, dazu noch Neuapostel, Katholische, die Zeugen Jehovas, dazu seit neuestem Baptisten.

Ein undurchdringliches Gewirr von verschiedenen christlichen Gemeinden von der jede für sich behauptet im Recht zu sein.

Wenn man sich von der Botschaft der Bibel verabschiedet hat und sich dieses Treiben und die Botschaften von der Ferne und großer Distanz anschaut, dann bekommt man den Eindruck mit völlig Ver- und Entrückten zu tun zu haben.

Seit ich diese Distanz habe höre ich bei Gottesdiensten immer sehr genau hin. Es gibt so viele paradoxe Aussprüche über Engel über den heiligen Geist, über Verwandschaftsbeziehungen.

Völlig erstaunt war ich über eine Liedzeile in der Katholischen Kirche.

Da hieß es Herr Jesu unser Gott, Sohn Davids. Nun lebte David so ca. 600 Jahre vor Jesus und seine Mutter kann ja nicht aus dieser Linie stammen, da der Zweig immer Männlich verfolgt wird. Woher also die Annahme Jesus sei Sohn (Abstammung) Davids.

Ich habe einen katholischen Geistlichen gefragt. In der Bibel im alten Testament steht, daß ein Nachkomme Davids der König der Juden wird.

Man hat also Ahnenforschung betrieben und tatsächlich lässt sich Josefs Stammbaum bis hin zu David verfolgen. Josef der gar nicht der leibliche Vater ist stellt die Verbindung zu David her.

Das ist so bizarr und an den Haaren herbeigeholt, daß man in etwa erahnen kann wie oft an der Bibel herummanipuliert wurde und sollte sie je von Gott diktiert worden sein, dann ist mit Sicherheit vom Urtext nichts aber auch gar nichts mehr übrig.

Ganze Reiche wurden auf diesem Buch aufgebaut, und jedes hat sich dieses Buch , welches die ersten 1500 Jahre bis zur Lutherbibel und Gutenberg allenfalls 5 % der Bevölkerung lesen konnte, zu Recht gezimmert. Die ersten 1000 Jahre konnten selbst die Könige nicht lesen, ihnen wurde vom Klerus vorgelesen.

K}rise{nstxab


Viele - besonders auch gläubige - Menschen haben selbstbestimmt im letzten Jahrzehnt immer mehr die Chance wahrgenommen, sich zu entscheiden: Glaube oder Vernunft?

Mit dem Ergebnis, vieler Kirchenaustritte usw.

Der schlaue Fuchs Ratzinger war der Erste, der sich dann plötzlich ab 2005 der Vernunft bemächtigt hat:

[[http://ratzinger-papst-benedikt-stiftung.de/glaubensjahr_4.html Glaube Vernunft]]

... weshalb wohl ???

K+risensxtab


Korrektur: [[http://ratzinger-papst-benedikt-stiftung.de/glaubensjahr_4.html Glaube und Vernunft]]

sqensi>belmaxn


Aus diesen Gründen sage ich, das stimmt was nicht mit den Religionen.

Die Bücher und Schriften, auf die sich die Religionen beziehen, beziehen sich auf eine Gesellschaft, wie sie seinerzeit vor vielen 100 Jahren existierte. Diese gesellschaftlichen Verhältnisse sind längst überholt und die Religionen versuchen mit allerlei rhetorischen Kniffen, ihre Bücherweisheiten (Bibel, Koran, ...) auf die heutige Zeit anzupassen. Das führt zu vielen Absurditäten, Widersprüchen und vor allem: Beliebigkeit. Allein deswegen halte ich Religion für wenig sinnvoll. Der persönliche Glauben kann sich an die Historie erinnern, muss sie aber nicht konservieren.

L%o~vHus


Der schlaue Fuchs Ratzinger war der Erste, der sich dann plötzlich ab 2005 der Vernunft bemächtigt hat.

Die Vernunft des Logikentdeckers Aristoteles war bereits bei dem Scholastiker [[http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin Thomas von Aquin]] (1225-1274) ein großes Thema in der Theologie.

Die Argumentationen des Aquinaten stützen sich zu einem großen Teil auf die sich im Hochmittelalter wieder ausbreitenden Gedanken des Aristoteles, die er – selbst Schüler des Begründers der mittelalterlichen Aristotelik, Albertus Magnus, – in seinem universitären Wirken weitergibt und in seinen Werken mit der christlichen Theologie verbindet. So identifiziert er den Unbewegten Beweger aus der Physik des Aristoteles mit dem christlichen Gott.

Stichwort [[http://de.wikipedia.org/wiki/Scholastik Scholastik]]:

Scholastik, abgeleitet vom lateinischen Adjektiv scholasticus ("schulisch", "zum Studium gehörig"), ist die wissenschaftliche Denkweise und Methode der Beweisführung, die in der lateinischsprachigen Gelehrtenwelt des Mittelalters entwickelt wurde.

Bei dieser Methode handelt es sich um ein von den logischen Schriften des Aristoteles ausgehendes Verfahren zur Klärung wissenschaftlicher Fragen mittels theoretischer Erwägungen. Dabei wird eine Behauptung untersucht, indem zuerst die für und die gegen sie sprechenden Argumente nacheinander dargelegt werden und dann eine Entscheidung über ihre Richtigkeit getroffen und begründet wird. Behauptungen werden widerlegt, indem sie entweder als unlogisch oder als Ergebnis einer begrifflichen Unklarheit erwiesen werden oder indem gezeigt wird, dass sie mit evidenten oder bereits bewiesenen Tatsachen unvereinbar sind.

KKrisensAtab


@ sensibelman

Ich toleriere natürlich längst alle Neigungen und Veranlagungen! Im Gegenteil: Um es mit Andre Heller, dem das Wort Toleranz zu beliebig ist, zu sagen: "Ja ich will, das es das alles gibt, was es gibt!" :)^ Diese Haltung versuche ich auch auf die zu übertragen, die sich im Labyrinth des religiösen Denkens verirrt haben und keinen Ausgang mehr finden. Deshalb muß ich ja nicht - dafür oder dagegen sein bzw. mich mit ihnen identizifieren usw. Ich gebe aber zu: Angesichts der Verbrechen der Welt, die ihre Ursache in diesem Denken haben, die im Namen der Religionen immer noch geschehen, fällt es mir sehr, sehr schwer! Natürlich distanzieren sich immer alle Gläubigen, bestimmt auch die, die sich hier im Forum pro Religion und ihrer jeweiligen Strömungen usw. äußern. BEDENKEN sollten sie aber, dass sie den fruchtbaren Humus bilden, auf dem dieser - bis zum Extremismus hin, sich steigernde - Irrsinn gedeiht! Ganz ehrlich: Angesichts der o.a. Verbrechen, soll alle Religionen der Teufel holen - dann wäre endlich Frieden. Ob ich ein Atheist bin, weiß sowieso nur der liebe Gott! ]:D ]:D ]:D

KXrisnens6tab


Weshalb hier "das" immer ohne "Doppel-s" geschrieben steht, weiß wohl auch nur der liebe Gott ???

[[https://www.lyrix.at/t/andre-heller-denn-ich-will-862]]

L4o3vHdus


soll alle Religionen der Teufel holen - dann wäre endlich Frieden.

Wenn dann tatsächlich Frieden wäre, dann soll er sie holen o:) .

Ich glaub' das nicht.

sCensiZbelmxan


soll alle Religionen der Teufel holen - dann wäre endlich Frieden.

Stalinismus, Maoismus und auch die Lehren eines Pol Pot waren keineswegs auf irgendwelchen Gottesglaubensansätzen aufgebaut. Vielmehr waren Gottesgläubige maßgebliche Gegner. Es ist keineswegs die Religion daran schuld was passiert, sondern [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hegemonie menschliches Hegemoniestreben]]- das ist einer der Hauptquellen, woraus sich Krieg und Hass nährt. Religion oder Ideologie dient dabei nur als Mittel dafür und wird dafür entsprechend zurechtgebogen.

Ich glaub' das nicht.

Ich auch nicht.

KpriseYnVsxtab


@ sensibelman & alle

"Natürlich" waren damit auch alle Ideologien gemeint, die ihre Wahrheit als die einzig wahre verbreiten - soll der ]:D holen. Für mich als naturwissenschaftlich denkenden und musisch fühlenden Menschen, entsteht die Wahrheit jeden Tag neu - nur die wahre Kunst bleibt! (Ist für die Zukunft des Menschen prägend und deshalb "für mich" bleibend!)

"Natur und Kunst" das Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe ist ein gutes Beispiel für mein Denken! Juhu! ]:D

Ich bin mit meiner Meinung auch gern allein : "Ich tret in keinen Verein ein ...!" frei nach Reinhard Mey!

K(riseXnstab


Ich glaub' das nicht.

Ich auch nicht.

Ich natürlich auch nicht!

Da glaube ich schon eher daran, dass Unfrieden aus Unzufriedenheit, ein Motor des menschlichen Fortschritts ist. Die Zufriedenen, die zufrieden vor ihrer Höhle saßen, haben es nie zu etwas gebracht und sind lt. Dieter Nuhr sowieso ausgestorben. ;-D

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