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Was kommt nach dem Tod?

A.E41977


@ sensibelman

Hm. Nicht böse gemeint, aber du betrachtest Physik zu einseitig bzw. hast sie nicht genug verstanden, finde ich.

Naja, die Astrophysik versucht auf naturwissenschaftlicher Basis einen möglichen Anfang zu finden und dessen Zustand und Entwicklung zu beschreiben. Die Urknalltheorie ist ja keineswegs abwegig.

Die Betonung liegt auf versucht. Allerdings sollte man dann zwischen Versuch und Erkenntnissen und neuen Hypothesen und Theorien unterscheiden. Die Astrophysik kam bisher nicht über den Versuch hinaus, einen Anfang zu finden. Stattdessen führt weiteres Forschen in diese Richtung nur zu immer neuen Hypothesen und Theorien. Und sehr viele davon implizieren, dass es gar keinen Anfang gibt. Es entspricht auch nicht der wissenschaftlichen Realität, die Urknalltheorie für eine "Theorie des Anfangs" zu halten. Die Urknalltheorie kann auch ohne die Vorstellung eines Anfangs Sinn machen, etwa wenn man sich das Universum als zyklisches Multiversum vorstellt, in dem ein Urknall kein besonderes Ereignis ist, sondern der ständig und überall immer wieder im Multiversum passiert.

Naja, im Sinne des Energie- und Stoffwechsels unseres Körpers im Rahmen unserer Wahrnehmung schon (mindestens einmal).

Genau. Im Rahmen unserer Wahrnehmung. Das ist der Punkt. Und mein Punkt war viel abstrakterer Natur. Die in der Wissenschaft, gerade in der Naturwissenschaft, oft wichtig ist, weil wir biologisch nur für das Leben auf der Erde programmiert sind. Deshalb können wir ja auch bestimmte Wellen nicht sehen oder hören, weil sie für unser biologisches Programm von der Evolution nicht vorgesehen sind. Aber nur, weil wir gewisse Dinge nicht wahrnehmen können (die aber bspw. verschiedene Tiere wahrnehmen können), heißt das nicht, dass sie nicht existieren oder nicht der Realität entsprechen.

Und so ist das mit meiner dargestellten Vorstellung vom Tod. Auf eine für unsere beschränkte menschliche Sichtweise hast du sicherlich Recht, abstrakter gesehen sind wir aber einfach nur Materie, die temporär denken kann. Dieser Teil der Materie, den wir darstellen, wird aber niemals aus dem Universum verschwinden.

Außerdem, um auf den "Energie- und Stoffwechsel" einzugehen: Energie und Stoffe sind ja nur ein Aspekt. Im Kern machen das Universum aber viel kleinere Teilchen alles Sein der Materie aus. Es gibt noch kleinere, aber man kann z. B. Atome nennen. Und es ist so, dass die Atome in einem ständigen Fluss sind. Physikalisch betrachtet sind dir heute nicht mehr der gleiche Mensch wie vor zehn Jahren, weil sich die Atome unserer Materie in der Zeit vollständig ausgetauscht haben.

So gesehen könnte man sogar sagen, dass wir schon gestorben sind, obwohl wir noch Leben. Wir wurden quasi als neue Atomkonfiguration ganz unbemerkt nochmal geboren ^^

s1ens4ibelmxan


Nicht böse gemeint, aber du betrachtest Physik zu einseitig bzw. hast sie nicht genug verstanden, finde ich.

":/ Gut, dass mir das endlich mal jemand sagt ... ;-D :=o

K<ay ALhnuxng


Es ist keineswegs die Religion daran schuld was passiert, sondern [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hegemonie menschliches Hegemoniestreben]]- das ist einer der Hauptquellen, woraus sich Krieg und Hass nährt. Religion oder Ideologie dient dabei nur als Mittel dafür und wird dafür entsprechend zurechtgebogen.

Sehe ich nicht ganz so. Gewisse Religionen sind vielleicht erst durch den Hang mancher Menschen zur Hegemonie entstanden. Vielleicht tobt sich in organisierten Religionen mit Ein-Gott-Glauben gerade dieses Bestreben aus. Die Religion wäre in dieser Sicht also gar nicht trennbar von dem Willen zur Beherrschung und Unterdrückung. Eine Religion wie das Christentum kommt heute natürlich in Mitteleuropa sehr liberal und tolerant daher, aber die Fundamente des Christentums beruhen auch auf einem Alleinerklärungsanspruch....andere Wahrheiten kann es auch da nicht geben, sonst wäre der eigene Glaube unwahr.

Nehmen wir mal die kath. Kirche: Die möchte heute auch keine Ketzer mehr verbrennen, aber im Staatsleben will sie sehr wohl ihren Einfluss behalten und geltend machen, weil sie im Bewusstsein ihrer Anhänger eben durchaus "die Wahrheit" vertritt und nicht irgend eine beliebige Position wie politische Parteien es z.B. tun. Die wollen durchaus also auch heute noch ihre Positionen der Mehrheit "aufzwingen" ...der Einfluss wird aber zum Glück weniger und weniger.

RZicyhardx61


Probleme im menschlichen Umgang gibt es meistens oder immer bei theistischen Religionen oder diktatorischen Ideologien.

Es ist dieser unsägliche Allmachtsanspruch, dieses Wissens um die einzige Wahrheit.

Mit diesem Anspruch kann man auf Andersgläubige, Angehörige einer anderen Rasse oder eines politischen Systems, runterschauen und sich selbst erhöhen.

Dies führte und führt zu Unterdrückung, Ermordung von Menschen anderer Rasse , anderen Glaubens, anderen Gemeinssinns.

Der Idealfall für die Menschen wäre, kein Gott und keine Ideologie.

Da dies nicht geht wäre das Minimalprinzip die absolut strikte Trennung von Staat und Kirche insbesondere auch keine Einflussnahme in Kindererziehung, auf Medien.

Einer Ideologie könnten wir vorbeugen in dem wir weltweit Standards einer Demokratie setzen, die unabdingbar einzuhalten ist, der Einhaltung notfalls mit Sanktionen erreicht werden müssen.

Leo1vHus


Es ist dieser unsägliche Allmachtsanspruch, dieses Wissens um die einzige Wahrheit.

Wer im Namen der Vernunft spricht, erhebt diesen Anspruch auch. Daher auch die Forderung von Beweisen: Was bewiesen ist, ist wahr. Und zwar unumstößlich. Zeitlos wahr. Und was immer im Widerspruch zur Wahrheit steht muss falsch sein. Logisch, oder? Wehe, das sieht jemand anders. Der kriegt Haue, zumindest verbal.

RHich|aNrd61


@ Lovehus

bin ich voll bei dir. Mein Lieblingsphilosoph ist Socrates, der sagte:

Ich weiß, dass ich Nichts weiß.

Seit ich diesen Spruch beherzige bin ich Kritischer und aber auch Wissender geworden.

gefolgt was Glauben und Religionen und einen theistischen Gott betrifft.

Giordano Bruno, der mit großem Staunen ins Weltall blickte und feststellte.

Das Universum ist unendlich, also ist alles unendlich, auch Gott, wenn Gott aber unendlich ist, dann muss er überall in Jedem und Allem sein. Er schloss daraus, dass es keinen persönlichen Gott geben kann. Ein revolutionärer Denkansatz, der so stimmig ist, dass er mich immer wieder verblüfft, wie simpel die Welt und Gott eigentlich ist.

Es braucht dazu keine 900 seitige Bibel mit zum Teil völlig unverständlichen Texte, die eh keiner liest, aber jeder sich darauf beruft, der irgendwas erreichen will.

E}hemaliger Nxutzerg (#3536A55)


Die Bibel ist doch schön.

"Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter" (Kol 3,18)

"Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. Denn zuerst wurde Adam erschaffen, dann Eva. Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gebot." (1 Tim 2,11-14)

"Von einer Frau nahm die Sünde ihren Anfang, ihretwegen müssen wir alle sterben." (Sir 25,24)

Also ich find's gut. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich ein Mann bin. Es ist ganz klar GOTTES WORT. Daher: Schafft die Frauenquote ab! Wir brauchen keine nervigen Weiber, die uns belehren. Die sollen lieber zuhause bleiben, die Klappe halten und Essen kochen.

E{hemadlige$r Nutz&er (#3y53x655)


Ach ne. Ich habe wohl übersehen, dass Frau nur eine Metapher ist. Ach.. Ich Blödkopf. Wie konnte ich das nur übersehen..?

Lnov,Hus


müssen wir alle sterben

Und ich fragte mich schon, ob ich gerade im falschen Film gelandet bin o:) .

Hat schon mal jemand nachgerechnet, wieviele Sklaven heute ein durchschnittlicher Haushalt beschäftigen müsste, um die Arbeit verrichtet zu bekommen, die aus der Steckdose kommt? Ich frage mich diese Frage immer, wenn ich mal wieder merke, dass ich an heutigen Maßstäben das Leben vor der industriellen und sonstigen Revolution messe.

Wofür die Gebotsüberschreitung von Eva auch stand, was immer sie verführt hat, die Männer von heute sind dabei, gleichzuziehen. Und wenn es dann kein drittes Testament gibt, dann war's das mit der Menschheit.

MRann0x42


@ Richard61,

du hast's ja immer mit deinem persönlichen Gott, bzw. gerade nicht, dass es den nicht gibt.

Mein Gott ist reines Bewußtsein (oder wie schon öfters hier geschrieben und von Michael König übernommen: ELI = Energie, Liebe, Information), der wie bei dir in allem ist, was ist. Aber er kann durchaus ganz gezielt zu einzelnen Menschen oder Menschengruppen sprechen. Und er könnte, wenn er denn wollte eine Gestalt annehmen, die aussieht wie ein Mensch. Also, wenn er denn wollte.

Was wäre denn dass für ein Gott deiner Meinung nach. Müßte ich den als persönlichen Gott betrachten oder nicht?

LlovHsus


Was wäre denn das für ein Gott deiner Meinung nach.

Der Theologe Prof. Matthias Kroeger spricht von [[http://www.ev-akademiker.de/fileadmin/user_upload/Pfalz-Saar/ergebnisKroegmitHVZ19211_01.pdf nicht-personaler Gottesvorstellung]], das einen aber sehr wohl persönlich ansprechen kann.

RDichEardx61


Die Abhandlung über den nicht personalen Gott finde ich stimmig , muss sie aber noch genauer lesen.

@ Mann042

Der Pantheismus ist ein abstrakter Glaube, der für jeden Menschen viele subjektive Freiheiten lässt. Dadurch dass man als Mensch eh nur einen winzigen Teil "Gottes" zu verstehen imstande ist, sollte man Gott so persönlich wie möglich erfahren, denn dann bringt einem der Glaube am meisten (und somit auch wieder der Gesamtheit!)

Der Pantheismus ist keine Glaubensgemeinschaft, man ist an nichts gebunden - nur an dem Gedanken, dass "Gott" nicht eine Person ist, sondern das alles zusammengenommen, was überhaupt existiert, Gott ist. Der Pantheismus maßt es sich nicht an, "Gott" mit einem Menschen zu vergleichen. Er lässt es offen, sich ein Weltbild vollständig auszumalen. Er ist eher ein Ansatz zum eigenständigen Denken, zum verantwortungsvollem Handeln und eine Grundhaltung zum Leben.

Pantheismus wird nicht gelehrt oder findet sich in Gruppen zusammen oder werden Versammlungsräume gemietet. Es ist eine Anleitung zum freigeistigen Leben und Denken. Ohne Zwänge von irgendwelchen Glaubensgemeinschaften.

Für mich ist es eine Anleitung zum freien Denken, zum Ergründen von Dingen die mir in meinem alten Glauben beigebracht wurden. Spannende Dinge wie die Evolution, Astronomie , Anatomie, und Philosophie. Alle diese Dinge sind hundertmal spannender als die Bibel für mich.

EmhemaPlige1r Nutzer (x#531921)


Dennoch ist der Pantheismus ein Glaubenskonstrukt und lässt keinen Erkenntnisgewinn auf die äußere Realität zu. Pantheismus kann man, so wie Du es beschreibst, bestenfalls als Mentaltechnik betrachten, was ich solange für akzeptabel halte, solange man sich dessen auch bewußt ist.

Natur als Teil eines göttlichen Ganzen ist einfach zu störanfällig, um als Welterklärungsformel herzuhalten.

Krieg , Schmerz, Gendefekte, Kanibalismus, Tod durch Fressfeinde, Hass und Folter wären logischerweise demnach ja auch Teil dieses pantheistischen Gottesprinzips.

Ein möglicher Einwand Krieg , Folter als Menschgemacht und daher nicht göttlich abzutun , wäre unlogisch, da

1. ähnliche Phänomene auch im sonstigen Tierreich zu beobachten sind, und

2. der Mensch und seine unterschiedlichen Verhaltensformen ganz klar Teil dieser Natur sind und nicht als von der Natur abgekoppelte Wesen betrachtet werden können.

Grausamkeiten aller Art wären demnach entweder Teil eines pantheistischen Gottesbildes, was den meisten Religionsanhängern als unakzeptabel erscheint, oder der Pantheismus in seiner Ausführung als quasi "Religion-Light" funktioniert eben nicht.

Fazit:

Wer sich Elemente verschiedener Religionen als Mentaltechniken zunutze machen möchte, kann dieses tun und wird dabei auch sicher positive Effekte für sich und auch Andere bemerken.

Soweit so gut:

Wichtig finde ich nur hierbei, daß man sich bewußt macht, daß es sich "nur" um Mentaltechniken handelt. Mentaltechniken erklären nicht die Welt, Mentaltechniken verändern die Sicht auf die Welt.

Beispiel für eine andere aber ebenso funktionierende Technik, wie sie der Mentalist und selbsternannte Wundermacher Jan Becker beschreibt:

Man solle sich , so Becker, vorstellen , man sei ein Engel mit großen weißen Flügeln. Menschen , denen man begegne und mit seinen imaginären flügeln streife, würden so inspiriert und würden einen sofort anders wahrnehmen

Als Mentaltechnik durchaus wert, es auszuprobieren, aber wer es zu ernst nimmt und als real betrachtet wird ein Problem haben.

Zurüch zum Thema "Leben nach dem Tod" heißt das also:

Wer den tröstlichen Gedanken an ein Leben nach dem Tod braucht, der soll ihn halt haben. Der Verlust von Angehörigen erscheint so wohl leichter. (Ehrlich gesagt, ich bezweifele das.)

Aber ich halte es für ausgeschlossen, daß es ein Leben nach dem Tod gibt.

I>ceLKady_x50


Ich wiederhole mich, aber ich frage dann auch Dich:

Woher kommen dann die Informationen, die ich bekomme?

Und bitte - keine Thesen, die auf einer Persönlichkeitsstörung oder Lügen basieren.

s$enszibLeclmaxn


Ein möglicher Einwand Krieg , Folter als Menschgemacht und daher nicht göttlich abzutun , wäre unlogisch, da

1. ähnliche Phänomene auch im sonstigen Tierreich zu beobachten sind, und

2. der Mensch und seine unterschiedlichen Verhaltensformen ganz klar Teil dieser Natur sind und nicht als von der Natur abgekoppelte Wesen betrachtet werden können.

Warum kann eine Intelligenz nicht etwas konzipieren, das einen eigenen Willen hat (das bedeutet, eigene Entscheidungen in einem wenig einschränkenden Rahmen treffen zu können)?

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