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Was kommt nach dem Tod?

I[cQeLady?_k50


Ok, verstehe... Du möchtest es konkreter, meine Postings beinhalten für Dich zu wenig Greifbares. Dabei solltest Du bedenken, dass ich einerseits hier keine intimen Details von Klienten preisgeben werde und zum anderen komme ich nicht in das Thema geschossen und predige das Evangelium.

Gerne gebe ich Beispiele, um klarmachen zu können, um was es mir geht.

Menschenkenntnis nutzt mir in einer Sitzung recht wenig. Gut, ich schaue mir den Klienten an und wenn ich glaube, psychiatrische Probleme zu erkennen, lehne ich eine Sitzung ab, das schon. Ebenso, wenn Erwartungen an mich gestellt werden, die ich nicht erfüllen kann oder möchte.

Nehmen wir ein neutrales Beispiel. Mir gegenüber sitzt eine Dame, die Klientin. Neben ihr sehe ich eine Person, die ich beschreibe. Haarfarbe, Größe, Statur (im Sinne von Figur) und damit verbunden auch Charakter - die Person macht einen elitären, sehr damenhaften und eleganten Eindruck. Anschließend kommen noch Informationen bzgl. des Charakters.

Die Klientin sieht optisch komplett anders aus. Größe, Statur, Kleidung, Gesicht... alles völlig anders - ein Herleiten also nicht möglich. Die Klienten ist sehr berührt und sagt, dass es sich um ihre Mutter handelt. Die Mutter nennt das Wort "Ring" und dass ich unbedingt danach fragen soll - und das sehr drängend, es sei wichtig.

Die Klientin greift wortlos in ihre Handtasche, holt einen Cartier-Ring hervor und sagt, dass sie diesen immer bei sich hat, aber nie trägt, weil sie glaubte, dass er ihr nicht stünde (sie ist vom Typus her eben ganz anders).

Niemand wusste, dass sie diesen Ring bei sich trägt, ihren eigenen Aussagen nach.

Frage: woher kommen diese konkreten Informationen, wenn nicht von der verstorbenen Person?

IDce!Ladxy_50


Da ich Dir aber eben nicht glaube, scheitert der Austausch nach Deinen Regeln natürlich grundsätzlich.

Wieso nach meinen Regeln?

Wenn man sich über ein Thema unterhält und der eine den anderen wissentlich belügt, ist dann nicht jede Diskussion über jedwedes Thema hinfällig?

sBenosibeElman


Nur weil man kulturell die Vorstellung vermittelt bekam, eine imaterielle Seele wohne in unserem physischen Körper, bedeutet es noch lange nicht, dass es so ist.

Derartigen Vorwürfen gegenüber bin ich ziemlich immun. Ich bin in einer DDR-Kultur aufgewachsen, in der Marx und sein Materialismus gelehrt wurde (von der Schule bis zum Studium)- und ja- ich habe in allen Fächern- auch in Politischer Ökonomie (des Marxismus) und im Wissenschaftlichen Kommunismus mit "sehr gut" abgeschlossen. Meine Eltern waren Mitglied der SED. Von Kulturen mit "immaterieller Seele" war ich historisch weit entfernt- und ich hatte mit Kirche und Glauben wahrlich nichts am Hut.

Ich bin nicht derjenige, der behauptet, zu wissen wie es ist- schon allein aus wissenschaftlicher Sicht muss ich sagen, dass ich das nicht wissen kann- deswegen bin ich diesbezüglich auf der Ebene des Glaubens, auf der Ebene der Spekulation. Zumal ich meine Erfahrungen nicht reproduzierbar für andere Menschen vermitteln kann.

Wer behauptet, es könne kein immaterielles Bewusstsein geben (materiell im Sinne von Körpern, wie Mensch sie wahrnehmen kann), begibt sich auf unwissenschaftliches Glatteis, weil er keinerlei Nachweise erbringen kann. Es ist prädikatenlogisch falsch, aus "Es gibt" zu schließen: ==> "für alle gilt" .

Und halt: Ich kann durchaus meine Gedankeninhalte per Radiowellen auf die Reise schicken- dann sind sie von meinem Gehirn ungebunden im Raum- als elektromagnetische Welle (und sie wären bei fähigem Empfänger sogar wiederabrufbar)- oder willst du behaupten, meine Gedanken in Form der Radiowellen verschwinden wenn ich kurz danach (nach menschlichem Ermessen) sterben sollte? Und ja- das ist selbst unter bekannten physikalischen Phänomenen machbar.

RQichtard6]1


Wenn schon ein Schlag auf den Kopf oder ein paar läppische Toxine das Bewußtsein vorübergehend lahmlegen, wie soll dann ein cerebraler Totalausfall das Bewußtsein erhalten?

Ein durchaus schlagendes Argument. So robust kann die Seele / Bewusstsein nicht sein, wenn man sie nach 10 Bier verliert, aufwacht und nichts mehr weiß.

Oder ein Mensch im Koma mit schwerer Hirnverletzung (z.B. Schuhmacher oder Deckarm). Deckarm wachte nach Monaten wieder auf und wusste gar nichts, von der Zeit. Kann man mit diesem Menschen in dieser Zeit Kontakt aufnehmen, spürt er seine Seele/Bewusstsein nicht mehr, aber irgend ein Medium (z.B. Icelady) kann trotzdem Kontakt aufnehmen.

Die Logik aus diesen Gegebenheiten sagen mir , dass die Zeit nach dem Tod gleich wie die Zeit vor der Geburt/Zeugung ist. Von daher braucht man keine Angst um die Zeit nach dem Tod haben. Es ist ein Kreislauf aus dem wir auftauchen und wieder eintauchen. Vielleicht tauchen wir wieder auf in evt. Milliarden von Jahren die uns vorkommen werden wie eine Sekunde.

ECva Rxella


Das dämpft die Angst vor dem Tod generell keineswegs. Denn das Ausgelöschtsein des Ichs für ewige Zeiten ist es, was den meisten solch ein Entsetzen verursacht.

Erst wenn man versteht, dass dieses ausgelöschte Sein keine Ähnlichkeit mehr mit dem heutigen, an das ICH gebundene Dasein hat, kann sich diese Angst lösen.

Was sich nicht lösen kann, ist die Ungewissheit. Denn bei allem was uns unser schlauer Geist einflüstern will - die letzte Gewissheit, ob nicht doch "noch etwas kommt", kann uns niemand nehmen.

Dass das Gehirn tot und nicht mehr existent ist, ist jedenfalls kein endgültiger Beweis dafür oder dagegen, auch wenn die größten Ängstler - die Wissenschafts-Gläubigen - das noch so oft anführen (um sich selbst zu überzeugen ]:D )

EXva R[ella


Und für die Skeptiker: VOR unserer Geburt war auch kein Anzeichen dafür, dass wir mal existieren würden in unserer heutigen Form … dennoch wurden wir in diese Existenz hinein geschleudert, ungebeten, ungefragt.

Dass es uns nicht mal wieder so gehen wird, ist keineswegs gesichert.

R$icshardV61


auch wenn die größten Ängstler - die Wissenschafts-Gläubigen - das noch so oft anführen

Also ich habe die Angst vor dem Tod durch meine Wissenschaftsgläubigkeit verloren.

Ich denke die größte Angst vor dem Tod haben die Gläubigen, sie Vertrauen in ihrer Angst auf tausende Religionen mit tausenden von Göttern die ihnen ein Leben nach dem Tod versprechen, dafür sind sie bereit sich in die Luft zu sprengen zu morden zu versklaven zu unterdrücken.

Sich selbst diese Angst vor dem Tod zu nehmen, indem ich an Heilsversprechen oder ein altes Buch glaube ist sehr einfach.

Sich zu lösen von seinem Glauben und zu erkennen , das es Schwachsinn ist, das ist ungleich schwerer. Goethe , Kant, Einstein und viele andere haben dies so getan.

E7va. Rellxa


Sich zu lösen von seinem Glauben und zu erkennen , das es Schwachsinn ist, das ist ungleich schwerer.

Richard61

Findest DU. Andere sagen das Gegenteil.

Goethe , Kant, Einstein und viele andere haben dies so getan.

Sagst DU. Andere sehen diese anders.

Nix Genaues woaß ma ned. ]:D

ETva 'Relxla


Mich wundert wirklich diese Besessenheit bezüglich der Richtigkeit der eigenen Überzeugung, eingeschlossen der Wunsch, andere davon ebenfalls davon zu überzeugen.

Nicht erkannt wird anscheinend: Jede Art von gedanklichem Gebäude kann eben nur das sein: Ein Gedanken-Gebäude, das, je nachdem was ihm begegnet, anfällig ist gegen Erschütterungen.

Wer im Brustton der Überzeugung sagt. Das IST so, weil ICH es geprüft habe und nun MEINE Gedanken der reinen Wahrheit entsprechen, irrt. Ganz einfach: Er irrt.

E%hemaleiger: Nuttzer (#W531921)


Das dämpft die Angst vor dem Tod generell keineswegs. Denn das Ausgelöschtsein des Ichs für ewige Zeiten ist es, was den meisten solch ein Entsetzen verursacht.

Macht ja auch Sinn. Ein waches Bewußtsein ist ein Überlebensvorteil.

Also ich habe die Angst vor dem Tod durch meine Wissenschaftsgläubigkeit verloren.

Geht mir auch so. Es ist der Prozess des Sterbens und der möglichen Umstände des Sterbens, die mir Angst machen . Der Tod selbst lässt mich kalt. ;-) Und vor allem , ich habe angst vor dem Tod anderer.

Mein Lieblingszitat:

"Den eigenen tod, den stirbt man nur, mit dem Tod Anderer muß man leben."

Ich sehe Bewußtsein als einen schmalen Focus auf die Welt, das meiste was unser Gehirn wahrnimmt, verarbeitet es eh abseits des Bewußtseins.

Bewußtsein erscheint mir daher eher mehr ein fragiles cerebrales Konstrukt zu sein, als ein universales Prinzip.

Interessant hierbei und für jeden einfach zu nachzuvollziehen: Beispiele Ohnmacht oder Schlaf:

Wer erinnert sich ans Einschlafen oder daran in Ohnmacht zu fallen. Man erinnert sich doch immer nur ans Wiedererwachen., nie aber genau an den Moment als man tatsächlich das Bewußtsein verlohr.

Die Logik aus diesen Gegebenheiten sagen mir , dass die Zeit nach dem Tod gleich wie die Zeit vor der Geburt/Zeugung ist. Von daher braucht man keine Angst um die Zeit nach dem Tod haben.

Da scheint was Wahres dran zu sein ;-)

Nocheinmal:

Denn das Ausgelöschtsein des Ichs für ewige Zeiten ist es, was den meisten solch ein Entsetzen verursacht.

Keine angst Du wirst es prinzipbedingt nicht bemerken. Es ist ein Zustand ohne Erfahrung, was es einem Lebenden unmöglich macht, sich vorzustellen.

Nebenbeibemerkt sehe ich ein ähnliches kognitives Problem in der Kosmologie, wenn es um die Prozesse in einem "Schwarzen Loch" geht. Auch hier haben wir es sehr wahrscheinlich auf grund der Gravitation mit einem Totalverlust ALLER Informationen zu tun.

Auch der Tod ist also der subjektive Totalverlust aller Informationen. Aller Informationen heißt eben auch aller Informationen, was impliziert daß die Information über den Verlust von Informationen selbst auch verlohren ist. Alles klar? ;-)

Als moralisch Schlußfolgerung sehe ich daraus die dringlichkeit sein Leben möglichst sinnvoll zu gestalten. Wer etwas der Nachwelt hinterlassen will, kann das nur vollkomen altruistisch tun, man selbst hat Keinen ewigen Vorteil aus seinem Tun. Egoismus ist demnach sinnlos.

E;va xRexlla


Auch der Tod ist also der subjektive Totalverlust aller Informationen. Aller Informationen heißt eben auch aller Informationen, was impliziert daß die Information über den Verlust von Informationen selbst auch verlohren ist. Alles klar? ;-)

Soweit war es mir das schon vorher. Ich kenne diesen klugen Satz: Solange du lebst, ist der Tod nicht da - wenn der Tod da ist, bist du nicht mehr da.

Was impliziert, dass auch der Denker, der über sein Nicht-mehr-da-Sein reflektieren könnte und damit dann den Schmerz darüber erleben würde, nicht mehr da ist und dies weder denken noch fühlen kann.

Nur - sooo sicher ist das keineswegs. Denn die Logik sagt uns auch, wir können im Schlaf während eines Traums nicht willentlich und bewusst reflektieren usw. und dennoch, wie jeder weiß, kann ein Traum vom "Erleben" her realer sein als der Wachzustand. Der Schlaf wurde von altersher nicht umsonst als "kleiner Bruder des Todes" bezeichnet.

Bewusstlosigkeit erleben auch nicht alle Menschen gleich.

Mich dünkt, wir haben keine Ahnung, was NOCH alles im Bereich der unbewussten Energien existieren kann.

Exhemalige*rr Nutozer (#531<921x)


Ich würde einen Traum auch nicht als Zustand kompleet "ohne Bewußtsein" bezeichnen. Auch ist ja das , was Bewußtsein generiert ja noch da , nämlich das Gehirn.

Die Forschung hat erkannt nur einen kleinen Teil der äußeren Welt "beleuchtet" . So wie der Lichtstrahl einer Taschenlampe im Dunkeln. Der Großteil deiner Gehirnaktivität erfolgt abseits des Bewußtseins.

ETva Rexlla


Klar ist beim Träumen das Gehirn noch vorhanden. In unserem Bewusstsein ist es das bzw. in der Realität, die wir in der Lage sind, wahrzunehmen mit unseren jetzigen Sinnesorganen. Es ist ja auch nur eine Analogie.

Wenn wir kein Gehirn mehr haben, ist das jetzige Denken und Reflektieren nicht mehr möglich, darüber sind wir uns einig. Aber was "erhalten" wir vielleicht DANN?

Wir haben vor unserer Geburt schließlich auch nicht "gewusst", dass wir mal mit einem denkenden Gehirn ausgestattet sein würden, für rund 90 "Menschenjahre".

Wer sagt uns, dass wir nicht JETZT "vor der Geburt" sind? Einer anderen in einer ganz anderen, jetzt nicht vorstellbaren Existenz?

Der Tod als Durchgangsphänomen in eine unbekannte, unvorstellbare "Welt" - so wurde das schon von Alters her gesehen. Vielleicht waren die Alten ja nicht so wissenschaftsgeblendet und daher weiser als wir heutigen Alleswisser?

T|äonzder4x6


Oder ein Mensch im Koma mit schwerer Hirnverletzung (z.B. Schuhmacher oder Deckarm). Deckarm wachte nach Monaten wieder auf und wusste gar nichts, von der Zeit. Kann man mit diesem Menschen in dieser Zeit Kontakt aufnehmen, spürt er seine Seele/Bewusstsein nicht mehr, aber irgend ein Medium (z.B. Icelady) kann trotzdem Kontakt aufnehmen.

@ Icelady:

hast du den Kontakt mit Koma-Patienten wirklich schon einmal hergestellt? Dann würde mich interessieren, ob nach dem Erwachen aus dem Koma bei dem Patienten entsprechende Erinnerungen daran vorhanden sind und diese sich mit dem von dir Erspürten übereinstimmten.

K1risIenswtaxb


@ Eva Rella

Es ist nicht deine Schuld, dass man in unseren Schulen nichts von den Ergebnissen der Hirnforschung zu hören bekommt. Allerdings wissen wir doch aus der Schule, dass unsere Altvordern von den Ägyptern, den frühen Christen bis zu den Moslems, ein ganz klares Bild von "deiner" unbekannten, unvorstellbaren Welt hatten und haben!??? Nur hatten sie keinen Zugang zu den Erkenntnissen der Neurophilosophie und der anderen Neurowissenschaften: "Das, was du "Bewusstsein" nennst, ist nichts anderes als Reflexion deiner Sinneseindrücke. Davon gelangt nur ein Bruchteil in dein "Bewusstsein" aus dem übergroßen Rest speist sich dein Unterbewusstsein und kreiert und kombiniert daraus Emotionen, Intuition und u.a. unsere Träume." Alles längst erforscht und bewiesen. Es gibt nichts in deinen Gedanken, was nicht über die Sinnesorgane von außen in dich hineingelegt wurde (du kannst dann nur reflektieren und evtl. neu kombinieren) und wenn dir ein Gedanke "bewusst" wird, ist er längst gedacht! Ein "Bewusstsein" im herkömmlichen Sinn gibt es also nicht! Dazu kommt noch, dass alle Ereignisse eines Lebens determiniert sind ... usw.

Giovanni Frazzetto: "Wenn ich auf einer Party gefragt werde, was ich von Beruf bin, sage ich: "Neurowissenschaftler." Das sorgt regelmäßig für großes Hallo. "Ach, das ist ja spannend! Was genau erforschen Sie denn?" Antworte ich dann wahrheitsgemäß: "Emotionen", gibt es für mein Gegenüber oft kein Halten mehr. Je nachdem, mit wem ich es zu tun habe, höre ich typischerweise Fragen wie diese:

- "Ich kann meine Gefühle manchmal schwer in Schach halten. Hat das etwas damit zu tun, wie mein Hirn verdrahtet ist?"

- "Gibt es ein Medikament, mit dem man böse ­Erinnerungen löschen kann?" …

Was es heißt zu fühlen: Emotionen und Leidenschaften bestimmen unser Leben. Gleichzeitig glauben viele Zeitgenossen, dass der Blick ins Gehirn auch diese intime Seite des Menschseins erklärbar mache.

Nicht nur deshalb ist es müßig, auf komplexen Forschungsgebieten, nach einfachen Formeln zu suchen.

zzz

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