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Was kommt nach dem Tod?

Rkich:ardx61


was dieses Todeserleben mit unserem Leben ausmacht, welche weiteren Formen des Todeserlebens es gibt und wie diese sich wiederum auswirken.

Erleben ??? Wie soll jemand den Tod erleben und dann darüber berichten ???

Du meinst wahrscheinlich den Umgang mit dem eigenen Tod im derzeitigen Leben.

Für meinen Teil gehe ich damit recht pragmatisch um. Was danach kommt weiß niemand. Ich bemühe mich so zu leben, dass mir niemand auf den Grabstein pinkelt.

Anders formuliert, ich bemühe mich in ausgewogenem Masse ein guter Mensch zu sein.

E)va bRelxla


Eben, Du "gehst um" damit, auf Deine Weise. Und jeder auf seine. Weder ist eine besser noch eine schlechter als die andere. Wo wir suchen und voneinander übernehmen können, da hat es Wert.

Smchoko3lad~e8x5


Ich finde es etwas schade, dass diese Diskussionsrichtung so wenig Unterstützung findet.

Das mag unter anderem an der Frage im Titel liegen, die eine andere Richtung als deine vorgeschlagene andeutet ;-)

Lao)vHuxs


die eine andere Richtung als deine vorgeschlagene andeutet

Als wäre diese Richtung jene, die tatsächlich diskutiert wird ;-) :=o .

L1ovHuxs


die eine andere Richtung als deine vorgeschlagene andeutet

Ich habe gerade nochmal nachgeschaut. Warum die von mir vorgeschlagene Richtung besser zum Thema passt als wenn die medizinische Definition von Tod - der, der nicht erlebt werden kann - zugrunde gelegt wird, habe ich schon in verschiedenen Beiträgen Mitte Oktober [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/686403/21137394/ zum Beispiel am 14.10.]] begründet. Inzwischen ist noch IceLady dazu gekommen, also als dritten Bereich das mediale Erleben.

mfm3x5


[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/686403/21247953/]]

Oochnurmann:

"Sicher, die Tatsache, daß ein SOLL-Wert existiert ist selbst ein IST-Wert. Auch ist es in der Natur der Sache, daß der Mensch den IST-Wert der ihn umgebenen Welt, seinem SOLL-Wert anzupassen versucht.

Es ist aber darauf zu achten, daß hier nichts durcheinander gerät. Der SOLL-Wert unseres moralischen Menschens gilt allein für ihn, und ist daher nicht zwingend gleich dem IST-Wert der ihn umgebenen Natur.

Von daher ist die Sehnsucht nach einem Leben nach dem Tod (SOLL-Wert) nicht gleich der Garant, daß ein Leben nach dem Tod wirklich existiert (IST-Wert).

Die Aussage "Es muß etwas wahr sein , weil ich es für moralisch richtig halte, daß es wahr ist" , ist ebenso ungültig wie die bekannte Aussage "//Es kann nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf"

JA Die Sehnsucht nach ein Leben nach dem Tod ist eine moralische Forderung auf ausgleichende Gerechtigkeit in einem Leben nach dem Tod, - wie immer das auch ausschauen mag. Ich stimme Dir zu, Die Sehnsucht und die moralischen Forderungen sagen nichts über das tatsächliche Leben nach dem Tod aus, - wie es ausschaut und ob es überhaupt eines gibt, ob Gott dabei ist oder nicht.

Angesichts des Megatods, des ungeheuren großen Leids, des Ausraubens und Vernichtens der Völker: für die Juden haben sich in Deutschland und Europa die Tore der Hölle aufgemacht, - derzeit werden die Christen im Orient ausgerottet, - die Staatenbildung Südosteuropas hat 200 Millonen Moslems das Leben gekostet, - die Atomdrohung......

Aber auch der Minitod, - das Kind, das der Mutter aus dem Leib geschnitten wird, - der Krebs, der elendiglich Deinen Hals zerfrisst, - der Soldat (im Berufsleben vielleicht ein Physiker), der vom "Feind" vergast wird.

Uns Menschen ist das Gerechtigkeitsgefühl eingeschrieben. Ich tu mir schwer mit dem Gedanken, es gäbe keinen Ausgleich der Taten nach dem Tod. Das ist Camus absurder Mythos von Sisyphos. Als Christ tu ich mir da leichter. Für das, was an Schlimmem passiert und auch die Menschen bis zum Tod gegeneinender antun, da wird es viele Freuden brauchen um das auszugleichen.

Freilich ist das Gerechtigkeitsgefühl ist kein Beweis, eher ein starker Hinweis auf ein Leben nach dem Tod.

Bertrand Russell findet das Gesagte ein merkwürdiges Argument.(in: "Warum ich kein Christ bin") Er denkt, ein Christengott ist nach Christenmeinung nützlich, um Gerechtigkeit auf die Welt zu bringen. Dahinter und in seiner ganzen "Aufklärungs"-agitation steckt bei ihm die schwachsinnige und unhistorische Optik, Gott sei ein Erfinder, ein Heimwerker, mischt sich in die Welt ein und wird unflätig beschimpft ("allmächtig!"), wenn die alte Dame am Weg zur Kirche sich ein Bein bricht. Es war der Weg nicht gestreut worden.

Es ist zweckmäßig an das Leben im Leben und zum Leben nach dem Tod zu glauben, dessen Verheissungen und der Erlösung von der Erdenschwere. Vorausetzung ist, er würde den Stein des Sisyphos wälzen, als Wissenschaftler etwa, - und dabei wie camus sagt: Wir müüsen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen.

E}hemtalige$r Nutz4er (#531921)


@ LovHus:

Ich gebe zu, daß ich an Deinen Ausführungen etwas schwer zu knabbern habe. %:|

Ich glaube aber, Daß Du mich in einem wesentlichem Punkt mißverstanden hast. Mein benutzter Begriff "höhere Macht" ist nicht mein Begriff. Ich hatte ihn sozusagen zitiert oder auch entlehnt. Dieser Begriff wird eben häufig so gebraucht von jenen Menschen, die religiös sind oder die eine esotherische Sicht auf die Welt bevorzugen. Darum hatte ich in meiner Korrektur das auch extra noch ein mal in "Gänsefüßchen" gefasst. Ich würde diesen Begriff selbst tatsächlich nicht gebrauchen.

@ mm35

Man könnte das so verallgemeinern, daß viele Menschen glauben, um das Unerträgliche erträglich zu machen.

Diese Entscheidung ist somit als rein subjektive Begründung unkritisierbar.

Somit ist die Zweckmäßigkeit des Glaubens aber ein individueller Einzelfall. Die Mehrheit der Menschen hält es wohl für zweckmässig, wobei ich persönlich nicht glaube , daß die Mehrheit der Gläubigen wirklich je die Wahl hatte, sich für ein Leben ohne Religion zu entscheiden.

Freilich ist das Gerechtigkeitsgefühl ist kein Beweis, eher ein starker Hinweis auf ein Leben nach dem Tod.

Da widersprech ich Dir noch immer. Ich sehe dadurch noch nicht einmal einen schwachen Hinweis.

Ein Gerechtigkeitsgefühl ist aber oft einer der vielen Gründe für die Sehnsucht nach einem Leben nach dem Tod.

LhovHxus


Oochnurmann

Mein benutzter Begriff "höhere Macht" ist nicht mein Begriff.

Ja, das ist mir klar. Du hast, korrigier mich, jenen, die diesen Begriff benutzen, unterstellt, sie würden damit einen Gegenstand benennen, der wissenschaftlicher Untersuchung zugänglich wäre. Aus dieser Unterstellung heraus werden dann so unpassende Fragen gestellt, wie die Frage nach dem Beweis für so eine Macht. randi.org hat dafür sogar einen Preis ausgelobt.

Ich kann dir diese Unterstellung auch gar nicht vorwerfen, schließlich bedienen sich jene, die von höherer Macht sprechen, selber häufig entsprechend gegenständlicher Sprache, die diese Unterstellung förmlich suggeriert. Weil wir halt gelernt haben, in diesen Kategorien zu denken.

Deshalb schrieb ich, dass ich bei entsprechenden Äußerungen sehr vorsichtig und sehr verzeihend bin. Aber ich treffe die Unterscheidung sehr deutlich (hoffe ich jedenfalls).

Darf ich ein Beispiel geben? Was kann "Allmacht Gottes" sinnvollerweise meinen? Es kann sinnvollerweise NICHT meinen, was häufig unterstellt wird: Da ist ein postuliertes Etwas, das aber noch nie jemand gesehen hat, und das hat als definierende Eigenschaft die Allmacht. Und Allmacht heißt, seine Handlungsfähigkeit ist unbegrenzt. Sowas ist natürlich Quatsch - der Widerspruch "er schafft einen Stein, der so schwer ist, dass er ihn nicht hochheben kann" kommt sofort in den Sinn. Wenn man aber von der begrenzten Macht des Menschen ausgeht und seine Begrenzung darin sieht, dass er die Welt immer nur aus seiner Erlebniswirklichkeit sehen kann und es so viele Erlebniswirklichkeiten gibt, wie Menschen und diese oft sehr weit auseinanderklaffend, wenn ferner klar ist, dass jeder Mensch Bedeutungen auf der Basis seiner subjektiven Erlebniswirklichkeit bildet und damit Kausalketten in Gang setzt, die oft ziemlich übel ausgehen, manchmal erst auf sehr lange Sicht, dann wird überdeutlich, dass die Welt, die unsere Heimat ist, von nichts herrühren kann, das in diesem begrenzenden Sinne menschlich ist. Wenn man ferner davon ausgeht, dass alles, was der Mensch an sich erlebt auch in dieser Heimat angelegt ist, dann wird man vielleicht verwerfen, dass der Mensch das einzige wollende Wesen in einem ansonsten willenlosen, zufälligen Universum ist. So entsteht die Unterscheidung zwischen Schöpfer und Schöpfung und die Allmacht des Schöpfers spiegelt sich in einer Kausalkette wieder, die über Jahrmilliarden uns wollenden, strebenden Menschen eine Heimat geschaffen hat. Die Evolution wäre dann der irdisch-biologische Aspekt der Allmacht Gottes - nicht in ihrer wissenschaftlich zugänglichen, objektiven Entwicklung, sondern in ihrer subjektiven Bedeutung für den Menschen, der die genannten Unterscheidungen bei seinem Blick auf die Welt getroffen hat.

Ich gebe zu, daß ich an Deinen Ausführungen etwas schwer zu knabbern habe.

Wenn du das schon sagst, dann habe ich noch viel Arbeit vor mir. Es kann daran liegen, dass ich es noch nicht schaffe, so klar zu schreiben, wie es nötig ist, es kann auch daran liegen, dass dir diese Gedanken so fern liegen, weil sie quer zu deinen sehr klaren Denkgewohnheiten liegen. Ich würde aber ausschließen, dass ich rein subjektiv geschrieben habe. Da berufe ich mich auf deine Ausführungen über den rechten und falschen Gebrauch des Toleranzbegriffs :-D .

BaenibtsaBx.


Nettes Buch:

Das 2. Leben des Billy Fingers, ein Bericht aus dem Jenseits.

Wwecird


@ Eva Rella

Deine These ist fraglich, ich hab hier meine Meinung gesagt, ob wer was anderes denkt, ist mir relativ egal.

@ LovHus

Zur Zeit denke ich an einem ähnlichen, uralten Problem nach. Eine sehr interessante Frage, wie fassbar die Umwelt des Menschen für ihn ist. Leider kaum Zeit mich mit ernsthafter Literatur dazu zu beschäftigen.

MgannR04x2


Schließe mich dir an BenitaB.. Aber man muß auch den Mut und das Interesse haben es zu lesen.

Lfov\Hus


Aber man muß auch den Mut und das Interesse haben es zu lesen.

Man darf sich vor allem nicht an dem Gedanken stören, dass das alles nur ausgedacht ist.

E4va RQellxa


Deine These ist fraglich, ich hab hier meine Meinung gesagt, ob wer was anderes denkt, ist mir relativ egal.

Welche These? Natürlich ist "Meinung sagen" okay, das ist ja der Sinn von Diskussionen, ich mach auch nichts anderes. ":/ Bloß sie 100x unverändert durchzurühren, das scheint mir seltsam, selbst wenn es nur darum gehen soll, andere von der eigenen zu überzeugen.

v_anil4la7x2


@ Eva Rella:

Es geht nicht um das Überzeugen. Es geht erst mal darum zu verstehen, was der Andere überhaupt meint.

LXovfHus


Es geht erst mal darum zu verstehen, was der Andere überhaupt meint.

:)= :)^ . "Ich weiß, was du meinst" ist in dieser Beziehung der Killer schlechthin ]:D .

Apropos, hast du inzwischen verstanden, was ich mit "Inquisition" gemeint habe? ;-)

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