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Was kommt nach dem Tod?

R'ichCardb61


@ Morning Star,

soweit war ich auch schon ein unendliches Feld der Überlegungen tut sich da auf.

Das Universum dehnt sich unendlich aus , das ist auch umstritten, könnte irgendwann sein, daß es sich irgendwann wieder zusammenzieht um dann in einem Urknall erneut zu explodieren. Vielleicht gab es schon etliche Urknalle ?

Um auf der Erde zu bleiben, die noch eine Weile existieren wird, ist die Vorstellung, dass wir in unsere Bestandteile bis hin zu Atomen verfallen richtig.

Das sich diese Atome alle wieder so zusammenfinden, daß wir nochmal genau gleich existieren sei es erst in 100ten Millionen Jahren sehr gewagt. Das wäre ein sechser im Lotto mit einer Milliarde Zahlen.

Sind wir froh , dass wir das unendliche Glück hatten, dass wir unter nicht zählbaren Milliarden von Atomen das Glück hatten, das die unseren zusammengefunden haben und zu Leben wurden. 99,99999 % von Atomen ist das nicht vergönnt. Das dies wieder passiert, halte ich nicht für möglich, zudem, wenn es passiert leben wir in einer völlig anderen Welt mit der unser heutiges Ich und Bewusstsein nicht zu Recht kommen würde. Das wäre wie wenn man einen Steinzeitmenschen nach New York teleportieren würde. Mich versöhnt ein pantheistisches Weltbild, das große Menschen hatten und haben. Gott ist in allem und jedem, und man ist Teil davon , egal ob lebend oder als Atom. Man geht in einen Kreislauf über aus dem man kommt und wieder eintaucht.

Bruno, Kant, Goethe, Descartes, Einstein haben dieses Weltbild favorisiert, welches auch mit dem heutigen Stand der Wissenschaft vereinbar ist.

a@ll most /havxen


Ich habe angst vor dem Tod, schreckliche angst

mFm3x5


Was kommt nach dem Tod? Diese Frage ist so alt wie die Menschheit.

Das was an Lebewesen sterblich ist, zerfällt, geht mit dem Tod wieder in die Natur zurück und kommt in jenen atomaren Zustand, aus dem wieder Lebendes entstehen kann. Atome sterben nicht.

Dass aber aus diesem Atompool das erste Leben ins zweite mit genau denselben Persönlichkeiten gelangt, bzw. nach dem Tod zum Weiterleben führt, ist selbst in kosmischen Dimensionen nicht möglich.

Dass aber nach dem Tod gar nichts kommt, können nur Primitivmaterialisten glauben. Normale Personen wissen, dass es das Immaterielles gibt und denken darüber nach. Drei "anthropologische Konstanten" sind es vor allem: ein Glauben an etwas, Hoffnung auf etwas und Liebe zu etwas. Dieses "Etwas" kann nicht objektiv erkannt oder bewiesen werden, sonst wären es nicht Glaube, nicht Hoffnung oder Liebe. Diese die Elemente können auch nicht erklärt werden, sie sind aber da.

Diese Grunderfahrung haben die großen Weltreligionen ganz verschieden ausformuliert, jede auf ihre Weise, ihre kulturellen Bedingungen und geschichtlichen Erfahrungen. Die Religionengeschichte erzählt davon.

Der Gedanke an ein Etwas nach dem Tod kommt meines Erachtens vor allem aus der Hoffnung heraus.

Mein persönlicher Zugang dazu ist die: es ist angesichts des irdischen Leides und der irdischen Freuden, die ja so ungleich verteilt sind, die Hoffnung auf ein Jenseits, in dem der Welt und allen Menschen ausgleichende Gerechtigkeit zuteil wird. Das wird schön sein!!!

In diesem positiven Sinne ist auch das Gebet zu verstehen, das auf alten indischen Gräbern steht: "Bittet, dass wir nicht wiederkehren".

RmichaSrbdx61


Dass aber nach dem Tod gar nichts kommt, können nur Primitivmaterialisten glauben.

Was genau verstehst du unter Primitivmaterialismus. Ist es unser heutzutage verfügbares Wissen über das Funktionieren von Chemie, Physik, Mathematik, Astrophysik , Evolutionsbiologie.

Dies alles ist erforschtes Wissen.

Alles andere ist Glauben und Glauben ist Nichtwissen.

Wer von den Religionen hat den richtigen Glauben, welche Religion füllt dieses Nichtwissen am Besten aus. Ist es womöglich die IS , die Methodisten, die Evangelen, die Orthodoxen, die Juden, die Parser, die Schiiten, die Sunniten, die Wahabiten, die Jesiden, die Katholen, die Zeugen Jehovas, die Babtisten, die Hindus, die Shintoisten, die alten Götter Merkur Zeus Wotan, es sind unzählige weitere Hirngespinste die sich alleine die Menschen ausgedacht haben sonst niemand.

Wenn man sich gemütlich in diesen ganzen Wust an Weltreligionen hineindenkt, kann man nur zum Schluss kommen. Ganz großes Kino, dass sich den Weg in den Kopf der Menschen eingebrannt hat. Sie sterben und morden für diesen Film der da läuft in der Hoffnung irgendwann in einem Paradies oder sonstwo schönes zu sein.

Ich als Evangelischer kann da nur hoffen das es nur einen Himmel für uns gibt, wenn ich dort auf einen katholischen Landsknecht aus dem 15 Jahrhundert treffe haut er mich mit seiner Hellebarde tot.

Die Welt wäre weitaus friedlicher und genauso schön ohne einen Glauben an was übernatürliches oder derzeit noch nicht erklärbares. Vielleicht finden die Forscher irgendwann etwas, z.B. ein Parralleluniversum, eine inzwischen erklärbare Vorstellung.

Vielleicht leben wir zeitversetzt in einem gleich entstandenen Universum.

Der Kosmos und seine Entstehung ist uns derzeit auch durch die besten Forscher nicht erklärbar. Die Forschung geht aber immer weiter und immer werden neue Bastionen des Glaubens geschleift, einfach aus dem Grund weil sie Menschgemacht sind. Hätte irgendein Gott den Glauben vorgegeben, dann wüsste dieser wie alles funktioniert, er hätte nicht vorgegeben das der Mensch aus Erde erschaffen wurde, er hätte gewusst, das die Sonne unser Mittelpunkt ist, er hätte gewusst, daß die Erde keine Scheibe ist.

Mühsam und durch die Religionen behindert musste sich die Forschung alles erarbeiten und nahezu alles was in den von "Gott, Allah etc." diktierten Schriften steht wurde wissenschaftlich widerlegt.

Wir Menschen die jemals auf der Erde waren , sind und sein werden, haben einfach riesiges Glück gehabt, dass sich Atome zu dem gebildet haben was wir sind. Diese Fügung ist so einzigartig, dass man dies als göttlich nennen könnte. Das sich diese Atome nochmals zusammenfinden, wäre unglaublich göttlich.

Daran kann man glauben aber mehr nicht.

L_ovuHuxs


Was genau verstehst du unter Primitivmaterialismus.

Ich denke, das ist der Materialismus, der vergisst, dass da jemand "Materialismus" denkt. Die Atome wissen jedenfalls nicht über sich Bescheid. Dieses Wissen über die Materie ist immateriell, es stirbt also auch nicht einfach mit dem materiellen Zerfall nach dem Tod. Dann also, wenn das Immaterielle den Leib nicht mehr zusammenhält bzw. wenn der Körper die immaterielle Substanz, die ihm eine Zeit die lebendige Form gibt, diese Substanz nicht mehr tragen kann.

Ok, das war jetzt Primitividealismus. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

m'm3x5


Richard61, Du hast nicht verstanden, was "Glauben" heisst. Was "Wissen" ist, auch nicht.

Bevor wir ein wissenschaftstheoretisches Gespräch beginnen (hat mit dem Faden nichts zu tun):

Du hast den Beitrag offensichtlich nicht ganz gelesen und bist beim Wort "Primitivmaterialismus" hängengeblieben, und gleich einen Beweis für Primitivmaterialismus geliefert:

".......und Glauben ist Nichtwissen" !

Jo mei....

MZannI042


Mmmmmmhhhhh, was kommt nach dem Tod?

Als junger Mann habe ich 15 Monate bei der Bundeswehr gedient und dort die Fallschirmspringerausbildung gemacht. Wir mußten recht oft aus dem sogenannten Sprungturm springen. Ich glaube der Turm war so 20 m hoch oder so und man übt dabei die richtige Haltung für's Springen aus dem Flugzeug. Unten stand eine kleine Kabine mit einem Ausbilder drin, der genau beobachtete, ob die Haltung beim Absprung korrekt war. Also zwei Sprünge am Tag mußte jeder machen. Aber man meldete sich dann unten bei diesem Ausbilder und der sagte dann meistens: "Noch mal hoch!". Sprich die Haltung war nicht ok.

Als Gläubiger der Wiedergeburt stelle ich mir das ähnlich vor. Nur mit dem Unterschied, nicht ein anderer, sondern ausschließlich meine Seele entscheidet: "Noch mal runter!". Und das macht sie solange, bis sie befindet, dass es für sie durch die Inkarnation in einen menschlichen Körper keine neuen Erfahrungen mehr machen kann.

Wie oft das geschieht vermag ich nicht zu sagen, aber man munkelt, dass ein paar hundert Male sind. Und es ist vermutlich auch von Seele zu Seele unterschiedlich.

Zwei, drei, vier Sachen, weiß ich momentan noch nicht, und das hängt mit der Zeit zusammen.

Die Zeit existiert nur in unserer vier dimensionalen Raumzeit, nicht in den anderen Dimensionen. (Wer meint, dass es keine weiteren Dimensionen gibt, der kennt unsere Physiker und Mathematiker nicht. Die rechnen bei ihren Modellen, die unsere Welt erklären sollen, inzwischen mit 11 oder 12 Dimensionen.) Und dadurch, dass es die Zeit in den anderen Dimensionen so nicht gibt, könnte es ja sein, dass meine Seele aus meiner menschlichen Sicht als Mann042 zeitgleich weitere Inkarnationen ihrer selbst "am Laufen hat". Und, wenn dem so ist, gibt es dann eine Regel, die besagt, dass sich Inkarnationen ein und derselben Seele nicht begegnen dürfen oder doch? Wenn ja, dann sollte ich als Mensch vorsichtshalber recht liebevoll mit allen meinen Mitmenschen umgehen. Ansonsten könnte es ja sein, dass ich ausgerechnet bei einer Schlägerei eine weitere Inkarnation meiner Seele verkloppe. Ich verkloppe mich dann quasi selbst.

Ein weiterer Punkt ist der, dass es meiner Meinung nach außer unserer menschlichen Rasse noch viele weitere Rassen im Universum gibt. Kann ich, wenn ich lustig bin, auch mal als Borg oder Klingone inkarnieren? Oder ist meine Seele rein auf Menschen spezialisiert?

Lwov[Huas


Ansonsten könnte es ja sein, dass ich ausgerechnet bei einer Schlägerei eine weitere Inkarnation meiner Seele verkloppe.

;-D

Das funktioniert auch innerhalb einer Seele in einem Körper. Oder sind es doch mehr Seelen in einem Körper, die dann im Widerstreit sind? "Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust" :-) .

Also diese innere und äußere Verklopperei scheint irgendwie typisch menschlich zu sein. Ich finde das ja ziemlich bescheuert, egal, ob es sich um einer andere oder einen Teil meiner Seele handelt ;-) .

Jemand hat mal gesagt: Es gibt nur eine Atom - des Universum. Atom heißt ja: "das Unteilbare".

L4ovH(us


Ein weiterer Punkt ist der, dass es meiner Meinung nach außer unserer menschlichen Rasse noch viele weitere Rassen im Universum gibt.

Die gibt es in der Tat: Ameisen, Vögel, Fische, Elefanten... ;-) . Ein indisches Kind wird zu Arbeit und Strebsamkeit angehalten, indem man ihm droht, andernfalls im nächsten Leben als Wasserbüffel wiedergeboren zu werden. Da würde es das Arbeiten schon lernen. Irgendwie ähneln sich die Erziehungsmethoden doch überall ]:D .

Wichtiger scheint mir, gelegentlich darauf hinzuweisen, dass es nur eine Menschen-Rasse gibt. Aber das gehört nun nicht in diesen Faden.

B2.BLangilxos


Da kann man sich totdiskutieren, die Antwort weiß eh keiner. Also glaubt jeder das, was ihm persönlich am besten zusagt.

B|.La9ngxlos


Jemand hat mal gesagt: Es gibt nur eine Atom – des Universum. Atom heißt ja: "das Unteilbare".

LovHus

Und trotzdem gibt es die Atomkernspaltung, die Otto Hahn erfand.

vjanilGla72


Die Frage, die die Mehrzahl der Menschen beschäftigt, ist doch nicht ob Atome weiterleben. Viele Menschen gehen bei einem "Leben nach dem Tod" bzw. bei einem "es geht weiter", fast immer von einer Existenz auf Basis ihres aktuellen Bewusstseins aus. Quasi das Licht des Lebens geht aus, der Körper erstirbt und "knallpeng" ist man im Jenseits. Dort wird dann schön mit den Verwandten geplaudert in alle Ewigkeit. Diese Vorstellung ist in unseren Breitengraden sehr, sehr verbreitet. Vor allem, da die Menschen es auch gar nicht anders wissen wollen.

Ich für meinen Teil gehe davon aus, dass nach dem Tod die komplette Existenz eines Menschen für alle Ewigkeit endet. ALLES. Kein Leben nach dem Tod, kein Nirvana und keine Reinkarnation. Das ist der natürliche Lauf der Dinge. Leben entsteht und Leben endet.

REicchar.d61


mm35,

Glaube, Liebe, Hoffnung. Alle drei Dinge empfindet ein Agnostiker, Atheist und Pantheist (meine Wenigkeit) genau so, das kann man keinem Menschen absprechen.

Der Glaube spielt sich nur nicht auf sakraler sondern auf profaner Ebene ab.

Es gibt keinen personifizierten Gott für mich also auch keinen Glauben an einen solchen und seine den Propheten diktierten Lehren. Das alles sind menschliche Hirngespinste.

Einstein schrieb in seinem letzten Brief an einen Rabbi kurz vor seinem Tod.

"Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden. Keine noch so feinsinnige Auslegung kann (für mich) etwas daran ändern. Diese verfeinerten Auslegungen sind naturgemäß höchst mannigfaltig und haben so gut wie nichts mit dem Urtext zu schaffen. Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Inkarnation des primitiven Aberglaubens."

Wenn man sich ernsthaft damit befasst landet man genau da wo Einstein war.

Ich empfehle jedem Gläubigen unvoreingenommen Der Gotteswahn von Richard Dawkins zu lesen, es verändert die Sicht auf die Welt.

Oder die Schöpfungslüge von ihm. Beide Bücher sind streng auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierend und können von seinen Gegnern nur mit bösartiger Polemik gekontert werden.

Dawkins zeigt auch auf was nach dem Tod passiert, was den Religionen und den Gläubigen nicht gefällt. Entzieht es doch komplett die Grundlage dieses personifizierten Glaubens an einen Gott und seines Elysiums.

B5enitxaB.


Ich habe angst vor dem Tod, schreckliche angst

... bis es soweit ist, würde ich daher gepflegt und munter lebend alles auskosten. Gestorben wird ganz zum Schluß. Es reicht, sich dann damit zu beschäftigen, nicht eine Sekunde vorher....

L5ovHxus


Und trotzdem gibt es die Atomkernspaltung

Deshalb ist ein Atom auch kein Atom mehr im ursprünglichen Sinne :-) .

Wie willkürlich unsere begrifflichen Unterscheidungen sind, in die wir unsere Erfahrungen mit der Welt kategorisieren, zeigt sich darin, dass das unterschiedliche Sprachen ganz unterschiedlich machen.

Ich denke, dass der Spruch vom Universum als Atom einfach auf diese Willkür hinweist. Es geht wohl darum, dieses "Ich", das sich da Sorgen um seinen Tod macht, nicht zu ernst zu nehmen, sondern lieber auf die Entfaltung in all seinen Bezügen zum Rest des Universums zu schauen.

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