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Warum Kinder bekommen?

c:oraz5oUn8x1


Das Problem am Kinderkriegen ist, es ist irreversibel. Man kann das nicht einfach mal ausprobieren und dann wieder lassen, wenn man feststellt, dass es einem nicht taugt. Wenn man drinhängt, hängt man drin.

Ich habe festgestellt, dass ich keine Kinder möchte. Mein Leben gefällt mir so, wie es ist. Ich reise gerne rum, gehe gerne auf Festivals und Konzerte. Letztes Jahr bin ich wochenlang meiner Lieblings-Band hinterhergetourt. Mit Kind könnte ich das knicken. Ausschlafen, spontan weggehen, mein Ehrenamt im Tierheim... alles weg. Und das auf Jahrzehnte. Nee, danke.

Letzten Monat dachte ich aufgrund einer Kondompanne, ich könnte evtl. schwanger sein. Mein einziger Gedanke war: Mein Leben ist vorbei. Game over. Das wars.

Das war für mich das untrügliche Zeichen dafür, dass ich einfach keine Kinder haben sollte. Vorher hab ich immer noch ein bisschen hin und her geschwankt.

E[milOieA


Hm, gute Frage. Antwort: keine Ahnung. Aber ich wußte schon immer, dass ich mal Kinder haben werde. Wann wußte ich nicht, aber ob oder ob nicht war für mich komischerweise nie eine Frage. Und dann mit Mitte/ Ende 20 war's dann soweit, dass ich mir das auch wirklich zugetraut habe.

eine bekannte von mir hat mir auf meine frage geantwortet, ihr leben sei doch sonst so langweilig…

Als einzige Begründung fände ich das komisch, aber irgendwie kann ich das auch nachvollziehen. Irgendwann hatte man genug Partys, Urlaube, Begegnungen, Endlos-Shoppingtouren, Spontanausflüge. Alles nett und spaßig, aber irgendwie auch ... gleich. Ein Kind ist wirklich ein ganz neues Abenteuer – zu den eigenen Abgründen, aber auch zu ganz anderen Höhen.

warum ich keine kinder will ist, dass ich glaube, dass mir damit meine freiheit flöten geht. dann kann ich mein eigenes leben an den nagel hängen und muss nur noch für das kind da sein. nachts nicht mehr durchschlafen und permanent schadensbegrenzung betreiben. kein eigenes leben mehr, nur noch für die lütten leben. das jagt mir buchstäblich angst ein.

Teilweise ist da natürlich was dran, aber es hängt auch viel davon ab, wie man selbst gestrickt ist und was man für ein Kind bekommt. Durchschlafen ist in gesunden Phasen kein Problem mehr und irgendwann, ich hege die geheime Hoffnung, wird der kleine Kerl sich sicher auch morgens noch ne halbe Stunde selbst beschäftigen, damit wir uns nochmal umdrehen und dösen können. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich Einschnitte und Veränderungen zum vorherigen Leben.

keine ahnung, ob man das geschrei eigener kinder besser erträgt als das fremder, das können nur eltern einschätzen!

Bei mir ist es meist genau andersrum. Wenn ich weiß, dass das Gequengel nicht von meinem kommt, kann ich nach dem ersten Aufschrecken sofort wieder beruhigt in den nicht-meine-Baustelle-Modus umschalten ;-D

E|m]ilxieA


Letztes Jahr bin ich wochenlang meiner Lieblings-Band hinterhergetourt. Mit Kind könnte ich das knicken.

Mit festem Job doch auch, oder war das alles Urlaub?

Und das auf Jahrzehnte.

Jut, wenn der 30 Jährige noch Zuhause wohnt, hat man aber zumindest das Unterhaltungs- und Verantwortungsprogramm nicht mehr an der Backe ;-D

c+o&razton8v1


Mit festem Job doch auch, oder war das alles Urlaub?

Urlaub und viele Überstunden.

Jut, wenn der 30 Jährige noch Zuhause wohnt

Wenn der Schratz mit 18 auszieht, waren es trotzdem fast 2.

E[mil^ieA


Wenn der Schratz mit 18 auszieht, waren es trotzdem fast 2.

Schon, aber sie werden ja mit 18 nicht automatisch und sprunghaft mündig. Die Zuwendungsintensität muss ja nicht bis 18 aufrecht erhalten werden, um dann schlagartig eingestellt zu werden ;-D

bAellCagia


Bei mir war es so, dass ich als junge Frau immer glaubte, es sei einfach der normale Lauf der Dinge.

Man verliebt sich, man heiratet, man bekommt Kinder.

Ich dachte das läuft eben so, bin so erzogen.

Der Kinderwunsch ließ allerdings lange auf sich warten. Ich konnte mit Kinder nichts anfangen, wollte nicht auf Kinder aufpassen oder sie in den Arm nehmen.

Die Begeisterung für fremde Babys, die manche aufbringen konnte ich nicht verstehen.

Dann kam mein Patenkind zur Welt, das Kind meiner Schwester und zum ersten Mal hatte ich sofort eine innere Beziehung zu solch einem kleinen Menschen, spürte Zuneigung und Liebe zu ihm.

Bis ich dann ein eigenes Kind bekam, vergingen noch viele Jahre. Aber ab dem Punkt konnte ich es mir tatsächlich für mich vorstellen, rein gefühlsmäßig.

Gründe kann ich eigentlich nicht nennen, denn es gibt eine Menge Einschränkungen, welche ich auch durchaus spüre. Z.B. beim Thema Reisen.

Allerdings finde ich es einfach nur wunderschön, mit den Augen des Kindes die Welt wieder neu zu entdecken.

Ich denke die Gründe sind immer egoistisch, egal ob ich mich für oder gegen Kinder entscheide.

Ist ja auch klar, man kann nun mal in erster Linie von sich selbst und von seinem Partner ausgehen, wenn man eine solche Entscheidung trifft.

Für mich ist es wichtig, dass ich nicht aus den Augen verliere, dass wir jetzt drei sind und alle Entscheidungen für drei Personen getroffen werden.

JETZT ist es schwieriger mit den egoistischen Entscheidungen, weil die dritte Person real vorhanden ist.

EJdeya-K{raxmer


Ich glaube wenn man keine Kinder will wird man nie wirklich verstehen können warum manche Leute das unbedingt wollen. Nachvollziehen (bei guter Argumentation) vielleicht, aber richtig verstehen - nein. Dafür ist das Thema viel zu emotional besetzt.

Ich bin auch eine die keine Kinder bekommen wird. Ich mag sie nicht (finde sie weder süß, noch nett oder interessant) und noch wichtiger: Ich kann einfach nicht mit ihnen umgehen. Quasi "Kein Anschluss unter dieser Nummer" - ich hab einfach keinen Draht zu ihnen. Dummerweise ist es dann wie bei Hunden: Kinder und Hunde finden mich immer total toll, während ich nur denke "Geh Weg!" :-/

Ich denke es ist sehr gut, wenn ich keine Kinder bekomme :)z

DuieKoruexmi


Es wäre schön, wenn Eltern das so sehen könnten:

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.

Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,

Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,

Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,

Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.

Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931

V}ijxo


Ich hatte nie einen Kinderwunsch |-o und lange Zeit auch keinen passenden Partner (für Kinder). Und dann hatte ich einen passenden Partner und mit 38 hat die biologische Uhr selbst für mich vernehmlich getickt. Ich hatte dann die Wahl das Ticken zu überhören und die Frage durch Zeitablauf beantworten zu lassen oder mich damit aktiv auseinander zusetzen. Tja, ich habe mich dann damit auseinandergesetzt und die Folge war, dass ich mit 40 das erste und mit 42 das zweite Kind bekommen habe. Der Grund war, dass ich mein Leben ändern wollte. Die Aussicht noch die nächsten ca. 25 Jahre ins Büro zu traben, von 7- 18 Uhr zu arbeiten, fand ich nicht sonderlich prickelnd. Jetzt arbeite ich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche... ]:D

Kinder zu haben ist ein für kinderlose nicht nachvollziehbares Gefühl. Ich hätte es mir nie vorstellen können, wie es ist. Und ich bereue diesen Entschluss nicht (zumindest grundsätzlich nicht ;-D ).

Die Kinder haben mich reifer werden lassen (nicht nur optisch ;-)), sie bereichern mich auf eine Art und Weise, die ich so gar nicht beschreiben kann, man muss es wohl selbst erleben. Ich habe in den vergangenen 5 Jahren sehr viel über mich selbst gelernt, hätte ich vorher nie gedacht. Das hat so viele Facetten....

EymiCliexA


Quasi "Kein Anschluss unter dieser Nummer"

;-D

Nachvollziehen (bei guter Argumentation) vielleicht, aber richtig verstehen – nein.

Glaub ich auch. Wobei ich mich schon mit der "guten Argumentation" schwer tun würde.

TEanjax_


Mir geht's auch so wie der TE ich will keine Kinder und mein Freund geht es auch so. Da sind wir uns einig. Es gibt viele Gründe warum wir das nicht wollen. Ich habe einen guten Job in dem ich sehr gut verdiene da möchte ich auf keinen Fall zurückstecken, ich kann auch mit Kinder irgendwie nichts anfangen, wenn sie ruhig sind ok aber das Geschrei ist nichts für mich.

Ich will das Leben genießen und in der Welt herum reisen so bin ich ungebunden und kann tun und lassen was ich will. Sowas ist ja auch eine Sache die das ganze Leben betrifft und dann wäre mein jetziges vorbei.

Mein Freund sieht das ganz genauso

Unsere Entscheidung steht auch fest, sollte es mal zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen werde ich abtreiben. Klingt hart aber ich glaube nicht das ich eine perfekte Mutter bin. Mit Tieren kann ich besser umgehen da bin ich mit meinen Pferden sehr glücklich.

Grüssle Tanja

M@ac$hdieaLugenzux666


ich muss nochmal wiederholen, es ist sehr schön zu sehen, dass es auch menschen gibt, die genau so ticken wie ich.

oft fühle mich mich sehr exotisch mit diesen ansichten.

ich habe das thema nicht angefangen damit mich endlich jemand davon überzeugt dass ich doch noch kinder möchte. ;-D

aber ich finde es total interessant zu hören, aus welchen gründen menschen kinder möchten.

vielleicht auch in der hoffnung, es zu verstehen. denn oft teile ich auch mal verletzend aus gegenüber müttern, weil ich eben so null veständnis habe.

wenn zb eine kollegin sich krank schreiben lässt weil das kind krank ist, dann kommt von mir manchmal eine böse bemerkung, zumindest böse gedanken.

oder wenn eine jammert sie hätte so wenig schlaf bekommen (weil das kind nachts so aktiv war), dann sage ich, tja selber schuld...

eigentlich mnöchte ich nicht so böse sein aber vermutlich ist das absolut fehlende verständnis da nicht förderlich.

Pfinqus SSibi[ricea


worauf ich hinaus will ist dass ich das gefühl habe, dass viele eltern aus egoistischen gründen kinder bekommen.

Ja, genauso, wie andere Menschen aus egoistischen Gründen keine Kinder bekommen.

Gute Frage für mich gibt es bei 7 MRD Menschen auf dem Planeten und keinem Kinderwunsch keinen Grund, Kinder zu bekommen :)z Ich mag mein Leben so wie es ist. Ich schlafe gerne länger und sollten mein Freund und ich uns mal trennen können wir dies ohne Probleme machen, da wir keine Rücksicht auf Kinder nehmen müssen. Ich mag Kindergeschrei nicht >:( diese hohen Töne lauten tun mir im Ohr weh.

Kann ich so alles unterschreiben und trotzdem will ich Kinder. Erstmal ist da nur der (körperliche) Wunsch, schwanger zu werden und wenn man den nicht hat, wird man wohl schwer verstehen, warum Leute Kinder wollen. Da gibt's auch nicht viel zu erklären, finde ich. Ich könnte hier jetzt die Vor- und Nachteile von Kindern lang und breit darlegen, aber das führt zu nichts. Es gibt keine rationalen Gründe für einen Kinderwunsch. Meiner Meinung nach, steckt das einfach im Menschen drin, es ist die Biologie/die Natur, die uns da lenkt.

dHaLnaex87


Kinder zu bekommen ist immer egoistisch, die dritte (4, 5) Person ist ja noch nicht da um gefragt zu werden.

Ich bin ungeplant schwanger geworden und hab mich mehr oder minder spontan auf dies Abenteuer eingelassen. Für mich ist jedes Kind Terra Nova. Da kommt ein kleiner Mensch, mit einer ganz eigenen Persönlichkeit, Talenten, Abneigungen, charakterlichen Untiefen und wundervollen Vorzügen. Mit meinen Kindern unternehme ich Ausflüge zu den fiesesten und dunkelsten Seiten des Menschseins und zu den strahlensten Momenten. Sie treiben mich an meine Grenzen und darüber hinaus, zwingen mich auf mich selbst zurück, ich kann mir nicht ausweichen.

Zwischen Leichtigkeit und Herausforderung liegen zum Teil Lidschläge und die Art und Weise die Welt ohne erwachsene Filter zu betrachten erweitert meinen Blick wie es bisher keine Kunstausstellung, kein Buch und keine Reise vermochte.

Die ganz enge Bindung in Sachen Hobbys sind die ersten Jahre, noch vor Ablauf des ersten Jahrzehnts machen sie sich zunehmend selbststndig, wenn man sie lässt. Schwerer wiegt die dauernde Verantwortung für jemand anderen für mich. Manchmal finde ich es kaum zu ertragen nie ganz frei zu sein, nie echten feierabend zu haben. Doch hergeben würde ich sie nicht mehr, dafür haben wir zuviele tolle Momente in denen das Gfühl vergleichbar ist mit dem Gefühl auf einen riesen Berg geklettert zu sein.

P>inus% Sib[irica


wenn zb eine kollegin sich krank schreiben lässt weil das kind krank ist, dann kommt von mir manchmal eine böse bemerkung, zumindest böse gedanken.

oder wenn eine jammert sie hätte so wenig schlaf bekommen (weil das kind nachts so aktiv war), dann sage ich, tja selber schuld...

Anstatt einfach dankbar zu sein, dass da jemand deine Rente sicherstellt! ]:D

Wenn du keine Kinder willst und dir da so sicher bist und das im Einklang mit dir selbst ausgemacht hast, dann verstehe ich nicht, warum du so gereizt auf Mütter reagierst. Es ist doch völlig jedem selbst überlassen, wie man sein Leben gestaltet, warum muss da solche Bösartigkeit ins Spiel? Willst nicht auch mal jammern dürfen, weil du nach einem sauscharfen Essen beim Thai Durchfall bekommen hast obwohl du selber schuld warst (hättest das ja nicht essen müssen). *Moralkeuleeinpack*

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