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Warum Kinder bekommen?

bWelSlagaia


Was für Ansprüche sind das denn?

Haben deine Eltern diese erfüllt?

Oder wärst du lieber nie geboren?

M[achdieWaugenz5u66x6


Aber wenn wir uns jetzt alle gegen Kinder entscheiden, wird''s bald sehr dünn auf dem Planeten.

wenn ich der planet wäre, wäre ich womöglich ganz froh wenn die menschheit bald weg ist...

MDolliDenchxen


@ bellagia

Was für Ansprüche sind das denn?

Ich wusste, dass diese Frage kommt. ;-D

Eigentlich sind die Ansprüche nahezu unerfüllbar hoch. Mindestanspruch: Sie sollten psychisch gesund, stabil, intelligent, so altruistisch wie möglich (wenigstens mir gegenüber!) sein und haben mich zu akzeptieren, wie ich bin. Sie haben hinter mir zu stehen, auch wenn meine Wünsche ihren heimlichen Erwartungen und Hoffnungen total widersprechen. Sie haben alles dafür zu tun, was sie können, damit ich mir meine Wünsche und Ziele erfüllen kann. Und damit meine ich nicht, sie sollen gefälligst blechen (wenn nötig, aber auch das!), sondern mich zu einem Menschen machen, der in dieser Welt bestehen kann. Sie haben keine Ansprüche daran zu stellen, wie ich zu sein habe, damit ich ihnen gefalle und damit sie stolz sein können. Mein Interesse muss im Vordergrund stehen. Eltern bleiben für ihre Kinder verantwortlich bis ans Lebensende. Und wenn aus dem Kind ein "gesellschaftlicher Verlierer" wird, Grund egal, bleiben die Eltern auch dafür verantwortlich (in der Regel sind sie ja auch der Grund dafür), und wer sich dann irgendwann aus der Verantwortung zieht á la "bist alt genug", der hätte ein Kind besser nie haben sollen.

Idealstenfalls machen meine Wunscheltern aus mir einen Menschen, der sie (die Eltern) gar nicht mehr braucht. Klappt das nicht, habe ich als Eltern die Konsequenzen auszulöffeln. So lange ich lebe. Punkt, aus.

Klingt ziemlich fordernd, ich weiß. Aber so sehe ich es.

Haben deine Eltern diese erfüllt?

Nein.

Oder wärst du lieber nie geboren?

Nö, so schlimm ist es nicht. Jetzt lebe ich halt, passt schon, könnte ich es ungeschehen machen (damit meine ich nicht mich umbringen, sondern Zeit zurückdrehen und abwenden), wäre das aber auch in Ordnung.

M-olliPenSchxen


@ Machdieaugenzu666

wenn ich der planet wäre, wäre ich womöglich ganz froh wenn die menschheit bald weg ist...

Ich wohl auch. Außer der Menschheit selbst würde doch niemand die Menschheit vermissen...

Msonoik4a6x5


Desperate

Danke für die Belehrung, aber ich bin eigentlich recht klar im Kopf.

Du hast mich gründlich missverstanden. Meine Worte waren kein Plädoyer gegen Kinder, sondern dafür. :-)

Mjonibkam685


Mollienchen

Eltern bleiben für ihre Kinder verantwortlich bis ans Lebensende.

Äh, nein, im Gegenteil, die Verantwortlichkeiten kehren sich zum Lebensende hin um.

Klappt das nicht, habe ich als Eltern die Konsequenzen auszulöffeln. So lange ich lebe. Punkt, aus.

Nix Punkt aus, da magst du mit dem Fuß aufstampfen, die Konsequenzen trägst du als Erwachsene selber. Natürlich kannst du froh sein, wenn es Eltern gibt, die sich was daraus machen, wie es dir geht und das ist manchmal ziemlich schwer zu verkraften, wie ich dir als Mutter sagen kann. Aber mit Punkt und aus ist es nun mal nicht weither. Vermutlich willst du das aber nicht akzeptieren.

eAstr8ellxe


aber wenn ich mal anders bin oder anders denke als ihnen das gefällt dann lieben sie mich nicht mehr, so fühlt sich das zumindest an

Liebe hat wenig damit zu tun, ob man es dem anderen Menschen recht macht. Ich liebe meine Kinder. Das bedeutet aber nicht, dass sie ein Einstein oder Beethoven werden oder meiner Meinung sein müssen. Das haben auch meine Eltern nie von mir erwartet. Streitgespräche können erfrischend sein und zu neuen Erkenntnissen führen. Ich bedaure Familien, die ständig wegen Kleinigkeiten im Clinch miteinander liegen. Familie ist für mich der sichere Hafen, auf den ich mich verlassen kann. Der Kinderwunsch war bei mir immer vorhanden, solange ich denken kann. Der Grund, für mich einmal die biologische Seite. Lebewesen pflanzen sich fort. Aber es ist auch der Wunsch nach einer eigenen Familie. Ich bekomme von meinen Kindern die Liebe zurück, die ich ihnen gebe. Nein, es ist kein Tauschhandel. Es ist für mich eine wunderbare Sache. Die Kinder sind ein Teil meines Lebens, auch wenn sie mitunter monatelang weit weg sind. Sie führen ihr eigenes Leben. Aber jede E-Mail oder jeder Anruf ist liebevoll. So ist es für mich. Schlaflose Nächte, Pubertätsprobleme – geschenkt. Bevor man eigene Kinder hat, kann man sich nur ansatzweise vorstellen, welche Probleme es geben kann. Kinder sind wie Wundertüten. Das anzunehmen, was sich daraus ergibt, ist Liebe. Für mich gibt es im Leben Zeitabschnitte. Da war die Jugend mit viel Zeit für Abenteuer und auch Faulenzen. Dann gab es die schlaflosen Nächte und die Zeit, als ein neuer Zahn etwas Großes war. Dann war der Ärger mit den Streichen der Schulzeit und später mit der Unausgegorenheit der Pubertät, aber auch der Stolz auf Berufsabschlüsse und erste Plätze bei Sportwettkämpfen. Demnächst wird es nun die Freude über das erste Enkelkind sein. Es scheint, meine Kinder finden wie ich ein Leben mit Kindern wunderbar. Warum? Ich kann sie ja mal fragen.......Ich genieße inzwischen wieder die "Freiheit", ausschlafen und große Reisen machen zu können. Alles zu seiner Zeit eben. Es gibt nichts aufzurechnen oder zu rechtfertigen.

M2achdieIaugenzxu666


@ estrelle

oh estrelle, ich beneide dich um das gefühl des "sicheren hafens" wenn es um die familie geht. ich glaube, besser hat mir noch keiner den wunsch nach einer eigneen familie erklärt.

genau das gefühl ist es, das mir bei meiner familie immer gefehlt hat (also meinen eltern).) im gegenteil, es fühlt sich an wie ein käfig, wie eine große kontrollinstanz mit einer hierarchie in der das kind ganz unten ist. es kann nur ducken und stillhalten oder aber aufmucken und seinen eltern die letzten nerven rauben.

ich kann mir das schöne gefühl allenfalls ansatzweise vorstellen glaube ich, meine freunde sind so ein bisschen wie mein "sicherer hafen", aber das kann und wird natürlich nie so intensiv werden wie mit einer intakten familie.

vUanwheidexn


ich habe mich aber immer wieder gefragt, warum wollen Leute kinder? was gibt einem das?

Erst mal das Gefühl seine Gene weiter zu geben und in diesen Kindern weiter zu leben. Ansonsten, eine Familie, im Alter nicht allein sein. Na ja, das ist keine Garantie.

d9a.naex87


Wenn mein tier krank ist versuche ich das auch außerhalb der arbeit zu regeln und wenn das nicht geht nehme ich urlaub und keinen gelben schein.

Stimmt, aber dein Tier braucht auch keine Betreuung in den Kindergarten- oder Schulferien. Für die geht nämlich der Urlaub eh schon drauf. Und ich habe schon sowohl kranke Tiere als auch kranke Kinder gepflegt und ich kann dir sagen, mit den Tieren war es wesentlich einfacher. Der Gesetzgeber hat eine Möglichkeit geschaffen die Kinder zu versorgen weil Kinder in einem Gesellschaftskonzept wichtig sind, für Rente, als Pflegekräfte, als Konsumenten und Steuerzahler von Morgen. Auch wenn das alles für mich keine Gründe für Kinder sind, weil es eben keine persönlichen Gründe sind, so rechtfertigt es in meinen Augen doch das die Gesellschaft ein wenig mit trägt was anfällt.

Übrigens: wer macht deine Arbeit wenn du im Urlaub bist, doch auch jemand anderes oder kann die dann liegen bleiben? Wenn sie liegen bleiben kann dann ist das bei Krankschreibung ja auch kein Problem, kann sie es nicht macht dann auch bei dir jemand anders deine Arbeit. In dem Fall wärest du nur neidisch auf die extra freien Tage, richtig? Wenn du ganz ehrlich bist, weißt du aber, dass die nicht gerade einen Gewinn darstellen oder? Ich würde jederzeit eine 12 Stundenschicht einem Tag mit krankem Kind vorziehen, da kotzt mich nämlich in aller Regel niemand an, niemand weint und will glühend und mit rotzender Nase auf meinen Arm rumgetragen werden und ich habe nach den 12 Stunden trotzdem Feierabend und werde nicht noch nachts wegen nassem Bett und so geweckt...

Für mich ist Kinder haben die Freude am Mit-freuen. Ich meine, jeder kennt das Gefühl sich total zu freuen weil der Partner so glücklich lacht nachdem er sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt hat. Dies Gefühl hab ich mit meinen Kinder immer und immer wieder. Wenn sie sich freuen weil sie etwas neues gelernt haben, weil es so tolle Pfützen zum renhüpfen geregnet hat und weil wir zusammen baden gehen. Dies Strahlen in ihren Augen macht mich glücklich. Eine echte Win-Win Situation. :-D :-D

Mollienchen

Ich hab da mal eine Frage zu der lebenslangen Verantwortung. Findest du nicht, dass man sich mit dieser Erwartungshaltung an die Eltern total einsperrt? Also ich fand den Schritt heraus aus der Abhängigkeit, in die alleinige Verantwortung unfassbar befreiend. Nachdem es nicht mehr ihre Schuld war wie ich bin, sondern ich mir sagte: kannst ja selbst an dir arbeiten, war ich plötzlich im Land der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten. Da waren all diese Veränderungen die ich aus eigener Kraft vollbringen konnte. Ich habe jede Verantwortung die meine Mutter versuchte noch für michzu übernehmen vehement abgelehnt. Es waren meine Entscheidungen, meine Niederlagen, aber auch ganz allein meine Siege!

Myoll-ienchxen


@ Monika65

Äh, nein, im Gegenteil, die Verantwortlichkeiten kehren sich zum Lebensende hin um.

Zwangsläufig, wenn man Eltern hat, die sich um ihr Leben im Alter nicht selbst gekümmert haben und wo die Kinder sich nun gezwungen sehen, das auszubügeln. Aber sonst? Nö.

Nix Punkt aus, da magst du mit dem Fuß aufstampfen, die Konsequenzen trägst du als Erwachsene selber.

Die Konsequenzen tragen (müssen) und verantwortlich sein sind allerdings zwei paar Schuhe.

Natürlich entscheide ich selbst, was ich aus dem Leben mache, was mir beschert wurde.

In dem Moment aber, wo ich mich für ein Kind entscheide, bin ich nicht nur verantwortlich für dessen Existenz, sondern für alles Gute und Böse, was ihm in seinem Leben widerfahren wird.

GBlinxda


Viele tolle Beiträge gibt es hier, ich kann sowohl die Gedankengänge von Müttern als auch von Kinderlosen gut verstehen. Das macht es so schwierig für mich, zu entscheiden, was ich will.

Manchmal denke ich, so alleine im neuen Haus ist doch öde, schön wäre ed gemeinsam mit dem Kind Plätzchen zu backen, spazieren zu gehen, Oma und Opa besuchen....

Und dann manchmal denke ich, wie schön es ist, einfach nur ohne Kinderkrankheiten, Gejammer, Sorgen, Schulstress, Konflikte usw sein Leben zu leben. Irgendwie steht für mich die Entscheidung nicht so richtig fest, ich hoffe dass das richtige Bauchgefühl noch irgendwann kommen wird (bin jetzt 27). Habe aber auch Angst vor Komplikationen (hatte eine Konisation) wenn ich mich ganz auf das Abenteuer einlasse...

Moolliienkchexn


@ danae87

Findest du nicht, dass man sich mit dieser Erwartungshaltung an die Eltern total einsperrt?

Ich erwarte ja nichts. Ich stelle nur fest. Ich sitze ja nicht mit verschränkten Armen da und warte, dass meine Eltern für mich sorgen. Das tu ich schon selbst.

Dass ich dazu in der Lage bin, dafür sind sie (wenigstens zum Teil) verantwortlich (positiv), aber dafür, dass ich psychisch angeschlagen bin und nicht mehr auf die Reihe kriege, ebenfalls.

Die Konsequenzen trage, wie gesagt, ich allein.

E|miPliexA


wenn meine kollegin ihrer kinder wegen zu hause bleibt (weil die krank sind) dann bleibt die ganze arbeit bei den anderen kollegen hängen. das empfinde ich mitunter als unfair.

Wenn du krank wirst, müssen die Kollegen das auch ausbaden. Entschuldigst du dich dann dafür, weil es ja so unfair für sie sein muss? Für Krankheiten kann selten jemand was.

aber ich würde jetzt nicht auf die idee kommen meinen kollegen zuzumuten meine arbeit zu machen damit ich mit meinem auto in die reparatur kann. Wenn mein tier krank ist versuche ich das auch außerhalb der arbeit zu regeln und wenn das nicht geht nehme ich urlaub und keinen gelben schein.

Ja, aber warum sollte man auf sein Recht verzichten? Du kannst in deiner Firma ja mal anregen, Tier-krank-Tage einzuführen ;-D Außerdem hat jeder maximal 8 bis 10 Kind-krank-Tage pro Jahr, danach muss man eh an seinen Urlaub oder die Überstunden gehen. Und Urlaub ist ein krankes Kind nun wirklich nicht.

genau das gefühl ist es, das mir bei meiner familie immer gefehlt hat (also meinen eltern).) im gegenteil, es fühlt sich an wie ein käfig, wie eine große kontrollinstanz mit einer hierarchie in der das kind ganz unten ist. es kann nur ducken und stillhalten oder aber aufmucken und seinen eltern die letzten nerven rauben.

Wenn das so ist, dann ist es wenig verwunderlich, dass du das Kinderthema nicht als angenehm empfindest. Estrelle hat Familie ja sehr schön beschrieben. Natürlich ist das ein wenig die Ideal-Fassung. Aber das Vorgehen deiner Eltern, dieses Gefühl, dass sie dir mitgegeben haben, ist kein Gesetz. Menschen sind nicht perfekt und auch von ihren eigenen Erfahrungen geprägt und jeder Mensch hat seine persönlichen Grenzen. Aber ich denke schon, dass man mit Selbstreflexion und Empathie in der Lage ist, seinem Kind viel Positives mitzugeben.

Eigentlich sind die Ansprüche nahezu unerfüllbar hoch.

Finde ich nicht. Das meiste würde ich unterschreiben und hoffe, dass ich meinem Kind genau das vermitteln kann.

d^anaex87


In dem Moment aber, wo ich mich für ein Kind entscheide, bin ich nicht nur verantwortlich für dessen Existenz, sondern für alles Gute und Böse, was ihm in seinem Leben widerfahren wird.

Absolut nicht! Meine Mutter ist nicht verantwortlich dafür wenn ich mich lernresistent zeige und weiterhin Arschlöcher date und meine Mutter ist sicher nicht verantwortlich für die Vergewaltigung, einen Wohnungsbrand (sei es weil ich den Herd angelassen habe oder weil meine Nachbarn Töffel waren) und so weiter. Sicher trägt sie einen Teil der Verantwortung das ich einen psychischen Schaden habe, aber irgendwann geht die Verantwortung dafür auf mich über, denn ich und nur ich allein, kann ja die Angebote wahrnehmen die es gibt um einiges zu heilen und um mit anderem Leben zu lernen. Nehme ich das nicht wahr, liegt dies und alles was daraus resultiert, ganz alleine in meiner Verantwortung.

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