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Warum Kinder bekommen?

M4ollwiencxhen


@ Monika65

Eltern sollten sowohl für ihr eigenes Alter vorsorgen als auch dafür, dass es dem Kind an nix fehlt, und dass das Kind wiederum in der Lage ist, später für das eigene Alter vorzusorgen. Auf keinen Fall aber sollte das Kind die Eltern im Alter versorgen müssen.

Wenn das finanziell nicht geht - Altersvorsorge und Kind - dann habe ich eben keins.

@ This Twilight Garden

Pubertäres Gequake hin oder her, aber der Inhalt stimmt doch, oder?

EUhemalSiger N*utzerj (#53x0218)


Ich denke so wie manche einfach so einen Kinderwunsch haben, haben manche – gleichfalls einfach so – keinen Kinderwunsch.

Es ist nicht bei allen Menschen stets eine Kopfentscheidung pro/contra Kind.

Ich verspüre z.B. schlicht keinen Wunsch nach einem Kind. Ist einfach so, liegt in meiner natur quasi/war schon immer so. Deshalb versage ich mir nichts noch müsste ich da bewusst eine (rationale, willentliche) Entscheidung contra Kind treffen.

M5achndieaug|enzLu66x6


@ danae87

okay, du hast recht, ich möchte eigentlich gar nicht tauschen – arbeitstag gegen kind-krank-tag. da sitz ich doch lieber auf der arbeit und komme nach hause und habe keinen stress.

ich verstehe was du meinst mit der win-win-situation und dem mitfreuen. ich kenne es aber nicht aus eigener erfahrung, also bezüglich meiner eltern. die haben sich gefreut wenn ihre kinder alles so gemacht haben wie sie wollen. aber anders nicht. vielleicht ist mir das deshalb so fremd ich weiß nicht...

@ EmilieA

Wenn du krank wirst, müssen die Kollegen das auch ausbaden. Entschuldigst du dich dann dafür, weil es ja so unfair für sie sein muss? Für Krankheiten kann selten jemand was.

du hast ja völlig recht...

ich merk schon ich renne irgendwie ganz schön engstirnig durch die weltgeschichte. ich freue mich sehr dass ich dieses thema angefangen habe, denn ich habe hier echt schon viele interessante beiträge gelesen, sowohl leute die mich verstehen als auch leute die ihre sicht schildern die anders ist als meine.

@ This Twilight Garden

Ich finde einige "gründe" pro kind schon sehr merkwürdig...

//

mein eigen fleisch und blut/ein lebewesen, was mein partner und ich geschaffen haben

//

... ich weiß wie es gemeint ist, klingt aber so ein bisschen schräg

auch das argument, dass dann da jemand ist, wenn man selber alt ist finde ich sehr daneben...

...

kinder gehören uns NICHT!

da stimme ich zu.

die angst keine gute mutter sein zu können spielt in meinem fall definitiv auch eine rolle.

Mnolliesnchexn


@ Machdieaugenzu666

Deine und meine Eltern scheinen mir auf einem bestimmten Gebiet sehr ähnlich zu sein.

Msari+eCuJrie


die angst keine gute mutter sein zu können spielt in meinem fall definitiv auch eine rolle.

Geht mit auch so, und die Angst ist bei mir sehr groß :°(

Angst, dass ich meinem Kind nicht die Liebe, die es verdient, geben kann.

D^iHeKr>uemxi


ch habe einige frauen erlebt, die anti-kinder eingestellt sind und wenn man mal etwas nachhakt, kommt doch manchmal was anderes raus, als nach aussen vorgegeben.

wenn dieses thema ein wunder punkt ist, sollte man mal DARÜBER nachdenken.

wer mit sich im reinen ist und einfach so (oder aus gründen) keine kinder will, wird sich dennoch an kindern von freunden, verwandten erfreuen können.

diese Differenzierung leuchtet mir nicht ganz ein, als wenn man Kinder entweder mögen oder nicht mögen kann. Bei mir ist das wie mein Verhältnis zu Erwachsenen: manche mag ich, manche nicht. Genauso, wie beim Kennenlernen eines Erwachsenen irgendwann über Sympathie entschieden wird, geht es mir auch mit Kindern. Ein Kind, dass nur am bocken und plärren ist, ist mir unsympathisch, ich mag es dann eben nicht. Nette, gut erzogene Kinder oder schlaue Kinder, die mich mit ihrer Neugier auf das Leben beeindrucken, mag ich. Dass auch ein nettes Kind mal plärrt, ist klar, dafür sind es Kinder. Aber es gibt schon Kinder, die überwiegend von ihren Verwandten gemocht werden, der Rest der Erwachsenen ist nur höflich und tuschelt hinterm Rücken, wie unmöglich das KInd doch ist und wie arm dran die Eltern sind. Genauso, wie es diese kleinen Sonnenscheine gibt, die ihre Umgebung in ihren Bann ziehen.

Mionirkga65


Machdieaugenzu

die haben sich gefreut wenn ihre kinder alles so gemacht haben wie sie wollen. aber anders nicht.

Erklär mir das doch mal näher, das interessiert mich. Denn spontan würde ich denken, ja, Eltern versuchen ihre Kinder gut zu erziehen und wenn das Kind "brav" ist (wurde hier ja auch sehr deutlich eingefordert, Kinder haben erzogen zu sein!), dann freuen sich die Eltern. Das ist ja erstmal nichts weiter bemerkenswertes, es ist Lob für erwünschtes Verhalten. Und unerwünschtes Verhalten freut Eltern halt nun mal nicht, was doch aber in der Regel nur bedeutet, dass sie sich ärgern, aber nicht gleich das Kind nicht mehr lieben. Ich glaube aber fast, dass du das nicht so gemeint hast, oder?

ens#trelxle


Meine Mutter ist nicht verantwortlich dafür wenn ich mich lernresistent zeige und weiterhin Arschlöcher date

Ein bisschen schon. Aber was heißt lernen, wenn es um die Partnerwahl geht. Da werden wir doch eigentlich nur von einem Schwall von Hormonen überflutet. Nichts anderes ist das. Bei der zunehmenden Vielzahl von Egoisten in unserer Gesellschaft ist die Chance, eine bindungtechnische Null zu erwischen sehr groß. Die Mutter kann da wenig tun. Eigentlich kann man sein Kind nur dazu anhalten, die Meinung anderer Menschen, hier von Familienmitgliedern, zumindest vorurteilsfrei zu überdenken. Ich weiß schon, in vielen Familien wird abgewinkt, wenn Ältere Ratschläge erteilen und auch wenn es Jüngere gegenüber den Älteren tun. Es wird stur auf der eigenen Meinung beharrt, weil Eltern altmodisch sind und Junge noch Grünschnäbel. Welche Chance lassen wir uns da entgehen. Auch wenn die Mutter in einer anderen Zeit jung war, kann sie doch äußern, was sie von der neuen Eroberung der Tochter hält und warum sie misstrauisch ist. Genau so kann eine Tochter ihre Mutter davor warnen, einem neuen Partner blind zu vertrauen, nur weil sie glücklich ist, nach einsamen Jahren einen Mann zu finden. Liebe macht ja sprichwörtlich auf beiden Augen blind. Wenn die Vernunft einsetzt, der erste Rausch verflogen ist, tut es nur noch weh. Ich denke, das hat nichts mit Lernresistenz zu tun. Man kann seinen Partner nicht nach einer Positiv-Negativ-Liste abchecken, bevor man ihn ins Bett lässt. Das funktioniert nicht. Aber das ist eigentlich ein ganz anderes Thema.

Entweder-wenn man Glück hat-ist das Kind von Natur aus so brav,wenn nicht,müssen die Eltern schon von ganz früh hinterher bleiben mit der konsequenter Erziehung.

So funktioniert das nicht. Es gibt kein brav geborenes Kind, nur bestimmte angeborene Wesenszüge. Ob aus einem Zappelphilipp ein guter Schüler wird, hängt davon ab, wie Eltern und Lehre mit dem Kind umgehen. Ich hatte auch so einen. Er konnte einfach nicht stillsitzen und musste immer das letzte Wort haben. Die Konsequenz war, ich durfte öfter in der Schule aufkreuzen. Das Problem der Lehrer, er war trotzdem eine Einser-Schüler, außer im Betragen. Irgendwann wurde es mir doch zu bunt, ich fragte den Lehrer, was er unternehmen will, damit mein Sohn den Unterricht nicht stört. Er schaute vollkommen perplex. Ich sagte ihm, es sei nicht mein Problem. Zu Hause sitze er solange am Tisch, bis er seine Hausaufgaben ordentlich erledigt habe. Dann darf er zum Sport. Der Lehrer schickte ihn nicht zum Sport, sondern gab ihm in Unterricht einfach nur die doppelte Menge Aufgaben. Er hatte es endlich begriffen.

Was ich damit sagen will, es gibt keine anstrengenden Kinder, es gibt nur Erwachsene, die nicht bemerken, dass jedes Kind einmalig ist und Erziehungsratgeber reine Theorie sind, wenn man nicht bemerkt, dass jedes Kind eine einzigartige Persönlichkeit ist. Das zu entdecken und sich etwas einfallen zu lassen, alle Facetten des Kindes zu erkennen, seine starken Seiten zu entwickeln und ihm Selbstvertrauen zu vermitteln, damit es auch mit Kritik umgehen kann, das macht das Leben mit Kindern so interessant.

Ja, Kinder kosten Zeit und Mühe. Auf der Couch vorm Fernsehgerät zu liegen kostet auch Zeit, kostbare Lebenszeit, die nicht viel hinterlässt (zumindest nicht von den meisten Sendern).

Zeit für Freunde hatten wir trotz der Kinder. Die waren immer mit dabei. Irgendeiner hatte vorsichtshalber immer ein Auge auf die Bande, nur das Stillen musste jede Mutter selbst tun.

Wenn ich die Beiträge lese, sind viele Meinungen von der eigenen unbefriedigenden Kindheit und Jugend geprägt. Wer sagt, dass man es so machen muss wie die eigenen Eltern? Ich kenne einen Mann, dessen Kindheit vom Alkoholmissbrauch der Eltern geprägt war. Er hat jetzt eine eigene Familie, trinkt keinen Tropfen Alkohol, auch nicht mit Kumpels und hat seinen Weg aus der Misere gefunden. Er hat mir gestanden, dass er oft eine Riesenangst vor dem ersten Kind hatte, dass er werden könnte wie sein Vater. Er hatte Glück und hat mit Frau und Schwiegereltern eine neue Familie gefunden und brachte den Mut auf, sich auf Kinder einzulassen. Das soll jetzt keine Überzeugungsrhetorik für die Familie sein. Ich will nur damit zeigen, dass es keine unausweichlichen Tragödien geben muss, nur weil die eigene Kindheit eine einzige war.

Mit Kindern ist es ein bisschen wie mit dem berühmten Glas. Man kann sagen, es sei nur halb voll und denkt an die Beschneidung der eigenen Freiheit oder man kann sagen, es ist halb voll und sieht in Kindern nicht nur die Arbeit sondern auch das Glück. Es ist eine Frage der Lebenseinstellung. Wer meint, Freizeit, toller Urlaub, wenig Arbeit im Haushalt, kein Kindergeschrei sind das höchste Glück, der muss sich eben dafür entscheiden. Wer das Lachen von Kindern, ihre Streiche, das Miterleben ihres Werdegangs mit all seinen Überraschungen als Bereicherung seines Lebens sieht, sollte Kinder haben.

Ich hoffe nur, dass alle genug Respekt für die Entscheidung des anderen aufbringen und deren Lebensleistung anerkennen. Das muss nicht die Verdienstmedaille für die beste Mutter sein, aber wenigstens etwas Toleranz gegenüber Familien mit Kindern. Eltern sollten daran denken, dass Menschen ohne eigene Kinder keine Vorstellung haben können, wie das Leben mit Kindern wirklich ist, also etwas Verständnis für das Unverständnis der Kinderlosen haben.

Dmesperxate01


@ estrelle

Das hast du schön geschrieben :)^

Miach6dieVaug{enzu666


@ Monika65

die haben sich gefreut wenn ihre kinder alles so gemacht haben wie sie wollen. aber anders nicht.

Erklär mir das doch mal näher, das interessiert mich. Denn spontan würde ich denken, ja, Eltern versuchen ihre Kinder gut zu erziehen und wenn das Kind "brav" ist (wurde hier ja auch sehr deutlich eingefordert, Kinder haben erzogen zu sein!), dann freuen sich die Eltern. Das ist ja erstmal nichts weiter bemerkenswertes, es ist Lob für erwünschtes Verhalten. Und unerwünschtes Verhalten freut Eltern halt nun mal nicht, was doch aber in der Regel nur bedeutet, dass sie sich ärgern, aber nicht gleich das Kind nicht mehr lieben. Ich glaube aber fast, dass du das nicht so gemeint hast, oder?

ich hatte als kind regelmäßig das gefühl mit liebesentzug bestraft zu werden wenn ich mich nicht "richtig" verhalten habe. dass die eltern nicht mehr mit einem sprechen, einen nicht mehr umarmen oder hinter einem stehen.

weißt du wenn man mal mist gebaut hat, dass sie einen dann zu hause "ausschimpfen" ist ja ok aber dass man dann so ausgestoßen und im regen stehen gelassen wird mit einem schulterzucken "bist ja selbst schuld", verstehst du?

lange dachte ich das ist normal und richtig aber dann habe ich gesehen wie andere eltern hinter ihren kindern stehen egal ob die mal mist gebaut haben und habe angefangen zu zweifeln und dachte ok die lieben mich wohl nicht genug.

edstre<lle


dachte ok die lieben mich wohl nicht genug

Eltern denken oft, dass Strenge das Beste für ihr Kind ist. Sie verwechseln Strafe mit Konsequenz und meinen Liebesentzug sei die beste Methode bei "Verfehlungen ".

Sie wollen das Beste für ihr Kind, indem sie es streng erziehen. Deshalb lieben sie ihr Kind nicht weniger. Es ist schade, dass in der Schule zu wenig vermittelt wird, wie man mit anderen Menschen umgehen sollte. Man kann Fehler einem andren Menschen vor Augen führen, ohne ihm gleich den Respekt oder die Liebe zu entziehen. Man kann auch Kindern schon beibringen, an die Folgen ihres Handelns zu denken. Am leichtesten ist das, wenn es vorgelebt wird. Aber man kann es auch später noch lernen, genau so wie man als Erwachsener seinen Eltern verzeihen kann. Manche können ihre Eltern besser verstehen, wenn sie selbst hilflos vor ihrem aufsässigen Pubertierenden stehen. Zwischenmenschliche Beziehungen sind mitunter schwerer als eine Wissenschaft zu erlernen. Man erleichtert es sich, wenn man sich bewusst wird, dass man immer noch dazu lernen kann. Eltern werden ist nur 9 Monate lang einfach, dann wird es immer komplizierter. Der Mensch kann aber dazu lernen, auch wenn ich manchmal angesichts der derzeitigen Lage in der Welt so meine Zweifel habe. Ich hoffe, ich habe meinen Kindern den Willen und die Kraft zur friedlichen Bewältigung von Konflikten mitgegeben. Was das Kinderkriegen anbetrifft, da bin ich optimistisch. :-x

MDolliZenxchen


@Machdieaugenzu666 und Monika65

Meine Eltern waren auch nur zufrieden, wenn sie mich stolz anderen Leuten präsentieren konnten. Sie hatten so ein ganz bestimmtes Bild, wie ich zu sein habe (sie haben andere Eltern um ihre tollen, selbstbewussten Kinder beneidet), haben mich selbst zu dem Gegenteil ihres Wunschbildes gemacht, haben aber erwartet, dass ich ganz von allein genau so toll bin wie andere Kinder, damit sie sich dann für ihre Superbrut auf die Schultern klopfen können.

Um mich ging es dabei nicht, nur um sie, und wenn ich nicht wunschgemäß funktionierte, schämten sie sich für mich und lehnten jede Verantwortung dafür, warum ich solche Probleme hatte, ab. Ich lebte also permanent mit dem Gefühl, nur willkommen zu sein, wenn ich mich ihren Wünschen gemäß verhielt. Und das konnte ich aufgrund meiner Probleme eher selten.


In der Tat müssen Eltern natürlich nicht alles gut finden, was das Kind tut. Aber das Kind sollte immer wissen, dass es grundsätzlich so, wie es ist, geliebt und akzeptiert wird. Fehlt diese "bedingungslose Akzeptanz", führt das später gern auch mal zu Problemen bei der Partnersuche, weil man ein Leben lang auf der Suche nach eben jener Akzeptanz ist und dadurch anfällig für Menschen, die die richtigen Knöpfe zu drücken wissen... Daraus kann dann auch 'ne Lernintoleranz bei der Partnersuche entstehen, so lange man nicht blickt, wieso einen ein bestimmter Menschentypus immer wieder anzieht.

Stkat


Ich war schon immer ein sehr familiärer Typ, habe früh Babygesittet und fand Kinder immer toll. Mit meinem Mann habe ich einen Partner gefunden, für den Familie auch sehr wichtig ist.

Wenn man sein Kind das Erste mal sieht, entsteht da eine Liebe, die man vorher nicht im geringsten kannte und auch nicht beschreibbar ist. Man muss es einfach selber erlebt haben. Ich verstehe die Menschen die sagen, sie wollen keine Kinder, aus finanziellen, gesundheitlichen Gründen, oder weil die Arbeit einfach wichtiger ist. Aber es tut mir wirklich leid, dass diese Menschen dieses Gefühl nie erleben werden. Zumal man sich nicht andere Kinder angucken sollte. Das Eigene ist was ganz anderes. Den Satz hat jeder schon des öfteren gehört, aber es ist was wahres dran.

Ich persönlich mag den Rummel hier zu Hause und freue mich aufs Älter werden, wenn die Kinder größer sind, ihre Partner mitbringen und irgendwann Enkelkinder oder sogar Urenkel kinder hier rumhüpfen.

Für mich ist der Gedanke schlimm, im Alter vielleicht komplett alleine irgendwo zu sitzen, weil mein Mann vielleicht schon verstorben ist und meine Freunde auch nach und nach gehen.

Man darf nicht vergessen. Kinder sind keine Katastrophen und das Leben ist nicht zu Ende. Es ist nur anders. Ich gehe trotzdem weiter arbeiten, ich habe meine Weiterbildungen (mein Mann ebenfalls) und ja, wir gehen sogar aus, tanzen, feiern, Kino und gehen essen. All das ist weiterhin möglich.

Man bekommt nur extra Aufgaben dazu und ist für so kleine Wesen das größte auf der Erde.

Für mich das schönste auf der Welt, was mir keine Arbeit, Arbeitskollegen oder Chef geben könnten. Vorallem wenn ich in Rente gehe und dann vor Langeweile umkomme. Aber jedem dem Seine. Leben und leben lassen.

MbonikZax65


lange dachte ich das ist normal und richtig aber dann habe ich gesehen wie andere eltern hinter ihren kindern stehen egal ob die mal mist gebaut haben und habe angefangen zu zweifeln und dachte ok die lieben mich wohl nicht genug.

Das kann tatsächlich auch sein, was man halt so unter Liebe versteht. Mit elterlicher Liebe verbindet man Attribute wie "bedingungslos" und das ist in der Tat nicht immer einfach. Mollienchens Erfahrung, dass die Eltern ein bestimmtes Wunschbild haben, ist sicher sehr häufig, die meisten Eltern schaffen es allerdings, die Realität zu akzeptieren und das konkrete Kind, dass sie haben, zu lieben, auch wenn es total anders ist als das Wunschbild. Ging mir so und ich hatte durchaus anfangs auch Probleme, in die Realität als Mutter dieses konkreten Kindes hinein zu wachsen.

lange dachte ich das ist normal und richtig aber dann habe ich gesehen wie andere eltern hinter ihren kindern stehen egal ob die mal mist gebaut haben und habe angefangen zu zweifeln und dachte ok die lieben mich wohl nicht genug.

Das finde ich auch ganz wichtig, dass man trennen kann zwischen den Handlungen des Kindes und dem Kind selber. Allerdings lernen auch Kinder an den Reaktionen ihrer Eltern, dass ihre Handlungen Folgen haben, man zum Beispiel die Eltern kränkt und sie entsprechend reagieren. Ich bleibe ja bei aller Mutterliebe auch Mensch und meine Kinder haben mir auf intensive Art meine eigenen Grenzen gespiegelt. Das hätte so keiner geschafft, auch nicht ein Partner. Ich denke heute oft, ich würde vieles anders machen, wenn ich mit meinem heutigen Bewusstsein noch mal von vorn anfangen könnte. Ich kann auch nicht ausschließen, dass manches davon heute noch einen Einfluss auf sie hat. Geht mir auch so, ich musste viel Entwicklung durchmachen, um zu trennen, was meine Mutter in mir war und wo ich selbst war. Und Kinder interpretieren auch vieles anders, es ist gar nicht immer so einfach, ihnen zu vermitteln, dass man sie im Grunde so wie sind liebt (wenn auch vielleicht nicht täglich akzeptiert), wenn sie gerade ein Phase haben, wo sie sich als Kotzbrocken gebärden.

V*evo1dkhyne


Ich tue mich mit dem Konzept der bedingungslosen Liebe ehrlich gesagt schwer. Vielleicht hätte ich erfahren, wie sich das anfühlt, wenn ich leiblichen Nachwuchs bekommen hätte, aber ich stelle es mir schwierig vor, jemanden, auch (m)ein Kind, bedingungslos zu lieben und habe das auch nie von meinen Eltern erwartet. Ich liebe auch niemanden bedingungslos, weder meinen Bruder, der mir sehr nahe steht, noch meine Eltern, noch meine Partnerin. Ich weiß auch einfach nicht, wie ich mir das vorstellen soll, jemanden bedingungslos lieben, egal wie schrecklich ich sein Verhalten finde? Nein, ich glaube, dazu wäre ich nicht in der Lage, aber viele Eltern sind es offenbar, wenn sie ihre Kinder selbst als Massenmörder lieben.

Ich würde so nicht geliebt werden wollen, ich finde die Vorstellung, bedingunglos geliebt zu werden, egal wie ich bin/egal wie ich mich verhalte, sogar ziemlich abschreckend. Wobei ich das Bedürfnis, so akzeptiert zu werden, wie ich bin, natürlich schon kenne und es mir auch sehr weh tat, als sich meine Eltern einmal von mir abwandten und meine Mutter zeitweise verlauten ließ, ich sei nicht mehr ihr Kind. Das schmerzte, aber ich habe wie gesagt nie erwartet, von ihr immer und unter allen Umständen geliebt zu werden, egal wie ich mich verhalte. Ich hatte wenig Verständnis für ihre Ablehnung in dem konkreten Fall, weil es lediglich darum ging, dass ich Frauen liebe. Aber ich habe grundsätzlich schon Verständnis dafür, wenn Eltern nicht bedingungslos lieben können und sich vom Kind abwenden, sollte es sich in ihren Augen eben untragbar verhalten.

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