» »

Einsam, allein, krank und sehr traurig

I,to1u23 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Lesende,

ich befinde mich in einer akuten vielschichtigen Lebenskrise. Nach einer Trennung vor 3 Jahren bin ich nun in eine tiefe Depression gelandet. Ich m48 stehe vor dem Nichts. Da ist keine Familie (nur Schwester), keine Kinder und da sind auch keine einzigen Freunde. Ich habe im Leben nichts vollbracht oder erreicht. Ich hatte nie Ziele und war nur ein einziges Mal glücklich, nämlich in der besagten Beziehung. Ich war monatelang in einer Psychiatrie und hab Neuroleptika und Antidepressiva ohne Ende geschluckt. Jetzt bin ich zuhause und denke den ganzen Tag an Suizid. Ich habe kein Lebensinhalt mehr seit der Trennung, habe keine Hobbys und keine Interssen. Ich beschäftige mich nur mit meinen Ängsten krank zu sein. Im Moment befürchte ich Diabetes und deren Folgen. Das alles macht mich wahnsinnig und ich möchte gerne allem entfliehen. Ich würd so gerne leben wollen aber diese Sinnlosigkeit, Einsamkeit und Perspektivlosigkeit treiben mich zum äußersten. Ich google rauf und runter wie man am besten geht, hab aber riesige Angst das falsche zu machen und evt. als Pflegefall zu überleben. Was soll ich bloß machen ? Ich habe furchtbare Angst immer einsamer, kranker und ärmer zu werden. Ich habe nie gespart oder vorgesorgt und habe jetzt Angst im Alter anonym in einem schlechten staatlichen Pflegeheim als Nummer dahinzuvegetieren. Alles geht nur noch bergab, seit 3 Jahren. Muss es nicht zwangsläufig im Schlimmsten enden ? Was soll ich bloß tun ?

Antworten
Etlla7x1


War denn bis vor 3 Jahren wirklich alles viel besser?

Ich habe ein wenig den Eindruck, Du hast Dich vor allem über die Beziehung definiert, so dass mit deren Ende dann die große Leere eingetreten ist.

Warum hast Du keine Freunde, bzw. hat es denn je mal welche gegeben?

Wegen der körperlichen Probleme könntest Du als ersten Schritt schon mal die Ernährung umstellen (möglichst naturbelassen) – Dir aber bewusst sein, dass auch die Psyche stets sehr stark den Körper mit beeinflusst.

Du möchtest einerseits dem Leben am liebsten ein Ende bereiten – andererseits sehnst Du Dich nach Gesundheit und damit auch Leben. ;-)

Vielleicht kannst Du aus diesem Kontrast heraus erst recht wieder den Hang zum Leben finden, mit allen seinen kleinen (und nicht nur großen!) Dingen, die es lebenswert machen.

Bdrummbi>enxe


Na immerhin, eine Schwester hast du ja schon mal. Wie ist euer Kontakt? Hattest du früher gute Freunde? Wo sind die jetzt?

E.hemaliager Nutz(er> (#5H40992x)


Bist Du bereit, etwas in deinem Leben zu ändern?

m$ond+sRterxne


:)_

Du hast Dich hier in einem Medizinforum angemeldet. Damit hast Du eine Entscheidung gefällt. Es ist eine Entscheidung für das Leben. Denn hier geht es darum, Dir zu helfen, damit Du nicht nur überlebst, sondern auch damit es Dir möglichst gut geht.

Du kannst hier Leute finden, denen es vielleicht mehr oder weniger ähnlich geht wie Dir. Du kannst Erfahrungen austauschen oder neue Erfahrungen sammeln.

Ich wünsche Dir viel Glück dabei. :)*

Ich google rauf und runter wie man am besten geht, hab aber riesige Angst das falsche zu machen und evt. als Pflegefall zu überleben. Was soll ich bloß machen ?

Anscheinend bist Du in Deiner Entscheidung noch nicht ganz gefestigt. Ob Du Dir in diesem Forum Hilfe suchst oder in einem anderen, ist Deine Entscheidung. Damit stehst Du ganz allein. :°(

Wenn Du Hilfe, Rat und Bestätigung in Deiner Entscheidung für das Leben suchst, bist Du hier richtig.

IZtbo1L2x3


Hallo,

erstmal zur Schwester, sie hat mir in dem letzten Jahr sehr zur Seite gestanden. Doch nun ist sie an einem Punkt an dem sie abblockt und sagt sie könnte keinen psychisch Kranken betreuen. Ich denke die schützt sich gerade selber um nicht selber Probleme zu bekommen. Freunde gab es nie wirklich. Soziale Kontakte gibt es eben nicht da ich Schwierigkeiten/Ängste habe mich zu sozialisieren.

Ja mein Lebensinhalt war die (Fern)Beziehung und die Arbeit. Beides war für lange Zeit weg und hat mich in die Depression gestürzt. Jetzt gibt es da nur eine riesige Leere.

Um meinen körperlichen Ängsten zu begegnen habe ich begonnen mich gesünder zu ernähren und mich mehr zu bewegen. Jetzt sind 10kg runter in 10Wochen.

Ja es gibt diesen Kontrast, auf der einen Seite sorge ich mich um meinen Körper und auf der anderen Seite würde ich am liebsten aufgeben und allem ein Ende setzen.

Im Moment sehe ich in einer sinnlosen und inhaltsfreien Zukunft entgehen. Ich bin einfach nicht der smarte Typ (48 J.vermasselt/ verschlafen) der nun aufspringt um sein Leben ändern zu können. Ich weiß nichts mit dem Leben anzufangen und habe Angst davor das meine Isolation mich noch mehr runterzieht.

War es vor drei Jahren alles besser. Naja verglichen mit heute muss ich sagen JA. Leider habe ich die Chance damals nicht ergriffen dem einzigen Menschen zu folgen der Lebensziele hatte. Ich war starr mich zu ändern. Obwohl die Bedingungen pures Gold waren im Vergleich zu heute. Und darum kann ich vorhersagen das ich es wahrscheinlich niemals schaffe mich zu ändern. Da müsste erstmal ein neuer Mensch aus mir werden. Und ob das nach 48J. möglich ist wage ich zumindestens in meinem Fall sehr stark zu bezweifeln.

Ich weiß ich muss den ersten Schritt machen und Änderungen wollen, aber zur Zeit zieht es mich einfach viel stärker in die einfachste Lösung. Allem zu entfliehen um nicht kämpfen zu müssen. Armselig oder ?

B;rufmmbiVene


Nein armselig klingst du nicht, eher traurig und hoffnungslos. Du hast vor drei Jahren scheinbar einen Fehler gemacht und nicht gesehen, welche Konsequenzen es für dich haben wird. Punkt. So ist es jetzt und da muss man ansetzen, es wird dich nicht weiterbringen wenn du darüber grübelst.

Sinnlosigkeit, Einsamkeit und Perspektivlosigkeit

Mich macht das sehr betroffen da es ja nichts anderes heißt wie "Niemand braucht mich, ich habe auch niemanden und es wird sich nichts ändern da ich mir nicht mehr helfen kann".

Soziale Kontakte gibt es eben nicht da ich Schwierigkeiten/Ängste habe mich zu sozialisieren.

Kannst du mal näher drauf eingehen? Und darf ich davon ausgehen, dass du nicht mehr erwerbsfähig bist?

EZl&la71


Welche Änderungen hättest Du denn gerne, wenn sie sich sagen wir mal per Fingerschnipp realisieren ließen?

Diese Gefühle der Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit, Angst und Unzulänglichkeit kennen mehr Menschen als Du glaubst... Viele davon funktionieren nach außen hin perfekt, sind (scheinbar) immer gut drauf – und zuhause sieht es aber ganz anders aus.

Der Eindruck, nur man selbst sei so schwach, depressiv, unfähig und was weiß ich noch alles, macht es nochmal schlimmer.

Als ersten Schritt schlage ich somit vor, die eigenen negativen Gefühle etwas herunter zu dimensionieren, sie nicht groß zu "bewerten" und damit noch schlimmer zu machen.

Sie haben irgendwelche Hintergründe/Ursachen und damit auch eine Berechtigung.

Gibt es irgendeine "Baustelle", an der noch am relativ leichtesten anzusetzen wäre?

CMar8aemaxla


Für mich deuten negative Gefühle daraufhin, dass man seine tiefsten Bedürfnisse sich selbst gegenüber vernachlässigt hat, ohne es zu wissen.

Ein großer Teil der Menschen lebt nicht über sich selbst, sondern über andere. Leider wird einem das oftmals so anerzogen, denn die Eltern wissen auch nicht besser.

Nachzusehen, wo liegen die wirklichen eigenen Interessen, Wünsche, Vorstellungen und zu schauen, wie kann man sie verwirklichen um wirklich selbstständig zu leben, dass ist sehr wichtig. Da helfen leider keine Pillen und kein anderer kann einem hier etwas abnehmen, aber man kann überall Hilfe zur Selbsthilfe bekommen.

Ich würde es eher als große Chance sehen, endlich einmal genau hinsehen zu können was fehlt einem, um selbst glücklich zu sein. Sich über andere zu definieren führt früher oder später in eine Sackgasse.

Ursache ist, so meine ich, dass bei den meisten Menschen die inneren seelischen Potentiale verletzt worden sind. Dass ist ein inneres sich geliebt fühlen, sich angenommen fühlen, sich in Sicherheit fühlen. Das kann einem ein außenstehender nicht geben, denn es ist die Anbindung an das eigene Wesen. Einstein sprach von Intuition in dem Zusammenhang. ;-)

Ralf Bihlmaier hat auf seiner DVD: Die Kraft der Gedanken, die Zusammenhänge einigermaßen gut erklärt. Vielleicht wäre das etwas für dich, Ito123. Über sich selbst nachzudenken und zu lernen selbst seine Gefühle zu verstehen und auch loslassen zu können, das kann man lernen. :-)

C^araEmaclxa


Ui der letzte Satz sollte natürlich so heißen:

Über sich selbst nachzudenken, selbst seine Gefühle zu verstehen und auch loslassen zu können, das kann man lernen. :-)

I=to1523


@ Brummbiene

Ich arbeite seit ich im März aus der Psychiatrie raus bin.

Allerdings ist gerade nichts zu tun und deshalb gibt es keine Ablenkung. Mein Chef sitzt 400km weit weg und ihm ist im Moment egal was ich gerade mache.

Zu meinen Schwierigkeiten mich zu sozialisieren muss ich wohl weit zurück gehen. Meine Mutter war allein erziehend und wir zogen ständig um, ich hätte nie Gelegenheit Freunde zu finden, ich wurde nicht angeleitet zu Sport oder Hobby, da es finanziell nicht möglich war.

Ich hab weder Abi, hab nicht studiert und war nicht beim Bund. All diese Stationen so man lernt Menschen kennenzulernen gab es bei mir nicht. Ich kann einfach nicht Kontakte aufbauen geschweige denn sie pflegen. Gespräche müssen immer ein Sinn haben, allgemeines Gerede langweilt mich und lässt Desinteresse an anderen Menschen aufkommen. Versteht mich nicht falsch, ich würde gerne irgendwo draußen mit jemanden im Café sitzen und klönen aber ich brauche dazu vertraute Personen die ich leider nicht kenne.

@ Ella71

Was würde ich mir wünschen. Na das ich den Mut gehabt hätte mit meiner Ex-Partnerin eine Familie zu gründen um mit ihr in eine gemeinsame Zukunft gehen zu können.

Aber ich denke Du meintest eher Änderungen an meiner jetzigen Situation die ich mir wünschen würde.

Ich würde sehr gerne in eine große Stadt ziehen, nach Nürnberg. Ich würde sehr gerne dort versuchen noch etwas mit meinem Leben anzustellen.

Allerdings weiß ich das ich der gleiche Mensch wäre und nur ein Umzug mich nicht ändern würde. Wahrscheinlich würde ich auch nur alleine in meiner Wohnung sitzen.

Ok, warum mache ich das nicht. Weil ich zur Zeit kaum einkaufen gehen kann und schon garnicht ein Umzug stemmen könnte. Außerdem fehlen mir die finanziellen Mittel, leider.

Eine Baustelle die mich gerade und immer wieder deprimiert sind meine Ängste um meine körperlichen Beschwerden. Wenn ich die los wäre hätte ich viel mehr Lebensmut.

So spielen sie eine große Rolle in meiner Angst vor der einsamen Zukunft. Ich stelle mir vor immer hilfsbedürftiger zu werden und damit in Isolation umgehen zu müssen. Das macht mich unendlich besorgt und traurig.

EFl`la7x1


Du hast eine Arbeitsstelle und meisterst die Anforderungen trotz diverser körperlicher und psychischer Schwierigkeiten, Respekt!

Auch wenn gerade nicht viel zu tun ist: Du hast Arbeit! Kommst Du in diesem Zusammenhang auch mit Menschen zusammen? Wie verlaufen diese Kontakte?

Versteht mich nicht falsch, ich würde gerne irgendwo draußen mit jemanden im Café sitzen und klönen aber ich brauche dazu vertraute Personen die ich leider nicht kenne.

Auch vertraute Personen hatten irgendwann ihren Anfang, waren sich ursprünglich fremd. Klar kannst Du Dir die Freunde nicht aus dem Hut zaubern, und krampfhaftes "Suchen" bringt vermutlich nichts. Doch jeder noch so kleine Schritt ist gut.

Gibt es denn bestimmte Interessen? Käme ein Verein in Frage? Oder Ausstellungen o.ä. besuchen, zwanglos dabei Menschen (kurz) ansprechen, vorerst rein zu Übungszwecken?

In Geschäften sich beraten lassen usw. – einfach zwecks Kommunikationstraining/-routine. Und dann sieht man nach und nach weiter.

Was würde ich mir wünschen. Na das ich den Mut gehabt hätte mit meiner Ex-Partnerin eine Familie zu gründen um mit ihr in eine gemeinsame Zukunft gehen zu können.

D.h. die Beziehung ist für Dich innerlich nicht abgeschlossen, und Du leidest noch unter Liebeskummer....

Wenn Du magst, erzähl' doch näheres dazu: wie lange wart Ihr zusammen, was hat Eure Beziehung so besonders gemacht, warum hat es nicht gehalten usw.?

Du hast das mit der (vermutlich längeren) Beziehung auf die Reihe bekommen; warum sollte das nicht ein weiteres Mal (dann halt mit einer neuen Partnerin) gelingen? Voraussetzung dafür ist aber natürlich, dass Du nicht ewig der Ex hinterhertrauerst.

Du hast Nürnberg als Vision genannt bzgl. Lebensraum. Was gefällt Dir an der Stadt besonders? Hast Du dort schon mal gelebt?

Ein Umzug, wenn er nicht zu riesig ausfällt, kostet nicht die Welt, ggf. kannst Du sogar selbst das meiste mit einem Mietlaster transportieren. Und wenn Du zeitlich nicht unter Zugzwang bist, kannst Du in Ruhe nach Wohnungen schauen, musst auch nicht auf die Schnelle was Überteuertes nehmen, evtl. sogar etwas weiter außerhalb.

Eine Baustelle die mich gerade und immer wieder deprimiert sind meine Ängste um meine körperlichen Beschwerden. Wenn ich die los wäre hätte ich viel mehr Lebensmut.

Das kann ich sehr gut verstehen. Hatte selbst immer wieder solche Phasen in meinem Leben, und das war sehr trostlos. Leider lässt man dann sämtliche Argumente gar nicht so richtig an sich heran, dass und warum diese Ängste absurd sind, sondern sie fühlen sich ja sooooo real und gerechtfertigt an. Dadurch, dass Du mangels Sozialleben viel Zeit hast, Dich den Ängsten zu "widmen", wird das ein umso scheußlicherer Teufelskreis.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du da wieder herausfindest.

Wenn Du zurückblickst auf Dein Leben: hat es nicht schon öfters mal solche Tiefs gegeben, und waren nicht auch sie zeitlich begrenzt?

Iyto1)23


Die Kontakte im Büro sind schwach ausgeprägt und höre an der Bürotür am Feierabend auf.

Zu Kommunikation kann ich sagen das ich nicht unbedingt Probleme habe mit Menschen zu reden, eigentlich kann ich sehr empathisch und höflich sein was für SmallTalk immer ausreichte. Allerdings fehlt mir darin dann immer der tiefe Sinn und somit auch Motivation solche Gespräche zu suchen. Genau genommen hätte ich nicht viel zu erzählen ohne wirkliche Lebensinhalte. Andere erzählen von ihren Kindern, von ihren Hobbys oder ihren Freitzeitaktivitäten. Das alles gab es nicht und gibt es nicht in meinem Leben. Ich würde mich schämen nicht derartiges erzählen zu können.

Stimmt ! ich habe noch nicht mit der Beziehung und der Vergangenheit abgeschlossen ! Ich lebe eigentlich täglich in meiner Traumwelt in der ich immer wieder zurückspringen um auszumachen wo meine Fehler waren und um mir auszumalen wie es hätte alles werden können.

Ich weiß das ist alles sehr destruktiv und bringt mich nicht weiter. Nur ist das wie einer Spirale aus der ich kein Ausweg finde. Ich muss darüber grübeln ob es mir gut geht dabei oder nicht. Verrückt oder ?

Es ist weit mehr als Liebeskummer denn von dieser Beziehung ausgehend hätte sich mein ganzes Leben wenden können. Ich hätte mit 40 erstmals die Chance gehabt etwas sinnvolles mit meiner Zeit anzufangen. Ich spreche davon das meine Ex-Partnerin eine Familie plante und mit mir eine Zukunft aufbauen wollte. Sie war 11Jahre jünger, studiert und schlau, finanziell absolut unabhängig, hübsch und am Anfang unglaublich in mich verliebt. Wir führten eine Fernbeziehung über 450km und sahen uns trotzdem über 2Jahre jedes Wochenende. Aber sie war auch manchmal anstrengend und kommunikativ ohne Ende. So konnte ich mich nie entschließen aus einem kleinen niedersächsischen Dorf ins bayrische Nürnberg zu ziehen. Und das obwohl alle Rahmenbedingungen perfekt waren. Mit kurzer Unterbrechung waren wir 4,5 Jahre zusammen. Um am Ende noch was zu retten nahm ich mir in Nürnberg eine Zweitwohnung um halt präsenter sein zu können. Allerdings wurde ich dann für den Posaunenlehrer ausgemustert. Ich behielt die Wohnung noch für knapp 1,5 Jahre, der Hoffnung wegen. Natürlich wurde das auch ein finanzielles Desaster und teuer für mich aus dem zeitgebundenen Mietvertrag wieder herauszukommen.

Aber ich hab mich halt in Nürnberg verliebt, habe dort auch ein Schreibtisch und meinem Chef ist es egal wo ich zur Arbeit gehe. Darum würde ich gerne dorthin ziehen. Um die Vorteile einer Großstadt zu nutzen.

Natürlich würde ich meine Ex-Partnerin nicht stalken. Das wäre natürlich nicht ok und würde mich meilenweit von ihr entfernen. Sie versucht mich im Leben zu behalten allerdings nur als Freund.

Auf Nachfrage vor 14Tagen ob es noch eine gemeinsame Zukunft geben kann gab es ein kategorisches Nein. Sie ist wieder glücklich in einer Beziehung und plant ihre Lebensziele umzusetzen. Mit jetzt 37 ist das ein verständliches Ziel. Ich muss gestehen das sie sich ohne mich besser entwickelt hat und bestimmt auch ohne mich ein besseres Leben hat. Dennoch tut mir die gegenwärtige Situation im Herzen weh. Diese Endgültigkeit das es für immer aus ist ist gerade der Hauptanschub für meine schwere Depression.

So ein Tief gab es noch nie in meinem Leben. Eigentlich ist es eine ausgemachte und hausgemachte Lebenskrise!

Ja Du hast Recht Ella71, mangels Sozialleben stecke ich ganz tief in den Ängsten vor körperlichen Beschwerden. Und es ist in der Tat ein richtig großer Teufelskreis. Es stimmt meine Ängste stellen sich mir als reale Gefahr da und ich bin wenig zugänglich für Argumentation dagegen. Das ist natürlich noch zusätzlicher Brennstoff für meine Depression.

Im Moment ist es wirklich schwer das Leben zu akzeptieren und es anzunehmen. Sehr schwer !

C$aram{alxa


Angst ist ein Ausdruck von Hilflosigkeit, meiner Erfahrung nach. Man kennt sich selbst und seine Stärken nicht. Die Angst füllt diese Lücke als Symptom nur aus.

Dahinter stecken Bedürfnisse, von denen man glaubt, dass sie einem nicht erfüllt werden, zum Beispiel das Bedürfnis nach Gesundheit, nach sozialen Kontakten, nach einem entspannten und erfüllten Leben. Und wenn man schon selbst nicht daran glauben kann, dann geht mit diesem Paket im Gepäck durch die Welt und sie spiegelt einem im Grunde das, was man denkt.

ENllax71


@ Ito123

Puh, da bist Du ja emotional immer noch total verstrickt mit der Ex.

Könnte mir vorstellen, dass Du evtl. etwas klammernd rübergekommen bist (Fixierung auf sie, keine Freunde) und ihr das die Luft zum Atmen genommen hat.

Wie auch immer, für eine langfristige Beziehung hat es nicht gepasst – und da bringt es auch nichts, im Nachhinein noch so sehr zu hadern und sich mit Selbstvorwürfen zerfleischen, was man alles anders machen hätte sollen. Wenn dies damit verbunden gewesen, Dich selbst zu verbiegen, Dich ihr um jeden Preis anzupassen, dann wäre der Schuss eben erst später nach hinten los gegangen.

Sie hat Dich verlassen, ist längst glücklich mit ihrem neuen Lover – also, so hart es klingt: abhaken und nach vorne schauen. Auch nicht Dich abquälen mit so ner Pseudofreundschaft nach dem Motto besser ein paar Brotkrumen als nichts.

Angesichts dessen, was Du im letzten Beitrag geschrieben hast, würde ich an Deiner Stelle von einem Umzug nach Nürnberg eher absehen.

Wichtig ist jetzt in erster Linie, dass Du gut zu Dir selbst bist, mit Dir ins Reine kommst. Erst dann kann auch wieder das Thema Frauen relevant werden. ;-)

Genau genommen hätte ich nicht viel zu erzählen ohne wirkliche Lebensinhalte. Andere erzählen von ihren Kindern, von ihren Hobbys oder ihren Freitzeitaktivitäten. Das alles gab es nicht und gibt es nicht in meinem Leben. Ich würde mich schämen nicht derartiges erzählen zu können.

Eine wahre Freundschaft lebt nicht in erster Linie von oberflächlichem Faktenaustausch (das hat sich inhaltlich ohnehin alles schnell erschöpft). Da geht es ums Innenleben, Sorgen und Probleme; aber auch gemeinsamer Humor und Unternehmungen finden ihren Platz.

Am spannendsten habe ich mitunter Gespräche mit solchen Leuten erlebt, die weder Kinder noch eine "vernünftige" Arbeit haben, die keine oder nur verkorkste Beziehungen erleben. Oder aber manche haben dies alles und sind trotzdem kreuzunglücklich. Ob jemand als Mensch interessant und wertvoll ist, hängt nicht wesentlich von seinen Lebensumständen ab, finde ich.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH