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Einsam, allein, krank und sehr traurig

J]anJ7x4


Möchte dazu einen kleinen Zusatz schreiben.. den Gedanken hatte ich nämlich vor kurzem auch (in Bezug auf eine sehr, sehr frustrierte, perspektivlose Bekannte von mir). Wenn man in so einer Situation steckt, ist es vermutlich der bessere Ansatz, nicht das, was man nicht hat, zu beklagen, und sich zu fragen "was kann das Leben mir bieten?", sondern statt "haben zu wollen" lieber "geben wollen". Anstelle von "was kann die Welt mir bieten?" lieber "was kann ich für dle Welt tun? Wie kann ich meinen Mitmenschen helfen?". Das dürfte viel eher aus der Sackgasse hinaus führen.

I9tOo1x23


Eine Nacht mit 5h Schlaf, das hab es schon lange nicht mehr. Jetzt liegt dieser verflucht lange Sonntag vor mir und mir ist jetzt schon schlecht vor Angst ihn ganz durchleben zu müssen. Ich will das nicht mehr ....

I-tox123


@ Jan74

Ja die Sache mit der Schuld am Ganzen beschäftigt mich schon auch. Als wir uns vor 8 Jahren kennenlernten war meine 11 Jahre jüngere Ex-Partnerin noch in ihrem Reifeprozess wohl auf der Suche nach einem Lenker und Gebenden. Ich nahm diese Rolle gerne an denn sie erfüllte mich und machte mich sehr glücklich. Es gab ein Mensch der mir das gab was mir immer fehlte, Liebe. Allerdings hatte dieser Mensch im Gegensatz zu mir auch Visionen und ein Blick für das wirklich wichtige Ganze. Sie hatte Lebensziele, während ich nur punktuell von Tag zu Tag lebte. Sie war eine zeitlang bereit mit mir diese Ziele umzusetzen bis sie bemerkte das ich nur auf der Stelle trat und ihr nicht folgen wollte. Ich will ihr nicht die Schuld geben an meiner Situation. Sie, genau wie jeder andere hat nur ein Leben und sie versucht ihre Ziele (Familie) umzusetzen damit sie es nutzt um glücklich zu sein. Sie ist nicht da um mich glücklich zu machen und mit mir auf der Stelle zu treten.

Ich war nur ein statischer Bahnhof auf ihrer Reise durch das Leben der depressiv ist weil sie nicht ausgestiegen ist an diesem Bahnhof. Doch ich bin noch viel depressiver weil ich nicht aufgesprungen bin auf dem Zug ihres Lebens und es wenigstens versucht habe mitzuleben.

Ich wünsche mir gerade nichts sehnlicher als das wir eine Familie gegründet hätten. Denn genau das ist das richtige Ganze. Das Leben nutzen und Spuren zu hinterlassen.

Tja was kann ich der Welt geben.

Gerade kann ich mir nicht mal selber genug Lebensmut geben und schleppe mich durch jeden neuen besch....... Tag.

I$to1123


@ Schnecke1985

Du hast Recht, wer viel grübelt der verliert den Kontakt zur Wirklichkeit und lebt in einer Traumwelt.

Und das genau mache ich, ich lebe in meiner Gedankenwelt. Denn in dieser Welt gibt es sie noch, meine Beziehung und meine Ex-Partnerin. Nur in dieser Welt kann ich gerade überleben ! Ich kann sie nicht loslassen. Sonst stürze ich ins Nichts.

Du hast Recht, mein Wunsch nach Erlösung ist eine Flucht vor dem realen Leben.

Ich weiß das es nie wieder ein Weg für mich ins Leben geben wird und darum wäre ich gerne frei von der Belastung.

Was ich sich bisher tat im Leben, alleine oder mit einer Partnerin oder mit anderen es hat rein gar nichts ergeben. Nichts !

Alle bisherigen Anstrengungen waren völlig umsonst.

Mir fehlen die Ideen für mein weiteres Leben und vor allen die Energie.

Du sagst ich habe Arbeit. Das stimmt, ich habe immer gearbeitet, nichts tolles aber es war immer mein einziger Lebensinhalt.

Doch nun nach der Trennung und dem ganzen Nachgang wie Psychiatrie usw. bin ich wie Jan74 sagt ein psychisches Wrack.

Ich habe Angst vor der Arbeit, vor den Kollegen, ich habe Angst zusammenzubrechen, zu versagen.

Die Firma baut immer mehr Stellen ab und ich denke das es auch mich bald treffen wird.

Ich habe sehr große Angst vor Alters-Armut. Bis jetzt hab ich nicht vorsorgen können.

Zudem hat mich die Zweitwohnung in Nürnberg mit der ich die Beziehung retten wollte in ganz große finanzielle Schwierigkeiten gebracht.

Du schreibst von Verwandten, Freunden und Bekannten. Das sind Kontakte von denen ich nur träumen kann. Außer meiner Schwester, die nach 2 Jahren nun am Ende ihrer Kräfte ist mich weiter zu begleiten gibt es keinen Mensch mehr in meinem Leben.

Diese Einsamkeit ist ernüchternd.

Ich lebe seit 48Jahren in der gleichen Region, habe es nicht geschafft mir ein soziales Netzwerk aufzubauen. Ich bin nicht dafür geboren und habe es nie gelernt. Darum wird sich das auch jetzt nicht ergeben. Erst Recht nicht in meiner Verfassung.

Ich finde die Idee meiner Psychiaterin mich anderen bedürftigen Menschen zu widmen seltsam. Ich soll mich also an deren möglicherweise schlechteres Schicksal laben um selber zur Erkenntnis zu gelangen das mein Leben schön, ok oder lebenswert ist.

Aber was ist mit meinen unerfüllten Träumen, die lassen mich verzweifeln und aufgeben.

Ich möchte nicht nur leben müssen weil es anderen noch schlechter geht und ich deswegen nicht aufgeben "darf".

Ich bewundere Dich wie Du es geschafft hast Dich trotz Krankheit dem Leben zu stellen. Und ich danke Dir für Deinen sehr langen Beitrag !

Aber ist die Flucht in den Tod nicht auch ok ?

Ich erwarte doch nichts mehr vom Leben außer Sorgen und Einsamkeit.

Ich bin einfach am Ende angekommen ....

mPond+(sterxne


Ich finde die Idee meiner Psychiaterin mich anderen bedürftigen Menschen zu widmen seltsam. Ich soll mich also an deren möglicherweise schlechteres Schicksal laben um selber zur Erkenntnis zu gelangen das mein Leben schön, ok oder lebenswert ist.

Finde ich auch. Ich sehe mir lieber einen Liebesfilm an. Auch wenn er aus der Traumfabrik Hollywood ist, gibt er mir das Gefühl, das Leben ist irgendwo auch schön und lebenswert.

Wenn ich Nachrichten sehe über Krieg und Krisen, Hunger, Elend, Krankheit und Tod, geht es mir nur schlechter. Geholfen ist damit niemand.

ist die Flucht in den Tod nicht auch ok ?

Ja. Wie ich schon geschrieben habe, gibt es dafür andere Foren.

In diesem Forum geht es darum, einen Weg in das Leben und durch das Leben zu finden.

I7ceeLavd\y_5x0


Nur in dieser Welt kann ich gerade überleben ! Ich kann sie nicht loslassen. Sonst stürze ich ins Nichts.

Und ich denke, andersrum wird ein Schuh draus.

Wenn Du Dich weiterhin daran festklammerst, an eine Wunschvorstellung, an ein Phantasiekonstrukt, dann wirst Du untergehen, denn Du wirst auf diese Art niemals Kontakt zur Außenwelt bekommen.

Und übrigens - so wirst Du auch keinen Kontakt zu Deinen innersten Gefühlen bekommen, die wahrhaftig da sind. Als da wären: Freude, Empathie etc.

Diese unsägliche Geschichte bremst Dich aus. Aber Du musst willens sein, das sein zu lassen. Das ist auch eine Form der Entscheidung!!

Ich hatte Dir in meinem letzen Beitrag auch etwas dazu geschrieben.

I.to1t2'3


@ IceLady_50,

Du hast Recht, wenn ich nicht nicht loslasse und meine Traumwelt nicht verlasse schaffe ich es nicht.

Bis jetzt hatte ich aber immer Hoffnung gehabt durch teilweise intensiven Kontakt mit meiner Ex-Partnerin.

Nun weiß ich seit 2 Wochen das sich diese Hoffnung nie bewahrheiten wird. Das lässt mich gerade komplett resignieren. Im Moment ...

Du hast Recht, wenn ich weiterleben will muss ich es irgendwie schaffen loszulassen. Ich hoffe das ich diesen Punkt zeitnah erreichen kann trotz aller Zulunftsängste.

scchnVeckKe19x85


Du hast ganz recht, du musst loslassen. Dieser Traum ist nicht real. N-I-C-H-T-R-E-A-L.

Wie soll es jetzt weitergehen?

Die Antwort auf diese Frage kann nicht ad hoc gegeben werden, es ist ein Prozess. In deinem Falle wäre es z.B. optimal, wenn du einem Verein beitreten könntest, oder einer Selbsthilfegruppe. Das wird dir natürlich nicht sofort eine Partnerin einbringen, aber du hast wieder Leute um dich, die im Leben stehen und an denen du dich orientieren könntest.

Zu den Interessen: Was hat dich als Kind interessiert? Was fandest du in der Zeit spannend? Ich ziehe Pflanzen und empfinde das als sehr meditativ, koche auch gerne. Es gibt hunderttausend VHS-Kurse, Vereine oder Interessensgruppen. Du kannst z.B. durch eine ehrenamtliche Tätigkeit deine Freizeit erfüllter gestalten. Damit bleibt dir automatisch weniger Zeit zum Grübeln. Nicht umsonst empfiehlt man bei Liebeskummer Ablenkung, egal welcher Art.

Und zum Thema schwimmen: Geh doch einfach, rausschmeißen kann man dich nicht. Ich gehe auch schwimmen und wurde noch nie blöd angemacht, obwohl ich dick bin.

Irtoz1N23


Ein völlig ereignisloser Sonntag ist endlich zuende. Ich hab kein Wort mit niemanden geredet, mit wem auch.

Wochenenden sind eine schreckliche Zeit für mich.

Nun liege ich im Bett weil die Uhr es sagt, müde bin ich nicht und schlafen werd ich auch nicht können.

Ich habe Angst vor morgen, übermorgen, nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr ......

J\an7x4


Ich hab kein Wort mit niemanden geredet, mit wem auch.

Wieso denn nicht? Und sei es ein Tankstelleneinkauf..

und man kann jede Menge Leute in internet-chats kennenlernen und mit diesen auch real reden ;-).

J|a`n7x4


grad nochmal das eingangsposting gelesen und muss mich nochmal wiederholen..

Du musst dringend zusehen, dass Du wieder einen "Anker wirfst", da wo Du bist. Irgendwie stärker sozial integriert werden.

Was spricht gegen

- gelegentlich einen Plausch mit Nachbarn

- einem vertrauensvollen Gepräch mit dem Pfarrer/Seelsorger Deiner Kirchengemeinde, evtl weiss der auch Anlaufstellen (in den Kirchengemeinden wo ich war gab es wöchentlich Gesprächskreise aller Altersgruppen)

- Fahrrad fahren, z.B. jeden Tag zu einer festen Uhrzeit immer zum selben Bäcker zum Brötchen holen, irgendwann kennt man Dich dann da

- Selbsthilfegruppen aller Art (vielleicht gibts auch was für Leute die in genau Deiner Situation sind)

- ein ehrenamtliches Engagement irgendwo (Kirche?)

und so weiter und so fort. Rate ich Dir dringend! Neue Leute kennenlernen ist eigentlich immer mit einem guten Gefühl und vor alle, so empfinde ich das zumindest, mit dem Gefühl von Optimismus und Perspektive verbunden, und genau das ist es, was Dir fehlt. Aber dazu musst Du aus eigener Initiative den Schritt raus aus Deinem Schneckenhaus machen und unter Leute gehen!

I?to1-23


Ich weiß ich muss mich jetzt bewegen um aus dieser Situation herauszukommen.

Nur so geht es weiter. Auch wenn ich noch nie Kontakte geknüpft habe scheint das der einzige Weg zu sein aus meiner Eindamkeit und Trauer zu entkommen.

Jetzt nachts um 3:47 liege ich allerdings immer noch wach und grübele über mein Schicksal.

Ich würd so gern mal wieder schlafen um voller frischer Energie zu sein.

Jran74


Du bist 48 Jahre alt und hast noch nie Kontakte geknüpft!?

Dann werde mal aktiv. Mach Dir eine Liste und arbeite sie ab.

Ich hab übrigens auch oft solche Gedanken. Was, wenn alles wegbricht. Trennung, berufliche Krise. Ich arbeite auch überwiegend zuhause und komme nicht unbedingt von selber unter Leute. Die Vorstellung ist bedrückend. Aber das, was mir dazu dann als Antwort einfällt, ist IMMER: Du musst zusehen, dass Du mehr sozial integriert wirst. Das ist wirklich so mit das wichtigste überhaupt im Leben, glaub ich. Das Gefühl von nicht-Einsamkeit, vom aufgefangen-werden von anderen Menschen. und wenn da Defizite sind, sollte man zusehen, dass man an ihnen arbeitet.

JCanx74


Also bei uns z.B. gibts sowas hier. Das wäre eine sinnvolle Anlaufstelle. Vielleicht gibt es etwas ähnliches bei Dir in der Nähe?

[[http://www.hoelderlin-ev.de/]]

C^aramaxla


Ich war nur ein statischer Bahnhof auf ihrer Reise durch das Leben der depressiv ist weil sie nicht ausgestiegen ist an diesem Bahnhof. Doch ich bin noch viel depressiver weil ich nicht aufgesprungen bin auf dem Zug ihres Lebens und es wenigstens versucht habe mitzuleben.

Ich wünsche mir gerade nichts sehnlicher als das wir eine Familie gegründet hätten. Denn genau das ist das richtige Ganze. Das Leben nutzen und Spuren zu hinterlassen.

Hast du gut analysiert, Ito123, aber ich sehe die letzten Sätze anders.

Ich wünsche mir gerade nichts sehnlicher als das wir eine Familie gegründet hätten.

Das wünschst du dir nur, weil du dann nicht alleine wärst, aber nicht, weil es dir selbst gut tun würde. Meiner Meinung nach brauchst du das Gefühl geliebt zu werden von anderen. Dich selbst zu lieben hast du, denke ich, nie gelernt. @:)

Denn genau das ist das richtige Ganze. Das Leben nutzen und Spuren zu hinterlassen.

Auch das sehe ich anders. Es ist vollkommen egal welche Spuren man hinterlassen hat oder nicht, wenn man sich selbst dafür aufgeben und verloren hat. Eine Familie zu gründen ist auch nicht das Ganze, sondern es ist eine Möglichkeit von vielen.

Ich war neulich in der Kirche auf einer Beerdigung. Die Kirche war zum Bersten voll. Der Mann ein paar Jahre älter als fünfzig. Er hat eine Menge Spuren hinterlassen, war allseits beliebt. Aber er hat getrunken, hat abends mehrere Bier gebraucht und er hat überwiegend über andere gelebt. Er selbst ist dabei, meiner Meinung nach, auf der Strecke geblieben. Für alles hatte er einen Scherz auf den Lippen, war auch herzlich, aber darunter war auch etwas anderes, dass er nicht gelebt hat. Obwohl er eine tolle Ausstrahlung hatte, ist keine Frau bei ihm geblieben, trotzdem sie ihn geliebt haben. Der Mann hatte nie ein eigenes Leben.

Soziale Kontakte helfen einem dann, wenn man dabei sich selbst weiterentwickeln kann, jeder für sich und trotzdem kann Austausch stattfinden, der einen dann wirklich bereichert. Eine Selbsthilfegruppe kann ein Sprungbrett sein, Pfarreien, die gewisse Veranstaltungen bereit stellen wie gemeinsames Frühstück oder irgendeinen anderen Austausch, sind eine gute Sache. Schau dich im Internet einfach mal um, so wie Jan74 schreibt. Fahrradfahren oder laufen im Wald sind eine gute Sache und können helfen die Gedanken zu ordnen.

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