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Das Gefühl, zu wenig Zeit und Geld zu haben, macht mich krank

DJieKrVue]mxi


ich will aber nicht mein ganzes beknacktes arbeitsleben lang kalkulieren, wieviel ich schlafen kann, damit ich an welchem tag wieviel freizeit habe!!!!! das ist doch bitte eine verkehrte welt! :(v %-| >:(

so meinte ich das auch nicht, ich KANN nicht länger schlafen, mir reichen 6-7 Stunden völlig aus, dann bin ich hellwach.

N7ord&i>84


Dann arbeite Halbtags, schränk die materiellen Ansprüche ein und freu dich über die zusätzliche Freizeit. Es ist eben immer ein Kompromiss zwischen den drei Faktoren Geld, Freizeit und Arbeit.

auch das klingt schon wieder so ... so – ich weiß nicht – straff. eingesperrt. schlaf ich eine stunde weniger, hab ich eine stunde mehr freizeit, die vollgepackt werden will.

Nö, es ist eben so das man mehr machen kann weil man von Natur aus weniger schlafen muss. Das Schlafbedürfnis lässt sich nunmal nicht steuern, da kann man nix dran ändern. Aber wenn ich weniger schlafen muss kann ich mehr das tun was mir liegt.

ich will aber nicht mein ganzes beknacktes arbeitsleben lang kalkulieren, wieviel ich schlafen kann, damit ich an welchem tag wieviel freizeit habe

Mal ganz ehrlich: Du schreibst viel von dem was du nicht willst aber was genau willst du ? Ausreichend Geld um in deiner Freizeit deinen Hobbys und deinen Beschäftigungen nachgehen zu können und gleichzeitig möglichst viel Freizeit ? Und was wäre ausreichend Freizeit für dich ? 3 Stunden ? 6 Stunden ? 10 Stunden am Tag ?

h=awkDeye&00x7


Mir geht es auch so, mit dem Unterschied, dass ich noch nicht mal im Berufsleben angekommen bin :°( Ich habe jetzt endlich meinen Traumberuf gefunden, am Montag beginnt meine Ausbildung. Und ich freue mich so gar nicht drauf, ich will nicht! Es ist eine schulische Ausbildung, das heißt, ich verdiene im Gegensatz zu euch nicht mal Geld.

Die Schule beginnt um 8Uhr und endet um 16:30 Uhr. Dazu habe ich einen Fahrtweg von 60-90 Minuten pro Strecke. Es sind gerade mal 30km, aber mit Öffis brauche ich furchtbar lange und mit dem Auto (was ich mir aber auch nicht jeden Tag leisten kann), komme ich morgens in den Berufsverkehr.

Nach der Schule stehen dann noch Hausaufgaben, Lernen, Ausarbeitungen und Referate erstellen auf meiner Tagesordnung. Ich hasse es! Wie soll man da denn bitte noch ein Leben haben. Wahrscheinlich werde ich mir sogar noch einen Nebenjob suchen müssen, da ich ja kein Geld verdiene und meine Eltern mir nicht gerade viel Geld zahlen werden. Was ist das denn bitte für ein Leben? {:(

Rund die Hälfte der Zeit werde ich unbezahlte Praktika machen müssen, von 8-17h, einmal die Woche bis 19h. Gut, da ist die Fahrzeit kürzer, dafür muss ich in der Zeit noch mehr zu Hause machen, verdammte Ausarbeitungen schreiben und so. Mein Hobby wird dabei völlig auf der Strecke bleiben und auch die Wochenenden werden größtenteils fürs Lernen und Co. draufgehen >:( >:( >:( Erwähnte ich schon, dass ich Lernen nicht ausstehen kann und meistens eh keinen Erfolg dabei habe?

Letztes Jahr habe ich ein Jahr lang gearbeitet, das war toll. Von 8-14h in meinem Wunschberuf. Da gab es zwar auch kein Geld, aber immerhin hatte ich Freizeit und wenn ich nach Hause kam, hatte ich auch wirklich frei. Dazu eine Fahrzeit von 7 Minuten. So würde ich es später gerne machen, doch von dem Gehalt werde ich nicht leben können. Aber immerhin hab ich dann wenigstens wirklich frei, wenn ich nach Hause komme.

_MParvyatix_


@ hawkeye

Eine Ausbildung ist ja zum Glück überschaubar ;-) und nach einem gewissen Zeitrahmen vorbei. Schlimmer ist es dann, wenn man in einem Beruf steckt der einem nicht erfüllt und den man über Jahre bis zur Rente ausübt. Dass man dann gefrustet ist und seine wertvolle Lebenseit für verplempert hält, ist dann nicht verwunderlich. Jemand, der gerne seinen Job ausübt und die Arbeit für erfüllend hält, wird sich dann auch keine Gedanken um zu wenig Freizeit machen.

KErabb|elkäferxle


Dann arbeite Halbtags, schränk die materiellen Ansprüche ein und freu dich über die zusätzliche Freizeit. Es ist eben immer ein Kompromiss zwischen den drei Faktoren Geld, Freizeit und Arbeit.

So ist es. Die materiellen Ansprüche runterschrauben, dann kann auch die Arbeitszeit verkürzt werden.

Und ich bleibe dabei: Man kann auch eine Arbeit finden, die einen erfüllt und die LEBENSzeit ist und nicht ARBEITSzeit.

Meine AUsbildung, die ich nebenher mache und die mich noch mehr meiner Freizeit kostet und 2 Jahre geht, kostet mich so viel, dass ich mir zur Zeit nichts leisten kann. Weder Kino, Ausgehen, noch neue Kleidung oder sonst was. Ich habe so ziemlich alles reduziert.

Das ist nicht gerade schön, weil es am Monatsende echt übel aussieht manchmal und ich am Wochenende sogar vielen Nebenjobs nachgehe. Ja sogar Urlaub nehme ich mir manchmal um dort dann meinem Nebenjob gerechet zu werden.

Aber es lohnt sich! Ich habe am Ende eine Tätigkeit, die ich so dermaßen super finde, dass es wie Freizeit ist.

DU musst deine Einstellung und deine Sichtweise ändern und irgendwo damit anfangen und sei es indem du dir o.g. Bücher zulegst. Und falls es vielleicht doch einen Job gibt, der dir Spaß macht, man aber wenig verdient, dann muss man halt abwägen, was wichtiger ist. Ansonsten: Aufhören zu klagen, sondern tun. Die negativen Aussagen ziehen einen nur noch mehr runter.

Beginne den Tag doch mal mit einem positiven Satz: Meine Leben ist toll, mein Job gibt mir genug Geld und versorgt mich, ich bin gesund und habe heute einen weiteren schönen Tag vor mir.

[[http://www.focus.de/gesundheit/experten/betz/das-leben-findet-waehrend-der-arbeitszeit-statt-der-unsinn-von-der-work-life-balance_id_3488609.html]]

lGosget.reten


Du schreibst viel von dem was du nicht willst aber was genau willst du ? Ausreichend Geld um in deiner Freizeit deinen Hobbys und deinen Beschäftigungen nachgehen zu können und gleichzeitig möglichst viel Freizeit ? Und was wäre ausreichend Freizeit für dich ? 3 Stunden ? 6 Stunden ? 10 Stunden am Tag ?

ich finde es schon mal sehr gut, zu wissen, was man nicht will. ;-) beim rest wär ich dann eh flexibel. und ja, ich möchte ausreichend geld und möglichst viel freizeit. dass das utopie ist, schrieb ich bereits in meinem eingangsbeitrag. trotzdem finde ich das vehältnis zwischen arbeitszeit und freizeit unausgeglichen. mich macht das eben krank. andere wieder nicht. die menschen sind halt verschieden.

ausreichend freizeit wäre für mich, wenn ich halbtags arbeiten könnt.

Dann arbeite Halbtags, schränk die materiellen Ansprüche ein und freu dich über die zusätzliche Freizeit. Es ist eben immer ein Kompromiss zwischen den drei Faktoren Geld, Freizeit und Arbeit.

tja. die katze beißt sich in den schwanz. mit der hälfte meines gehalts könnt ich mir meine freizeit, meine wohnung und mein auto nicht mehr leisten. womit ich auch wieder todunglücklich wäre.

ja, es ist ein kompromiss. und ich hasse es, diesen fürs ganze leben lang eingehen zu müssen. :(v

Man kann auch eine Arbeit finden, die einen erfüllt und die LEBENSzeit ist und nicht ARBEITSzeit.

ich behaupte, dass manche das glück haben, leidenschaften und vorlieben zu haben, die sich eventuell gut mit einem beruf verbinden lassen. was sollte das bei mir dann also sein?

meine leidenschaften sind reisen, kochen, essen, wein trinken, tennis spielen, lesen, tiere.

soll ich reiseleiterin werden? dann kann ich ja wieder nicht dorthin reisen und die sachen machen, die ich will. ;-)

köchin werden? bei den derzeitigen bedingungen und der mickrigen bezahlung im gastgewerbe wohl keine gute idee.

restauranttesterin? keine ahnung, wie man so etwas werden kann. ]:D

weinsommelier? ich glaube, der bedarf hier bei uns im bundesland ist nicht so groß und der bedarf im restlichen land gedeckt.

tennislehrerin? dafür bin ich wohl dann doch nicht gut genug. ;-)

lektorin? stimmt, hätte ich werden können, aber es ist halt sauschwer, in dem bereich gut bezahlte jobs zu finden.

tierärztin? ich kann leider keine tiere leiden sehen, das bricht mir das herz. tierpflegerin? hab ich mir echt mal überlegt, doch auch leider in diesem berufsfeld gibt es sehr wenige jobs, die noch dazu nicht gut bezahlt sind.

Meine AUsbildung, die ich nebenher mache und die mich noch mehr meiner Freizeit kostet und 2 Jahre geht, kostet mich so viel, dass ich mir zur Zeit nichts leisten kann. Weder Kino, Ausgehen, noch neue Kleidung oder sonst was. Ich habe so ziemlich alles reduziert.

Das ist nicht gerade schön, weil es am Monatsende echt übel aussieht

ich bewundere dich wirklich, dass du das durchziehst und freue mich für dich, wenn du einen job hast, der dich wirklich erfüllt. das ist beneidenswert. aber ich könnt nicht zwei jahre meines lebens auf alle annehmlichkeiten verzichten um dann möglicherweise herauszufinden, dass es eben für mich keinen traumjob gibt, weil alles, was mit fixen zeiten und regeln verbunden ist, mich davon abhält, mich zu entfalten.

l(osgetrReten


Beginne den Tag doch mal mit einem positiven Satz: Meine Leben ist toll, mein Job gibt mir genug Geld und versorgt mich, ich bin gesund und habe heute einen weiteren schönen Tag vor mir.

ich bin dankbar, dass ich derzeit gesund bin. nichts ist wichtiger auf der welt, das weiß ich.

ich bin dankbar, dass ich einen sicheren job habe, der mir ein geregeltes einkommen bietet.

und dennoch bin ich unglücklich.

N5ordi08x4


tja. die katze beißt sich in den schwanz. mit der hälfte meines gehalts könnt ich mir meine freizeit, meine wohnung und mein auto nicht mehr leisten. womit ich auch wieder todunglücklich wäre

Da geht der Kompromiss dann weiter. Könntest du dir vorstellen ein kleineres Auto zu fahren und in einer kleineren Wohnung zu leben um deine Fixkosten zu senken so das bei Teilzeitarbeit genug Geld für die Freizeit übrig bleibt ?

Wenn nicht, ja dann bist du wirklich in einer Sackgasse. Dir wird niemand den jetziges Gehalt bei 50% Arbeitszeit geben, dir wird niemand 100% mehr Geld bei gleicher Arbeitszeit bezahlen und es wird auch niemand die Tage länger machen damit mehr Freizeit vorhanden ist.

Ich läuft einfach darauf hinaus: Ansprüche senken, tägliche Arbeitszeit reduzieren (z.B. auch durch weniger Fahrzeit) oder im Lotto gewinnen. ;-)

s?portya128x2


@ nordi

Dein Ansatz, den persönlichen Standard runterzuschrauben und somit weniger Geld auszugeben und in Folge dessen weniger Arbeiten gehen zu müssen, ist ja nicht schlecht. Ich kann nur von mir sprechen, ich hab nur ne kleine 2 Zi Wohnung und fahre ein altes Auto, zudem fahr ich auch öfter mit dem Rad und versuch so, noch zusätzlich Benzin zu sparen. Ich weiß nicht, wies losgetreten geht, aber ich könnte mein Leben mit nem Halbtagsjob niemals finanzieren. Zumal auch bei ner Vollzeitbeschäftigung Ende Monat nicht wahnsinnig viel über bleibt, wenn überhaupt. Und alles was übrig bleibt, spare ich eisern, damit ich mir wenigstens alle 2 Jahre nen schönen Urlaub leisten kann oder auch mal etwas Geld auf der Seite habe, damit ich Reparaturen in meiner Wohnung oder an meinem Auto bezahlen kann...

MIon1ger


@ Nordi84:

dem kann ich 100%tig zustimmen.

@ losgetreten:

im Grunde hast du ein Luxusproblem. Du hast da wirklich nur 3 Möglichkeiten:

1. Du bleibst weiter unglücklich und lässt alles so

2. Du veränderst deine inneren Umstände

3. Du veränderst deine äußeren Umstände

1 ist sicherlich am einfachsten, macht dich auf Dauer aber unglücklich, daher wohl eher keine Option.

2 ist ein sich bewusst machen wie gut man es eigentlich hat und auch mal mit dem zufriedenen zu sein was man hat. Das ist ein Prozess, der geht nicht von heute auf Morgen, sondern braucht Zeit. Es kommt dabei immer auf die eigenen Umstände an. Wer nie lange arbeitslos war und am Existenzminimum gelebt hat, der wird einen gut bezahlten Job sicherlich weniger wertschätzen, als jemand, der schon mal in der Lage war. Genauso sagt man sich immer, dass Gesundheit das wohl höchste Gut ist, aber jemand, der z.B. eine ganze Zeit unter einer Krankheit gelitten und massive Veränderungen und Einschränkungen im Leben dadurch hatte, wird das nochmal ganz anders sehen, bzw. seine Gesundheit viel mehr genießen können.

3 du hattest ja schon geschrieben, dass ein Jobwechsel schwierig wäre, ich weiß allerdings nicht wie sehr du das versucht hast. Eine weiteer Möglichkeit wäre auch jeden Tag die Arbeitszeit zu reduzieren. Manchmal ist allerdings der bessere Weg die innere Einstellung zu ändern, wenn das bei den äußeren Umständen nicht klappt.

Generell denke ich, dass du einfach viel zu sehr der Zeit hinterher trauerst, als man noch viel mehr Zeit hatte. Das beißt sich aber leider nunmal mit den Ansprüchen die man mit der Zeit so hat (Auto, Wohnung, Hobbies,...)

Wie du es auch drehst und wendest, du wirst wohl irgendetwas unternehmen müssen, sonst gehst du auf Dauer kaputt.

KXrabbjelkä_ferlxe


meine leidenschaften sind reisen, kochen, essen, wein trinken, tennis spielen, lesen, tiere.

soll ich reiseleiterin werden? dann kann ich ja wieder nicht dorthin reisen und die sachen machen, die ich will. ;-)

köchin werden? bei den derzeitigen bedingungen und der mickrigen bezahlung im gastgewerbe wohl keine gute idee.

restauranttesterin? keine ahnung, wie man so etwas werden kann. ]:D

weinsommelier? ich glaube, der bedarf hier bei uns im bundesland ist nicht so groß und der bedarf im restlichen land gedeckt.

tennislehrerin? dafür bin ich wohl dann doch nicht gut genug. ;-)

lektorin? stimmt, hätte ich werden können, aber es ist halt sauschwer, in dem bereich gut bezahlte jobs zu finden.

tierärztin? ich kann leider keine tiere leiden sehen, das bricht mir das herz. tierpflegerin? hab ich mir echt mal überlegt, doch auch leider in diesem berufsfeld gibt es sehr wenige jobs, die noch dazu nicht gut bezahlt sind.

Nunja, du hängst also im Endeffekt zu sehr am materiellen, es scheint dir also doch wichtiger zu sein als deine Zufriedenheit. Und eine kleines bisschen Mühe um zb Lektorin zu werden, kommt auch nicht in Frage, weil die Jobsuche zu schwer ist. Du findest immer Gründ gegen alles, obwohl du dir mit deiner Einstellung selbst in den Hintern beißt.

Das ist wohl Leben nach dem Minimalprinzip. Du möchtest alles haben, aber mit dem geringsten Aufwand.

ich bewundere dich wirklich, dass du das durchziehst und freue mich für dich, wenn du einen job hast, der dich wirklich erfüllt. das ist beneidenswert. aber ich könnt nicht zwei jahre meines lebens auf alle annehmlichkeiten verzichten um dann möglicherweise herauszufinden, dass es eben für mich keinen traumjob gibt, weil alles, was mit fixen zeiten und regeln verbunden ist, mich davon abhält, mich zu entfalten.

Deshalb habe ich am Ende eine Job, bei dem ich meine Kundschaft selbst auswähle, meine ZEiten selbst planen kann und mein Gehalt selbst bestimme ;-D Dafür mal zwei Jahre zuverzichten, ist für mich dann kein Thema mehr. Aber du möchtest anscheinend überhaupt keine Unannehmlichkeiten und denkst, dass die Arbeit ein übles Muss ist, weil es von der Gesellschaft größtenteils einfach so angenommen wird.

Du bist viel zu verfahren in deinen Gedanken. Ändere dein Denken, dann kommt der Rest von alleine.

l{osgetrKetxen


krabbelkäferle

danke für deine denkansätze.

du hast schon recht. ich bin verfahren in meinen gedanken, verbohrt und überzeugt davon, eine vom system ausgebeutete arme haut zu sein, die hier auf der erde ihr dasein fristen muss. und ja, ich beherrsche es nahezu exzellent, in selbstmitleid zu vergehen. ;-D ;-)

und das mit dem minimalprinzip war glaub ich so ziemlich das erste, das ich hier erwähnt habe.

ich möchte möglichst viel und das mit möglichst wenig aufwand.

das ist alles richtig. aber es ist wirklich schwer, an diesem gedankenkonstrukt etwas zu ändern. ich fühle mich schlecht mit der situation. das ist fakt. und fakt ist, dass – egal welchen job ich mache – ich IMMER zu wenig zeit haben werde für das, was mir am herzen liegt. es gibt keinen job, der mich zu 100% erfüllt, der meine berufung ist. ich glaube, dass nur sehr wenige menschen das glück haben, in ihrem job eine berufung zu finden. die anderen millionen menschen arbeiten halt, weil es ein notwendiges übel ist. manche ertragen es besser und manche – wie ich – eben schlechter.

aber mal ganz ehrlich. das hier:

Deshalb habe ich am Ende eine Job, bei dem ich meine Kundschaft selbst auswähle, meine ZEiten selbst planen kann und mein Gehalt selbst bestimme ;-D

klingt wie eine szene aus "wünsch dir was" – sag mir, welche ausbildung du machst und wenn es nachher tatsächlich so sein sollte, dass ich mein team, meine kunden, meine arbeitszeiten UND (!!!) meinen gehalt selbst bestimmen kann, dann zieh ich die zwei jahre ausbildung durch ohne wenn und aber. ;-) ;-D ;-D

HJanVnahxWe


[[http://www.focus.de/gesundheit/experten/betz/das-leben-findet-waehrend-der-arbeitszeit-statt-der-unsinn-von-der-work-life-balance_id_3488609.html]]

Dieser Artikel, genauso wie der Autor selbst, ist einfach nur grenzdämlich und bescheuert.

Ich zitiere mal ein paar Absätze:

Arbeitszeit gilt als unfrei

Wer zwischen "Arbeit" hier und "Freizeit" dort oder zwischen "Work" und "Life" trennt, der fördert die ohnehin schon weit verbreitete Einstellung, am Arbeitsplatz sei der Mensch unfrei und das eigentliche Leben spiele sich nun mal in der arbeitsfreien Zeit ab. Das wären dann laut einer Freizeitstudie im Schnitt drei Stunden und 49 Minuten Leben pro Tag. Diese Abwertung der Arbeit und der Zeit, die wir in ihr verbringen, verstärkt das weitverbreitete "Opferbewusstsein". Gemeint ist die Einstellung, im Beruf seien wir keine freien Menschen und niemand würde freiwillig arbeiten, wenn er nur genug Geld hätte, außer vielleicht ein paar freischaffenden Künstlern. "Opferbewusstsein" bedeutet, dass der Mensch schon geistig seine Entscheidungsmacht beziehungsweise seine Schöpfer- und Gestaltungskraft abgibt mit dem Gedanken: "Ich habe ja keine Wahl. Ich muss arbeiten gehen". Letzter Gedanke ist so verrückt wie das Bild eines Vogels, der morgens früh auf einem Ast sitzt und sagt: "Mist, heute muss ich schon wieder singen."

Ähm, ja, ganz genau, Herr Betz. Ein Spitzenvergleich. Wenn ich nicht arbeite, habe ich kein Geld zum Leben, verliere meine Wohnung, mein Auto, meine Versicherungen usw. Wenn der Vogel nicht singt, dann ...ähm, ja, dann passiert Garnichts. Vielleicht hat er ein Techtelmechtel weniger mit einer schönen Vögelin, aber ansonsten passiert nichts. Ein besserer Vergleich wäre gewesen, zu schreiben: Wenn der Vogel keine Körner oder Regenwürmer mehr pickt....

Mich nervt dieses leere Geschwafle vom "positiven Denken" ungemein. Weil es behauptet, dass man sich jede Lebenssituation schönreden kann, weil es behauptet, dass jeder die Wahl hat, in allen Situationen glücklich zu sein, wenn er es nur WILL. Das stimmt nunmal nicht. Er gibt Menschen die als Handwerker glücklicher sind als Manager. Es gibt Menschen, die lieber an der frischen Luft arbeiten als im Büro. Und es gibt Menschen, die sind mit Vollzeitjobs im Büro unzufrieden und könnten sich was schöneres vorstellen, ihre Lebenszeit zu verbringen. Warum kann man das nicht akzeptieren? Warum muss man heutzutage ständig glücklich sein?

. Diese Zeit als "schlecht" oder unfrei, gar als "Nicht-Lebenszeit" zu deklarieren, ist ein wesentlicher Grund, warum sich immer mehr Menschen am Abend erschöpft und kaputt fühlen, nachdem sie acht und mehr Stunden (mit Hin- und Rückfahrt oft zehn Stunden) mit und für die Arbeit verlebt haben. Unsere Psyche wie unser Körper reagieren auf die Qualität unserer Gedanken. Und so führt die negative Einstellung zur Arbeit zum Gefühl der Sinnlosigkeit und Sinnleere.

Das stimmt so nicht. Die sinnlose oder sinnleere Arbeit führt zum Gefühl der Sinnlosigkeit und Sinnleere. Meine Einstellung dazu kann ich kurzfristig mit großem Aufwand abändern, aber dauerhaft wird öde Arbeit auch öde Arbeit bleiben. Zumindest für mich. Für jemand anderen wird diese Arbeit vielleicht interessant sein. Ich glaube diesem Psycho-Geschwafle nichtmehr. I gewissen Maße hilft eine positive Einstellung zum Leben, ja. Aber ich kann meine Persönlichkeit und meine Vorlieben nicht durch positives Denken ändern.

Unterdrückte Gefühle stiften Unordnung

Das Unternehmensklima bestimmt vor allen auch das Innenklima aller Mitarbeiter, die morgens an ihren Arbeitsplatz kommen. Diese tragen in den letzten Jahren jedoch immer mehr ungelöste, private Konflikte und ihre eigene innere Unzufriedenheit mit sich und ihrem Leben an den Arbeitsplatz.

Wie bitte? In den letzten Jahren immer mehr? So nach dem Motto: Früher war alles besser? Stimmt, während des Kriegs und in Zeiten der schlimmen Wirtschaftskrisen haben die Menschen sicher weniger ungelöste innere Konflikte zur Arbeit getragen. %-|

Und ein Familienvater der früher eine Frau und 4 Kinder zu ernähren hatte, anstatt heute mit seiner Vollzeitarbeitenden Frau ein einziges Kind zu haben, hatte sicher früher viiiiel weniger innere Ängste, Anspannung und Frust.

Wer mit einer negativen Einstellung zur Arbeit und einer Menge unterdrückter Gefühle wie Angst, Wut, Enttäuschung, Neid, Eifersucht und Minderwertigkeit in eine Firmengemeinschaft kommt, gleichzeitig die Arbeit abwertet und ein geringes Selbstwertgefühl mitbringt, der stiftet in seinem betrieblichen wie privaten Umfeld immer eine Menge Unordnung und Unfrieden. Aber in der Wahrnehmung verdreht er Ursache und Wirkung. Er führt das unangenehme Klima an seinem Arbeitsplatz als Ursache seiner Unzufriedenheit an.

Ganz ehrlich, ich mag ja Psychologen und selbsternannte "Lebensberater" (der Autor des Artikels ist einer). Sind so verständnisvoll, einfühlsam, allwissend. Aber vielleicht sollte der eine oder andere Psychologe mal ein paar Jahre lang 40 Stunden in der freien Wirtschaft arbeiten, zwischen Zeitdruck, Abgabefristen, Rechnungen, Vertragsstrafen und Budgets, wo ständig alles nach Stundensätzen abgerechnet und aufgerechnet wird, wo über jeden Krankheitstag diskutiert wird und der eine dem anderen am Stuhl sägt.

Vielleicht wissen sie dann wie bequem sie es haben auf ihren plüschigen Sesseln, den mitfühlenden Blick auf den leidenen Patienten gerichtet, mit ihren Standardsprüchen:

"Und wie haben sie sich dabei gefühlt?" "Das hat sie verletzt, richtig?" "Erinnert sie dieses Gefühl an ein Gefühl aus ihrer Kindheit?" ;-D

*rant over* ;-D

KIrabbzelkä]ferlxe


Ähmm...wie gesagt, man kann auch an allem was schlechtes finden ;-) Mach doch einfach weiter so wie es ist, vielleicht wirst du ja irgendwann mal zufrieden sein.

Wenn ich nicht arbeite, habe ich kein Geld zum Leben, verliere meine Wohnung, mein Auto, meine Versicherungen usw.

Das schreibt er auch nicht in dem Text, keine Ahnung was du dort liest. Ich lese etwas völlig anderes.

Ich kenne den Betz zwar, aber sein Buch habe ich nicht mal fertig gelesen und direkt wieder verkauft. Den Artikel habe ich vor langer Zeit mal gelesen und erst vorhin beim Posten bemerkt, dass der Betz ihn schrieb. Trotzdem finde ich den Text gut und ich kann keine von deinen Aussagen dazu irgendwo wiederfinden. Es spricht keiner davon, dass man in jeder Situation zufrieden sein kann. Er hat in vielen Dingen recht, auch wenn ich nicht alle seine tausend Meditationen oder sonst was gut finde.

Du interpretierst etwas völlig falsches in den Artikel.

Aber was soll ich dazu schon sagen, ich saß ja auch nur Ewigkeiten unglücklick rum...ich weiß ja nicht wovon ich rede, denn zufällig wurde dann alles anders, ohne das ich einen Finger dafür krum mache *ironieaus* %-|

Tut mir leid, aber irgendwie kann ich gerade nur die Augen rollen bei der Einstellung ":/ Ich verstehe nicht, wie man sich dermaßen hängen lassen kann, gleichzeitig aber allen Luxus will, der so üblich ist und sich überhaupt nicht auf nur einen Vorschlag einlassen will. Alles wird gleich wieder negativ gesehen.

Korabbe9lkäfTerlxe


Deshalb habe ich am Ende eine Job, bei dem ich meine Kundschaft selbst auswähle, meine ZEiten selbst planen kann und mein Gehalt selbst bestimme ;-D

klingt wie eine szene aus "wünsch dir was" – sag mir, welche ausbildung du machst und wenn es nachher tatsächlich so sein sollte, dass ich mein team, meine kunden, meine arbeitszeiten UND (!!!) meinen gehalt selbst bestimmen kann, dann zieh ich die zwei jahre ausbildung durch ohne wenn und aber. ;-) ;-D ;-D

Naja im Grundprinzip stimmt das was ich gesagt habe tatsächlich. Zumindest meine Kundschaft und die Zeit kann ich absolut frei wählen. Natürlich gibts ohne Kunden kein Gehalt :=o Also von nix kommt natürlich nix ;-D Allerdings ist es ein körperlicher Job und hat mit Tieren zu tun ;-) Genauer gesagt mit den Hufen von Pferden...und gerade in diesem Bereich gibt es sehr wenige in Deutschland und Europaweit schon gar nicht, daher kann ich meinen Preis natürlich ein bisschen freier Gestalten, aber es gibt Grenzen. Ich werde meine alte Arbeit in Teilzeit fortführen und nebenher dann meiner Selbstständigkeit nachgehen. Das ist für mich optimal, ich kann auch mal keine Kunden annehme und mir zwei Nachmittage die Woche frei machen, weil ich im neuen Job wesentlich mehr verdiene pro Stunde und somit trotz halbtagsarbeit wahrscheinlich ein schönes Zubrot haben werde....

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