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Das Gefühl, zu wenig Zeit und Geld zu haben, macht mich krank

J^olexne


Nachtrag: der Job würde sinnvoller sein, wenn du mehr verdienen würdest? Das ist ein Glaubenssatz.

Meon/ger


Was ich hier lese ist viel Gemeckere und viele Bedenken, dass die oder jenes schief gehen könnte.

Wenn man sich ein anderes (besseres) Leben wünscht, dann muss dafür auch bereit sein etwas zu tun bzw. etwas dafür aufzugeben. Davon sehe ich hier gar nichts, sondern nur "ich hab mal drüber nachgedacht", "zu stressig", etc. Ich habe hier noch von niemandem gelesen, der wirklich seiner Leidenschaft nachgehen möchte, um damit Geld zu verdienen. Sowas ist aber erforderlich, um damit seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Wenn sich einemal einen Job gesucht hat den er liebt, der muss nie wieder arbeiten. :-)

GJadigetBiexr


@losgetreten

Eine meiner Mitarbeiterinnen ist auch in so einer ähnlichen Situation. Dann kommt natürlich die Frage nach der Gehaltserhöhung und die Begründung dafür führt zu einem Gespräch, was sich von einem "Personalgespräch" eher auf die persönliche Schiene verlagert.

Und da hab ich ganz viel ganz andere Unzufriedenheiten zu hören bekommen. Übrigens alle komplett ausserhalb des Jobs. Und auch nicht so klar, also nicht "Erstens, zweitens, drittens,..." sonder irgendwie "Gefühl" und unscharf, da war sie selbst nicht klar im Bilde, was eigentlich stört.

Der Titel des Threads ist "Das Gefühl, zu wenig Geld zu haben..." Hm. Gefühl – Geld. Geld ist doch irgendwie ein sachliches Thema?

Stelle mir also die Frage: Hast Du zu wenig Geld? Und wenn sachlich ja, wofür fehlt es denn? Kannst Du die Miete nicht bezahlen? Oder bezahlst Du alles, aber dann kannst Du nicht mehr ausgehen? Oder sparst Du vielleicht sogar regelmäßig, aber "gefühlt" zu wenig?

Ich hab schon verstanden, dass Du mit weniger Geld nicht hinkommen würdest, also nicht Freizeit gegen Geld eintauschen kannst. Und ist das auch ein Gefühl, oder wirklich? Ist am Monatsende heute immer alles ganz genau weg? Und ist da bei sachlicher Analyse nicht doch noch der ein oder andere Kostenpunkt, der den "Spassfaktor" nicht wesentlich hebt? So lieb gewonnene Dinge, die kosten, die aber eigentlich trotzdem nichts zur Zufriedenheit beitragen? Denen man niedrigere Priorität zuordnen könnte (bis hin zu weg damit)?

Es tut mir wirklich leid zu hören, wenn Du sagst

ich werde nie all das haben können, das mich im gesamten glücklich machen würde.

Das schockiert mich richtig, in meiner Denkweise "geht immer was". Meine Mitarbeiterin ist aber auch so in der "nix geht" Denkweise, das hat mich in dem Gespräch auch richtig geschockt.

Ich hatte bei ihr den Eindruck, alle Probleme entstehen da, wo man nicht wirklich weiss, was man will, was einem wirklich wichtig ist. Wo man eben dann keine Prioritäten mehr setzen kann. Was meinst Du?

l#osgeBtretxen


also geht es dir um mehr Geld? nicht um mehr Freizeit?

Hinterfrag das noch ein bisschen mehr, was dir wirklich wichtig ist. Zeit? Oder Geld? Du hast dich bewusst für einen beamtenjob ausbilden lassen, da war dir die finanzielle Vergütung doch bewusst? Was waren noch Gründe für diesen Berufsweg?

das hängt doch untrennbar zusammen!

mir nützt mehr freizeit nix, wenn sie ich mangels geld nicht so nützen kann, wie ich möchte.

habe ich mehr geld und gleich viel (bzw. in meinen augen ja wenig ;-D ) freizeit wie jetzt, würd ich das in kauf nehmen, meine situation verschlechtert sich dadurch ja nicht, sondern verbessert sich eher. ich könnte die karge freizeit, die ich habe, NOCH sinnvoller bzw. besser nützen, indem ich es mir noch besser gehen lasse als bisher. sprich: mehr kurzurlaube, mehr ausflüge, öfters tolle sachen kochen, öfters mal schick essen gehen, öfters konzerte u.d. besuchen und und und. steigert also in summe die lebensqualität.

oh, und nein, ich habe mich nicht bewusst als beamtin ausbilden lassen. ich war halt – ich gebs zu – wie viele etwas perspektivlos nach der schule und während des studiums und bin dann eben ins bürowesen hineingerutscht. als ich das angebot bekam, für die öffentliche verwaltung zu arbeiten, hab ich dankend angenommen, da mir schon bewusst war, dass ich diese sicherheiten nirgendwo anders bekomme. und sicherheit ist mir wichtig.

Nachtrag: der Job würde sinnvoller sein, wenn du mehr verdienen würdest? Das ist ein Glaubenssatz.

nein, das hast du falsch interpretiert. mein job ist deswegen nicht sinnvoller, aber ich etrage es dann leichter, weil ich ja mehr geld habe, um mir meine freizeit zu gestalten. ;-)

Hast Du zu wenig Geld? Und wenn sachlich ja, wofür fehlt es denn? Kannst Du die Miete nicht bezahlen? Oder bezahlst Du alles, aber dann kannst Du nicht mehr ausgehen? Oder sparst Du vielleicht sogar regelmäßig, aber "gefühlt" zu wenig?

ich kann meine miete bezahlen und auch alles sonstigen fixkosten, die monatlich anfallen. ich kann mir mein essen leisten. danach ist aber sense. es bleibt kaum geld um sparen über, geschweige denn, mal sich was tolles zu gönnen.

ch hatte bei ihr den Eindruck, alle Probleme entstehen da, wo man nicht wirklich weiss, was man will, was einem wirklich wichtig ist. Wo man eben dann keine Prioritäten mehr setzen kann. Was meinst Du?

mir sind meine freizeit und die damit verbundenen aktivitäten wichtig. familie, freunde, reisen, kochen, tennis spielen, musik machen. dazu brauche ich aber zeit und geld. ist das nicht konkret genug? ;-)

G[adget'ieer


familie, freunde, reisen, kochen, tennis spielen, musik machen

Plus große Wohnung in top Lage und Auto usw.

Das ist was ich meine. Keine Prioritäten, alles gerne. Und da glaube ich, "kaum ist ein Wunsch erfüllt, kriegt er unverzüglich Junge". Daher glaube ich weiterhin dass Du mit weiteren Verbesserungen nur vor der gleichen Situation stehen wirst.

Alles was man geschaffen hat ist nichts großartig wert, alles was ich noch nicht habe wird mich glücklich machen. Problem nur, wenn ich es dann habe ist es wieder nichts mehr wert.

l5osgaetretexn


Das ist was ich meine. Keine Prioritäten, alles gerne.

achso, dann nenn mir mal jemanden, für den eine heimelige, gemütliche wohnung und soziale kontakte mit freunden und familie nicht wichtig sind.

das auto lässt mich eben flexibel sein, ist auch eine priorität. und meine hobbies eben auch. heißt aber noch lange nicht, dass ich alles gerne habe. ich möchte zum beispiel keine kinder haben und brauche nicht jedes wochenende halligalli. ich habe ein paar ausgewählte hobbies, denen ich nachgehen möchte. reisen möchte ich mich, um was von der welt zu sehen, das ist doch auch ein normales bedürfnis.

und all das, was ich mir jetzt leisten kann (wenns auch nicht viel ist), schätze ich sehr. was deine aussage widerlegt, dass mir das alles nicht großartig was wert ist.

zum diesem satz noch meine meinung:

"kaum ist ein Wunsch erfüllt, kriegt er unverzüglich Junge"

das ist menschlich. das ist das leben und das streben nach glück. der mensch schafft sich nun mal neue ziele un herausforderungen, das ist legitim. deine aussage klingt so abwertend. ich finde es aber positiv, wenn man sich ziele steckt und nie auslernt und wünsche hat.

L%ukasx420


es gibt in meinen augen keinen angenehmeren arbeitsalltag, außer ich habe mehr freizeit. und die hab ich nur, indem ich nicht was ANDERS arbeite, sondern eben WENIGER, und das wiederum lässt sich mit meinem finanziellen bedarf nicht vereinbaren.

Wenn sich A und B nicht verändern lassen, musst Du halt C verändern... Das wärst in dem Fall dann wohl Du selbst und Deine Ansprüche.

Jgoloenxe


das ist menschlich. das ist das leben und das streben nach glück. der mensch schafft sich nun mal neue ziele un herausforderungen,

Klar, jedoch mit Unterschied zwischen materiell und geistig. Nicht jeder strebt nach materiellem Zugewinn!

Es gibt soviele kostenlose Hobbies, ich fang gar nicht an mit zählen.

Minimalismus ist neu im KOmmen:

[[http://www.3sat.de/page/?source=%2Fdokumentationen%2F178127%2Findex.html]]

Kaum vorzustellen? Na stell dir mal vor! :-)

AnntDigonxe


habe ich mehr geld und gleich viel (bzw. in meinen augen ja wenig ;-D ) freizeit wie jetzt, würd ich das in kauf nehmen, meine situation verschlechtert sich dadurch ja nicht, sondern verbessert sich eher

Welche Möglichkeiten gäbe es bei dir, beruflich aufzusteigen?

Was müsstest du machen, um aufsteigen zu können?

_OParvaxti_


@ losgetreten

achso, dann nenn mir mal jemanden, für den eine heimelige, gemütliche wohnung und soziale kontakte mit freunden und familie nicht wichtig sind.

Darum geht es doch nicht. Es kommt eher darauf an, ob es was kosten muss und wenn ja, wieviel. Soziale Kontakte braucht jeder, aber kosten die zwingend etwas? Im Grunde doch nur, wenn du dich mit deinen Kontakten regelmäßig im Restaurant triffst und ihr gemeinsam etwas trinkt und esst. Es kostet aber nichts, wenn ihr z.B. im Park spazieren geht.

Ein Dach übern Kopf braucht sicher auch jeder. Diese kostet natürlich in der Regel auch was. Die Frage ist hier nur, wie du hier die Prioritäten in Punkto, Größe, Lage usw. setzt. Meinereiner lebt in der Platte. Zugegeben, ich hatte auch erst meine Vorurteile bevor ich in die Platte zog, habe mich aber von meinem Mann überreden lassen. Nicht nur die Miete hat überzeugt, über die Zeit habe ich die Platte sogar richtig lieb gewonnen. Hier sind nahezu alle Generationen vertreten und auch nicht nur Arbeitslose oder Geringverdiener sondern durchaus auch Personen, die sich locker ein Haus leisten könnten.

das auto lässt mich eben flexibel sein, ist auch eine priorität. und meine hobbies eben auch.

Man kommt auch gut ohne Auto zurecht solange man nicht auf dem Land wohnt. Ich kenne auch enige, die ein Saisonkennzeichen haben und nutzen ihr Auto eben nur in bestimmten Monaten. Das spart auch Geld und man muss nicht gänzlich aufs Auto verzichten.

Hobbys müssen nicht zwingend viel kosten. Auch hier kommt es auf die Ansprüche an.

habe ich mehr geld und gleich viel (bzw. in meinen augen ja wenig ;-D ) freizeit wie jetzt, würd ich das in kauf nehmen, meine situation verschlechtert sich dadurch ja nicht, sondern verbessert sich eher. ich könnte die karge freizeit, die ich habe, NOCH sinnvoller bzw. besser nützen, indem ich es mir noch besser gehen lasse als bisher. sprich: mehr kurzurlaube, mehr ausflüge, öfters tolle sachen kochen, öfters mal schick essen gehen, öfters konzerte u.d. besuchen und und und. steigert also in summe die lebensqualität.

Bist du sicher, dass du dadurch mehr Lebensqualität hättest? Du hast dein Leben anscheinend zu sehr auf Konsum ausgerichtet. Die Gefahr besteht dann leider, dass du dann nur noch mehr willst.

das ist menschlich. das ist das leben und das streben nach glück. der mensch schafft sich nun mal neue ziele un herausforderungen, das ist legitim. deine aussage klingt so abwertend. ich finde es aber positiv, wenn man sich ziele steckt und nie auslernt und wünsche hat.

Ich glaub, Gadgetier meint eher materielle Wünsche. Sicher sind Ziele und Wünsche nicht verkehrt. Es kommt aber eben darauf an, um was es sich handelt. Geht es nur darum, einen materiellen Wunsch zu erfüllen, wird das Glückgefühl, wenn man sich diesen Wunsch erfüllt hat, jedoch nicht lange anhalten. Anders ist es z.B. mit Zielen wo man etwas schaffen muss (z.B. Ausbildung/Studium beenden, Kinder bekommen, ein guter Tänzer/Maler/Musiker werden usw.) Solche Ziele sind nachhaltiger.

BLraufnesledYersoxfa


Hallo losgetreten.

Ich verstehe, was du meinst.

Ich habe einen Job, der mir mittelmäßig Spaß macht und wirklich gut verdienen kann man damit auch nicht, auch nicht in Vollzeit- höchstens 1400 Euro brutto :(v . Nun ist es so, dass mein Arbeitsplatz in Vollzeit den ganzen Tag ausfüllen würde, da lange Arbeitspause am Mittag ist. Das habe ich auf Dauer nicht eingesehen und mir eine Teilzeit-Stelle gesucht und gefunden. Geld ist nun deutlich weniger, Freizeit deutlich mehr. Das läuft jetzt seit fast anderthalb Jahren so. Und ich merke seit ein paar Wochen, dass mich das nicht vorhandene Geld deutlich zurück stecken lässt und das wiederrum macht mich unglücklich, denn ich würde mir gerne einiges mehr leisten können. Wenn ich mir aber eine Vollzeit-Stelle suchen würde, hätte ich wieder kaum Freizeit und ein eigenes Leben.

Es ist ein anhaltender Konflikt- was soll ich tun? Und ich denke, da gibt es keine genaue Lösung für. Vielleicht werde ich mir einen kleinen Nebenjob suchen, um mir ein bisschen Luxus leisten zu können. Und anonsten aushalten und den inneren Schweinehund bekämpfen.

Ich wohne übrigens mit meinem Freund zusammen, anders hätte ich mir die Teilzeit-Stelle nicht leisten können. Natürlich teilen wir alle anfallenden Kosten, müsste ich sie aber alleine tragen, wäre ich verloren und auf die Vollzeit-Stelle angewiesen. Und was mir auch oft durch den Kopf geht: Mein Freund arbeit Vollzeit in drei Schichten plus Nebenjob, ich hingegen habe nur die Teilzeit-Stelle. Da habe ich oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich sehe, wie er arbeitet und dagegen ich- und dann mecker ich auch noch, wenn ich mir was nicht leisten kann.

Ich glaube, der Mensch ist nie zufrieden mit dem, was er hat.

l+osge[tr<etexn


parvati

Soziale kontakte braucht jeder, aber kosten die zwingend etwas?

Nicht immer zwingend. Aber es ist halt nun mal so, dass wir im freundeskreis auch ab und zu sachen unternehmen wollen, die dann (jaja, so ist die böse welt!) etwas kosten. Kinobesuche, konzertbesuche, restaurantbesuche, mal einen after-work-drink usw. es gibt nichts, was nichts kostet. Blöd gesagt, selbst wenn ich meine freunde zu mir nach hause einlade, werde ich sie nicht vor leeren gläsern und tellern sitzen lassen.

Ein dach übern kopf braucht sicher auch jeder. Die frage ist hier nur, wie du hie die prioritäten in punkto größe, lage usw. setzt.

Ich finde meine prioritäten gar nicht überzogen. Ich wohne in dem ort, in dem ich aufgewachsen bin, in der näher meiner familie und meinen freunden. Ich wohne nah zu der stadt, in der ich arbeite. Und ich möchte meinem freund in unserer wohnung nicht ständig auf die füße treten müssen, also sollte sie groß genug für zwei menschen sein. Terrasse und/oder kleiner garten ist auch schön, da wir eine katze haben, die freigänger ist und somit raus kann.

Man kommt auch gut ohne auto zurecht, solange man nicht auf dem land wohnt

Zurecht sicherlich, das habe ich nie abgestritten, aber wie ich bereits erwähnte: ich kann meine ohnehin karge freitzeit mit auto flexibler gestalten. Mal schnell eben zum nächsten diskounter fahren einkaufen, mal schnell heim zur mutti etwas ausleihen oder einfach nur quatschen und kaffee trinken, mal am wochenende einen ausflug in die berge machen, und und und. Das alles wäre ohne auto sehr viel beschwerlicher. Ich habe nie gesagt, dass es nicht machbar wäre…

Hobbies müssen nicht zwingend viel kosten

Nein. Nicht zwingend. Ich such mir meine hobbies aber auch nicht danach aus, wie viel sie kosten. Tennis kostet nun mal was. Ich komme aus einer familie, wo jeder tennis spielt, also ist es naheliegend, dass es mir dieser sport auch angetan hat. Ansonsten. Ja, ich koche liebend gerne, eben auch mal nicht die alltäglichen dinge wie spaghetti mit tomatensauce und ja, das kostet nun mal auch.

Bist du sicher, dass du dadurch mehr lebensqualität hättest? Du hast dein leben anscheinend zu sehr auf konsum ausgerichtet.

Nein, nicht ICH habe mein leben auf konsum ausgerichtet, das leben IST konsum, weil es eben nichts gratis gibt. Reisen zum beispiel: ich reise nicht, damit ich meine materiellen bedürfnisse befriedigen kann, nein, ich möchte meinen horizont erweitern und meinem körper und meiner seele je nach art des urlaubes nahrung oder eben erholung bieten. Ich kann nichts dafür, dass das eben was kostet.

Geht es nur darum, einen materiellen wunsch zu erfüllen, wird das glücksgefühl, wenn man sich diesen wunsch erfült hat, jedoch nicht lange anhalten. Anders ist es z.b. mit zielen, wo man etwas schaffen muss (z.b. ausbildung, studium beenden, kinder bekommen, ein guter tänzer/maler/musiker werden usw.)

Ihr lieben. Langsam verliere ich echt die geduld. Wir sind doch alle nicht doof, also hören wir doch bitte mal mit dem gequatsche a la – die schönsten und wichtigsten dinge und ziele im leben kann man nicht mit geld kaufen. So ein quatsch!!!!!!!!!! Und ich habe es in unserer familie mehrmals erfahren. Ausbildung kostet, Studieren kostet. Maler/tänzer/musiker zu werden kostet noch viiiiiiiel mehr! Ich wollte sängerin werden. Ich hab das talent dazu, das wussten auch meine eltern schon früh. Hab ihr schon mal probiert, ohne Quatsch-Castingsshows (bei denen man erstens riesen-glück haben muss, um ganz weit nach vorne zu kommen und zweitens so oder so noch niemand von diesen gewinnern karriere gemacht hat) und ohne kapital musiker zu werden (also so gut zu werden, dass man davon leben kann)? Ne, vermutlich nicht, denn sonst wüsstet ihr, wie viel geld man in eine solche karriere investieren muss, bis sie mit einem prozentsatz von 0,5 vielleicht doch mal erfolgreich wird. Mein bruder ist ein begnadeter tennisspieler. Aber um wirklich davon leben so können und international erfolgreich zu sein, muss man kohle ohne ende investieren. Diejenigen, die entdeckt und von anfang an gesponsert werden (sei es beim sport oder in der musikbranche oder wo auch immer), die kann man an einer hand abzählen. Da gehört nun mal eine riesenportion glück dazu. Wenn man das nicht hat, muss man geld investieren.

Ich strebe nicht in erste linie nach materiellen gütern. Aber ich strebe nach freiheit, nach flexibilität, nach einem sicheren hafen zu hause und nach lebensqualität. Den begriff lebensqualität definiert jeder anders. Fakt ist aber, dass lebensqualität bedeutet, geld zu investieren. Leider. Nichts gibt’s geschenkt. Sorry, aber das ist meine meinung und dabei bleib ich.

braunesledersofa

ich kenne das dilemma. zumindest in gedanken. schraub ich die arbeitszeit runter, hab ich mehr freizeit, um den haushalt zu erledigen und freunde zu treffen. dafür muss man jeden cent dreimal umdrehen und kann kaum spontan mal irgendwelche aktivitäten starten. das wiederum macht auch unglücklich. es ist ein teufelskreis. %:|

lMosg:et-retfen


Welche Möglichkeiten gäbe es bei dir, beruflich aufzusteigen?

Was müsstest du machen, um aufsteigen zu können?

hm. viel raum nach oben hab ich nicht mehr. ich bin gemäß meiner ausbildung schon in der zweithöchsten gehaltsstufe.

ich könnte vielleicht irgendwann mal fachbereichsleiterin werden, aber selbst da würde ich nicht viel mehr verdienen, weil im öffentlichen dienst die gehaltsstufen fix vorgegeben sind. und wenn man nicht in die führungsebene aufsteigt, wird der gehalt immer annähernd gleich bleiben. und ich habe definitiv keine führungskompetenz. ;-)

Mcongxer


@ Braunesledersofa:

Es ist ein anhaltender Konflikt- was soll ich tun? Und ich denke, da gibt es keine genaue Lösung für. Vielleicht werde ich mir einen kleinen Nebenjob suchen, um mir ein bisschen Luxus leisten zu können. Und anonsten aushalten und den inneren Schweinehund bekämpfen.

Es gibt eine Lösung dafür: du müsstest "nur" deinen Stundenlohn erhöhen, dann ist auch bei einer Teilzeitstelle ein ordentlicher Lohn möglich. Das erreichst du über einen Stellenwechsel, bzw. Weiterbildung. Darf man erfahren, was für eine Ausbildung / Studium du hast? Kannst dich ja mal informieren, wie deine Weiterbildungsmöglichkeiten bei der Firma und deiner Position sind.

Hlann.ahWxe


ich kenne das dilemma. zumindest in gedanken. schraub ich die arbeitszeit runter, hab ich mehr freizeit, um den haushalt zu erledigen und freunde zu treffen. dafür muss man jeden cent dreimal umdrehen und kann kaum spontan mal irgendwelche aktivitäten starten. das wiederum macht auch unglücklich. es ist ein teufelskreis.

Genau deswegen habe ich geschrieben: Studieren + nicht alleine leben hilft dabei, wenn man von einem Teilzeitjob leben können möchte.

Wenn man z.B. Gehalt von ca. 3500 Euro Brutto hat, was immer noch am unteren Rand eines durchschnittlichen Akademikergehalts ist, ist es relativ einfach, zu reduzieren, weil man bei dem Gehalt sowieso hohe Abgaben hat.

Sprich: Steuern & Sozialabgaben fressen in der Höhe so viel, dass man relativ wenig verliert, wenn man reduziert.

Rechenbeispiel:

3500 Euro brutto sind 2.156,19 € netto. Wenn beide Partner Vollzeit arbeiten, braucht man wohl in kaum einer Gegend in Deutschland über 4000 Euro netto zum Leben, es sei denn, man wohnt in München in bester Wohngegend.

Wenn dieser jemand nun für 40 Stunden 2156 Euro erhält, dann bekommt er laut Teilzeitrechner für eine 30 Stunden Woche 1.697,31. Davon kann man leben.

Wobei man dazu sagen muss, das Tennis spielen ein teuer Sport ist, wenn nicht sogar ein elitärer. Dass man sich sowas nicht mehr in dem Umfang leisten kann, wenn man Teilzeit arbeitet, ist ganz klar. Aber was nützt es einem, genügend Geld für den Tennisverein zu haben, wenn man am Ende des Arbeitstages so k.o. und unkonzentriert ist, dass man sowieso nichtmehr vernünftig spielen kann? Dann spiel ich lieber einmal pro Woche weniger, dann aber frisch und ausgeruht, da habe ich mehr davon.

Mir fiel es jedenfalls relativ leicht, mich finanziell einzuschränken, als ich die Stunden reduziert habe, und wenn ich mal in Versuchung gerate mich zu grämen wegen des "verlorenen" Geldes, dann rufe ich mir das Bild in Erinnerung wie ich diesen Sommer bei 35 Grad Hitze Nachmittags um 16 Uhr auf meinem Balkon in der Sonne lag und Eistee geschlürft habe, meine Lieblingszeitschrift gelesen habe, während meine Kollegen im stickigen, unklimatisierten Büro noch weitere 2 Stunden abzusitzen hatten. ]:D

Dann ging es plötzlich wieder und ich vermisste das Geld nichtmehr so sehr. ;-D

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